Wir sind die, vor denen uns die Feministinnen immer gewarnt haben

von Matt Alder

Bild: W. Heiber Fotostudio – Fotolia.com
Den Bogen überspannt? Man kann sich ärgern, oder einfach drüber lachen. Oder sollten wir uns ernsthaft Sorgen um die Autorinnen machen?

Das „Neue Deutschland“ behauptet doch tatsächlich, MANNdat feiere die Attentäter von Toronto als Helden. Was macht man als Verein mit einer solchen Dummbeutelei? Genau: Lachen wir kurz drüber!

Liebe Kerstin, liebe Alex,

Ihr behauptet in Eurem Artikel, MANNdat gehöre zu der Klientel, die die Attentäter von Toronto als Helden feiert. Das ist Blödsinn und wäre eigentlich keiner Erwähnung wert; jeder, der unsere Agenda kennt, weiß das. Gewöhnlich nehmen wir das auch sportlich. Aber Eurer Leserschaft zuliebe, die möglicherweise intelligenter ist als Ihr, schreibe ich doch eine – na, nennen wir es Stellungnahme, unseren Anhängern zur reinen Belustigung.

Beim Lesen fragt man sich, was Ihr beiden eigentlich angestellt habt, dass Ihr solche Texte verfassen müsst. Nicht, dass ich die Schubladen nicht kennen würde, aus denen Ihr Euch bedient. Sie gehören zu einer riesigen Quatschkommode, gefüllt mit allerlei Abhandlungen von Lohnschreibern, die ihre Ergüsse trotz Falschaussagen und wissenschaftlicher Fehler der Öffentlichkeit allen Ernstes als „Expertise“ andrehen wollen. Woher ich das so genau weiß? Die Vokabeln in Eurem Werk sind untrüglich. Wahrscheinlich betet Ihr sie so oft runter, bis Ihr den Käse selbst glaubt, den Ihr veröffentlicht.

Ihr haltet Euch für Vertreter der „vierten Gewalt“? Sorry, gewaltig an Eurem Artikel ist nur der Unsinn darin, wenigstens in dem Punkt wart Ihr gründlich: Da wird ein bisschen im Internet herumgesaugt, ein bisschen zusammengeschustert, der Faktencheck fällt aus wegen Lustlosigkeit und heraus kommen dann solche Schoten, die an das Pfeifen im Wald erinnern und sich im respektvollen Abstand zu den Tatsachen halten.

So macht man das wohl als Autorinnenpärchen, wenn man sich hocharbeiten muss aus dem Talentschuppen eines Blattes, das sich zum Steigbügelhalter einer Ideologie hergibt. Beim „Neuen Deutschland“ hat solches ja gewissermaßen Tradition. Und nur für den Fall, dass Ihr erfahren möchtet, wie das endet: Geht mal ins Archiv und blättert gute achtundzwanzig Jahre zurück. Ich hoffe, da klafft nicht irgendeine ominöse Lücke, schließlich war das nicht die beste Zeit fürs ND: Da war nämlich gerade zappe mit einem Konstrukt, das wenige Monate zuvor noch mit Pauken und Trompeten sein 40. Bestehen zelebrierte. Also Ihr beiden, feiert noch schön, sauft! Wir können warten.

Herzlichst

Euer Matt Alder

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Lesermeinungen

  1. Von Bruno Köhler

    Antworten

    • Von Peter Geiger

  2. Von Jenny

    Antworten

  3. Von wolf

    Antworten

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