Gratismut einer Genderistin

von Manndat

Gratismut – Eine moderne Genderistin beklagt den moralischen Verfall, die Feigheit und den Narzissmus unserer Gesellschaft und verlangt „kollektiven“ Mut für die Sicherheit und den Wohlstand des Westens. Wir müssten bereit sein, dafür einige in den Tod zu schicken, und wir müssten auch bereit sein, dafür zu töten. Bezüglich der geschlechterspezifischen Zuordnung derjenigen, den „wir“ in den Tod schicken sollen und welches Geschlecht sie mit „wir“ meint, was ihre Bereitschaft zu töten angeht, ist sie jedoch sehr konservativ.

Publizistin Zoe Strimpel sagt über sich auf https://zoestrimpel.com/ :

Ich bin Historikerin, Autorin, Zeitungskolumnistin und Rundfunksprecherin. Gender, Beziehungen, Partnerschaften, Feminismus und Sexualität – früher und heute – sind mein Hauptanliegen. Ich setze mich gerne kritisch mit politischen Dogmen auseinander, insbesondere mit denen, die sich auf Geschlecht und Identität beziehen, was in meinen Kolumnen für den Sunday Telegraph besonders deutlich wird.  (…).

(…)2012 kehrte ich nach Cambridge zurück, um einen MPhil in Gender Studies zu absolvieren, und erhielt eine Auszeichnung für eine Arbeit, in der ich die Herangehensweise von Frauen an Internet-Dating aus einer feministischen Perspektive untersuchte.

Strimpel fordert nun mehr Bereitschaft zur Kriegsführung.

Eines der guten Dinge daran, Bürger des Westens zu sein, ist, dass seit dem Ende des letzten Weltkriegs 1945 das Überleben der meisten Männer nicht mehr durch die Notwendigkeit gefährdet ist, in großen Kriegen zu kämpfen.

Wir müssen uns nicht von Zehn- oder Hunderttausenden geliebter Söhne, Freunde, Väter oder Brüder verabschieden. Wir haben eine Berufsarmee, sind an relativ niedrige Opferzahlen gewöhnt, wenn diese Armee in den Kampf zieht, und abgesehen von regelmäßigen Terroranschlägen können wir im Allgemeinen mit dem Geschäft des Lebens weitermachen, sei es im Elend oder im Wohlstand – aber wir leben.

Soweit können wir ihr weitgehend zustimmen und erwarten mit Spannung ihre angeblich kritische Auseinandersetzung mit politischen Dogmen, insbesondere mit denen, die sich auf Geschlecht und Identität beziehen. Insbesondere erwarten wir mit Spannung, wann sie endlich die Geschlechterspezifität derer hinterfragt, die die Gesellschaft – und sie selbst – auserkoren hat, in den Kampf zu ziehen

Weniger schön ist die Folge dieses Komforts: der moralische Verfall und die Feigheit, die sich tief in unsere Psyche eingegraben haben. Wir sind zu narzisstisch und gelangweilt, zu verwöhnt und unkonzentriert, um kollektiv mutig zu sein – oder kriegerisch. Das hat sich verheerend auf die Entwicklung der ganzen Welt ausgewirkt und ist katastrophal für die Sicherheit und den Wohlstand des Westens.

(…) Unsere Staats- und Regierungschefs müssen aufhören, irreführende Plattitüden über die Bekämpfung von Rassismus und Islamophobie zu verbreiten, und sich eingestehen, dass es zum Teil unsere Schuld ist, dass Iran, Afghanistan und Russland zu dem geworden sind, was sie sind – und dass es in unserer Gabe liegt, die Bedrohung durch diese Regime abzuwehren. Aber dazu müssten wir uns eigentlich daran erinnern, wozu Krieg da ist und welche Opfer er erfordert. Wir müssten bereit sein, einige in den Tod zu schicken, um das Gute gegen das Böse, das Richtige gegen das Falsche, den Westen gegen Schrecken und Despotismus zu verteidigen. Wir müssten auch bereit sein, dafür zu töten.

Das war es. Wo bleibt ihre kritische Auseinandersetzung mit politischen Dogmen, insbesondere mit denen, die sich auf Geschlecht und Identität beziehen, wie sie selbst auf ihrer Homepage von sich behauptet? Wo wird von Frau Strimpel kritisch diskutiert, warum in Zeiten von Gleichberechtigung, ja sogar Gleichstellung, wieder nur Männern die Rolle des Kriegers zugewiesen werden soll. Und worin besteht nach Strimpel die geschlechtergerechte Aufgabe der Frauen in dieser Situation?

Frau Strimpel weigert sich den Gender-Elefanten im Raum zu sehen. Stattdessen beschränkt sich ihr Gratismut lediglich darauf, Söhne, Freunde, Väter oder Brüder in den Tod zu schicken, um das Gute gegen das Böse, das Richtige gegen das Falsche, den Westen gegen Schrecken und Despotismus zu verteidigen.

Strimpel, Pankurst und die ewige Doppelmoral der Feministinnen

Strimpels Gratismut ist der Gleiche wie zu Anfängen der Frauenbewegung. Denn an dieser Doppelmoral haben auch 150 Jahre Frauenbewegung und Feminismus nichts geändert. Gunnar Kunz zu einer der Ikonen der Frauenbewegung Emmeline Pankhurst:

Vielleicht der widerlichste Aspekt der Pankhurst’schen Doppelmoral ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie jede noch so kleine Schwierigkeit beklagt, der sich Frauen gegenübersehen, während sie das Leben von Männern bedenkenlos zu opfern bereit ist, indem sie sich dem Orden der Weißen Feder anschloss, jenem Orden, der Männer, die nicht im Weltkrieg kämpfen wollten, durch das Anstecken einer weißen Feder beschämten und der allgemeinen Verachtung anheim gaben. Ihre Biografin June Puris versucht, Pankhurst in diesem Punkt weißzuwaschen, indem sie behauptet, keinen Beleg dafür gefunden zu haben, dass Pankhurst selbst weiße Federn verteilt hätte. (JP 271 und 400, Anm. 21)

Das ist nicht nur Haarspalterei, sondern auch wenig wahrscheinlich, so vehement, wie sich Pankhurst in dieser Frage engagiert hat: „Frauen haben das Recht, Männer zu fragen: ‚Wirst du dein Vaterland verteidigen und dein Versprechen gegenüber Frauen einlösen?’ Männer haben Frauen versprochen, (…) sie vor allen Gefahren und Schwierigkeiten des Lebens zu beschützen. (…) Das Mindeste, was Männer tun können, ist, dass jeder Mann im kriegsfähigen Alter sich darauf vorbereitet, (…) die Mütter, Ehefrauen und Töchter Großbritanniens zu retten.“

Nicht minder widerlich sind die verharmlosenden Formulierungen, mit denen June Purvis über das millionenfache Verrecken von Männern in den Schützengräben hinweggeht: „Gleichzeitig trug sie [Emmeline Pankhurst] aber auch dazu bei, die traditionellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu verstärken, da sie auf einer Reihe von Kundgebungen sprach, um Männer zu ermutigen, sich als Soldaten an der Kriegsfront zu melden.“ (JP 269, ähnlich 271) Oder an einer anderen Stelle: „Sie ließ keine Gelegenheit aus, sein [Premierminister Asquiths] Versäumnis zu kritisieren, Frauen für Männerberufe zu mobilisieren, damit die Männer an die Kriegsfront gehen und die schweren Verluste wiedergutmachen können, die sie erlitten haben.“ (JP 272)

Die typisch feministische Doppelmoral gipfelt in dem Satz: „Ab den 1880er Jahren wurde die Forderung der Feministinnen nach einem einheitlichen moralischen Standard für Männer und Frauen gleichermaßen zum zentralen Thema der Frauenbewegung.“ (JP 206) Allerdings nur da, wo es Vorteile zu erlangen galt. Der Einsatz des eigenen Lebens auf den Schlachtfeldern der Welt blieb wie eh und je Männern vorbehalten.

Es ist einfach und billig, wenn Frauen Männer in den Krieg schicken und sich dann hinterher als Teil des friedfertigen Geschlechts verkaufen. Und wenn der Krieg dann vorbei ist, plustern sich Genderistinnen wie Strimpel auf, wie toxisch und gewalttätig Männer doch seien, weil ja nur sie in den Krieg zögen.

Es fehlt jetzt nur noch, dass Frau Strimpel weiße Federn an Männer verteilt, die nicht für den Erhalt einer misandrischen Gesellschaft in den Krieg ziehen wollen.

 

Quelle Beitragsbild: AdobeStock_711858159 Krieg

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Lesermeinungen

  1. By Phil

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  2. By Mathematiker

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