„Jährlich flüchten 40.000 Frauen in Deutschland in Frauenhäuser“

von MANNdat

In Deutschland gibt es laut Amnesty International (Stand 2008) 363 Frauenhäuser, in denen geprügelte Frauen Zuflucht vor ihren gewalttätigen Partnern finden können. Sie werden meist von Fraueninitiativen, aber auch von Wohlfahrtsverbänden betrieben und von der öffentlichen Hand finanziell gefördert.

Dem stehen (Stand: April 2009) ein einziges Männerhaus in Berlin sowie in Oldenburg eine vom Verein Männerwohnhilfe gesponserte Dreizimmerwohnung gegenüber, in denen betroffene Männer Unterkunft finden können. (Quelle: http://www.news.de/gesundheit/1216798294153In-staendiger-angst-vor-der-eigenen-frau.html) Beide Angebote werden ehrenamtlich finanziert und müssen ohne Unterstützung öffentlicher Gelder auskommen.

Die Frauenhaus-Szene in Deutschland ist gut vernetzt. Fast in jeder größeren Stadt gibt es „Frauen helfen Frauen“-Vereine, die das örtliche Frauenhaus betreiben, Hilfe und Beratung für betroffene Frauen anbieten und in Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaften organisiert sind. Sie betreiben „Runde Tische gegen häusliche Gewalt“ (an Frauen). Dabei arbeiten sie eng mit Polizei, Justiz, Sozialverbänden, Ärztekammern, Politik und Presse zusammen. Die Thüringer Polizei wird sogar von der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenhäuser in Sachen Interventionstraining geschult. So kann es kaum verwundern, wenn sich in den Pressemitteilungen, Broschüren und Internetauftritten von Polizeibehörden und Innenministerien die gleichen fragwürdigen Behauptungen über Gewalt gegen Frauen wiederfinden wie in denjenigen der „Frauen helfen Frauen“-Vereine oder von „Terre des femmes“. Auch der Umstand, dass die Polizei bei häuslichen Auseinandersetzungen eher den Mann als Täter identifiziert, wenn nicht feststeht, wer den Streit verursacht hat, wird durch diese Verflechtungen eher gefördert als vermieden.

Die meisten Frauenhäuser geben sich als autonom aus, d.h. unabhängig von öffentlicher Finanzierung und staatlicher Einflussnahme (was angesichts der beschriebenen Verflechtungen indes inzwischen als überholte Selbsteinschätzung gelten kann). Aufgrund dieses „autonomen“ Status agieren sie weitgehend aus dem Verborgenen heraus und legen z. B. gegenüber der Öffentlichkeit nicht offen, von wie vielen Menschen sie tatsächlich in Anspruch genommen werden. Weil eine verlässliche, neutrale Instanz fehlt, die die Richtigkeit von Aussagen wie „40.000 Frauen flüchten jährlich ins Frauenhaus“ überprüft, und weil die Öffentlichkeit die Belegungszahlen von Frauenhäusern von sich aus nicht kritisch hinterfragt, gelten solche Angaben weithin als unumstritten. Dabei wissen Frauenhauspraktiker von Fällen, in denen eine Frau, die immer wieder in ein und das selbe Frauenhaus zurück kam (sogenannter „Drehtüreffekt“), jedesmal neu als Opfer gezählt wurde.

„Sind Frauenhäuser rechtsfreie Räume? Eine sich als kundig darstellende Frau berichtet, daß die Polizei keine Kinder aus Frauenhäusern heraus holt – selbst wenn eine gerichtliche Entscheidung über das Aufenthaltsbestimmungsrecht anderes bestimmt,“ heißt es auf http://www.binnen-i.de/Frauenhaus.htm. Dort erfahren wir auch einiges über den in der Öffentlichkeit wenig bekannten Frauenhaustourismus. „Frauen werden oftmals nicht in ortsnahen Häusern, sondern in mehreren, teilweise weit entfernten Häusern herumgereicht. Notwendig ist dies sicherlich nicht, da die Adressen der Häuser geheim sind. Angst davor, die Männer könnten dort auftauchen, brauchen die Feministinnen also nicht zu haben. Es gibt zwei Gründe für diesen Tourismus:
– Eine Frau, die weit entfernt von zu Hause untergebracht ist, verliert ihre bisherigen sozialen Kontakte. Sie läßt sich somit leichter im Sinne der Frauenhausbetreiberinnen beeinflussen.
– Die Belegungszahlen von Frauenhäusern lassen sich leichter manipulieren. Es ist kaum noch überprüfbar, welche Frau wie lange in welchen Häusern lebt. So kann leichter die angebliche Belegung vom Plätzen hochgerechnet werden. Ein und dieselbe Frau kann in verschiedenen Häusern, in denen sie tatsächlich einmal untergebracht war, als Bewohnerin geführt werden.“

Das sogenannte Gewaltschutzgesetz gibt der Polizei die Handhabe, Täter oder Täterinnen bis zu zwei Wochen der Wohnung zu verweisen. Ein Großteil der Frauenhäuser ist, zumindest in ihrem bisherigen Umfang, durch dieses Gesetz somit eigentlich überflüssig geworden. Es sind jedoch kaum Fälle bekannt, in denen sich Politiker getraut hätten, wegen des Gewaltschutzgesetzes Frauenhäuser zu schließen. Öffentliche Gelder zur Unterstützung von Frauenhäusern werden nach wie vor gefordert und bewilligt, die Notwendigkeit von Frauenhäusern von keinem einzigen männlichen Politiker bestritten, der sein Amt behalten möchte.

Wer findet Unterkunft in Frauenhäusern? Arme, unschuldige, von ihren Männern misshandelte Frauen, die Angst um ihr nacktes Leben haben, so heißt es immer wieder. Die Wahrheit sieht so manches Mal ganz anders aus. Oft ist Überschuldung, der Übergang von einem Partner zum nächsten oder der Wunsch nach einer neuen Wohnung das Motiv, ein Frauenhaus aufzusuchen, und kein Gewaltakt. Des Weiteren suchen viele Frauen Frauenhäuser auf, um in anstehenden Sorgerechtsprozessen einen für sie günstigen „Opferstatus“ zu erlangen. Der US-Soziologe Murray Straus fand außerdem heraus, dass die Hälfte der von ihm im Frauenhaus befragten Frauen ihren Partner von sich aus angegriffen hatte. Die britische Familienrechtsaktivistin Erin Pizzey, die 1971 das erste Frauenhaus der Welt in London begründete, stellte fest, dass von den 100 ersten Frauen, die ihr Frauenhaus aufsuchten, 62 ebenso gewalttätig oder noch gewalttätiger als ihre Männer waren. Heutzutage handelt es sich bei einem Großteil der Bewohnerinnen von Frauenhäusern um Immigrantinnen.

Erin Pizzey gehört heute zu denjenigen, die der Frauenhaus-Idee, wie sie verwirklicht worden ist, inzwischen betont kritisch gegenüber stehen, wie dieses Zitat von ihr zeigt: „Es gibt so viele gewalttätige Frauen wie Männer. Aber es steckt viel mehr Geld darin, Männer zu hassen, vor allem in den Vereinigten Staaten – Millionen von Dollar. Es ist politisch gesehen keine gute Idee, das hohe Budget für Frauenhäuser zu bedrohen, indem man sagt, dass nicht alle Frauen dort ausschließlich Opfer sind. So oder so, die Aktivistinnen dort sind nicht da, um Frauen dabei zu helfen, mit dem fertig zu werden, was ihnen widerfahren ist. Sie sind da, um ihre Budgets zu begründen, ihre Konferenzen, ihre Reisen ins Ausland und ihre Stellungnahmen gegen Männer.“

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Bildquelle: (c) S. Hofschläger/www.pixelio.de

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