Die männerpolitischen TOP-10-News der Woche aus Genderama (KW20)

von Dr. Bruno Köhler

Genderama ist die wichtigste deutschsprachige Nachrichtenseite zu den Rechten von Jungen, Vätern und Männern. MANNdat bringt die Top-10-Beiträge der Woche, mit freundlicher Genehmigung des Autors Arne Hoffmann.

Die Beiträge sind original aus Genderama übernommen. Die Überschriften sind von MANNdat. Ansonsten sind zusätzliche MANNdat-Kommentare gekennzeichnet.

10. Kennst du das Land, wo sich die Unterdrückten besser fühlen als die Unterdrücker?

In Deutschland sind die Angehörigen des unterdrückten Geschlechts mit ihrem Leben zufriedener als die Unterdrücker: „55 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer bezeichnen sich als so zufrieden, dass sie keinen Bedarf für Verbesserungen sehen.“

9. Cybermobbing gegen Männer

Eine Mitarbeiterin des Online-Magazins „Relating to Men“ widmet sich einem Thema, das in deutschen Leitmedien immer noch ein Tabu darstellt: Cybermobbing durch Frauen, insbesondere durch Feministinnen – und wie die Täterinnen soziale Netzwerke wie Facebook dazu manipulieren, ihre Opfer zu sperren.

8. Bilder, die uns die Medien nicht zeigen, wir aber schon

Die Gegenöffentlichkeit des Internets zeigt weiterhin Bilder, die man in den klassischen Medien nicht sieht.

7. Vater muss Unterhalt zahlen für Kinder, die bei ihm leben

Im US-amerikanischen Bergen wurde ein Vater zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er für vier Kinder keinen Unterhalt zahlte. Nur eines der Kinder lebt tatsächlich bei der Mutter, die anderen bei ihm. Der Vater scheint dabei nur ein Fall von vielen in einem ungerechten System zu sein, gegen das es wachsenden Widerstand gibt.

6. Antimänner-Mainz bleibt Antimänner-Mainz

Viele von euch wissen, dass ich [Arne Hoffmann] meine Laufbahn als Männerrechtler an der Universität Mainz begonnen habe. Gegen eine Frauenbibliothek dieser Institution, die Männer mit finanzieren, aber nicht benutzen durften, so dass ich mir Material für „Sind Frauen bessere Menschen?“ per Fernleihe kommen lassen musste, bleiben Vorstöße sowohl bei der Leitung der Uni als auch beim Mainzer Kultusministerium erfolglos. Sexismus zu Lasten von Männern war längst politisch und institutionell gewollt. Als Jahre später ein Kriminologieprofessor der Mainzer Uni in einem Aufsatz die totalitären Aspekte des Gender Mainstreaming benannte, erhielt er von der Leitung der Hochschule einen offenbar so erheblichen Rüffel, dass er sich seitdem nie wieder zu Wort gemeldet hat. Die Feministinnen der Uni hingegen haben beim Stören von Vorträgen komplette Narrenfreiheit.

Heute steht die Hochschule in den Schlagzeilen der regionalen Presse: Werden Männer an der Universität Mainz benachteiligt? titelt die Allgemeine Zeitung. Manuel Deis, Verwaltungsmitarbeiter der Hochschule, nennt in einem Offenen Brief an Universitätspräsident Prof. Georg Krausch eine ganze Liste von Feldern, wo das männliche Geschlecht zu kurz kommt.

[…] An den unterschiedlichsten Ecken und Enden unseres Landes werden immer mehr Männer wach und lassen sich auch durch die plumpsten Diffamierungen nicht mehr schweigend alles gefallen. Der Zug bewegt sich zu langsam, aber die Richtung stimmt.

5. Was das Bundesforum Männer immer noch bestreitet, pfeifen die Spatzen bereits von den Dächern

Jungs in der Schule: Das benachteiligte Geschlecht ist inzwischen nicht mehr nur Thema bei uns gemeingefährlichen Irren, sondern an diesem Wochenende bei „SWR Wissen“. Als ich [Arne Hoffmann] 2001 in meinem Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ darüber berichtet hatte, stand ich mit diesem Thema deutschlandweit allein auf weiter Flur.

Und in England: Das linksliberale politische Magazin The Atlantic untersucht, wie Großbritannien mehr junge Männer dazu ermuntert, das College zu besuchen. „Es hat keinen Sinn, nur die Hälfte der Bevölkerung auszubilden“ zitiert das Magazin die Vizekanzlerin der Universität Liverpool.

4. Warum Frauen länger leben und Männer das auch könnten, will uns der SPIEGEL erklären

Die Titelgeschichte des aktuellen SPIEGEL lautet: Warum Frauen länger leben. Wie Männer länger leben können. Der sieben Seiten umfassende Artikel von Jörg Blech schließt sich der Sicht der Männerrechtsbewegung an, dass die bisherige These, die Kluft in der Lebenserwartung sei biologischen Faktoren zu verschulden, falsch ist. Aufhänger des Artikels ist ein Bergdorf in Sardinien, in dem Männer länger leben als an jedem anderen Ort – 100 Jahre oder mehr – und statistisch gesehen genauso alt wie Frauen werden. (In anderen Gesellschaften sind 80 bis 90 Prozent der 100jährigen weiblich.)

Blech sieht als einen Hauptgrund für den frühen Männertod das Wettbewerbsverhalten, das sich Männer angewöhnt haben, um eine Partnerin zu finden: „Bei den Männern (…) führte der zermürbende Konkurrenzkampf dazu, die statistische Lebenserwartung zu verkürzen. Denn ständig mussten sie Risiken eingehen, um Partnerinnen zu imponieren und Nebenbuhler auf Abstand zu halten. So ist die Mortalitätslücke zwischen den Geschlechtern in jenem Alter am größten, in dem junge Männer versuchen, Frauen zu erobern. Zwischen 20 und 24 ist für einen Mann die Wahrscheinlichkeit zu sterben mehr als zweimal so hoch wie für eine Frau. Zu den häufigsten Todesursachen von Männern in diesem Alter gehören Verletzungen und Erstickungen. In den mittleren Jahren hingegen, wenn die Familiengründung abgeschlossen ist, nähern sich die Mortalitätsraten der Geschlechter an. Erst zwischen 50 und 55 Jahren werden die Unterschiede wieder größer. Männer sterben vermehrt durch Herzinfarkte, Lungenkrebs oder alkoholische Leberkrankheit.“

Was unsere Gesellschaft angeht, kommt Blech darüber hinaus auf wirtschaftliche Einflüsse zu sprechen: „Wer arm ist, muss früher sterben – und das gilt vor allem für Männer: Das ärmste Viertel hat eine um knapp sechs Jahre geringere Lebenserwartung als das reichste. Männer mit Hauptschulabschluss sterben mehr als sechs Jahre früher als Akademiker. Und nur 54 Prozent der Bergarbeiter erreichen ein Alter von 65 Jahren – von den Beamten im Sozialdienst schaffen das mehr als 90 Prozent. Bei Frauen beeinflusst der sozioökonomische Status zwar auch die Mortalität, aber die Effekte sind kleiner.“

3. Monika Ebeling, die Amt und Job als Gleichstellungsbeauftragte verlor, weil sie auch Anliegen von Jungen und Männern thematisierte, meint, Männer hätten einfach keine Lobby.

[Am 5. Mai] ist ein neues Presse-Interview mit Monika Ebeling erschienen: „Männer haben einfach keine Lobby“ (Gut, die Lobby gibt es schon, aber unsere Leitmedien geben alles, um sie machtlos zu halten, indem sie nicht oder negativ darüber berichten).

2. Lehrreich: Das Medienmagazin ZAPP zeigt auf, wie Männerfeindlichkeit konstruiert wird

Genderama begleitete vor einigen Wochen kritisch die Berichterstattung der Leitmedien über einen angeblichen Mob von etwa 30 Flüchtlingen und anderen Männern, der drei junge Mädchen im Kieler Einkaufszentrum Sophienhof bedrängt haben soll. Die Vorwürfe stellten sich schließlich als fast völlig unbegründet heraus. Wie kam es zu dieser Fehlmeldung? Das Medienmagazin ZAPP hat die Entstehung dieses Hypes in einem siebenminütigen Video analysiert.

1. Johannes Meiners von MANNdat referierte in Wien über Geschlechterpolitik für Männer

Der Verein „Väter ohne Rechte“ berichtet von einem Vortrag, den Johannes Meiners in Wien über Geschlechterpolitik für Männer gehalten hat. (Bei Gelegenheit müssten wir uns allerdings mal über für Online-Beiträge günstige und ungünstige Schriftarten unterhalten.)

Und als Bonus: Maskulisten-Aktion #article7 hat begonnen

Online-Maskulisten begannen am 5.5.2016 eine Aktion, die mit dem Twitter-Hashtag #article7 verbunden ist. Dieses Hashtag befasst sich mit rechtlichen, strukturellen und sozialen Benachteiligungen von Jungen, Vätern und anderen Männern. Namenspate für diesen Hashtag ist Artikel 7 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Darin heißt es: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Die Internet-Maskulisten erklären hierzu: „Wenn wir eine Gleichberechtigung der Geschlechter wollen, wenn wir Diskriminierung auf Grund des Geschlechtes abschaffen wollen, dann reicht es nicht, sich nur eine Seite dieser Waage anzusehen. Es bedarf eines Blickes auf jedes Geschlecht um die tatsächliche Gleichberechtigung zu erreichen. In der Vergangenheit drängte sich immer mehr der Eindruck auf, dass dies nicht geschieht.

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass es trotz aller Bemühungen noch immer Gesetze und Strukturen in vielen westlichen Ländern gibt, die Männer und Jungen benachteiligen.

Dieses Hashtag ist nicht nur auf Twitter begrenzt, sondern wird auch in anderen sozialen Medien und auf Blogs verwendet, da vielfach die Möglichkeiten auf Twitter nicht ausreichen, ein Problem adäquat zu beschreiben. Es wurden diverse Beiträge im Vorfeld angefertigt, um eine sachliche Debatte über die Benachteiligungen von Angehörigen des männlichen Geschlechtes anzustoßen.“

Urheber: konradbak / 123RF Lizenzfreie Bilder

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Lesermeinungen

  1. Von wolf

    Antworten

  2. Von Gast

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