Verkaufen SPD- und CDU-Frauen die Bürger für dumm?

von Manndat

Vor kurzem wurde ein Wehrgesetz beschlossen, in dem wieder ausschließlich Männern die Pflicht zur Verteidigung des Landes aufgebürdet wird, und womit die Frauenlobby lieber die Männer für ihre Verteidigung kämpfen lässt als selber dafür zu kämpfen. Jetzt versucht sich die Frauenunion der CDU mit einer Portion Gratismut.

Die FOCUS-Redakteurin Tanit Koch beschäftigt sich mit der fehlenden Gerechtigkeit beim Kriegsdienst:

Vor wenigen Tagen wagte sich die Frauenunion an ein Thema, das direkt vom kommunikativen Lifestyle- und Dental-Fiasko der Christdemokraten verdrängt wurde – leider. Denn es verdient Aufmerksamkeit.

Die Unionsfrauen, von vermeintlich feministischer Seite gelegentlich als Hausfrauenunion verspottet, fordern in einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag am 20. und 21. Februar: Nicht nur für junge Männer sollte der neue Wehrdienst-Fragebogen verpflichtend sein. Sondern auch für junge Frauen.
Verwegen. Ein Fragebogen! Perspektivisch steckt aber natürlich dahinter, dass auch Frauen Wehr- oder Ersatzdienst leisten sollen.

Es ist interessant, dass diejenigen, die sonst bei jeder Gelegenheit auf Genderneutralität und Unisex pochen, bei der Frage „Frauen in Flecktarn“ entweder sehr still sind – oder dagegen.

Bevor jemand aber jetzt den Hut vor der Courage der „mutigen“ Frauenunion ziehen möchte, die suggeriert, zumindest einen kleinen Schritt auch dort in Richtung Gleichberechtigung machen zu wollen, wo Männer diskriminiert werden, möchten wir auf die Fakten hinweisen:

48 der 48 weiblichen CDU/CSU-Abgeordneten im Bundestag, also 100 %, stimmten für das neue Wehrpflichtgesetz. Insgesamt gab es 323 Ja-Stimmen, 272 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung (34 Abgeordnete hatten nicht abgestimmt). Hätten von den 48 CDU/CSU-Frauen nur drei mit Nein gestimmt und sich die restlichen 45 enthalten, wären Ja- und Nein-Stimmen bei 275 gelegen und das Gesetz wäre nicht verabschiedet worden, da es erst bei einfacher Mehrheit angenommen ist, d. h. wenn die Anzahl der „Ja“-Stimmen die Anzahl der „Nein“-Stimmen übersteigt.

Und jetzt, nachdem das Wehrgesetz beschlossen ist, mit dem wieder ausschließlich Männern die Pflicht zur Verteidigung des Landes aufgebürdet wird, die Frauenlobby ihre Klientel wie kleine Kinder aus der Verantwortung entlässt und keine Gefahr für die eigene Klientel mehr auf Gleichberechtigung besteht, macht man dicke Arme bezüglich echter Gleichberechtigung. Das klingt für uns eher nach Gratismut.

Im Gegensatz zur Frauenunion bekräftigt die SPD nochmals ausdrücklich die frauenpolitische Rosinenpickerei beim Thema Gleichberechtigung. Im Focus-Artikel heißt es:

Carmen Wegge etwa, Chefin der SPD-Frauen, sagte im Deutschlandfunk, sie lehne in Bezug auf Frauen und Bundeswehr alles ab, „was mit Zwang und Verpflichtung zu tun hat“. Frauen sollten, wie bereits bisher, „gleichberechtigt freiwillig zur Bundeswehr gehen“.

Gleichberechtigt freiwillig. Finde den Fehler. Wobei: In Artikel 3 Grundgesetz steht ja auch nur, „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ – nicht etwa „gleichverpflichtet“.

Es ist die typische Begründung für Dumme. Denn Gleichverpflichtung bedingt Gleichberechtigung. Man sieht das ja beim Bundeswehrfragebogen, den nur Männer ausfüllen müssen, und bei der Zwangsmusterung nur für Männer. Frauen haben das Recht, sich weder zwangsmustern zu lassen noch den Fragebogen auszufüllen und zurückzuschicken. Wenn Männer das gleiche Recht wie Frauen für sich in Anspruch nehmen, nämlich Musterungsbefehl und Fragebogen einfach in den Papierkorb zu werfen, werden sie bestraft, Frauen nicht.

Fazit

Die politisch Verantwortlichen haben mit der Rückkehr zur reinen Männerwehrpflicht gezeigt, dass sie nicht integer sind, wenn sie den Mund aufmachen und von Gleichberechtigung erzählen. Da täuschen jetzt auch billige „Begründungs“-Tricks und Gratismut nicht darüber hinweg.

Quellen (alle Abruf 10.2.2026)

Focus-Artikel: https://www.focus.de/politik/briefing/bundeswehr-fuer-alle-die-ueberfaellige-debatte-mit-sprengkraft_792af680-3ec2-4f3d-a46d-8c77efd1a085.html
Bundestagsabstimmung zum neuen Wehrpflichtgesetz: https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=984

Quelle Beitragsbild: AdobeStock_349823229

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte beachten Sie, dass Kommentare mindestens 5 und höchstens 1500 Zeichen haben dürfen.

Zitate können mit <blockquote> ... </blockquote> gekennzeichnet werden.

Achtung: Wenn Sie einen Kommentar von einem Smartphone verschicken, wird der Text manchmal von der Autofill-Funktion des Smartphones durch die Adresse ersetzt. Wenn Sie den Kommentar absenden, können wir den originalen Text nicht wiederherstellen.

Niemand mag Pop-ups!

Aber immerhin stehe ich nicht mitten auf der Seite. Wenn Sie sich für unseren Newsletter anmelden wollen, tragen Sie sich hier ein. Es lohnt sich!

Ihre Daten sind sicher! Die Email verwenden wir nur für den Newsletter. Sie können sich jederzeit abmelden.