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	<title>MANNdat</title>
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	<description>Die geschlechterpolitische Initiative</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 06:30:39 +0000</lastBuildDate>
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		<title>&#8220;Jugend forscht&#8221; &#8211; mal ganz gendergerecht</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 19:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (lh)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/jugend-forscht-mal-ganz-gendergerecht.html"><img align="left" hspace="5" width="115" height="120" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/05/470772_web_R_by_TiM-Caspary_pixelio.de_-e1337021559163-115x120.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Tim Caspary_pixelio.de" title="Tim Caspary_pixelio.de" /></a>
<p>Am 14./15. M&#228;rz fand in Hessen der Landeswettbewerb von "Jugend forscht" statt. An sich nichts Besonderes. Sehr interessant ist allerdings ein Detail bei der Preisverleihung – ein Sonderpreis f&#252;r die beste Forscherin, extra hoch dotiert und ohne Entsprechung bei den Jungen. Was die Sache besonders pikant machte: Dieser Preis wurde nicht etwa von einer Privatperson, sondern von einer staatlichen Einrichtung – dem hessischen Kultusministerium – ausgelobt, also von einer Stelle, die gesetzlich zur Gleichberechtigung verpflichtet ist.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p>&#8220;Jugend forscht&#8221; ist der wohl bekannteste naturwissenschaftliche Nachwuchswettbewerb in Deutschland. Seit Jahren erfreut sich der Wettbewerb steigender Teilnehmerzahlen, der <a title="https://www.jugend-forscht.de/index.php/article/detail/6044 (Abruf vom 13.05.2012)" href="https://www.jugend-forscht.de/index.php/article/detail/6044" target="_blank">Anteil der M&auml;dchen nimmt zu</a> und lag 2012 zwischen 28,6% (Bayern) und 49% (Bremen).</p>
<p>Dem hessischen Kultusministerium ging diese ungezwungene Entwicklung wohl nicht schnell genug und vermutlich st&ouml;rte es sich daran, dass die &uuml;berwiegende Mehrzahl der Preistr&auml;ger &#8211; ungeachtet aller M&auml;dchenf&ouml;rderung &#8211; nach wie vor m&auml;nnlichen Geschlechts ist: Im Rahmen des Landeswettbewerbs Hessen stiftete das Ministerium einen <a title="http://jugend-forscht.merck.de/blank.microsite.corp/de/images/Preise_LaWe_2012_tcm1232_65829.pdf?Version= (Abruf vom 13.05.2012)" href="http://jugend-forscht.merck.de/blank.microsite.corp/de/images/Preise_LaWe_2012_tcm1232_65829.pdf?Version=" target="_blank">Sonderpreis f&uuml;r die &#8220;beste Forscherin&#8221;</a>. Man ist vielleicht versucht, diesen Preis als eine rein symbolische Geste abzutun, w&auml;re da nicht die Dotierung von immerhin 1000 € &#8211; der bestdotierte Preis &uuml;berhaupt. Nur zum Vergleich: Ein erster Preis bringt im Landeswettbewerb gerade mal 250 €.</p>
<p>Was hier als F&ouml;rderung f&uuml;r M&auml;dchen deklariert wird, ist aber auch eine klare Diskriminierung der m&auml;nnlichen Teilnehmer. Zumal die Wirksamkeit solcher Preise umstritten ist und <a title="http://www.gap-europe.de/Sprachen/home_deutsch/Studien/technik_de.pdf (Seite 16, Abruf vom 13.05.2012)" href="http://www.gap-europe.de/Sprachen/home_deutsch/Studien/technik_de.pdf" target="_blank">selbst unter den weiblichen Teilnehmern nicht positiv aufgenommen</a> wird.</p>
<p>W&auml;hrend sich das hessische Kultusministerium in Schweigen h&uuml;llt, ergab eine Anfrage bei &#8220;Jugend forscht&#8221; unterdessen, dass eine Fortf&uuml;hrung dieses kurzfristig eingef&uuml;hrten Sonderpreises nicht vorgesehen ist. Das Preisgeld soll stattdessen in anderer Form und geschlechtsunabh&auml;ngig f&uuml;r die F&ouml;rderung aller Teilnehmer verwendet werden.</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, ob es sich bei der Einf&uuml;hrung des jungendiskriminierenden Sonderpreises f&uuml;r die &#8220;beste Forscherin&#8221; tats&auml;chlich um einen einmaligen Ausrutscher handelte, oder ob sich hier ein neuer Trend bei der Diskriminierung von Jungen abzeichnet.</p>
<p class="wp-caption-dd"><span style="color: #000000">Bildquelle: (c) Tim Caspary/<a title="www.pixelio.de" href="http://www.pixelio.de" target="_blank"><span style="color: #000000">www.pixelio.de</span></a></span></p>
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		</item>
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		<title>Zelebrierter Opferkult in der Citykirche</title>
		<link>http://manndat.de/geschlechterpolitik/zelebrierter-opferkult-in-der-citykirche.html</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 16:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (fl)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt gegen Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Häusliche Gewalt]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zelebrierter-opferkult-in-der-citykirche.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="120" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/05/Rosenstra&#223;e-I-120x120.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Rosenstra&#223;e 76 - Ausstellung &#252;ber h&#228;usliche Gewalt in M&#246;nchengladbach" title="&quot;Rosenstra&#223;e 76&quot; in M&#246;nchengladbach" /></a>
<p>Seit einigen Jahren ist die Wanderausstellung "Rosenstra&#223;e 76", konzipiert von der Diakonie (evangelische Kirche) und „Brot f&#252;r die Welt“, in Deutschland unterwegs. Thema der Ausstellung ist h&#228;usliche Gewalt – um genau zu sein, h&#228;usliche Gewalt gegen Frauen. Sie ist allgemein daf&#252;r bekannt, die Problematik der h&#228;uslichen Gewalt aus einseitig-feministischem Blickwinkel darzustellen. Zurzeit macht die Ausstellung in M&#246;nchengladbach halt. MANNdat hat sie besucht und schildert die Eindr&#252;cke, die sich dem Besucher darbieten.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Ausstellung „Rosenstra&szlig;e 76“ in M&ouml;nchengladbach<br /></strong>Organisiert vom Di&ouml;zesanverband Aachen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd), findet vom 23. April bis 13. Mai 2012 in der Citykirche Alter Markt in M&ouml;nchengladbach die Ausstellung „Rosenstra&szlig;e 76“ statt. Sie wurde von der Diakonie und „Brot f&uuml;r die Welt“ konzipiert und wird zurzeit als Wanderausstellung in Nordrhein-Westfalen gezeigt. Thema der Ausstellung ist h&auml;usliche Gewalt – um genau zu sein, h&auml;usliche Gewalt gegen Frauen. MANNdat hat der Ausstellung einen Besuch abgestattet und berichtet &uuml;ber die Eindr&uuml;cke, die sich dem Besucher darbieten.</p>
<p>In M&ouml;nchengladbach ist die Ausstellung „Rosenstra&szlig;e 76“ in einem im Mittelalter erbauten, d&uuml;steren Kirchengeb&auml;ude zu Gast. Die D&uuml;sternis des Geb&auml;udes passt zum tristen Thema, um das es bei der Ausstellung geht: h&auml;usliche Gewalt. Im Zentrum steht eine aus Pappmachée und Sperrholzleisten nachgebaute, komplett ausgestattete Wohnung, die den Eindruck von kleinb&uuml;rgerlicher Normalit&auml;t erwecken soll.</p>
<p>Nach dem Willen der Ausstellungsmacher aber ist das nat&uuml;rlich ein Trugschluss, denn hinter dieser Schein-Idylle verbirgt sich das nackte Grauen, n&auml;mlich die allt&auml;gliche Gewalt in den Familien. Gewalt, da bem&uuml;hen sich die Macher der „Rosenstra&szlig;e 76“ gar nicht erst um Ausgewogenheit oder Objektivit&auml;t, die nahezu ausschlie&szlig;lich von M&auml;nnern ausgeht und deren Opfer komplett unschuldige Frauen und Kinder sind. Auf Plakaten, die von Studenten der Fachhochschule Aachen entworfen worden sind und die an den W&auml;nden h&auml;ngen, wird diese zentrale Aussage der Ausstellung durch suggestive Botschaften an den Besucher gebracht. Dort sind S&auml;tze zu finden wie „Ich kann meinen Kindern den Vater nicht nehmen“ oder „Er sagt, er tut es nie wieder“. Aussagen, die V&auml;ter und Ehem&auml;nner in pauschaler sexistischer Art und Weise herabw&uuml;rdigen, indem sie sie als latent gewaltt&auml;tig darstellen.</p>
<p><strong>Bewusst zurechtgebogene Realit&auml;ten<br /></strong>Andere Plakate legen die Vermutung nahe, dass die Ausstellungsmacher die Realit&auml;t bewusst so zurechtbiegen, damit sie in ihr erkennbar feministisch gepr&auml;gtes Weltbild passt. So findet sich dort zum Beispiel der Satz „Jede vierte Frau erlebt h&auml;usliche Gewalt“. Im Bem&uuml;hen, den wertvollen und eintr&auml;glichen weiblichen Opferstatus aufrecht zu erhalten, wird hier nicht nur der durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten untermauerte Umstand verschwiegen, dass h&auml;usliche Gewalt in etwa zu gleichen Teilen von M&auml;nnern und Frauen ausgeht (siehe <a title="www.manndat.de/feministische-mythen/haeusliche-gewalt/taeter-mann-opfer-frau-mythen-und-fakten-ueber-haeusliche-gewalt.html, Abruf 07.05.2012" href="http://www.manndat.de/feministische-mythen/haeusliche-gewalt/taeter-mann-opfer-frau-mythen-und-fakten-ueber-haeusliche-gewalt.html">hier</a>). Auch die in Medienberichten &uuml;ber h&auml;usliche Gewalt stets zu h&ouml;rende Aussage, wonach in etwa jede vierte Frau im Laufe von ca. 70 Lebensjahren irgendwann einmal von innerfamili&auml;rer Gewalt betroffen sei, wird mit diesem Satz gekonnt so umformuliert, dass man glauben muss, jede vierte Frau bekomme allabendlich Pr&uuml;gel von ihrem Mann. (Wohlgemerkt: Zu diesen Gewalterfahrungen, die jede vierte Frau schon einmal erlebt hat, geh&ouml;ren auch blo&szlig;es Wegschubsen sowie die Gewalt, die die Kriegsgeneration erfahren hat.) Ein ausgesprochen bezeichnendes Beispiel f&uuml;r die Verf&auml;lschungen und Manipulationen, derer sich diejenigen bedienen, die vorgeben, &uuml;ber h&auml;usliche Gewalt aufkl&auml;ren zu wollen und die dabei doch nur ihr einseitiges Weltbild transportieren.</p>
<p>Erw&auml;hnt sei noch die Brosch&uuml;re, die die kfd Aachen anl&auml;sslich der Ausstellung ver&ouml;ffentlicht hat und die &uuml;ber das umfangreiche Begleitprogramm informiert. Darin findet sich unter anderem eine Veranstaltung &uuml;ber „Caring Dads“ (f&uuml;rsorgliche V&auml;ter), ein Programm der Diakonie D&uuml;sseldorf f&uuml;r V&auml;ter, „die sch&auml;digende Verhaltensweisen gegen&uuml;ber ihren Kindern oder deren M&uuml;ttern gezeigt haben – und die ihr Verhalten &auml;ndern wollen“. Dass famili&auml;re Gewalt gegen&uuml;ber Kindern weit &uuml;berwiegend von deren M&uuml;ttern ausgeht und ein Programm unter der Bezeichnung „Caring Moms“ daher mindestens ebensosehr Not t&auml;te, passt nat&uuml;rlich nicht in das Weltbild von Menschen, f&uuml;r die anscheinend ausschlie&szlig;lich M&auml;nner als potenzielle Gewaltt&auml;ter in Frage kommen und f&uuml;r die Frauen und Kinder nur als Opfer denkbar sind.</p>
<p>Au&szlig;erdem umfasst das Rahmenprogramm zur „Rosenstra&szlig;e 76“-Ausstellung Vorhersehbares wie Dokumentarfilme zum Thema Zwangsheirat, das unvermeidliche Frauenkabarett sowie Tanz- und Skulpturen-Workshops, die den Vergleich mit einem &uuml;berdimensionierten Welt-Frauentag nahelegen, in den ja traditionell ebenfalls alle m&ouml;glichen Absonderlichkeiten hineingepackt werden.</p>
<p><strong>Bizarre Realsatire<br /></strong>Bemerkenswert erscheint noch eine Lesung der feministischen „Sprachwissenschaftlerin“ Luise F. Pusch am 9. Mai, die in einer M&ouml;nchengladbacher Buchhandlung „sprachkritische Glossen“ vorliest. Wie uns die Brosch&uuml;re aufkl&auml;rt, ist n&auml;mlich auch die Sprache fester Bestandteil des B&ouml;sen, sprich der allumfassenden Gewalt gegen Frauen: „Strukturelle Gewalt steckt in den Strukturen einer Gesellschaft und erh&auml;lt so Einzug in die Denkstrukturen ihrer Mitglieder. Sie bildet den Hintergrund der Gewalt zwischen einzelnen Personen. Teil dieser Gewalt ist die Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Sprache.“ Sagt ausgerechnet jene Luise F. Pusch, von der folgendes bemerkenswerte Zitat &uuml;berliefert ist: „Buben sollten Wunden zugef&uuml;gt werden, wenn sie sich frauenfeindlich verhielten. Diese Verletzungen heilen sowieso wieder zu schnell.“ (Kinderg&auml;rtnerinnensynode, 24. Juni 1991) So viel zum Thema „Strukturelle Gewalt“.</p>
<p>Sp&auml;testens hier kippt der best&auml;ndig zelebrierte Opferkult, den das feministische Milieu rund um das zentrale Thema h&auml;usliche Gewalt veranstaltet, endg&uuml;ltig ins Bizarre und Realsatirische. Der Leser diese Passage, aber auch der Besucher der Ausstellung fragt sich, ob der organisierte Feminismus &uuml;berhaupt noch einen Bezug hat zum Alltagsleben ganz normaler Menschen. Falls er das jemals hatte, scheinen die jahrzehntelange ausgiebige Nabelschau der eigenen Befindlichkeiten sowie das Ausschalten aller kritischen und st&ouml;renden Argumente diesen Bezug mittlerweile vollends zerst&ouml;rt zu haben.</p>
<p>Internet: <a title="http://www.kfd-aachen.de/rosenstrasse76/" href="http://www.kfd-aachen.de/rosenstrasse76/">http://www.kfd-aachen.de/rosenstrasse76/</a> | E-Mail: <a href="mailto:info@kfd-aachen.de">info@kfd-aachen.de</a></p>
<p class="wp-caption-dd">Bildquelle: (c) MANNdat e.V.</p>
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		<title>Schlechtere Noten bei gleichen Leistungen</title>
		<link>http://manndat.de/geschlechterpolitik/schlechtere-noten-bei-gleichen-leistungen.html</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 22:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (bk)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Offener Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsverlierer]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/schlechtere-noten-bei-gleichen-leistungen.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="103" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/04/Bildungsprobleme-von-Jungen-120x103.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Bildungsprobleme von Jungen" title="Bildungsprobleme von Jungen" /></a>
<p>Viele Studien weisen seit Jahren nach, dass Jungen bei gleichen schulischen Leistungen schlechtere Noten als M&#228;dchen erhalten. Trotz einer Vielzahl von geschlechterpolitisch Verantwortlichen und trotz eines Grundgesetzes, eines Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und eines Gender Mainstreaming-Ansatz, die so etwas verhindern sollten, wird diese Ungleichbehandlung geduldet. MANNdat beschwert sich dar&#252;ber bei der Antidiskriminierungsstelle.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p>Viele Studien weisen seit Jahren nach, dass Jungen bei gleichen schulischen Leistungen schlechtere Noten als M&auml;dchen erhalten. Trotz einer Vielzahl von geschlechterpolitisch Verantwortlichen und trotz eines Grundgesetzes, eines Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und eines Gender Mainstreaming-Ansatzes, die so etwas verhindern sollten, wird diese Ungleichbehandlung geduldet. MANNdat beschwert sich dar&uuml;ber bei der Antidiskriminierungsstelle.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />viele Studien in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass Jungen in Schulen bei gleichen Schulleistungen schlechtere Noten als bekommen als M&auml;dchen und bei gleichen Noten seltener als M&auml;dchen eine Empfehlung an weiterf&uuml;hrende Schulen erhalten.</p>
<p><strong>Beispiele f&uuml;r solche Studien</strong></p>
<ul>
	<li><a href="http://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2815702/data/pdf-schulleistungstest-lau-5.pdf">Hamburger LAU-Studie</a> 1996; S. 47 ff.</li>
	<li>Diefenbach, Heike (2007). Die schulische Bildung von Jungen und jungen M&auml;nnern in Deutschland. In: Hollstein, Walter &amp; Matzner, Michael (Hrsg.). Soziale Arbeit mit Jungen und M&auml;nnern. M&uuml;nchen: Reinhardt, S.101-115.</li>
	<li>Maaz, Kai, Baeriswyl, Franz &amp; Trautwein, Ulrich (2011). Herkunft zensiert? Leistungsdiagnostik und soziale Ungleichheit in der Schule. Eine Studie im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland.</li>
	<li> <a href="https://3c.web.de/mail-1.86.240.10741/client/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fsciencefiles.org%2Fcategory%2Fbildung%2Fbildungssystem%2Fbenachteiligung-von-jungen%2F&amp;selection=tfol11a03614744faefe" target="_blank">swww.sciencefiles.org</a></li>
</ul>
<p>Eine solche Ungleichbehandlung ist eine klare Diskriminierung und ein Versto&szlig; gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Wir bitten Sie, uns bei unserem Vorhaben, diese Benachteiligungen zu beseitigen, zu unterst&uuml;tzen. Bitte teilen Sie uns dazu mit, welche Ma&szlig;nahmen Sie gegen diese Diskriminierung einleiten werden.</p>
<p>MANNdat ist eine gemeinn&uuml;tzige, geschlechterpolitische Initiative, die sich u.a. f&uuml;r Jungen einsetzt. Gerne w&uuml;rden wir &uuml;ber Ihre Aktivit&auml;ten berichten und den weiteren Prozess begleiten.</p>
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		<item>
		<title>Jungen bei BAF&#246;G benachteiligt?</title>
		<link>http://manndat.de/geschlechterpolitik/jungen-bei-bafoeg-benachteiligt.html</link>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 17:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (bk)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Offener Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsbenachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsförderung von Jungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/jungen-bei-bafoeg-benachteiligt.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="104" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/04/Gender-Main-120x104.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Gender Main" title="Gender Main" /></a>
<p>Jungen profitieren seltener als M&#228;dchen vom BAF&#246;G. Eigentlich ein klarer Fall f&#252;r Gender Mainstreaming, denn nach diesem geschlechterpolitischen Ansatz m&#252;sste die Politik bei geschlechterspezifischen Ungleichheiten die Fakten analysieren, die Ursachen feststellen und Ma&#223;nahmen zur Erreichung der Gleichstellung durchf&#252;hren. Wir haben dies am Beispiel BAF&#246;G vom zust&#228;ndigen Ministerium eingefordert, das sich &#252;brigens auch Gender Mainstreaming verpflichtet hat – und siehe da, Gender Mainstreaming gilt pl&#246;tzlich – wenn Jungen davon profitieren k&#246;nnten - nicht mehr. Ein Grund f&#252;r uns, eine Petition an den Deutschen Bundestag zu schreiben.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />wir beschweren uns &uuml;ber die geschlechterspezifische Ungleichverteilung der BAF&ouml;G-Praxis und die Missachtung von Gender Mainstreaming. Wir fordern die konsequente Umsetzung von Gender Mainstreaming und die Beseitigung der Ungleichverteilung der BAF&ouml;G-Zuwendungen zuungunsten von Jungen und m&auml;nnlichen Jugendlichen. Eine <a href="http://sciencefiles.org/2011/07/23/geforderte-ungleichheit/">Analyse</a> von Herrn Michael Klein von Critical Science ergab eine deutlich Ungleichverteilung der BAF&ouml;G-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Frauen und M&auml;nner.</p>
<p>Der Vergleich des Anteils der BAf&ouml;G-Empf&auml;nger nach Geschlecht und Schultyp zeigt, dass sich die Nachteile von Jungen nicht auf eine geschlechtsspezifische Verteilung auf die Schultypen zur&uuml;ckf&uuml;hren lassen. Stattdessen liegt unabh&auml;ngig von der Bildungsinstitution der Anteil m&auml;nnlicher BAf&ouml;G-Empf&auml;nger konstant und deutlich unter ihrem Anteil an den entsprechenden Sch&uuml;lern oder an den Studenten:</p>
<p>48,5% aller Studenten an Universit&auml;ten sind m&auml;nnlich, der Anteil der m&auml;nnlichen Studenten an Universit&auml;ten, die BAf&ouml;G erhalten, ist jedoch mit 41,9% um 6,6% niedriger, als es ihrem Anteil entsprechen w&uuml;rde.</p>
<p>Der Anteil m&auml;nnlicher Sch&uuml;ler an allgemeinbildenden Schulen ist mit 50,8% in etwa gleich hoch des Anteils weiblicher Sch&uuml;ler. Unter den mit BAf&ouml;G gef&ouml;rderten Sch&uuml;lern sind m&auml;nnliche Sch&uuml;ler mit 41,1% jedoch deutlich unterrepr&auml;sentiert.</p>
<p>Bei den Berufsfachsch&uuml;lern unterschreitet der Anteil der m&auml;nnlichen BAf&ouml;G-Empf&auml;nger den Anteil der m&auml;nnlichen Berufsfachsch&uuml;ler um 10,9%.</p>
<p>Da auszuschlie&szlig;en ist, dass M&auml;dchen h&auml;ufiger aus &auml;rmeren Familien kommen als Jungen, liegt hier eine deutliche Ungleichverteilung auf Grund des Geschlechts vor.</p>
<p>Im Rahmen eines von der Politik eingef&uuml;hrten „Gender Mainstreaming“, dem sich auch das Bundesbildungsministerium verpflichtet hat, m&uuml;ssen bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und M&auml;nnern von vornherein und regelm&auml;&szlig;ig ber&uuml;cksichtigt werden. Es verpflichtet die politischen Akteure, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Interessen und Bed&uuml;rfnisse von Frauen und M&auml;nnern zu analysieren und ihre Entscheidungen so zu gestalten, dass sie zur F&ouml;rderung einer tats&auml;chlichen Gleichstellung der Geschlechter beitragen.</p>
<p>Nach diesem Gender Mainstreaming sind diese Nachteile von Jungen bei der BAf&ouml;G-Beziehung deshalb erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass von bildungspolitischer Seite immer wieder darauf hingewiesen wird, die signifikanten Bildungsnachteile von Jungen w&uuml;rden insbesondere bei sozial schwachen Familien auftreten, wiegt diese Ungleichverteilung doppelt schwer.</p>
<p>Wir haben daraufhin das zust&auml;ndigen Bundesbildungsministerium mit Brief vom 03.08.2011 angeschrieben und erfragt, ob eine Gender-Analyse bez&uuml;glich der Benachteiligung von Jungen und m&auml;nnlichen Jugendlichen beim BAf&ouml;G-Bezug durchgef&uuml;hrt wurde, welche Ursachen diesbez&uuml;glich ermittelt werden konnten und welche konkreten Ma&szlig;nahmen das Bundesbildungsministerium beabsichtigt, um diese Ungleichbehandlung zu beenden.</p>
<p>Das Ministerium hat uns am 20.10.2011 mit einer Mail von Frau Ingrid Dorsch-Wittlich geantwortet. Nach einer Darstellung, was BAF&ouml;G ist, kommt das Ministerium zu dem Schluss:</p>
<blockquote>
<p> Die Grunds&auml;tze des BAf&ouml;G enthalten, wie Sie erkennen k&ouml;nnen, keinerlei diskriminierende Elemente. Zur Durchf&uuml;hrung („Rechtspraxis“) des Gesetzes ist Folgendes zu sagen: Die Durchf&uuml;hrung des BAf&ouml;G wird vom Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung durch Verwaltungsvorschriften und Erlasse geregelt. Selbstverst&auml;ndlich wird auch in diesen Bereichen nicht zwischen m&auml;nnlichen und weiblichen Auszubildenden unterschieden. Welches Ph&auml;nomen oder m&ouml;glicherweise unterschiedliche Verhalten von m&auml;nnlichen und weiblichen Auszubildenden auch immer urs&auml;chlich daf&uuml;r sein mag, dass ggf. die prozentuale Verteilung des BAf&ouml;G-Bezugs unter ihnen nicht exakt proportional zum jeweiligen Anteil an der Auszubildendenzahl ist, steht daher von vornherein fest, dass dies jedenfalls nicht das Ergebnis eines verhaltenssteuernden Eingriffs durch das BAf&ouml;G selbst ist. Ebenso klar ist, dass das BAf&ouml;G als Sozialleistungsgesetz nicht den Auftrag haben kann, aktiv steuernd gezielt eine gleichm&auml;&szlig;ige Verteilung der Ausgaben auf m&auml;nnliche und weibliche Bezieher zu gew&auml;hrleisten. Ausbildungsf&ouml;rderung erh&auml;lt, wer die Voraussetzungen nach dem BAf&ouml;G erf&uuml;llt und einen entsprechenden Antrag stellt. Selbstverst&auml;ndlich werden keine Unterschiede zwischen m&auml;nnlichen  und weiblichen Antragstellern gemacht.</p>
<p>Weiterer Erl&auml;uterungen und Belege bedarf es f&uuml;r Ihre Ausgangsfrage nach ungleicher Handhabung des BAf&ouml;G daher nicht, so dass ich zu Ihrem Anliegen nicht mehr beitragen kann.</p></blockquote>
<p>Dies ist ein klarer Versto&szlig; gegen Gender Mainstreaming. Denn danach haben sich die politisch Verantwortlichen verpflichtet, Gesetze und Ma&szlig;nahmen so zu erlassen und umzusetzen, dass sie zu keinen Ungleichbehandlungen in der tats&auml;chlichen Praxis f&uuml;hren. Eine solche Ungleichverteilung der BAF&ouml;G-Unterst&uuml;tzung liegt vor, wie die Analyse von Herrn Klein gezeigt hat, die jederzeit nachpr&uuml;fbar ist. Nach dem geschlechterpolitischen Ansatz des Gender Mainstreaming m&uuml;ssten nun die Ursachen f&uuml;r diese Ungleichverteilung eruiert und dann entsprechende Gegenma&szlig;nahmen erarbeitet werden. Das wird nicht getan.</p>
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		<title>Der Referentenentwurf zum gemeinsamen Sorgerecht Nichtverheirateter</title>
		<link>http://manndat.de/geschlechterpolitik/referentenentwurf-gemeinsames-sorgerecht.html</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 18:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (bk)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Väter Sorgerecht Trennungsväter]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/referentenentwurf-gemeinsames-sorgerecht.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="111" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/04/V&#228;terfeindlich4-120x111.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="V&#228;terfeindlich" title="V&#228;terfeindlich" /></a>
<p>Der Europ&#228;ische Gerichtshof f&#252;r Menschenrecht (EGMR) sieht einen Versto&#223; gegen die Europ&#228;ische Konvention zum Schutz der Menschenrechte, weil das Sorgerecht nichteheliche V&#228;ter benachteiligt. Seitdem steht die Politik seit Jahren vor einem Problem: Das Sorgerecht v&#228;terfreundlicher zu gestalten ohne V&#228;tern Gleichberechtigung zu gew&#228;hren. Denn fest steht, dass die Politik nach wie vor V&#228;tern kein gleichberechtigtes Sorgerecht zugestehen m&#246;chte. Jetzt liegt ein Referentenentwurf vor. MANNdat hat ihn beurteilt.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<h3>Politik will die Versorgerrolle des Vaters st&auml;rken<strong></strong></h3>
<p><strong>1. </strong><strong>Die derzeit geltende Rechtslage: § 1626a BGB<br /></strong>Bei nicht verheirateten Eltern erh&auml;lt der Vater nur dann ein gemeinsames Sorgerecht zusammen mit der Mutter, wenn beide Eltern eine &uuml;bereinstimmende Sorgeerkl&auml;rung abgeben oder wenn die Eltern einander heiraten (§ 1626a Absatz 1 BGB). Ansonsten &uuml;bt die Mutter die elterliche Sorge allein aus (§ 1626a Absatz 2 BGB). Ohne oder gegen den Willen der Mutter kann mithin f&uuml;r den Vater ein elterliches Sorgerecht nicht begr&uuml;ndet werden.</p>
<p>Diese Regelung wurde nicht nur von V&auml;terverb&auml;nden kritisiert, der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrecht (EGMR) sah darin einen Versto&szlig; gegen die Europ&auml;ische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und auch das Bundesverfassungsgericht erkannte auf eine Verletzung von Grundrechten betroffener V&auml;ter und Kinder.</p>
<p>Diese Gerichte mahnten deshalb an, dem nichtehelichen Vater gesetzgeberisch die M&ouml;glichkeit einzur&auml;umen, die elterliche Mitsorge auch ohne einwilligende Erkl&auml;rung der Mutter zu erlangen. Die Bundesregierung hat nunmehr zur Neuregelung der gemeinsamen elterlichen Sorge folgenden Referentenentwurf erarbeitet:</p>
<p><strong>2. </strong><strong>K&uuml;nftige Rechtslage gem&auml;&szlig; Referentenentwurf: § 1626a BGB neuer Fassung<br /></strong>Die weiter oben in § 1626a BGB alter Fassung beschriebenen Tatbest&auml;nde der gemeinsamen Sorgeerkl&auml;rung und der Heirat werden um einen weiteren Tatbestand erg&auml;nzt (§ 1626a Absatz 1 Ziffer 3 BGB neuer Fassung):</p>
<p>Das Familiengericht kann nun auf Antrag eines Elternteils die gemeinsame Sorge beiden Eltern &uuml;bertragen. Die elterliche Sorge kann aber dem beantragenden Elternteil versagt werden, wenn ihre &Uuml;bertragung dem Kindeswohl widerspricht. Das Familiengericht kann auch dem Antragsteller <strong>nur einen Teil</strong> der elterlichen Sorge &uuml;bertragen.</p>
<p><strong>3. </strong><strong>Bewertung des Referentenentwurfes<br /></strong>§ 1626a BGB in der Entwurfsfassung stellt aus m&auml;nnerrechtlicher Sicht einen Fortschritt in Sorgerechtsangelegenheiten dar: Konnte bisher ohne oder gegen den Willen der Kindsmutter ein Sorgerecht f&uuml;r den nicht verheirateten Vater nicht begr&uuml;ndet werden, k&ouml;nnen V&auml;ter nach geplanter Rechtslage die gemeinsame elterliche Sorge durch Antrag an das Familiengericht herbeif&uuml;hren.</p>
<p>Unbefriedigend ist, dass dem Vater die elterliche Sorge bei &#8220;Kindeswohlgef&auml;hrdung&#8221; vorenthalten werden darf. Das „Kindeswohl“ ist rechtstechnisch ein so genannter „unbestimmter Rechtsbegriff“ (umgangssprachlich „Gummiparagraph“ genannt), der durch auslegende Rechtssprechung der Gerichte erst mit Sinn und Inhalt erf&uuml;llt wird. Es bleibt also dem einzelnen Familienrichter &uuml;berlassen, wann eine &Uuml;bertragung der elterlichen Sorge auch an den Vater dem Kindeswohl widerspricht. Hierzu muss man die Rechtsprechung zur neuen Rechtslage abwarten. Da die Gerichte jedoch in der Vergangenheit bei Auslegung anderer Gesetze mit diesem Rechtsbegriff unter &#8220;Kindeswohl&#8221; zumeist &#8220;Mutterwohl&#8221; verstanden, ist dies ein Einfallstor zur Durchsetzung spezifischer M&uuml;tterinteressen. Konkret sind bei M&uuml;ttern, die das Sorgerecht nach Beendigung der nichtehelichen Beziehung auf keinen Fall mit dem Vater teilen wollen, „Schlammschlachten“ vor Gericht zu bef&uuml;rchten, bei denen dem Vater beispielsweise „mangelnde Konfliktf&auml;higkeit“, „mangelnde Kooperationsbereitschaft“ oder auch nur unsteter Lebenswandel oder andere charakterliche M&auml;ngel vorgeworfen werden.</p>
<p>Ob dabei auch – wie dies im Begleittext zu Referentenentwurf anklingt – eine Rolle spielt, ob der Vater vor der Geburt eine dauerhafte, ehe&auml;hnliche oder fl&uuml;chtige Beziehung zur Mutter unterhielt („One Night Stand“) muss ebenfalls die Rechtsprechung zeigen.</p>
<p>Zu kritisieren ist auch, dass das Familiengericht einen Elternteil (in der Praxis wohl zumeist den Vater) mit einem „abgespeckten“ Sorgerecht bedenken kann.</p>
<p>Wie dieses dann aussieht und ob es sich noch lohnt, daf&uuml;r zu streiten, wird die gerichtliche Praxis erweisen. Wahrscheinlich wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht weiterhin bei den M&uuml;ttern verbleiben. Zieht die Kindsmutter mit dem Kind an einen weit entfernten Wohnort, l&auml;sst sich die elterliche Sorge f&uuml;r den Vater nur mehr schwer wahrnehmen, das gemeinsame Sorgerecht wird zur Makulatur.</p>
<p><strong>Fazit<br /></strong>Wieder einmal wird deutlich, dass eine gleichberechtigte Elternschaft allein am Unwillen der politisch Verantwortlichen scheitert. Es sind nicht die V&auml;ter, die nicht erziehen wollen, es sind die Politiker/innen, die den erziehenden Vater entgegen ihren Lippenbekenntnissen gar nicht wollen und einmal mehr ganz bewusst die Versorgerrolle des Vaters st&auml;rken.</p>
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		<title>MANNdat im Dialog mit Florian Bernschneider (FDP, MdB)</title>
		<link>http://manndat.de/geschlechterpolitik/manndat-im-dialog-mit-florian-bernschneider-fdp-mdb.html</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 04:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (lh)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[MANNdat]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/manndat-im-dialog-mit-florian-bernschneider-fdp-mdb.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="120" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/04/Bernschneider-e1335502073370-120x120.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Florian Bernschneider" title="Florian Bernschneider (FDP)" /></a>
<p>Am 16. April 2012 fand ein Gespr&#228;ch zwischen Andreas Krau&#223;er von MANNdat,  Monika und Harald Ebeling und dem FDP-Bundestagsabgeordneten Florian Bernschneider in Braunschweig statt. Florian Bernschneider (25) ist der j&#252;ngste Bundestagsabgeordnete. Er ist Obmann der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&#228;t“ sowie Mitglied des Ausschusses Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit ihm sprachen die Beteiligten &#252;ber Fragen der Gleichberechtigung.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 16. April 2012 fand ein Gespr&auml;ch zwischen MANNdat und dem FDP-Bundestagsabgeordneten Florian Bernschneider in Braunschweig statt. Florian Bernschneider (25) ist der j&uuml;ngste Bundestagsabgeordnete. Er ist Obmann der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit&auml;t“ sowie Mitglied des Ausschusses Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Andreas Krau&szlig;er (MANNdat) sowie Monika und Harald Ebeling sprachen mit Florian Bernschneider &uuml;ber Fragen der Gleichberechtigung. Die Beteiligten stimmten in einer Vielzahl von Themenfeldern &uuml;berein. Eine wechselseitig unterst&uuml;tzende Zusammenarbeit wurde verabredet.</p>
<p class="wp-caption-dd">Bildquelle: (c) www.florian-bernschneider.de</p>
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		<title>&#8220;Die Gr&#252;nen werden nicht von bedrohten &#8216;Opel-M&#228;nnern&#8217; reden&#8221;</title>
		<link>http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-grunen-werden-nicht-von-bedrohten-opel-mannern-reden.html</link>
		<comments>http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-grunen-werden-nicht-von-bedrohten-opel-mannern-reden.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 16:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (fl)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-grunen-werden-nicht-von-bedrohten-opel-mannern-reden.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="120" src="http://manndat.de/wp-content/plugins/thumbnail-for-excerpts/tfe_no_thumb.png" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="" /></a>
<p>MANNdat legte dieser Tage den <a href="http://www.manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html">Zweiten Bericht zur Situation von Jungen und M&#228;nner in Deutschland</a>(2012) vor, der ma&#223;geblich von unserem Mitglied Dr. Andreas Krau&#223;er erarbeitet wurde. Andreas Krau&#223;er ist nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Promotion mit einem Thema aus der Statistik seit etwa f&#252;nf Jahren mit Sozialberichterstattung besch&#228;ftigt. Arne Hoffmann f&#252;hrte ein Interview mit ihm &#252;ber den aktuellen M&#228;nnerbericht, das am 13. April 2012 im Blog <a href="http://cuncti.net/machbar/124-andreas-krausser-qdie-gruenen-werden-nicht-von-bedrohten-opel-maennern-reden-q">"Cuncti"</a> erschien.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[
<p>MANNdat legte dieser Tage den <a href="http://www.manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html">Zweiten Bericht zur Situation von Jungen und M&auml;nner in Deutschland</a> (2012) vor, der ma&szlig;geblich von unserem Mitglied Dr. Andreas Krau&szlig;er erarbeitet wurde. Andreas Krau&szlig;er ist nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Promotion mit einem Thema aus der Statistik seit etwa f&uuml;nf Jahren mit Sozialberichterstattung besch&auml;ftigt. Arne Hoffmann f&uuml;hrte ein Interview mit ihm &uuml;ber den aktuellen M&auml;nnerbericht, das am 13. April 2012 im Blog <a href="http://cuncti.net/machbar/124-andreas-krausser-qdie-gruenen-werden-nicht-von-bedrohten-opel-maennern-reden-q">&#8220;Cuncti&#8221;</a> erschien.</p>
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		<title>Zweiter Bericht zur Situation von Jungen und M&#228;nnern in Deutschland 2012</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 09:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (lh)</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="120" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/03/Genderindex_Vorschau-e1332960591936-120x120.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Genderindex_Vorschau" title="Genderindex_Vorschau" /></a>
<p>MANNdat legt den Zweiten Bericht zur Situation von Jungen und M&#228;nner in Deutschland (2012) vor. In diesem wird erneut an Hand einer Vielzahl empirischer Daten die Benachteiligung des m&#228;nnlichen Geschlechts dokumentiert. Laut Gender Mainstreaming ist es eigentlich Aufgabe der Politik, die Lebenslagen aus Sicht beider Geschlechter zu beleuchten und Ans&#228;tze zur Beseitigung vorhandener Benachteiligungen zu entwickeln. Tats&#228;chlich aber ersch&#246;pft sich der Gender-Mainstreaming-Ansatz der etablierten Politik in h&#246;chst selektiver Frauenf&#246;rderung. Die Studie von MANNdat zeigt, wie gro&#223; die Schieflage zu Lasten von Jungen und M&#228;nnern in vielen Lebenslagen ist.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<h3>Jungen- und M&auml;nner-Genderindex M&auml;rz 2012</h3>
<p>MANNdat legt den Zweiten Bericht zur Situation von Jungen und M&auml;nner in Deutschland (2012) vor. In diesem wird erneut an Hand einer Vielzahl empirischer Daten die Benachteiligung des m&auml;nnlichen Geschlechts dokumentiert. Laut Gender Mainstreaming ist es eigentlich Aufgabe der Politik, die Lebenslagen aus Sicht beider Geschlechter zu beleuchten und Ans&auml;tze zur Beseitigung vorhandener Benachteiligungen zu entwickeln. Tats&auml;chlich aber ersch&ouml;pft sich der Gender-Mainstreaming-Ansatz der etablierten Politik in h&ouml;chst selektiver Frauenf&ouml;rderung. Die Studie von MANNdat zeigt, wie gro&szlig; die Schieflage zu Lasten von Jungen und M&auml;nnern in vielen Lebenslagen ist.</p>
<p>Sie k&ouml;nnen sich die gesamte Studie oder einzelne Kapitel als PDF erstellen lassen. Klicken Sie dazu auf den Link am Ende der Seite.</p>
<h3>Inhaltsangabe</h3>
<ol>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/2">Was will der Jungen- und M&auml;nner-Genderindex?</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/3">Gesundheit</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/4">Bildungschancen &#8211; Hochschulreife</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/5">Bildungschancen &#8211; Schulabbrecher</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/6">Jugendarbeitslosigkeit</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/7">Arbeitsmarkt</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/8">Vaterschaft</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/9">Gewaltopfer</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/10">Hilfebed&uuml;rftigkeit (Sozialhilfe)</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/11">Rollenbild (m&auml;nnlicher Lehrkr&auml;fteanteil)</a></li>
	<li><a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/zweiter-bericht-zur-situation-von-jungen-und-maennern-in-deutschland-2012.html/12">Gesamtindex 2012</a></li>
</ol>
<p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gr&#252;n-Rote Regierung im Dialog mit MANNdat</title>
		<link>http://manndat.de/geschlechterpolitik/grun-rote-regierung-im-dialog-mit-manndat.html</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 20:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (bk)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Jungenleseliste]]></category>
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		<category><![CDATA[Bildungsbenachteiligung]]></category>
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		<category><![CDATA[Migrantenjungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/grun-rote-regierung-im-dialog-mit-manndat.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="116" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/03/Kultusministerin-120x116.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Kultusministerin" title="Kultusministerin" /></a>
<p>Leider wird von feministischer Seite zunehmend versucht, die Bildungsbenachteiligung von Jungen zu leugnen, obwohl durch zahlreiche Studien nachgewiesen wurde, dass Jungen f&#252;r gleiche Kompetenzen im Durchschnitt bis zu ein Grad schlechtere Noten und bei gleichen Noten seltener Gymnasialempfehlungen als M&#228;dchen erhalten. MANNdat engagiert sich seit Jahren f&#252;r eine bessere F&#246;rderung von Jungen und speziell auch f&#252;r die gr&#246;&#223;te Bildungsverlierergruppe der Migrantenjungen. Insofern ist es erfreulich, dass die Gr&#252;n-Rote Regierung in Baden-W&#252;rttemberg den Verein zu einem Gespr&#228;ch auf Arbeitsebene eingeladen hat.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Kultusministerin Warminski-Leitheu&szlig;er (SPD) von Baden-W&uuml;rttemberg rief zum Dialog auf. MANNdat nahm ihn gerne wahr. Am 19. M&auml;rz 2012 fand im Kultusministerium Baden-W&uuml;rttemberg auf Arbeitsebene ein Gespr&auml;ch mit dem MANNdat-Vorsitzenden Dr. Bruno K&ouml;hler statt. Begleitet wurde dieser von Dr. Michael Matzner, Mitherausgeber des „Handbuch Jungen-P&auml;dagogik“.</p>
<p>Hauptthemen waren u.a. das geschlechterspezifische Bildungsgef&auml;lle, Jungenlesef&ouml;rderung und M&ouml;glichkeiten zur Verbesserung der Praxisangebote beim Boys´ Day. Das Gespr&auml;ch war sehr offen, betont sachlich und freundlich. MANNdat stellte verschiedene Ans&auml;tze und konkrete Projekte zur geschlechterspezifischen Bildungsf&ouml;rderung dar. Dr. Matzner erl&auml;uterte seine Projektskizze „Jungen bilden“.</p>
<p>Alle waren sich einig, dass gerade im Hinblick auf eine individuelle F&ouml;rderung von Kindern und Jugendlichen, auch vor dem Hintergrund einer „inklusiven“ Schule, geschlechterspezifische Anliegen und Belange besser ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Armut, Unterhalt und Alleinerziehende</title>
		<link>http://manndat.de/geschlechterpolitik/armut-unterhalt-und-alleinerziehende.html</link>
		<comments>http://manndat.de/geschlechterpolitik/armut-unterhalt-und-alleinerziehende.html#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 15:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion (fl)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>
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		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Trennungsväter]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhalt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://manndat.de/?p=5323</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://manndat.de/geschlechterpolitik/armut-unterhalt-und-alleinerziehende.html"><img align="left" hspace="5" width="120" height="120" src="http://manndat.de/wp-content/uploads/2012/03/Sozialgesetzbuch-e1332528221997-120x120.jpg" class="alignleft tfe wp-post-image" alt="Armut, Unterhalt, Alleinerziehnde" title="Armut, Unterhalt, Alleinerziehnde" /></a>
<p>Alleinerziehende gelten als besonders h&#228;ufig von Armut betroffen, was oft auf widerrechtlich verweigerte Unterhaltszahlungen ihrer Ex-Partner zur&#252;ckgef&#252;hrt wird. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2009 nur 14,6 % der Gesamtbev&#246;lkerung, aber 40,1 % der Alleinerziehenden armutsgef&#228;hrdet. &#220;ber die Armutsgef&#228;hrdung getrennt lebender V&#228;ter wird dagegen weder eine Statistik gef&#252;hrt, noch ist das Thema als solches im &#246;ffentlichen Diskurs pr&#228;sent. MANNdat zeigt in seinem Faktenbeitrag "Armut, Unterhalt und Alleinerziehende" auf, dass von hoher Armutsgef&#228;hrdung Alleinerziehender in Wahrheit keine Rede sein kann und dass andererseits die Armut Unterhaltspflichtiger (i.d.R. M&#228;nner) stark untersch&#228;tzt wird.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p>Alleinerziehende gelten als besonders h&auml;ufig von Armut betroffen, was oft auf widerrechtlich verweigerte Unterhaltszahlungen ihrer Ex-Partner zur&uuml;ckgef&uuml;hrt wird. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2009 nur 14,6 % der Gesamtbev&ouml;lkerung, aber 40,1 % der Alleinerziehenden armutsgef&auml;hrdet [1]. &Uuml;ber die Armutsgef&auml;hrdung getrennt lebender V&auml;ter wird dagegen weder eine Statistik gef&uuml;hrt, noch ist das Thema als solches im &ouml;ffentlichen Diskurs pr&auml;sent.</p>
<p><strong>Die Armut Alleinerziehender wird stark &uuml;bersch&auml;tzt<br /></strong>Diese hohe Armutsgef&auml;hrdungsquote Alleinerziehender ist v&ouml;llig unplausibel. Denn selbst bei vollst&auml;ndigem Ausfall jeglicher Unterhaltsleistungen des ehemaligen Partners und des staatlichen Unterhaltsvorschusses sichert ihnen allein schon das sozialstaatliche Grundsicherungssystem ein Einkommensniveau oberhalb der Armutsgef&auml;hrdung. Empf&auml;ngern von Grundsicherungsleistungen (Hartz IV u.a.) sind nach Personenzahl und Alter des Haushalts gestaffelte monatliche Geldbetr&auml;ge sowie die komplette &Uuml;bernahme der Kosten der Unterkunft garantiert. Alleinerziehende werden &uuml;berdies mit einem gesonderten Zuschlag bedacht. Vergleicht man das sich aus den verschiedenen Leistungen ergebende Gesamtvolumen mit den in der Sozialstatistik verwendeten Armutsgef&auml;hrdungsgrenzen, so lassen sich nur wenige Konstellationen finden, bei denen das Sozialleistungsniveau die Armutsgef&auml;hrdungsgrenzen unterschreitet.</p>
<table style="font-size: 11px;"><caption>Hartz-IV-Leistungen vs. Armutsgef&auml;hrdungsgrenzen f&uuml;r das Jahr 2009 (Euro)</caption>
<tbody>
<tr>
<td rowspan="2"><strong>Alleinerziehende</strong> <strong>mit</strong></td>
<td colspan="5"><strong>Leistungen</strong></td>
<td rowspan="2"><strong>Armutsgrenzen</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Regelsatz Erwachsene</strong></td>
<td><strong>Regelsatz Kinder</strong></td>
<td><strong>Mehrbedarf Alleinerziehung</strong></td>
<td><strong>Durchschn. Kosten der<br />Unterkunft</strong></td>
<td><strong>Summe der Leistungen</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1 Kind unter 6 Jahre</td>
<td>359</td>
<td>215</td>
<td>129</td>
<td>375</td>
<td><strong>1.078</strong></td>
<td><strong>1.041</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1 Kind ab 7 und unter 14 Jahre</td>
<td>359</td>
<td>251</td>
<td>43</td>
<td>375</td>
<td><strong>1.028</strong></td>
<td><strong>1.041</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1 Kind ab 14 und unter 16 Jahre</td>
<td>359</td>
<td>287</td>
<td>43</td>
<td>375</td>
<td><strong>1.064</strong></td>
<td><strong>1.202</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2 Kinder &uuml;ber 6 und unter 14 Jahre</td>
<td>359</td>
<td>502</td>
<td>129</td>
<td>436</td>
<td><strong>1.426</strong></td>
<td><strong>1.282</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3 Kinder unter 6 Jahre</td>
<td>359</td>
<td>645</td>
<td>129</td>
<td>494</td>
<td><strong>1.627</strong></td>
<td><strong>1.522</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3 Kinder &uuml;ber 6 und unter 14 Jahre</td>
<td>359</td>
<td>753</td>
<td>129</td>
<td>494</td>
<td><strong>1.735</strong></td>
<td><strong>1.522</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3 Kinder ab 14 und unter 16 Jahre</td>
<td>359</td>
<td>861</td>
<td>129</td>
<td>494</td>
<td><strong>1.843</strong></td>
<td><strong>2.003</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1 Kind unter 6 Jahre und 2 Kinder unter 14 Jahre</td>
<td>359</td>
<td>717</td>
<td>129</td>
<td>494</td>
<td><strong>1.699</strong></td>
<td><strong>1.522</strong></td>
</tr>
</tbody></table>
<p>Lediglich bei Haushalten Alleinerziehender mit einem Kind ab sieben Jahren, oder ein oder drei Kindern jeweils ab 14 und unter 16 Jahren liegt das Sozialleistungsniveau unterhalb der Armutsgef&auml;hrdungsgrenze. Diese beiden Konstellationen bringen aber wohl kaum entsprechend hohe Fallzahlen mit sich, als dass sie die ca. 40 % der in der Statistik als armutsgef&auml;hrdet identifizierten Alleinerziehenden repr&auml;sentieren k&ouml;nnten.</p>
<p>Dies umso weniger, da Zusatzeinkommen aus Erwerbst&auml;tigkeit teilweise von der Anrechnung auf die Grundsicherungsleistungen befreit ist. Die ersten 100 Euro des Zusatzverdienstes bleiben vollst&auml;ndig anrechnungsfrei, weitere 700 Euro sind zu 20 % und nochmals weitere 700 Euro zu 10 % anrechnungsfrei. So ist das realisierbare Einkommen um bis zu 310 Euro steigerbar. Alleinerziehende mit Kindern &uuml;ber 14 Jahre werden bzw. nur einem Kind ab sieben Jahren d&uuml;rften h&auml;ufig Zuverdienste erzielen k&ouml;nnen. Dementsprechend fordern auch die Familien- und Sozialrechtsprechung in diesen Konstellationen zumindest eine Teilzeiterwerbst&auml;tigkeit.</p>
<p>Vom Zustandekommen der hohen Armutsgef&auml;hrdungsquoten durch verdeckte Armut kann nicht ausgegangen werden. Wie eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung [2] aus dem Jahr 2007 nachweist, nehmen gerade Alleinerziehende &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig die ihnen zustehenden Sozialleistungen in Anspruch.</p>
<p>Man kann nur mutma&szlig;en, wie das Paradox hoher Armutsgef&auml;hrdungsquoten Alleinerziehender bei gleichzeitig &uuml;ber den Armutsgef&auml;hrdungsschwellen liegenden Grundsicherungsleistungen zustande kommt. Die systematische Untererfassung der Einkommen im Mikrozensus ist bekannt. Diese betrifft allerdings auch andere Bev&ouml;lkerungsgruppen und Haushaltskonstellationen. So vergessen beispielsweise sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte h&auml;ufig nicht stetige Einkommensarten wie das Weihnachtsgeld bei der Erfassung anzugeben. In der Folge ist die gesamte aus dem Mikrozensus gesch&auml;tzte Einkommensverteilung und damit die aus ihr abgeleiteten Armutsgef&auml;hrdungsquoten als verzerrt anzusehen.</p>
<p>Allerdings sei konzediert, dass die Hartz-IV-Quote Alleinerziehender deutlich &uuml;ber dem Durchschnitt der Gesamtbev&ouml;lkerung liegt. Das Bundesministerium f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend kommt in einer im Jahr 2008 ver&ouml;ffentlichten Studie [3] zu dem Ergebnis, 30 % der Alleinerziehenden leben &uuml;berwiegend von Hartz IV, Sozialhilfe oder Pflegeleistungen. Fasst man also das Angewiesensein auf Grundsicherungsleistungen als Armutsindikator auf, erh&auml;lt man selbst bei Mitz&auml;hlung der Empf&auml;ngerinnen von Pflegeleistungen eine um zehn Prozentpunkte unter der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle liegende Sch&auml;tzung. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Armutsgef&auml;hrdung Alleinerziehender &uuml;bersch&auml;tzt wird.</p>
<p><strong>Die Armut Unterhaltspflichtiger wird stark untersch&auml;tzt<br /></strong>Anders als bei den Alleinerziehenden liegt f&uuml;r die Unterhaltspflichtigen keine Armutsgef&auml;hrdungsquote aus der amtlichen Statistik vor. Dies liegt daran, dass die Systematik der Armutsstatistik entlang des Merkmals Haushaltsform konzipiert ist. Die Armutsgef&auml;hrdungsgrenzwerte h&auml;ngen von der Zahl und dem Alter der im Haushalt lebenden Personen ab. Unterhaltspflichtige aber finden sich &uuml;ber die verschiedenen Haushaltsformen verstreut. Sie k&ouml;nnen alleinstehend sein, oder in neu gebildeten Mehrpersonenhaushalten leben.</p>
<p>Behelfsweise l&auml;sst sich jedoch &uuml;ber andere Datenquellen eine Ann&auml;herung an die Thematik erzielen. So f&uuml;hrt der &Uuml;berschuldungsreport 2011 des Instituts f&uuml;r Finanzdienstleistungen e.V. aus, dass Unterhaltspflicht h&auml;ufig in den wirtschaftlichen Ruin f&uuml;hrt:</p>
<blockquote>
<p>Besonders betroffen [Anm.: von &Uuml;berschuldung] sind auch allein lebende M&auml;nner. Ihr Anteil bei den &Uuml;berschuldeten liegt inzwischen bei 37 Prozent. Sie haben mit dem Zweieinhalbfachen eines Jahresnettoeinkommens relativ die h&ouml;chsten Schulden zu bew&auml;ltigen. Ursache d&uuml;rften vor allem Unterhaltsleistungen sein.</p></blockquote>
<p>Auch die Statistik zum Unterhaltsr&uuml;ckgriff bei vorangegangenen Unterhaltsvorschussleistungen tr&auml;gt zur Erhellung des Sachverhaltes bei. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung (Drucksache 17/7384 v. 19. Oktober 2011) auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen hervorgeht, konnte im Jahr 2010 nur in 20 % aller F&auml;lle der aus Staatsmitteln vorgestreckte Kindesunterhalt bei den Unterhaltspflichtigen sp&auml;ter wieder eingeholt werden. Die R&uuml;ckholquote kann indes als Gradmesser der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit der Unterhaltsschuldner, in aller Regel Trennungsv&auml;ter, aufgefasst werden, will man nicht davon ausgehen, die &Auml;mter vernachl&auml;ssigten die Eintreibung von Forderungen. Sterbef&auml;lle und Fortz&uuml;ge mit unbekanntem Aufenthaltsort, etwa ins Ausland, seien aufgrund der sicherlich geringen H&auml;ufigkeit vernachl&auml;ssigt. Damit steht fest, dass im Jahr 2010 der ganz &uuml;berwiegende Teil der s&auml;umigen Unterhaltsschuldner gar nicht leistungsf&auml;hig war, ihr Nettoeinkommen also nicht &uuml;ber dem Selbstbehalt in H&ouml;he von 900 Euro bei Erwerbst&auml;tigen und 770 Euro bei Erwerbslosen lag.</p>
<p>Laut Zahlen des Bundesministeriums f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen u. Jugend [4] erhalten ca. 27,4 % der alleinerziehenden M&uuml;tter minderj&auml;hriger Kinder keinen Kindesunterhalt. Der Anteil nicht leistungsf&auml;higer Trennungsv&auml;ter muss demnach bei ca. 21,9 % [5] liegen. Da der Selbstbehalt von 900 bzw. 770 Euro und die Armutsgef&auml;hrdungsschwelle eines Alleinstehenden in H&ouml;he 801 Euro f&uuml;r das Jahr 2009 nicht allzu weit auseinander liegen, kann davon ausgegangen werden, dass grob ein F&uuml;nftel der unterhaltspflichtigen Trennungsv&auml;ter armutsgef&auml;hrdet ist.</p>
<p>Alle verf&uuml;gbaren Informationen zum Thema Armut, Unterhalt und Alleinerziehung stehen damit im Gegensatz zur &ouml;ffentlichen Darstellung dieses Themenkomplexes. Die Armutsgef&auml;hrdung Alleinerziehender ist deutlich &uuml;berzeichnet, gleichzeitig ist ein erheblicher Teil der Unterhaltspflichtigen armutsgef&auml;hrdet, ohne dass dieser Sachverhalt in den amtlichen Statistiken sichtbar wird.</p>
<p>Es w&uuml;rde indes nichts zur Erhellung des Sachverhalts beitragen, wenn die Armutsgef&auml;hrdungsquote Unterhaltspflichtiger auswiesen werden w&uuml;rde. Denn geleisteter Unterhalt ist groteskerweise als Eigenkonsum des Unterhaltsleistenden definiert [6]. Traue also keiner Statistik, der du nicht selbst auf den Zahn gef&uuml;hlt hast.</p>
<h3>Quellenangaben</h3>
<p class="Quellenangaben">[1] Amtliche Sozialberichterstattung des Statistischen Amtes des Bundes und der L&auml;nder</p>
<p class="Quellenangaben">[2] Irene Becker, Verdeckte Armut in Deutschland, Ausma&szlig; und Ursachen, Fachforum Analysen &amp; Kommentare No. 2/2007, Friedrich Ebert Stiftung, Forum Berlin</p>
<p class="Quellenangaben">[3] Alleinerziehende in Deutschland – Potenziale, Lebenssituationen und Unterst&uuml;tzungsbedarfe, BMFSFJ, 2008</p>
<p class="Quellenangaben">[4] Wenn aus Liebe rote Zahlen werden, BMFSFJ, 2003</p>
<p class="Quellenangaben">[5] 80 % von 27,4 %</p>
<p class="Quellenangaben">[6] Siehe dazu: <a href="http://manndat.de/feministische-mythen/rechenfehler-in-der-oecd-armutsstudie.html">Rechenfehler in der OECD-Armutsstudie</a></p>
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