Die Top-10-Genderamabeiträge der Woche (KW05)

von Dr. Bruno Köhler

Genderama ist die wichtigste deutschsprachige Nachrichtenseite zu den Rechten von Jungen, Vätern und Männern. MANNdat bringt die Top-10-Beiträge der Woche, mit freundlicher Genehmigung des Autors Arne Hoffmann.

Die Beiträge sind original aus Genderama übernommen. Die Überschriften sind von MANNdat. Ansonsten sind zusätzliche MANNdat-Kommentare gekennzeichnet.

10. Ein Frauenbild reist nach Nordafrika

Der weibliche Sextourismus in Nordafrika ist einer von mehreren Faktoren für die Übergriffe nordafrikanischer Flüchtlinge in Deutschland und Österreich, erklärt die Nahostexpertin Karin Kneiss. Wie, es gibt weiblichen Sextourismus? Und der soll problematisch sein? Aber dann würden unsere Medien doch bestimmt darüber berichten?

9. Früh übt sich

Eine angebliche Vergewaltigung in Wuppertal war nur vorgetäuscht. Als Grund für die Falschbeschuldigung nennt die Staatsanwaltschaft „private Probleme“ des 16-jährigen Mädchens.

Das mutmaßliche Opfer und ihre vier Mittäterinnen gingen professionell vor, um die Sexualstraftat vorzutäuschen, schildert Oberstaatsanwalt Wolf-Tilmann Baumert: Das Opfer hat an ihrer Schule chemische Drogen in Tablettenform gekauft, um sich selbst zu betäuben. Mit ihren Freundinnen hat sie sich Verletzungen zugefügt, die auf die Sexualstraftat hinweisen sollten. Auch haben die Täterinnen den Tatort, einen Spielplatz, und die Kleidung des Opfers so präpariert, dass die Ermittler von einer Sexualstraftat ausgehen mussten. Eine der Freundinnen mimte eine Zeugin, die die Polizei rief.

8. Stahlbetonkopf-Feminismus

Im „Südkurier“ kritisiert die Historikerin Miriam Gebhardt das eigene feministische Lager. Ein Auszug:

„Die deutsche Frauenbewegung war um 1900 international Avantgarde, heute ist sie weithin abgeschlagen. Seit 1945 gab es keine wichtige deutsche feministische Denkerin mehr. (…) Ich wünsche mir (….) von den viel zitierten Jung- und Netzfeministinnen, dass sie sich mit der Herkunft mancher Positionen, die sie vertreten, mehr beschäftigen und nicht immer wieder dieselben, nicht weiterführenden Argumente des Patriarchats-Feminismus der Siebzigerjahre zitieren. Die Verteilung der Gut-und-Böse-Karten zwischen Frauen und Männern hat in den letzten vierzig Jahren nichts gebracht und wird das auch in den nächsten Jahrzehnten nicht tun.“

7. Was arbeitet eigentlich eine Wissenschaftssenatorin?

Der Gender-Wahn kostet Berlin fast eine Million Euro“ titelt die Berliner B. Z. und schreibt dabei „Gender-Wahn“ sogar ohne Anführungszeichen. Das scheint mittlerweile ein etablierter Begriff zu sein. In dem Artikel geht es darum, dass Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) aus Gründen der Gleichstellung Berlins Studentenwerk in „Studierendenwerk“ umbenennen möchte, weil sich das Studierende und Frauenbeauftragte gewünscht haben.

6.Die alten Männer tun´s auch

In der Frankfurter Allgemeinen wendet sich Philipp Krohn gegen „das Gefasel vom Neuen Mann“: In Diskussionen über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden Männer vergessen. Sie tragen wachsende Lasten, doch die Erfindung eines neuen Typus hilft nicht weiter.

5. Katja Kipping gibt Schnellkurs im Faktenbiegen

Mit den passenden Worten „Sag dem Rechtsstaat leise Servus“ kommentiert die Berliner Kanzlei Dr. Schmitz & Partner Irrsinn, den Katja Kipping (Die Linke) vor einigen Tagen in einer Bundestagsdebatte äußerte: So kommt es nur bei jeder zehnten angezeigten Vergewaltigung überhaupt zu einer Verurteilung. Das heißt, neun von zehn Frauen, die den Mut aufbringen, eine Vergewaltigung anzuzeigen, müssen erleben, dass der Täter straffrei davonkommt.

Die Juristen sprechen von einer intellektuellen Blamage, die einen beängstigen kann, wenn man sich vor Augen führt, dass Menschen wie Kipping an Abstimmungen zu wichtigen Entscheidungen über Deutschlands Politik beteiligt sind. Und damit haben sie Recht. In Katja Kippings Welt kommen Falschbeschuldigungen nicht vor, während ich sie fast täglich auf den Schreibtisch bekomme.

4. Polizei verordnet 24-Stunden-Vorspiel

In England wurde ein Mann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Trotzdem muss er die Polizei 24 Stunden, bevor er Sex hat, darüber informieren. Falls er das versäumt, drohen ihm fünf Jahre Knast. Die BBC berichtet.

3. „Frauenbeschützer“ drehen hohl

Köln: Mehr Sachlichkeit, bitte!“ fordert die Strafrechtsprofessorin Monika Frommel im liberalen Magazin Novo. Ein Auszug ihrer Analyse:

„So erleben wir etwa aktuell eine sich feministisch dünkende Schutzlückenkampagne gegen sexuelle Gewalt. Köln ist auch die Heimat von Alice Schwarzer. Deren Kommentare, in denen sie die „Folgen der falschen Toleranz“ gegenüber Einwanderern kritisiert, sind alles andere als eine offene, Probleme diskutierende Analyse. Was ist mit dem Frauenbild junger Männer, die gerne randalieren? Auch deutsche Intensivtäter haben ein verkorkstes Verhältnis zu ihrer Männlichkeit und demonstrieren Dominanz statt Selbstkontrolle. Es ist marginalisierte Männlichkeit, die zu solchen Demonstrationen einer Macho-Unkultur greift. Der Zusammenhang ist nicht neu und sicher kein gesondertes Problem bestimmter Schichten und Ethnien. Diese Unkultur betrifft aber auch keine Mehrheiten mehr, wie jetzt von einigen suggeriert wird.

Die Zeiten sind längst vorbei, in denen Frauen ständig das Thema „Gewalt gegen Frauen“ vor sich her tragen mussten. Auch der Dümmste weiß mittlerweile, dass das verboten ist und geahndet wird. Dass hier einige besonders Ignorante mit der Kölner Polizei Schlitten fahren konnten, ist sehr ärgerlich, aber auch ungewöhnlich, sonst hätten die Medien nicht so nervös reagiert, wie sie es nun einmal haben. Dennoch sind einige der Reaktionen teilweise lächerlich. Die Grünen fordern ein neues Sexualstrafrecht, als wenn es daran gelegen hätte. Justizminister Heiko Maas (SPD) twittert ähnlich. Die Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Beamte, als wenn eine höhere Zahl die Umsetzungsprobleme löse. Die Politik ruft nach schärferen Gesetzen und Psychologen tun so, als hätten fast „alle Migranten“ ein Problem im Umgang mit einer freizügig normierten Sexualität.“

2. Geschlechterpolitik hat uns wieder einmal angeschmiert

Die WELT berichtet über eine Studie, die klären sollte, ob und inwiefern ein höherer Frauenanteil unter den Managern das soziale Klima in den Chefetagen verändert. Dabei gab es ein überraschendes Ergebnis: Steigt der Frauenanteil in Führungsgremien über die kritische Masse von 22 Prozent, bricht der klassische Geschlechterstereotyp auf. Dann kümmern sich Frauen stärker um ihre eigene Karriere und nähern sich in Sachen Durchsetzungskraft und Härte ihren männlichen Kollegen an. Die Fürsorge für andere und die Beziehungspflege dagegen nehmen messbar ab und das sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen.

Einer der Leser, die mich auf diesen Artikel aufmerksam machten, kommentiert: „Schlechte Nachrichten also für Leute wie Sibylle Berg, die allen Ernstes glaubt, der Abgas-Skandal wäre mit einer Frauenquote im VW-Management verhindert worden. Die Studie ist demnach eher ein Plädoyer für eine umgekehrte Frauenquote: Der Frauenanteil darf 22% nicht übersteigen, sonst wird das soziale Klima in den Unternehmen noch unerträglicher. ;-)“

1. Leseförderung von Jungen

Mit Möglichkeiten, Jungen zum Lesen zu motivieren, beschäftigt sich der Gymnasiallehrer Lucas Schoppe: Jungen lesen anders.

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Lesermeinungen

  1. Von Wolf

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  2. Von Gassenreh

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