Seit einigen Jahren ist die Wanderausstellung “Rosenstraße 76″, konzipiert von der Diakonie (evangelische Kirche) und „Brot für die Welt“, in Deutschland unterwegs. Thema der Ausstellung ist häusliche Gewalt – um genau zu sein, häusliche Gewalt gegen Frauen. Sie ist allgemein dafür bekannt, die Problematik der häuslichen Gewalt aus einseitig-feministischem Blickwinkel darzustellen. Zurzeit macht die Ausstellung in Mönchengladbach halt. MANNdat hat sie besucht und schildert die Eindrücke, die sich dem Besucher darbieten.
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Dieser Tage erschütterten Bilder aus Ägypten die Welt. Demonstranten wurden von sogenannten Sicherheitskräften nicht nur festgenommen, sondern teilweise so schwer misshandelt, dass zwischen 13 und 16 Menschen an den Folgen dieser Misshandlungen starben. Unter den Misshandelten war auch eine Frau. Dieses Bild ging um die Welt und wurde überall empört zur Kenntnis genommen. Die US-Außenministerin Hilary Clinton sprach von einer systematische Erniedrigung ägyptischer Frauen.
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…möchten wir an Gewalt gegen Jungen und Männer erinnern. Zitat aus dem WHO-Bericht aus dem Jahr 2002, herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation unter dem Originaltitel World report on violence and health: Summary, 2002, ursprüngliche ISBN 92 4 154562 3, S. 9: „Männer machen zwei Drittel aller Opfer von Tötungsdelikten aus, die entsprechende Ziffer war um mehr als das Dreifache höher als bei Frauen. Am häufigsten waren Tötungsdelikte unter jungen Männern der Altersgruppe 15–29 Jahre.”
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Es ist aus zahlreichen internationalen Studien bekannt, dass Frauen nicht weniger gewalttätig sind als Männer. Im Rahmen einer deutschen Studie zu Vätern in Trennungs- und Scheidungssituationen wurde quasi als „Nebenprodukt“ festgestellt, dass gerade in solchen Situationen Frauen sogar deutlich stärker zu Gewalt neigen als Männer. Wie übrigens auch bei Gewalt gegen Kinder. In der letzten Zeit häufen sich E-Mails an MANNdat, in denen Betroffene häuslicher Gewalt – das heißt von Beziehungsgewalt – ihre Situation schildern und die mangelnde Unterstützung seitens Polizei und Justiz beklagen.
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Am 19. September 2010 ermordete eine Amokläuferin im baden-württembergischen Lörrach drei Menschen, bevor sie von der Polizei erschossen wurde. Die weibliche Täterschaft wirft die Frage auf, wie die Öffentlichkeit mit diesem Sachverhalt umgeht. Ist die Gesellschaft, sind die Medien, ist die Politik reif für eine differenzierte und geschlechtersensible Sichtweise auf Gewalt? Fragen, denen wir in unserer MANNdat-Stellungnahme nachgehen möchten, die Sie hier nachlesen können.
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In der Diskussion über die Opfer sexuellen Missbrauchs ist meist von „Kindern“ oder „Zöglingen“ die Rede. Das Wort „Jungen“ kommt Journalisten und Politikern nur schwer über die Lippen. Mit männlichen Opfern scheinen sie ihre Probleme zu haben. In die medial ausgekostete Schadenfreude über den moralischen Absturz der Kirchen scheint sich ein Anflug von schlechtem Gewissen zu mischen. Warum ist das so? Dieser Frage geht MANNdat in einem Offenen Brief an die für Jungen zuständige Bundesministerin Kristina Schröder nach.
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Brauchen wir noch Frauenhäuser? Nein, meint der renommierte Soziologe Prof. Gerhard Amendt in einem Artikel für “Welt am Sonntag”, in dem er die Abschaffung der Frauenhäuser forderte. Die sind für ihn ein “Hort des Männerhasses” und ferner nicht geeignet, innerfamiliäre Auseinandersetzungen zu schlichten, die in häusliche Gewalt ausgeartet sind. Die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist anderer Meinung. Sie antwortete Amendt in einem Offenen Brief, in dem sie seine Vorwürfe größtenteils zurückwies. Amendts Antwort auf diesen Offenen Brief veröffentlichen wir auf manndat.de.
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Am 18. Februar 2009 veröffentlichte die “Neue Osnabrücker Zeitung” einen Artikel über die niedersächsische Polizeistatistik bei häuslicher Gewalt für das Jahr 2007. Unter Berufung auf den niedersächsischen Innenminister Bernd Busemann erfuhr der Leser indirekt, dass sich der Anteil der von der Polizei ermittelten männlichen Opfer häuslicher Gewalt in jenem Jahr auf immerhin ca. 21,7 Prozent aller gemeldeten Fälle belief.
Uns fiel auf, dass das niedersächsische Sozialministerium auf seinen Internetseiten dagegen immer noch die – offensichtlich überholte – Zahl von 5 bis maximal 10 Prozent männlicher Opfer meldete, und so schrieben wir Innenministerium, Sozialministerium und Staatskanzlei den folgenden offenen Brief.
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