Wehrpflicht als Gewalt gegen Männer
Wehrpflicht als Gewalt gegen Männer
Mit dem neuen Wehrgesetz haben CDU/CSU und SPD nicht nur die Männermusterungspflicht mit Option zur reinen Männerwehrpflicht wiedereingeführt. Die Regierungsparteien haben auch eine neue reine Männerpflicht geschaffen, nämlich das verbindliche Ausfüllen des Wehrdienstfragebogens. Wer sich als Mann das gleiche Recht herausnimmt, wie es für Frauen gilt, und sowohl auf die Musterung als auch auf das Ausfüllen des Wehrdienstfragebogens pfeift, muss mit empfindlichen Sanktionen rechnen. Es ist eine neue staatliche Gewaltform ausschließlich gegen Männer.
Nachdem die Frauenlobby mit Verweis auf die althergebrachten Geschlechterrollenbilder ihre Klientel aus der Verantwortung der Pflicht zur Landesverteidigung herausgenommen hat und diese wieder allein den Männern zugewiesen wurde, müssen diese die neuen und alten Pflichten wieder mit aller Härte der staatlichen Gewalt spüren.
Männer, die sich das gleiche Recht herausnehmen, wie es für Frauen gilt, und der Aufforderung einer Musterung nicht nachkommen, riskieren Bußgelder, insbesondere, wenn sie einer eventuellen Mahnung auch nicht nachgekommen sind. Bleiben sie weiterhin der Musterung fern, können sie von der Polizei vorgeführt werden.
Als Mann gilt man also als „Verweigerer“, wenn man das gleiche macht wie das, was als selbstverständliches Recht von Frauen gesehen wird, nämlich keinen Wehrdienst leisten zu wollen.
Die Bildzeitung schießt natürlich wieder den Vogel ab. Sie bezeichnet Männer, die sich nicht mustern lassen wollen oder den Fragebogen nicht ausfüllen wollen, gleich mit dem ewig gestrigen Stigma des Drückebergers. Ob die BILD demnächst das standrechtliche Erschießen von „Fahnenflüchtigen“ fordert?

Screenshot https://www.bild.de/politik/inland/auch-polizeieinsatz-ist-moeglich-bundeswehr-drueckebergern-drohen-1000-euro-strafe-6949a43dba368aa126a13a4 , Abruf 16.1.2026
Griff an die Hoden bleibt
Und ja, auch der Griff an die Hoden bleibt. Bei Männern werden auch wieder die Geschlechtsteile untersucht, wie aus dem FAQ zur Musterung der Tagesschau hervorgeht. Wer zu den Methoden zur Männerbeschau Näheres wissen will, siehe unseren Beitrag „Ein Nachruf auf die Musterung“ unter https://manndat.de/fakten-und-faltblaetter/wehrpflicht-fakten-und-faltblaetter/ein-nachruf-auf-die-musterung.html .
Auch wer als Mann gleichberechtigt zur Frau den Wehrpflichtfragebogen nicht ausfüllen will, muss mit Bußgeld rechnen. Auch dies ist eine staatliche Gewaltform ausschließlich für Männer. Als Höhe werden derzeit Bußgelder bis zu 1000 Euro genannt.
Warum bleibt dieser Wehrpflichtsexismus in Zeiten von Gleichberechtigung und Gleichstellung?
Das alles gilt natürlich nur für Männer. Frauen haben wie seit Menschengedenken aufgrund althergebrachter Geschlechterrollenbilder ein angeborenes Recht auf Kriegsdienstverweigerung, oder, wenn man es im Jargon der Bild-Zeitung ausdrücken will, ein angeborenes Recht auf „Drückebergerei“ qua Geschlecht. Warum ist das so? Nach Artikel 12a GG können nur Männer, nicht jedoch Frauen zum Kriegsdienst verpflichtet werden. Zwar könnte das Grundgesetz in Zeiten von Gleichberechtigung und gar Gleichstellung geändert werden. Dazu bräuchte es aber eine Zweidrittelmehrheit, was derzeit laut Tagesschau angeblich für unwahrscheinlich gelten würde.
Das überrascht, da doch alle Politiker heute Gleichberechtigung und sogar Gleichstellung auf ihre Fahnen geschrieben haben. Dies zeigt, dass eine ausreichende Mehrheit der politisch Verantwortlichen bezüglich Gleichberechtigung und Gleichstellung offenbar nicht integer sind und diese Begriffe nur als Mittel zum Zweck instrumentalisieren, wenn z. B. neue Frauenprivilegien eingeführt werden sollen, wie das Gewalthilfegesetz ausschließlich für Frauen. Insofern wäre eine Abstimmung zur Änderung des GG in diesem Bereich für alle sehr aufschlussreich, damit man offen sehen könnte, wer von den Politikern es nicht ehrlich meint, wenn er den Mund aufmacht und von Gleichberechtigung redet.
Quellen (soweit noch nicht im Text angegeben):
https://www.tagesschau.de/inland/musterung-wehrdienst-100.html; Abruf 16.1.2026
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