ROTE KARTE für Gewalt verharmlosende Brötchentüte

von Dr. Bruno Köhler

Unterstützen Sie den Protest gegen Männer diskriminierende Werbung!

„Gewalt gegen Kinder und Frauen kommt nicht in die Tüte“ – so die Botschaft, wie sie Bäckereien in Goslar auf Brötchentüten wollen. Eine solche Werbung ist Männer diskriminierend, da – nach Meinung der Bäckereien – Gewalt gegen Männer offenbar durchaus „in die Tüte“ kommen darf.

Zwei Drittel aller Gewaltopfer sind männlichen Geschlechts. Ob im öffentlichen Raum, in Schule, Beruf, Militär – überall ist das Risiko, Gewalt zu erleiden, für Männer überproportional hoch. Auch im Bereich der häuslichen Gewalt zeigen viele Studien, zuletzt die Studie des IAIZ „Männer – die ewigen Gewalttäter?“ im Auftrag der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), dass Männer in einem ähnlichen Umfang von häuslicher Gewalt betroffen sind wie Frauen. Das Problem ist, dass männlichen Opfern häuslicher Gewalt kein ähnliches Augenmerk, geschweige denn vergleichbare Hilfsmaßnahmen, wie betroffenen Frauen zu Gute kommt. Schuld an diesen Rahmenbedingungen sind Aktionen wie diese männerfeindliche Brötchentüten-Aktion, die bewusst männliche Gewaltopfer marginalisieren.

Zudem vermittelt diese Aktion auch ein fragwürdiges Rollenbild, nach dem Gewalterfahrung, auch als Opfer, zum „Mann sein“ dazugehöre. Eine solche Einstellung halten wir für untragbar. Befürwortet wird diese zweifelhafte Aktion auch von der neuen Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Goslar. Warum nach deren Ansicht Gewalt gegen Männer sehr wohl „in die Tüte“ darf, wissen wir nicht, widerspricht selbige doch dem Gleichbehandlungsgrundsatz, dem Gleichstellungsbeauftragte eigentlich verpflichtet sein sollten.

Den offenen Brief, den MANNdat an die Bäckereiinnung (Bäckerinnung Goslar; Unterer Triftweg 1, 38640 Goslar, Tel.: 05321/31989-0, Fax: 05321/40647; email: baecker@harzlaib.de) diesbezüglich geschrieben hat, können Sie hier einsehen.

Informationen zur „Hexenjagd in Goslar“, die Hintergründe zur Gewalt gegen Männer verharmlosenden Brötchentüten-Aktion liefert können Sie hier lesen.

In modernen Gleichstellungszeiten brauchen Männer und Frauen solch misandrische Werbung nicht untätig hinzunehmen. Was können Sie tun?

1. Möglichkeit

Eine Möglichkeit des Protests gegen diese Männerfeindlichkeit besteht in einem Appell an die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Goslar, Frau Menzel-Meer, sich in einer Kinderschutzwoche gezielt gegen die Gewalt an Kindern oder allgemein gegen Gewalt gegen alle Menschen auszusprechen. Die offizielle Kontaktadresse können Sie unter http://www.landkreis-goslar.de/adr.phtml?call=vcard&La=1&FID=62.1190.1 erfahren.

2. Möglichkeit

Daneben gibt es noch eine ganz direkte und unkomplizierte Möglichkeit, gegen männerdiskriminierende Werbung Protest einzulegen: „Die Rote Karte“. Die „Rote Karte“ ist eine Postkarte mit der Aufschrift: „Herzlichen Glückwunsch! Sie haben mit Ihrer männerfeindlichen Werbung soeben einen Kunden verloren. Warum darf Gewalt gegen Männer in Ihre Brötchentüte?“ Eine entsprechende Postkarte zum Ausdrucken für die Bäckereien finden Sie hier und eine Postkarte für den Landkreis finden Sie hier oder schreiben Sie an das Bürgerbüro unter Kathrin.Weiher@landkreis-goslar.de

Die Postkarte wird direkt an die Bäckerei, die werbetreibende Firma geschickt oder in der Filiale direkt abgegeben oder an den Landkreis Goslar (Landkreis Goslar, Klubgartenstraße 6, 38640 Goslar) geschickt, um Ihre Abscheu gegen diese Männerfeindlichkeit zu bekunden. Die „Rote Karte“ ist eine moderne, heute übliche Art, gegen geschlechterdiskriminierende Werbung zu protestieren, da der Werberat Kritik an Männer diskriminierender Werbung nach unserer Erfahrung durchweg kleinredet. Wir werden in unserem Forum Männerrechte die Adressen der Bäckereien bekannt geben, die sich an dieser Gewalt gegen Männer ignorierenden Aktion beteiligen.

3. Möglichkeit

Sie können die o.g. „Rote-Karte“-Aktion mit dem Spruch

„Herzlichen Glückwunsch! Sie haben mit Ihrer männerfeindlichen Werbung soeben einen Kunden verloren.

Warum darf Gewalt gegen Männer in Ihre Brötchentüte?“

auch bequem per E-Mail schicken. Eindrucksvoller wäre natürlich die Postkarte.

Die Mail-Adresse des Landkreises Goslar ist info@landkreis-goslar.de

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