Haben Frauen auch Privilegien?

von Manndat

Haben Frauen auch Privilegien?

Weil in der heutigen Gesellschaft ständig von den Privilegien der Männer gesprochen wird und oft unreflektiert und pauschal, machen wir das heute auch mal so – auf der anderen Seite, und schauen uns die Privilegien der Frauen genauer an. Da gibt es nämlich einige, die man sich gar nicht vorstellen würde.

So beginnt Tamara Wernli ihr Youtube-Video „Die 40 Privilegien der Frau“.

 

Eigentlich sei „Vorteile“ der zutreffendere Ausdruck, sie würde es aber doch „Privilegien“ nennen in Analogie zum Sprachgebrauch der Feministen. Damit diese Privilegien jederzeit nachzulesen sind, haben wir sie mitgeschrieben. Diese Privilegien der Frauen sind natürlich umgekehrt auch Nachteile der Männer.

Ein Klick auf die Nummer bzw. den Zeitstempel führt direkt zur betreffenden Stelle im Video. Steht hinter der Nummer ein Plus-Zeichen, ist die oder eine Quelle für das Privileg im Video zu sehen. Die Quellen sind in der Youtube-Videobeschreibung verlinkt. Hervorhebungen sollen der besseren Übersicht dienen.

40 Privilegien

[1+ – 0:43] Frauen haben das Privileg, dass ihnen bei der Wohnungssuche keine Wohnung verwehrt wird aufgrund ihres Geschlechts. Denn viele Vermieter suchen oft gezielt nach Frauen.

[2+ – 0:52] Frauen haben das Privileg, bei Bewerbungen auf typische Männerberufe nicht diskriminiert zu werden, während junge Männer bei Einstellungsverfahren bei Frauenberufen im Nachteil sind. Ihre Bewerbungen auf typische Frauenberufe führen seltener zum Vorstellungsgespräch. Umgekehrt gilt das für Frauen, die sich auf typische Männerjobs bewerben, nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Sozialforschung.

[3+ – 1:15] Frauen haben das Privileg, bei der Teilzeitarbeit weniger Nachteile zu erleben. Eine aktuelle Studie der Konjunkturforschung der ETH Zürich, veröffentlicht bei der NZZ am Sonntag, hat ergeben, dass Männer mit deutlich größeren Nachteilen zu kämpfen haben, wenn sie Teilzeit arbeiten. Während Frauen 10 Prozent weniger Jobangebote erhalten, verringert sich die Auswahl der Jobs bei den Männern um 22 Prozent. Sie haben mehr als doppelt weniger Chancen.

[4+ – 1:40] Frauen haben das Privileg, nicht für den Klimawandel verantwortlich gemacht zu werden. Ja, weil sie nicht Autofahren, in keine Flugzeuge steigen und auch kein Fleisch essen.

[5+ – 1:49] Frauen haben das Privileg, dass Frauenfeindlichkeit gesellschaftlich nicht akzeptiert ist und verfolgt wird, und Männerfeindlichkeit salonfähig ist und teils sogar gefördert wird.

[6+ – 1:59] Frauen haben das Privileg, dass ihnen keine Meinungselite, Politiker, Publizisten und sonstige woke Menschen andauernd sagen, sie sollen mal ihr Verhalten hinterfragen.

[7+ – 2:09] Frauen haben das Privileg, dass Berufszweige, in denen sie dominieren, wie etwa in der Pflege, in der medialen Öffentlichkeit als systemrelevant im Fokus stehen, aber Bereiche, die ebenso wichtig sind wie das tägliche Funktionieren des Systems, die Müllabfuhr, Kanalisation oder Bau, kaum von öffentlichem Interesse sind.

[8+ – 2:26] Frauen haben auch das Privileg, dass man für diese Schicki-Jobs keine Quoten fordert.

[9 – 2:31] Frauen haben das Privileg, dass man ihnen bei sexuellen Anschuldigungen, wenn Aussage gegen Aussage steht, viel eher glaubt als dem Mann.

[10 – 2:39] Frauen haben das Privileg, die Männer, die Gesellschaft oder das System für Hürden oder Misserfolge verantwortlich zu machen, ohne dass sie je darauf hingewiesen werden, sich doch mal mit ihren eigenen Fehlern auseinanderzusetzen und an sich selbst zu arbeiten.

[11+ – 2:52] Frauen haben das Privileg, dass die Medien stets ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben und ihren Problemen oberste Priorität einräumen.

[12 – 3:00] Frauen haben das Privileg, mimimi zu rufen und das heißt sofort: „Frauen brauchen mehr Rechte“. Macht ein Mann mimimi, heißt es: „hör auf rumzuheulen“.

[13+ – 3:08] Frauen haben das Privileg, dass über Themen, die ihren Feministenthesen widersprechen, kaum diskutiert wird, wie zum Beispiel, dass eine Mehrheit der Frauen lieber für einen Mann arbeitet, und warum das so ist.

[14+ – 3:22] Frauen haben das Privileg, sich permanent über die gläserne Decke beschweren zu können, obwohl Frauen oftmals ganz andere Ziele im Leben haben als eine berufliche Beförderung oder eine Machtposition. Laut einer Untersuchung der Harvard Business School sind Hochdruckjobs, also solche, die Stress, hohe Verantwortung und lange Arbeitszeiten mit sich bringen, für Frauen weniger erstrebenswert. Auch verbinden Frauen Karrierejobs mit Konflikt. Das beeinflusse ihren Entscheid, die Karriereleiter hochzuklettern.

[15 – 3:49] Frauen haben das Privileg, Männern pauschal und undifferenziert Privilegien vorzuwerfen, ohne sich damit auseinandersetzen zu müssen, dass viele Männer auch gemobbt, zurückgehalten oder diskriminiert werden.

[16 – 4:00] Frauen haben das Privileg zu behaupten, Männer würden im Haushalt nicht mithelfen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, warum sie den falschen Partner ausgewählt oder ihr angestrebtes Lebensmodell im Vorfeld nicht mit ihm besprochen haben.

[17 – 4:14] Frauen haben das Privileg zu fordern, dass der Staat ihre Care-Arbeit bezahlen soll, anstatt mit dem Partner ein Modell zu finden, das für beide stimmt, und damit noch auf große Begeisterung zu stoßen.

[18+ – 4:24] Frauen haben das Privileg, ständig über das Patriarchat zu schimpfen, obwohl sie längst selbst ein Matriarchat errichtet haben und anderen Frauen vorschreiben, welche Jobs sie ausführen dürfen und welche nicht.

[19 – 4:36] Frauen haben das Privileg, dass man über toxische Weiblichkeit wie Manipulation, Eifersucht, Einsatz von Sexualität oder Tränen, zwecks erreichen seiner Ziele, oder auch Mobbing im unerbittlichen Konkurrenzkampf unter Frauen kaum spricht.

[20+ – 4:50] Frauen haben das Privileg, dass man über Mütter, die ihre Kinder töten, kaum spricht, obwohl bei Kindestötungen die Täter meist Mütter sind und Fachpsychologen sagen, dass das Gewaltpotenzial von Müttern häufig unterschätzt wird.

[21+ – 5:02] Frauen haben das Privileg, die abstrusesten Dinge zu fordern, weil sie sich irgendwie beleidigt fühlen – und ihnen wird nachgegeben.

[22 – 5:10] Frauen haben das Privileg, sich durch Flirten oder Affären am Arbeitsplatz oder mit dem Einsetzen ihrer Sexualität Vorteile zu verschaffen, ohne dass jemand offen sagen darf, sie würden sich mit Flirten, Affären oder dem Einsetzen ihrer Weiblichkeit Vorteile verschaffen.

[23 – 5:27] Frauen haben das Privileg, dass Männer tendenziell empathischer mit ihnen umgehen als mit dem eigenen Geschlecht, und Frauen sich das Mitgefühl von Männern manchmal zunutze machen können.

[24 – 5:36] Frauen haben das Privileg, einen Mann nur durch ihre Sexualität um den Verstand bringen zu können.

[25+ – 5:42] Frauen haben das Privileg, dass häusliche Gewalt an Frauen in der Öffentlichkeit immer ein Thema ist, häusliche Gewalt an Männern aber häufig nicht beachtet und tabuisiert wird.

[26+ – 5:50] Frauen haben auch das Privileg, dass über Frauenhäuser gesprochen wird, zu wenig Plätze für Männer in Schutzwohnungen aber niemanden groß interessieren.

[27 – 6:00] Frauen haben das Privileg, ein solches Video machen zu können, ohne dass man ihnen Frauenhass verwirft.

[28+ – 6:05] Frauen haben das Privileg, dass sie in Kitas oder Kindergarten nie unerwünscht sind und meist auf weibliche Ansprechpersonen treffen, die in erster Linie mit ihnen und nicht mit dem Vater sprechen wollen, und die Väter anders behandeln.

[29 – 6:18] Frauen haben das Privileg, in Sitzungen am Arbeitsplatz beim Reden unterbrochen zu werden und sich danach über Sexismus zu beschweren, auch wenn Männern jeden Tag das Gleiche passiert.

[30 – 6:28] Frauen haben das Privileg, dass sie bei einem Kompliment an einen Mann selten Gefahr laufen, dass es als sexistisch, anmaßend, beleidigend oder absichtlich falsch verstanden wird.

[31+ – 6:38] Frauen haben das Privileg, dass bei einem Sorgerechtsstreit das Kind meistens der Mutter zugesprochen wird.

[32+ – 6:43] Frauen haben das Privileg, dass von ihnen nicht erwartet wird, körperlich stark zu sein.

[33 – 6:48] Frauen haben das Privileg, dass der Verhaltenskodex heißt, Frauen und Kinder zuerst, und dass er sich in vielen Köpfen eingeprägt hat, auch wenn er nicht rechtlich verbindlich ist und auch nicht immer danach gehandelt wird.

[34 – 7:00] Frauen haben das Privileg, dass sie beim Dating oftmals nur auswählen müssen.

[35+ – 7:04] Frauen haben das Privileg, dass ihnen im Swingerclub oft freier Eintritt gewährt wird.

[36+ – 7:09] Frauen haben das Privileg, dass niemand von ihnen die Ernährerrolle erwartet.

[37 – 7:13] Frauen haben das Privileg, unablässig darauf zu fokussieren, was sie nicht haben, anstatt auf das, was sie haben, und dafür noch Applaus zu ernten, obwohl es noch nie bessere Möglichkeiten für sie gab, ihre Zufriedenheit und Unabhängigkeit privat wie beruflich selbst zu gestalten und zu kontrollieren.

[38+ – 7:30] Frauen haben das Privileg, dass an gewissen Hochschulen dank Frauenförderung für Professorenstellen ausschließlich Frauen genommen werden, aktive Diskriminierung der Männer hin oder her.

[39 – 7:40] Frauen haben das Privileg, dass kaum einer darüber spricht, dass Macht nicht nur in den höchsten Ebenen bei Politik, Akademie oder Unternehmen existiert, sondern auch in privaten Beziehungen zwischen Partnern, Eltern und Kindern, und Frauen in diesen Beziehungen meistens die Hosen anhaben – und

[40+ -7:57] Frauen haben das Privileg, bei der Happy Hour weniger für Drinks zu bezahlen, wenn sie ihre Periode haben.

Falls ihr noch mehr Beispiele habt, schreibt sie gerne in die Kommentare.

 

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