Aus für Gewaltschutzwohnung für Männer – Bundesforum Männer schweigt

von MANNdat
Frau schlägt Mann - MANNdat thematisiert Gewalt gegen Männer

stockbroker 123RF Lizenzfreie BilderSind Männer immer die Täter?

Wie die Ostthüringer Zeitung berichtet, steht die Gewaltschutzwohnung in Gera vor dem Aus. Thüringens „Beauftragte für Frau und Mann“ Katrin Christ-Eisenwinder (Die Linke) lehnte eine Finanzierung ab. Tristan Rosenkranz von der Initiative Gleichmaß e. V. berichtet im Interview mit der Zeitung:

Vor der Landtagswahl in Thüringen gab es zahlreiche Gespräche mit Fraktionsvertretern der Linken, Grünen, SPD und CDU. Dabei sicherten explizit Vertreter sowohl der Linken als auch der SPD zu, das Finanzierungsproblem in den Ausschüssen zur Diskussion für den Landeshaushalt zu stellen. Dies erfolgte in beiden Fällen nicht.

(…) Fundraising als Option beispielsweise ist sehr aufwendig und ehrenamtlich nicht leistbar. (…) Sollte jedoch mit der Finanzierung Schluss sein, wird die Wohnung im Juli aufgelöst. Als Projektverantwortlicher bin ich müde geworden, habe mir viel zu viele Zusagen angehört, die nicht eingehalten wurden. Von Gewalt betroffene Männer werden sich künftig selbst kümmern und privat irgendwo unterkommen müssen.

2015 gab Thüringens Landesregierung 1,7 Millionen Euro für Gleichstellung aus. Das Geld floss vorwiegend in Frauenhäuser, Frauenzentren, Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt gegen Frauen und in den Landesfrauenrat. Schon damals war die „Beauftragte für Gleichstellung für Frau und Mann“ faktisch eine „Beauftragte für Gleichstellung für Frau und sonst nichts“. Und das wird so bleiben. Hier zeigt sich wieder einmal das übliche Glaubwürdigkeitsdefizit der Geschlechterpolitik für Frauen „und Männer”, wenn es um Männer geht.

Das Bundesforum Männer schweigt

Und wie äußert sich das Bundesform Männer, jene vom Bundesfrauenministerium jährlich in sechsstelliger Höhe finanzierte Einrichtung, die sich selbst als Interessenvertretung für Männer sieht? Nun, sie schweigt. Wir konnten jedenfalls bislang keine Stellungnahme, geschweige denn einen Protest, dieser „Männerinteressenvertretung“ von frauenpolitischen Gnaden finden, weder auf der Homepage des Bundesforums selbst noch auf der Seite von Gleichmaß e. V. Welche Interessenvertretung für Frauen hätte wohl geschwiegen, wenn ein Gewaltschutzhaus für Frauen von der Gleichstellungsbeauftragten „für Frau und Mann“ nicht mehr unterstützt würde? Kann es sein, dass das Bundesforum Männer nicht deren Interessen vertritt, die es vorgibt, vertreten zu wollen? Oder ist der Vorsitzende Martin Rosowski wieder mit einer Diffamierungsaktion gegen Kritiker der Vernachlässigung der berechtigten Anliegen von Jungen, Vätern und Männern beschäftigt? Wir wissen es nicht.

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Lesermeinungen

  1. Von wolf

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  2. Von Graublau

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