22. Dezember 2011
Dieser Tage erschütterten Bilder aus Ägypten die Welt. Demonstranten wurden von sogenannten Sicherheitskräften nicht nur festgenommen, sondern teilweise so schwer misshandelt, dass zwischen 13 und 16 Menschen an den Folgen dieser Misshandlungen starben. Unter den Misshandelten war auch eine Frau. Dieses Bild ging um die Welt und wurde überall empört zur Kenntnis genommen. Die US-Außenministerin Hilary Clinton sprach von einer systematische Erniedrigung ägyptischer Frauen.
Weiter »
25. November 2011
…möchten wir an Gewalt gegen Jungen und Männer erinnern. Zitat aus dem WHO-Bericht aus dem Jahr 2002, herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation unter dem Originaltitel World report on violence and health: Summary, 2002, ursprüngliche ISBN 92 4 154562 3, S. 9: „Männer machen zwei Drittel aller Opfer von Tötungsdelikten aus, die entsprechende Ziffer war um mehr als das Dreifache höher als bei Frauen. Am häufigsten waren Tötungsdelikte unter jungen Männern der Altersgruppe 15–29 Jahre.”
Weiter »
1. Oktober 2011
Es ist aus zahlreichen internationalen Studien bekannt, dass Frauen nicht weniger gewalttätig sind als Männer. Im Rahmen einer deutschen Studie zu Vätern in Trennungs- und Scheidungssituationen wurde quasi als „Nebenprodukt“ festgestellt, dass gerade in solchen Situationen Frauen sogar deutlich stärker zu Gewalt neigen als Männer. Wie übrigens auch bei Gewalt gegen Kinder. In der letzten Zeit häufen sich E-Mails an MANNdat, in denen Betroffene häuslicher Gewalt – das heißt von Beziehungsgewalt – ihre Situation schildern und die mangelnde Unterstützung seitens Polizei und Justiz beklagen.
Weiter »
1. Oktober 2010
Am 19. September 2010 ermordete eine Amokläuferin im baden-württembergischen Lörrach drei Menschen, bevor sie von der Polizei erschossen wurde. Die weibliche Täterschaft wirft die Frage auf, wie die Öffentlichkeit mit diesem Sachverhalt umgeht. Ist die Gesellschaft, sind die Medien, ist die Politik reif für eine differenzierte und geschlechtersensible Sichtweise auf Gewalt? Fragen, denen wir in unserer MANNdat-Stellungnahme nachgehen möchten, die Sie hier nachlesen können.
Weiter »
13. Mai 2010
In der Diskussion über die Opfer sexuellen Missbrauchs ist meist von „Kindern“ oder „Zöglingen“ die Rede. Das Wort „Jungen“ kommt Journalisten und Politikern nur schwer über die Lippen. Mit männlichen Opfern scheinen sie ihre Probleme zu haben. In die medial ausgekostete Schadenfreude über den moralischen Absturz der Kirchen scheint sich ein Anflug von schlechtem Gewissen zu mischen. Warum ist das so? Dieser Frage geht MANNdat in einem Offenen Brief an die für Jungen zuständige Bundesministerin Kristina Schröder nach.
Weiter »
24. Februar 2009
Am 18. Februar 2009 veröffentlichte die “Neue Osnabrücker Zeitung” einen Artikel über die niedersächsische Polizeistatistik bei häuslicher Gewalt für das Jahr 2007. Unter Berufung auf den niedersächsischen Innenminister Bernd Busemann erfuhr der Leser indirekt, dass sich der Anteil der von der Polizei ermittelten männlichen Opfer häuslicher Gewalt in jenem Jahr auf immerhin ca. 21,7 Prozent aller gemeldeten Fälle belief.
Uns fiel auf, dass das niedersächsische Sozialministerium auf seinen Internetseiten dagegen immer noch die – offensichtlich überholte – Zahl von 5 bis maximal 10 Prozent männlicher Opfer meldete, und so schrieben wir Innenministerium, Sozialministerium und Staatskanzlei den folgenden offenen Brief.
Weiter »
21. November 2007
Mit einem Offenen Brief wendet sich MANNdat an den nordrhein-westfälischen Innenminister Ingo Wolf (FDP). Anlass ist die ganz offensichtlich unzureichende Hilfe und Beratung seitens der nordrhein-westfälischen Polizei für männliche Betroffene häuslicher Gewalt. Auf der Portalseite der NRW-Polizei (www1.polizei-nrw.de) heißt es zum sogenannten Gewaltschutzgesetz unter anderem: „Mit den neuen Regelungen wurde erreicht, dass Opfer häuslicher Gewalt in dem Bewusstsein gestärkt werden, dass staatliche Stellen Hilfe leisten … In der konkreten Situation kann weitere Gewalt verhindert werden und den Opfern wird durch Vermittlung an geeignete Beratungseinrichtungen konkrete Hilfe geleistet.”
Weiter »
30. Mai 2007
MANNdat kritisiert in einem offenen Brief an UNICEF anlässlich des Weltkindertages am 1. Juni die Verharmlosung von Gewalt gegen Jungen. Im Jahresbericht 2007 hat UNICEF zum Kampf gegen Gewalt gegen Mädchen aufgerufen. Gewalt gegen Jungen wurde ausgeblendet. Wie schon ein WHO-Bericht darlegte, sind Jungen nicht weniger von Tötungsdelikten betroffen als Mädchen. Jungen erleben Gewalt nicht seltener als Mädchen. MANNdat beklagt, dass gewalttätige Übergriffe auf Jungen in unserer sehr einseitig ausgerichteten Betroffenheitskultur weder thematisiert noch angeklagt werden. Das Verschweigen von Gewalt gegen Jungen trägt zu deren Verharmlosung und Legitimation bei.
Weiter »