„Spitzenfrauen und Frauenförderung – ein Fluch für Männer und Frauen?!“

von FrSch
„Spitzenfrauen und Frauenförderung – ein Fluch für Männer und Frauen?!“

Die letzten Jahre haben gezeigt: Immer mehr Frauen werden in Spitzenpositionen gehievt im Sinne einer angeblichen Gleichstellung, sei es in Wirtschaft, Politik oder Medien. Gleichstellung meint dabei Ergebnisgleichheit und ist in Deutschland in vielen Bereichen (zum Glück!) nicht erreicht, stellt aber auch kein sinnvolles Ziel dar, weil es mehr Menschen unglücklich macht als es hilft. Die politisch motivierte Umsetzung der Gleichstellung zeigt sich dabei in der Praxis als einseitig: Es werden Vorteile für Frauen geschaffen, aber keine für Männer, da wo die Männer benachteiligt sind. Gleichstellungspolitik ignoriert dabei wissenschaftlich belegte Unterschiede in Interessen, Präferenzen und Lebensentscheidungen der Geschlechter.

Parallel dazu stolpern viele der „Spitzenfrauen“ über Skandale, Rücktritte oder Führungsschwächen. Damit zeigt sich, dass die Frauenförderung eine Farce ist, insbesondere wenn nicht gleichzeitig echte Leistungs- und Verantwortungskultur gelten. Es spricht natürlich nichts dagegen, fähige Frauen, die ihren Posten durch Leistung erworben haben, entsprechend zu beschäftigen. Es sollte bei der Besetzung von Führungspositionen aber darum gehen, was die Person zwischen den Ohren und nicht was sie zwischen den Beinen hat!

Hierzu ein paar exemplarische, bekannte Beispiele von gescheiterten „Spitzenfrauen“:

Erinnern wir uns an Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung (2005 – 2013) für die CDU. Ihrer Dissertation wurde systematisches Plagiieren vorgeworfen, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entzog ihr 2013 den Doktortitel. Schavan trat am 14. Februar 2013 zurück. 1)

Da ist Franziska Giffey, Bundesministerin von 2018 bis 2021, deren Doktorarbeit ebenfalls als plagiiert eingestuft wurde. Plagiatsjäger wiesen auf mehr als 76 von 205 Seiten ihrer Doktorarbeit auf Passagen hin, die abgeschrieben seien. Trotz dieser massiven Vorwürfe verhängte die Freie Universität Berlin lediglich eine Rüge – der Doktortitel blieb erhalten. Und selbst als Giffey erklärte, sie verzichte auf den Titel, wurde ihr politische Zukunft nicht nachhaltig verbaut. Hier scheint es bei den Damen keine bessere Lernkurve zu geben als bei manchen Männern. Aber die Konsequenzen scheinen für die Damen weit milder als bei den meisten Männern. Warum wurde Giffey nach dem Skandal noch gefördert, bis zur Spitzenkandidatin der SPD für Berlin? Hätte man das mit einem Mann auch so gemacht? 2)

Oder Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von Dezember 2021 bis April 2022, die binnen Monaten als Bundesministerin scheiterte. Mehrere Kommentatoren kritisierten, dass Anne Spiegel sich mehr um die männerfeindliche Gendersprache gekümmert hat, als um das Hochwasser und die betroffenen Menschen. 3)

Ähnliches zeigt der Fall von Ursula Heinen-Esser (CDU), Umweltministerin in NRW. Heinen-Esser fiel durch die „Mallorca-Affäre“ um einen Urlaubsaufenthalt während der Flutkatastrophe 2021 in ihrer Amtszeit auf, in deren Zuge sie von ihrem Amt zurücktrat. Seit 2025 ist sie Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energien. 4)

Hinzu kommt Patricia Schlesinger beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB): Sie geriet in einen massiven Skandal um Vetternwirtschaft, teure Abendessen, Dienstwagen, Bauprojekte – und hinterlässt einen finanziellen Schaden beim RBB. Trotzdem kassiert sie ein „Ruhegeld“ von mindestens 18.300 Euro monatlich, laut Gerichtsbeschluss. Ihr Abgang wegen Vetternwirtschaft und Vorteilsgewährung zeigt, dass Führungsethik bei Frauen ebenso versagt wie bei Männern. Das Frauen eine bessere Ethik in das Unternehmen bringen, ist wohl eher eine feministische Fehlvorstellung. 5)

Und nicht zuletzt Carola Gräfin von Schmettow, Bankmanagerin, die laut Medienberichten in eine Steuer- und Cum-Ex-Affäre verwickelt sein soll. Hier steht die Frage im Raum, ob sich hier die „Frauenquote“ durchsetzte, weil man eine Frau in einer klassischen Männerdomäne wollte? 6)

Aktuell kommt noch Sigrid Nikutta hinzu: Die einst gefeierte Bahn-Managerin hinterlässt Millionenverluste, gescheiterte Sanierungspläne und einen erbitterten Machtkampf mit dem schärfsten Gegner. 7)

Verfolgt man diese „Spitzenfrauen“ kommt man auf folgende Kritikpunkte:

1. Quoten statt Leistung
Es scheint, als würden viele Frauen nicht primär deshalb ausgewählt werden, weil sie bewiesen hätten, dass sie Spitzenpositionen dauerhaft und effektiv tragen könnten, sondern oft, weil eine Quote erfüllt werden muss oder ein Diversity-Symbol gesucht wird.

2. Doppelte Messlatte
Wenn Frauen gefördert werden, wird schnell von Vorbildfunktion für Frauen gesprochen. Frauen könnten angeblich andere Fähigkeiten einbringen. Aber bei Misserfolg folgt kein Rückschluss auf das Geschlecht, so wie bei der Einstellung! Viele Fälle zeigen: Wenn Spitzenfrauen scheitern, werden sie mit viel Toleranz behandelt oder in andere Positionen gesteckt. Beispiel: Margret Suckale, sie ist Mitglied in den Aufsichtsräten von Heidelberg Materials, Infineon, DWS Group, Deutsche Telekom und Greiner AG. Suckale war in eine Daten-Affäre bei der Deutsche Bahn AG verstrickt, wurde aber nicht vergleichbar sanktioniert wie manche männlichen Vorstandskollegen. 8)

3. Symbolische Besetzung vs. nachhaltige Qualifikation
Wird eine Position vornehmlich besetzt, um Quotenziele zu erfüllen oder Imageziele zu erreichen, kann das dazu führen, dass die Auswahl weniger strikt an langfristiger Führungserfahrung und Netzwerk-Rückhalt orientiert ist. Als Anschauungsbeispiele werden regelmäßig Fälle wie Franziska Giffey oder Anne Spiegel genannt. Diese Fälle werden in der öffentlichen Debatte oft als Illustration dafür verwendet, dass symbolische Besetzung ohne robuste Leistungsprüfung nach hinten losgehen kann. Die Forderung aus der Politik nach mehr Frauen in Führung wird trotzdem oft als Ziel an sich gesehen – doch reicht es, nur „Frauen in Machtpositionen“ zu heben, wenn diese Macht nicht mit voller Rechenschaftspflicht einhergeht? Kompetenzen der Frauen werden dagegen scheinbar weniger hinterfragt. Und wie sieht es mit Männerförderung in den Frauendomänen aus? Wie hoch ist der Anteil von männlichen Professoren in Genderstudies? Nahezu Fehlanzeige hier! Oder Frauenförderung abseits von Macht und Geld? Haben Sie schon mal was von Frauenquoten auf Bohrinseln, bei Maurern oder überall dort, wo es schmutzig und gefährlich ist, gehört?

4. Finanzielle und andere Privilegien trotz Fehlverhalten
Ob Ruhegehälter wie bei Schlesinger oder politisch weiter florierende Karrieren, wie bei Giffey, trotz Skandalen: Frauen scheinen von einem gewissen „Fault Tolerance“-Spielraum zu profitieren, den viele männliche Führungskräfte nicht haben.

5. Frauenquote als feministisches Ressentiment gegenüber Männern
Die Wirklichkeit sieht in Wirtschaft und Universität so aus: Der ambitionierte Mann mit Qualifikation wird übersprungen, weil eben „eine Frau dran sein muss“ – unabhängig vom tatsächlichen Kompetenzprofil. Männer, die das beklagen, werden dann als toxisch oder Teil eines nie vorhandenen Patriarchats eingestuft. Darüber, dass die Frauenbevorzugung und Männerdiskriminierung gelingt, wachen dann tausende von „Gleichstellungsbeauftragte“. Von dieser Tatsache können mittlerweile hunderte von Männern im akademischen Betrieb, in der Bildung und in der Wirtschaft berichten!

6. Glass Cliff – Der Mythos vom „gläsernen Abgrund“
Seit Jahren wird das Schlagwort „Glass Cliff“ bemüht, um das Scheitern von Frauen in Führungspositionen zu erklären. Die These lautet: Frauen würden nur dann an die Spitze gelassen, wenn das Unternehmen oder die Behörde ohnehin in der Krise steckt – und wenn sie dann scheitern, sei das eben eine strukturelle Diskriminierung durch ein nie belegtes, angebliches Patriarchat. Diese Interpretation ist bequem für Frauen. Sie erklärt Misserfolge von Frauen nicht, sie entschuldigt sie. Denn was der Begriff in Wahrheit transportiert, ist ein neues Opfer-Narrativ. Anstatt Führungsentscheidungen, Managementfehler oder individuelle Verantwortung zu analysieren, wird eine pauschale Ausrede geliefert: Nicht die Person hat versagt, sondern die Umstände. Ob Anne Spiegel, Patricia Schlesinger oder Franziska Giffey – in der Rückschau war angeblich immer „das System“ schuld. Der „Glass Cliff“ wird so zum rhetorischen Schutzschild gegen berechtigte Kritik an Frauen!

Dabei übersehen viele, dass Krisenmandate kein exklusives Frauenschicksal sind. Auch Männer werden in schwierige Positionen befördert – nur nennt man es bei ihnen Herausforderung! 9)

7. Mixed Evidence
Ökonomische Auswertungen zeigen ein differenziertes, uneinheitliches Bild: Gender-Quoten führen zwar zu mehr Frauen in Gremien und Führungsämtern, ihr Einfluss auf Unternehmens-Performance ist aber nicht einheitlich positiv — Studien finden positive, null- oder negative Effekte, abhängig von Branche, Unternehmensstruktur und Begleitmaßnahmen. Der oft behauptete positive Effekt für die Unternehmen ist also nicht so einfach mit Evidenz zu belegen. 10)

Fazit

Die aktuelle „Frauen-in-Spitzenpositionen“-Debatte ist keine Gleichberechtigungsfrage,
es geht zunehmend um eine strukturelle Bevorzugung von Frauen, die nicht selten übersehen oder gerechtfertigt wird. Wenn Frauen in Machtpositionen kommen, darf das nicht dazu führen, dass moralisch oder rechtlich problematisches Verhalten dieser Damen übersehen oder sogar belohnt wird. Ein wirklich gleichberechtigtes System müsste sicherstellen, dass verantwortlich geführt wird – unabhängig vom Geschlecht. Dagegen ist Frauenförderung kontraproduktiv, sie schadet der Gleichberechtigung und damit Männern und Frauen gleichermaßen. Wenn Spitzenpositionen mit einer Art „Frauenbonus“ besetzt werden, droht das Vertrauen in Führung insgesamt zu schwinden – Fälle wie Spiegel, Giffey, Schlesinger oder Schmettow können als exemplarische Beweise herangezogen werden. Wer Gleichberechtigung ernst meint, sollte nicht mit Symbolen arbeiten, sondern mit harter Sachlichkeit, Leistung und transparenter Verantwortlichkeit! Es sollte bei der Besetzung von Führungspositionen eben darum gehen, was die Person zwischen den Ohren hat und nicht, was sie zwischen den Beinen hat!

Quellen:

1. https://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Schavan
https://www.dw.com/en/german-education-minister-schavan-resigns-amid-plagiarism-scandal/a-16588360

2. https://en.wikipedia.org/wiki/Franziska_Giffey
https://www.tagesschau.de/inland/giffey-139.html
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/faq/pruefverfahren-giffey/index.html

3. https://deutsche-sprachwelt.de/2022/04/bonusministerin-anne-spiegel/
https://www.stern.de/politik/deutschland/anne-spiegel–wie-ihr–multitasking-konstrukt-in-der-jahrhundert-flut-zusammenbrach-31773100.html

4. https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Heinen-Esser

5. https://www.spiegel.de/wirtschaft/patricia-schlesinger-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-ehemalige-rbb-intendantin-a-b067c007-c466-4afb-bca6-6a79c59e826e
https://www.tagesspiegel.de/berlin/teilerfolg-fur-ex-intendantin-rbb-muss-schlesinger-einen-monat-ruhegeld-zahlen-14032688.html

6. https://en.wikipedia.org/wiki/Carola_Gr%C3%A4fin_von_Schmettow
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/ermittlungen-gegen-ex-hsbc-deutschlandchefin-wegen-steuerhinterziehung-18113174.html

7. https://www.welt.de/wirtschaft/plus68f89e45c008edcf0c84fd09/db-cargo-die-managerin-des-jahres-scheitert-an-sich-und-der-gewerkschaft.html

8. https://www.spiegel.de/wirtschaft/bahn-skandal-personalvorstaende-sollen-von-spaehaktionen-gewusst-haben-a-622839.html
https://www.wiwo.de/unternehmen/datenaffaere-geschasste-manager-bahn-ordnet-ihren-vorstand-neu/5541828.html

9. https://tu-dresden.de/mn/psychologie/iaosp/wop/ressourcen/dateien/mitarbeiter/juergen_wegge/Glass-Cliff/Flyer_GlassCliff.pdf?lang=de

10. https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2022/09/enhancing-gender-diversity-on-boards-and-in-senior-management-of-listed-companies_50213bfe/4f7ca695-en.pdf
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0304405X09001421
(Frauen im Vorstand führen zu stärkerer Kontrolle, aber auch zu höherer Konfliktrate; kein klarer Performance-Effekt.)
https://academic.oup.com/qje/article-abstract/127/1/137/1832366
(…  durch die Quote auferlegte Einschränkung bei der Verkündung des Gesetzes zu einem deutlichen Rückgang des Aktienkurses und in den Folgejahren zu einem starken Rückgang von Tobins Q führte, …)

Quelle Beitragsbild: adobestock_244925237-von-m-doerr-m-frommherz

 

 

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Lesermeinungen

  1. By Norbert

    Antworten

    • By Zarrdor

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