Ist Männerfeindlichkeit der Politik schuld am Fachkräftemangel?

von MANNdat

Luna Vandoorne / Shutterstock Arbeitslosigkeit von Männern wird von der Politik weitgehend ignoriert (Luna Vandoorne / Shutterstock)

Im Fortschrittsbericht 2014 der Bundesregierung geht es um den Fachkräftemangel in Deutschland. Die Politik präsentiert die gleichen Lösungsansätze wie immer: Mehr ausländische Fachkräfte und vor allem mehr Frauenförderung. Die männlichen Arbeitslosen werden wieder einmal ignoriert.

Die Fortschrittsbericht 2014 zeigt einen massiven Fachkräftemangel. Als Gegenmaßnahme will die Politik nun das tun, was sie immer tut: Frauenförderung und mehr Fachkräfte aus dem Ausland holen. Derzeit gibt es etwa drei Millionen Arbeitslose, davon die meisten männlichen Geschlechts. Lesen Sie dazu unser Datasheet zur männlichen Jugendarbeitslosigkeit.

Und bei diesen Zahlen sind viele Menschen ohne Arbeit gar nicht aufgeführt, weil manche Rahmenbedingungen es verhindern, dass sie in der Arbeitslosenstatistik erscheinen, wie z. B.:

  • Älter als 58 und Bezug von Arbeitslosengeld I und/oder ALG II
  • Ein-Euro-Jobber
  • Förderung von Arbeitsverhältnissen
  • Beschäftigungsphase Bürgerarbeit
  • Berufliche Weiterbildung
  • Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte)
  • Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose)

Es ist schon viel über dieses „Schönrechnen“ der Arbeitslosenzahlen geschrieben worden. Das ist nicht Thema dieses Beitrags. Auf die Idee auch männliche Jugendliche besser zu qualifizieren und zu fördern, kommt die Politik aber offenbar nicht.

Ist die Jungen- und Männerfeindlichkeit der politisch Verantwortlichen deshalb schuld an der Fachkräftemisere? Wir sehen bei in diesem Widerspruch, einerseits das Gejammere um einen Fachkräftemangel, andererseits wissentlich das Brachliegen lassen des Fachkräftepotentials männlicher Jugendlicher, jedenfalls vor allem in einem Bereich einen massiven Mangel an Fachkräften, nämlich im Bereich der Politik.

Quellenangaben

Die Linke: Tatsächliche Arbeitslosigkeit (Abruf 12.2.2015)

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Lesermeinungen

  1. Von herrmann

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  2. Von Bernhard Brugger

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  3. Von Wolf

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