2. Dezember 2009
In der Welt am Sonntag vom 16. Juni 2009 erschien ein Artikel des renommierten Soziologen Prof. Gerhard Amendt, in dem er die Abschaffung der Frauenhäuser forderte, die für ihn nicht nur ein “Hort des Männerhasses” sind, sondern auch völlig ungeeignet zur Vermittlung von Konfliktbewältigungskompetenz bei innerfamiliären Auseinandersetzungen.Die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland antwortete ihm im Oktober in einem Offenen Brief, in dem sie seine Vorwürfe größtenteils zurückwies. Darauf antwortete Prof. Amendt wiederum in einem erneuten Offenen Brief an die EKD-Männerarbeit.
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25. November 2008
Warum eigentlich schlagen Männer ihre Frauen? Wenn Feministinnen dieser Frage nachgehen, lautet die Antwort oft: weil sie das Bedürfnis haben, Macht und Kontrolle über die Frau auszuüben. Gelegentlich wird noch darauf hingewiesen, dass ausgiebiger Alkoholkonsum die Gewaltneigung fördert. Andere Gründe und Motive scheinen keine große Rolle zu spielen. Damit machen sie es sich wieder einmal recht einfach. Offensichtlich hat man doch einige Angst, dass die Erörterung anderer Gründe, die zur Ausübung von Gewalt führen können, das Verhalten der Männer allzu nachvollziehbar machen könnte.
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25. November 2008
Da es nach der feministischen Ideologie grundsätzlich die Männer sind, die zuschlagen, gibt es Trainingskurse für häusliche Gewalttäter, in denen sie ihrer Aggressionen Herr werden können, logischerweise fast ausschließlich für Männer. Da die Gewalt von Frauen extrem tabubewehrt ist, wird die Frau als Täterin gar nicht erst in Erwägung gezogen. So finden gewalttätige Frauen, die von sich aus ihre Gewalttätigkeit beenden möchten, nur schwer Unterstützung und professionelle Beratung. „Konzepte für die Arbeit mit Täterinnen häuslicher Gewalt und für Trainingskurse für gewalttätige Frauen sind selbst Professionellen, die zu häuslicher Beziehungsgewalt arbeiteten, weitgehend unbekannt“.
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25. November 2008
Das 2001 von der Bundesregierung verabschiedete Gewaltschutzgesetz ermöglicht es der Polizei, Tatverdächtige bei häuslicher Gewalt der Wohnung zu verweisen. Das Gesetz gibt dem Opfer dabei die Handhabe, die gemeinsam benutzte Wohnung bis zu sechs Monate lang alleine zu nutzen. Die Nutzungsdauer kann um maximal weitere sechs Monate verlängert werden, wenn es dem Opfer nicht gelungen ist, in den ersten sechs Monaten eine geeignete neue Wohnung zu finden. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um eine gemietete Wohnung handelt oder die Wohnung dem Partner, der der Wohnung verwiesen wird, als alleiniges Eigentum gehört.
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25. November 2008
Deutschland gibt es laut Amnesty International (Stand 2008) 363 Frauenhäuser, in denen geprügelte Frauen Zuflucht vor ihren gewalttätigen Partnern finden können. Sie werden meist von Fraueninitiativen, aber auch von Wohlfahrtsverbänden betrieben und von der öffentlichen Hand finanziell gefördert. Dem stehen (Stand: April 2009) ein einziges Männerhaus in Berlin sowie in Oldenburg eine vom Verein Männerwohnhilfe gesponserte Dreizimmerwohnung gegenüber, in denen betroffene Männer Unterkunft finden können. Beide Angebote werden ehrenamtlich finanziert und müssen ohne Unterstützung öffentlicher Gelder auskommen.
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25. November 2008
Diese Aussage ist an sich zutreffend. Wer in einer Familie aufwächst, in der Gewalt alltäglich ist, erlernt Gewaltausübung als vermeintliches Mittel zur Lösung von Konflikten leichter als jemand, der diese Erfahrungen nicht von Kindheit auf gemacht hat. Viele wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen diese These. Von Feministinnen wird dieser Satz in der Regel so ausgelegt, dass ein Junge, der zusieht, wie der Vater die Mutter schlägt, sich mit der Täterrolle identifiziert, während ein Mädchen eher die Rolle des Opfers erlernt. Diese ausgesprochen starre Interpretation sichert die Fortschreibung der männlichen Täter- und der weiblichen Opferrolle für die nächsten Generationen, ist also für feministische Zwecke ausgesprochen nützlich.
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25. November 2008
Zum Thema „Gewalt gegen Männer“ gibt es ein umfangreiches Angebot im Internet. Neben vertiefenden Informationen bieten die nachfolgenden Seiten zum Teil auch konkrete Hilfsangebote für Betroffene.
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25. November 2008
Aussagen wie diese sind zwar nicht grundlegend falsch. Beim unbedarften Leser erweckt dieser Satz allerdings – zweifellos nicht ungewollt – den Eindruck, unabhängig von sozialem Status, Einkommen und Bildungsniveau käme Gewalt gegen Frauen überall gleich häufig vor – „in der Artzvilla ebenso wie in der Arbeitersiedlung“. Es handelt sich hierbei um den Versuch, die sozialen Faktoren auszublenden, die häusliche Gewalt nachweislich begünstigen, und diese Gewaltform so darzustellen, als sei das Geschlecht der wesentliche oder gar der einzige Faktor, der die Ausübung häuslicher Gewalt beeinflusse.
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