Bericht von der Demonstration am 7. Mai 2014 anlässlich des WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY in Köln

von MANNdat

Hier machten die Redner nochmals ihre Standpunkte zur Legalisierung von Körperverletzung an Jungen durch Beschneidung klar.

V.l.n.r.: Dr. Christoph Kupferschmid, Mina Ahadi, Christa Müller, Jérôme Segal, Renate Bernhard, Christian Bahls

Dr. Christoph Kupferschmid, Vorstand Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte:

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ist gegen das Beschneidungsgesetz. Beschneidung bei Jungen hat fast nie einen gesundheitlichen Vorteil, aber fast immer einen gesundheitlichen Nachteil.

Mina Ahadi, Vorsitzende Zentralrat der Ex-Muslime:

Politik und Menschenrechtsorganisationen müssen den Angriff auf den Körper als Menschenrechtsvergehen definieren.

Christa Müller, Vorsitzende (I)NTACT e.V.:

Jungen sterben in afrikanischen Staaten an den gleichen Ursachen bei Beschneidungen wie Mädchen. Eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts darf es nicht geben.

Jérôme Segal, Universität Wien und Paris-Sorbonne, Mitglied der israelitischen Kultusgemeinde Wien:

Erwachsene haben an den Genitalien von kleinen Kindern nichts zu suchen!

Renate Bernhard, Vorstand pro familia NRW:

Die Argumente für den Beibehalt der Beschneidung von Jungen ähneln denen, die man früher für den Beibehalt der Beschneidung von Mädchen hörte. Die Bundesregierung muss die Aufklärung und die Forschung über die Beschneidung von Jungen fördern.

Christian Bahls, 1. Vorsitzender MOGiS e.V.:

Mich ärgert der Sexismus in der Beschneidungsdebatte. Die Folgen des Eingriffs in die sexuelle Selbstbestimmung bei Jungen werden verharmlost.

Wir von MANNdat meinen:

Die Beschneidung von Jungen ist auch die Beschneidung von Grundrechten. Artikel 2 und 3 des Grundgesetzes müssen uneingeschränkt für Jungen gelten.

Nach der erfolgreichen Demonstration trafen sich noch einige Teilnehmer zu einem gemeinsamen Essen und Informationsaustausch in einer Lokalität in der Nähe des Doms.

Schon am Tag vor der Demonstration, am 6. Mai 2014, organisierte MOGiS zusammen mit pro familia NRW an der Universität Köln ein wissenschaftliches Symposium mit dem Titel “Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis” zur genitalen Selbstbestimmung.

Ich war beeindruckt von dem Engagement, der Offenheit und der Fachkenntnis der Teilnehmer. MANNdat freut sich, dass die Diskussion um die Beseitigung der Legalisierung von Körperverletzung an Jungen weitergeht.

Den Bericht erstellte Dr. Bruno Köhler für MANNdat.

Hier können Sie sich für den MANNdat-Rundbrief anmelden.

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