Gerettet! Wie Erlangen die Welt (schon wieder) ein Stückchen sicherer macht

von Manndat

Erlangen greift durch. Die Kulturwächter haben die Ärmel hochgekrempelt und den einzig wahren Feind unserer Zivilisation ausgemacht: Songtexte. Weil mündige Bürger beim Hören von Bässen und Reimen bekanntlich sofort ihren moralischen Kompass verlieren, wird jetzt zensiert. Ein Hoch auf die betreute Ohr-Hygiene! Endlich können wir wieder beruhigt über die Bergkirchweih schlendern, ohne dass ein böses Wort unsere sensiblen Gehörgänge verletzt.

Das Prinzip ist bestechend simpel: Was das Gleichstellungsbüro nicht hören will, existiert einfach nicht mehr. Problem gelöst.

Charakteristisch ist dabei wieder die mathematische Präzision der modernen Gleichberechtigung. Gleichstellung bedeutet im Jahr 2026: Wir filtern mit der Lupe nach allem, was Frauen theoretisch kränken könnte. Das ist rührend. Gleichzeitig wirft es die Frage auf, ob das zuständige Amt bei Liedern über unfähige, stumpfe oder dauer-depperte Männer gerade kollektiv auf dem Gender-Klo saß oder ob da einfach die Playlist blockiert war.

Aber gut, man muss Prioritäten setzen. Warum die Zeit nutzen, um sich um echte, sperrige Probleme zu kümmern, wenn man so schön Playlists schwärzen kann?

Für die wirklich unwichtigen Randnotizen der Gesellschaft ist in den Gleichstellungsstellen eben kein Platz. Warum auch über die miserable Lesekompetenz von Jungen an unseren Schulen sprechen? Sollen die Jungs halt später Songtexte lesen – ach ne, die werden ja gerade verboten, das Problem erledigt sich also von selbst.

Auch für die zutiefst banale Frage, warum Väter im Familien- und Elternrecht nach wie vor oft wie Eltern zweiter Klasse behandelt werden, fehlt schlicht die bürokratische Kapazität. Ein Kind, das seinen Vater kaum sieht, ist schließlich nur ein Einzelfall – aber ein böser Song im Festzelt? Das ist die wahre Krise unserer Zeit!

Es bleibt das beruhigende Gefühl: Die Gleichstellungsstellen passen auf uns auf, ob wir das wollen oder nicht. Zumindest auf die eine Hälfte der Bevölkerung. Die andere Hälfte darf währenddessen gerne dümmer werden oder ihre Kinder verlieren – solange sie dabei wenigstens jugendfreie Musik hört.

Was meint ihr?  Ist diese Verbotswelle der richtige Weg für echte Gleichberechtigung, oder werden hier die völlig falschen Prioritäten gesetzt? Lasst einen Kommentar da und teilt diesen Beitrag, wenn ihr das Thema auch kritisch seht!

Wenn ihr das Vorgehen der Gleichstellungsstelle gut findet, schickt den Gleichstellungsbeauftragten ein Bussi. Oder ist das jetzt in unserer prüden Zeit auch schon zensiert?

 

Quelle Beitragsbild: KI-generiert mit Raphael.app

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