Statistisches Bundesamtes zu Verdienstunterschieden
Untersuchungen der ursächlichen Faktoren des Gender Pay Gap wurden letztmalig auf Basis der Verdienststrukturerhebung 2006 durchgeführt. Da diese Faktoren jedoch nur langfristigen Veränderungsprozessen unterliegen, dürften die Ursachen im Jahr 2011 – trotz des zeitlichen Abstands – weitgehend dieselben sein. Demnach liegen die wichtigsten messbaren Gründe für den unbereinigten Gender Pay Gap in der unterschiedlichen Berufs- und Branchenwahl von Frauen und Männern sowie in ungleich verteilten Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Arbeitnehmerinnen gehen eher Tätigkeiten nach, die mit tendenziell geringeren Verdienstmöglichkeiten und Anforderungen verbunden sind. Hinzu kommen weitere Faktoren wie zum Beispiel ein niedrigeres Dienstalter und geringerer Beschäftigungsumfang. Durch die genannten Ursachen können rund zwei Drittel des Unterschieds in den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten erklärt werden.
Pressemitteilung 101 v. 21.03.2012 des Statistischen Bundesamtes
Hinweis: Dass 2/3 Drittel des Verdienstunterschiedes aus den genannten Faktoren erklärt werden können, bedeutet zugleich, dass 1/3 aus ihnen nicht erklärt werden kann. Nicht mehr und nicht weniger. Keineswegs bedeutet dies, dass sich 1/3 der Differenz aus Diskriminierung herleitet.
Ansonsten:
Daß ich Euch immer dasselbe schreibe, verdrießt mich nicht, und macht Euch um so gewisser.
(Paulus an die Gemeinde von Phillipi)
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