„Toxische Männlichkeit“ als Abiturthema

von Manndat

Toxische Männlichkeit“ als Abiturthema

Das Thema „toxische Männlichkeit“ ist am Reithmanngymnasium in Innsbruck (Österreich) Teil der Reifeprüfung (Matura, das österreichische Äquivalent zum Abitur). Die Schule bietet seit mehreren Jahren ein schulautonomes Wahlpflichtfach zum Thema Feminismus an. Die Jugendlichen behandeln in dem Kurs Aspekte wie den weiblichen Körper, Beziehungsgewalt, Catcalling und toxische Männlichkeit – also die üblichen feministischen Männertäter-Frauenopfer-Stereotype. Es soll mittlerweile auch mindestens ein Gymnasium in Wien geben, das diesem Vorbild folgt.

Eine Ideologie als Schulfach?

Das Wahlmodul am Reithmanngymnasium heißt „We should all be feminists 1+2“. Der Titel ist direkt an das gleichnamige, weltbekannte Buch und den TED-Talk der nigerianischen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie angelehnt, die sich zwar lautstark gegen weibliche Genitalbeschneidung einsetzt, die systematische Verletzung der körperlichen Unversehrtheit von Jungen jedoch mit keinem Wort erwähnt.

In der Politikdidaktik des gesamten DACH-Raums gilt zwar theoretisch das Prinzip des Beutelsbacher Konsenses (bzw. ähnliche Erlässe in Österreich). Danach gilt das Überwältigungsverbot, d. h. es ist nicht erlaubt, Schüler im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und an der selbstständigen Urteilsbildung zu hindern. Zudem gilt das Kontroversitätsgebot: Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.

Der Titel des Fachs macht jedoch klar, dass eine objektive, kritische Hinterfragung feministischer Kernthesen (wie dem Konzept des allgegenwärtigen Patriarchats) kaum möglich sein dürfte, wenn die Lehrkräfte das Fach explizit als „Safe Space“ (geschützten Raum) für Gleichgesinnte definieren. Die Note in der Matura hängt dann maßgeblich davon ab, wie gut man die Argumente des Feminismus adaptiert. In einer mündlichen Abschlussprüfung müssen Schüler zwangsläufig die Theorien und Begriffe reproduzieren, die im Lehrplan stehen – wie z. B. toxische Männlichkeit, Catcalling oder eine rein auf Frauen bezogene strukturelle Benachteiligung –, um eine gute Note zu erhalten.

Die Schule als jungenfeindlicher Raum

Das Abiturthema „toxische Männlichkeit“ an einem Innsbrucker Gymnasium ist kein Einzelfall. Es ist das logische Endstadium eines Schulsystems in den DACH-Staaten, das ein klares Signal an Jungen sendet: „Wir wollen euch hier eigentlich gar nicht haben.“

Über Jahrzehnte wurde das Schulsystem erfolgreich zu einer mädchengerechten Wohlfühloase umgebaut. Stillsitzen, Fleißkärtchen, emotionale Selbstreflexion und die Anpassung an feministische Narrative sind die Währungen, mit denen man heute Bestnoten kauft. Wer als Junge gewinnen und im System aufsteigen will, hat nur eine Option: Er muss im Verhalten schlicht ein Mädchen werden. Friss oder stirb.

Ecken, Kanten und biologisches Junge-Sein werden nicht mehr als Potenzial begriffen. Sie werden therapiert, sanktioniert und kriminalisiert. Der natürliche Bewegungsdrang von Jungen wird pathologisiert und mit Psychopharmaka behandelt. Männlichkeit wird im Lehrplan tagtäglich zu einer Art toxischen Krankheit erklärt, die es im Klassenzimmer restlos auszurotten gilt. Jungen sind in dieser Logik nur noch ein Störfaktor – ein Mängelwesen, mit dem sich das Lehrpersonal zähneknirschend herumschlagen muss, weil deren bloße Existenz im modernen System fast wie ein historischer Betriebsunfall gewertet wird.

Das zynische Erwachen mit 18

Doch die wahre Perversität dieses Systems offenbart sich am Tag des 18. Geburtstags. 12 Jahre lang wurde den Jungen eingetrichtert, dass Aggression, Härte und männliche Pflichten reiner Müll der Geschichte sind. Doch kaum ist die Schule vorbei, ist Schluss mit dem Zwang, wie ein Mädchen sein zu müssen. Denn den jungen Frauen wird nach wie vor keine Pflicht zur Landesverteidigung aufoktroyiert, jungen Männern schon.

Plötzlich wird denselben Jungen ein Gewehr in die Hand gedrückt und über Nacht eingebläut, dass es nun wieder ihre „angeborene Männerpflicht“ sei, im Ernstfall auf Befehl andere Männer zu töten, die in einem baugleichen System ebenso verlogen erzogen wurden. Gerade noch hat ihnen der Staat eingetrichtert, dass die alten Männerrollen schlecht seien. Jetzt macht der gleiche Staat klar, dass er – und nur er – auf die Annehmlichkeiten dieser alten Männerrollenbilder im Ernstfall nicht verzichten will. Erst verweichlicht, dann verheizt – ein zynischeres Rollenbild lässt sich kaum konstruieren.

Wie der Staat Gewalt sät und Jungen dafür anklagt

Diese heuchlerische Doppelmoral ist unerträglich. Während unsere Schulen zunehmend feminisiert und Jungen durch ideologische Lehrinhalte mit Kampfbegriffen wie „toxischer Männlichkeit“ pauschal als potenzielle Gefährder stigmatisiert werden, kreiert der gleiche Staat eine systemische Täter-Opfer-Umkehr, um von der eigenen, historisch gewachsenen Mitschuld abzulenken.

Denn während man Jungen im Klassenzimmer moralisch kastriert und ihnen eine angebliche „Gewaltdisposition“ einredet, institutionalisiert das System genau jene Grausamkeiten, die kriminologisch als stärkste Prädikatoren für spätere Gewalt gelten. Es ist derselbe Staat, der in krassem Kontrast zur völligen Ablehnung der Beschneidung von Mädchen die Körperverletzung durch Beschneidung an wehrlosen Jungen im Säuglingsalter legalisiert und sie damit einer traumatischen Ohnmachtserfahrung aussetzt. Es ist derselbe Staat, der junge Männer per Männerzwangsdienst an die Waffe zwingt, um ihre natürliche Tötungshemmung gezielt wegzukonditionieren.

Natürlich ist derjenige verantwortlich, der Gewalt ausübt. Es ist aber billige Männerfeindlichkeit, die Verantwortung für Gewalt allein auf ein vermeintlich fehlerhaftes Geschlecht abzuwälzen, während das System seit Generationen exakt die Bedingungen reproduziert, die Aggression wissenschaftlich nachweisbar erzeugen. Wer Jungen erst staatlich sanktionierte Gewalt zufügt oder sie dazu drillt, und sie danach in Schulen für die statistischen Folgen dieser Sozialisation an den Pranger stellt, betreibt keine Gewaltprävention – er betreibt eine perfide Täter-Opfer-Umkehr auf dem Rücken einer ganzen Generation junger Männer.

Das große Rätselraten der „Experten“

Währenddessen blickt die politische Elite fassungslos auf die Trümmer ihrer eigenen Ideologie. Mit gespielter Naivität fragen sich Politik und Bildungsexperten:

  • Warum gehen Jungen eigentlich immer weniger gerne zur Schule?

  • Warum sinkt der Anteil männlicher Lehrer im System stetig gegen null?

  • Warum können Jungs bei der Musterung noch nicht einmal mehr einen Purzelbaum?

  • Warum ist das Bildungsniveau der Jungen im freien Fall, insbesondere in der Lesekompetenz?

  • Warum werden Männer manchmal zu Gewalttätern?

Die Antwort ist simpel: Kein Mann mit Rückgrat tut sich ein System an, das ihn im Kern ablehnt. Solange Schulen Jungen als chronische Patienten behandeln, anstatt sie in ihrer Natur zu fordern und zu fördern, wird die Bildungskrise der Jungen weitergehen. Und solange Politik und Gesellschaft Jungen und junge Männer absichtlich zu Gewalterfahrung und Gewaltanwendung erziehen – also genau das tun, was wissenschaftlich eindeutig belegt Gewalt fördert –, ist die Behauptung, man wolle die Gewalt von Männern bekämpfen, eine billige Ausrede. Es dient nur dazu, von der eigenen Schuld abzulenken und sich vor der eigenen Verantwortung davonzustehlen.

Aber sind Bildungsverantwortliche und Politik wirklich so dämlich, dass sie das nicht erkennen?

Natürlich nicht. Das Zurücklassen von Jungen in der Bildung scheint genau so und nicht anders gewollt zu sein. Denn rein pragmatisch gesehen ist jeder Junge, der im Bildungssystem scheitert und arbeitslos oder in einem prekären Arbeitsverhältnis auf der Straße landet, ein statistischer Gewinn für die Frauenquote. „Positive Diskriminierung“ nennt man dieses perfide Spiel. Und nur darauf kommt es der Politik an. Alles andere ist egal.

Und solange man die Gewalt von Männern durch systemische Zwänge sogar noch fördert, schafft man sich genau jene Gewalttäterzahlen, mit denen man im Anschluss noch mehr Männerfeindlichkeit generieren kann. Ein ebenso perfekter wie bewusst geschaffener Teufelskreis.

Die bittere Wahrheit lautet: Der Staat bekämpft nicht die ‚toxische Männlichkeit‘ – er produziert sie erst per Gesetz, um sie anschließend im Klassenzimmer zu vermarkten. Ein System, das seine Söhne erst moralisch kastriert und dann verheizt, ist nicht fortschrittlich. Es ist moralisch bankrott.

 

 

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