Die männerpolitischen TOP-10-News der Woche aus Genderama (KW18)

von Dr. Bruno Köhler

Genderama ist die wichtigste deutschsprachige Nachrichtenseite zu den Rechten von Jungen, Vätern und Männern. MANNdat bringt die Top-10-Beiträge der Woche, mit freundlicher Genehmigung des Autors Arne Hoffmann.

Die Beiträge sind original aus Genderama übernommen. Die Überschriften sind von MANNdat. Ansonsten sind zusätzliche MANNdat-Kommentare gekennzeichnet.

10. Wie eine Feministin feststellen musste, dass Gesetze auch für sie gelten – und es nicht fassen konnte

Die auch auf Genderama immer wieder zitierte Journalistin Ashe Schow, Mitarbeiterin des Washington Examiner, drehte aktuell eine Dokumentation über die Proteste einiger Social Justice Warriors gegen einen Auftritt des Feminismuskritikers Milo Yiannopoulos an der American University. Eine Universitätsangestellte versuchte, die Tätigkeiten des Filmteams zu unterbinden, indem sie sich auf das Konzept des „Safe Space“ berief. Sie war zuletzt so überzeugt davon, dass dieses Konzept über den Gesetzen des Landes stand, in dem sie lebte, dass sie die Polizei verständigte, um die Journalisten vom Campus zu entfernen. Die Polizisten entfernten stattdessen die Angestellte der Universität.

9. Don Alphonso geht in der Frankfurter Allgemeinen der „Zensuritis“ von Heiko Maas nach und entdeckt Verstrickendes

Don Alphonso beschäftigt sich mit dem Einfluss der feministischen Lobby auf die SPD bis hin zum Justizminister.

8. Wie das Bundesfrauenministerium Studien „ergebnisorientiert“ steuert

Thomas Friedrichs berichtet über den Missbrauch der Wissenschaft durch Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD): „Nun hat das Familienministerium die Forschungsgruppe PETRA damit beauftragt, Befragungen durchzuführen. Gesucht werden getrennt lebende Eltern, deren Trennung nicht länger als vier Jahre zurückliegt, und deren Kinder mindestens sechs Jahre alt sind. (…) Ich bewege mich in vielen Väterrechtsforen und, getarnt, in vielen Mütterrechtsforen. Dort wird bereits zur Teilnahme an dieser Befragung aufgerufen. Was logisch ist, denn jeder hat ja seine Absichten.

Der einzige Unterschied ist, in den Mütterrechtsforen wird dazu aufgerufen, negative Berichte abzugeben und auch den Kindern einzutrichtern, dass sie so berichten sollen. In den Väterrechtsforen wird nur dazu aufgerufen, an der Befragung teilzunehmen. Natürlich werden auch die Väter eher positive Berichte abgeben, aber entscheidend ist hier, denke ich, die Intention der Forenbetreiber. So wird auf der Väterseite lediglich zur Teilnahme aufgerufen, auf der Mütterseite aber zur Teilnahme UND zur negativen Bewertung.

Tatsache ist, diese Befragung ist absoluter Schwachsinn. Denn es hat nichts mit wissenschaftlicher Objektivität zu tun, wenn Stichproben so unsauber ausgewertet werden.“

7. Hillary Clinton als personifizierter Verdammungsfeminismus

Der National Review, ein konservatives New Yorker Politikmagazin, schlagzeilt: For Hillary Clinton, Feminism Means ‘Blame Men First,’ and to Disagree Is ‘Misogyny’. Damit liegt Clinton in ihrem eigenen Lager immerhin voll im Trend. Der Artikel fasst die aktuellen Regeln der Geschlechterdebatte punktgenau zusammen: “Increasingly, the public experiences feminism more as an anti-male ideology than a pro-female movement. It’s about tearing down more than building up, and that kind of messaging is deeply repugnant to the millions of women who actually like men — especially their husbands, fathers, and sons.”

6. Die Zahl der Sorgerechtsverfahren vor deutschen Gerichten steigt steil an.

5. Zunehmend hinterfragen auch jüdische Organisationen, ob Beschneidung noch erforderlich ist

[MANNdat] Bei der Debatte um die Legalisierung von Körperverletzung an Jungen durch Beschneidung haben sich in Deutschland viele prominente Politiker als Anhänger dieser mit Gewalterfahrung verbundenen Männlichkeitsinitiation geoutet. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) ebenso wie Guido Westerwelle (FDP), Cem Özdemir (Die Grünen), Volker Beck (Die Grünen), ja sogar die Ministerin, die sich eigentlich aufgrund ihrer Funktion für Jungen hätten einsetzen müssen, die damalige Jugendministerin Schröder (CDU). Andere sind da in ihrem Rollenbild schon weiter.

International […] schließen sich inzwischen auch jüdische Promis wie Alicia Silverstone und Rosanne Barr dem sogenannten Intaktivismus an.

4. Wissenschaftler widerlegen feministische Mythen

Gerne behaupten Feministinnen, dass Berufe schlechter bezahlt werden, sobald immer mehr Frauen diesen Beruf ergreifen. Aber stimmt das überhaupt? Die Erziehungswissenschaftlerin Eva Treptow stellte bei der Auswertung von Lehrerbiographien fest: „An Volks- und Hauptschulen unterrichteten bis in die 1990er-Jahre überproportional viele Männer aus bildungsfernen Familien. Die Ausbildung war relativ kurz, das Gehalt relativ bescheiden, der gesellschaftliche Status aber hoch. So war es nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich. Mittlerweile hat sich die Situation völlig geändert. Heute ist der Lehrerberuf weiblich, besser bezahlt, genießt aber hierzulande viel weniger Anerkennung in der Gesellschaft.“

Die Behauptung mit dem niedrigeren Gehalt ist also schon mal ein Märchen. Ist denn wenigstens die schwindende Anerkennung Sexismus zu verschulden? Wolfgang Feller, Autor einer OECD-Studie, glaubt das nicht: „Er glaubt vielmehr, dass der Imageschaden zwei andere Ursachen hat. Zum einen sei er auf die „negative Propaganda der Gewerkschaft“ zurückzuführen. Diese habe die Lehrer so lang in eine gesellschaftliche Opferrolle gedrängt, bis sie diese tatsächlich eingenommen haben. Darüber hinaus hielten die Pädagogen an ihren Privilegien und ihrem Dienstrecht noch fest, als die gesellschaftliche Akzeptanz dafür nicht mehr vorhanden war.“

3. Was sagen Experten zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das Vaterschaftstests außerhalb der eigenen Familie untersagt?

Eine kritische Einschätzung des Urteils aus Sicht der von solchen Konflikten Betroffenen liefert das Kuckucksvater-Blog, das auf die hier behandelte Problematik spezialisiert ist.

Und der Verein Spenderkinder kommentiert: „Der Verein Spenderkinder fordert den Gesetzgeber (…) auf, ein Verfahren zur rechtsfolgenlosen Vaterschaftsfeststellung zu führen. […] Es kann nicht die Lösung sein, dass eine endgültige Klärung der Vaterschaft mittels eines DNA-Tests nur dann erreicht werden kann, wenn die Vaterschaft des bisherigen rechtlichen Vaters angefochten wird. Grundrechte der betroffenen Männer können dadurch geschützt werden, dass begründete Anhaltspunkte für die Vermutung vorgebracht werden müssen und Ansprüche auf Grund von Vermutungen ins Blaue als unbegründet abgelehnt werden können.“

2. In England gibt es nun eine Radiosendung über männerrechtspolitische Anliegen

Stolz sein können die Briten auch auf die erste sechsteilige Radiosendung, die sich speziell den Anliegen der Männerrechtsbewegung widmet. Jetzt ist im Gespräch, aus dem Sechsteiler eine kontinuierliche Sendereihe zu machen, die einmal im Monat zu hören sein wird.

1. man tau hinterfragt Rosowskis Männerbild

In einem aktuellen Blogbeitrag vertieft der Gymnasiallehrer und Blogger Lucas Schoppe seine Analyse der befremdlichen Attacken von Martin Rosowski, dem Vorsitzenden des feministisch geprägten Bundesforums Männer, gegen männerpolitisch aktive Graswurzelorganisationen. Dabei arbeitet Schoppe heraus, dass Rosowskis Widerstand dagegen, das scheinbar Private auch als politisch wahrzunehmen, gerade nicht auf eine linke (progressive, emanzipatorische) Geisteshaltung schließen lässt:

„Das (…) ist eben der Aspekt, der hier Rosowski stört: Dass Männer eigenen Erfahrungen nicht durch verstärkte Arbeit an verinnerlichten Geschlechterklischees begegnen, sondern nach der Bedeutung politischer Strukturen fragen. […] Die eigene Situation nicht einfach nur als eigenes Verschulden zu begreifen – sie auch nicht allein als individuelle Situation zu interpretieren, sondern als ein Problem, das viele in ähnlicher Lage betrifft – und zu dem Schluss zu kommen, dass persönliche Leiderfahrungen ohne politische Veränderungen nicht zu lindern sind.“

[…] Auch sonst wird für Schoppe in Rosowskis Texten deutlich, dass sein Männerbild eher reaktionär geprägt ist. Männer sollen seiner Darstellung nach weiterhin unverwundbar erscheinen, statt ihre Leiden zu zeigen – ein Indianer kennt keinen Schmerz: „Es geht bei uns nicht darum, in Jammern über die leicht gesunkenen Abschlussnoten von Jungen insgesamt gegenüber Mädchen zu verfallen.“

Hierzu merkt Lucas Schoppe an: „Nun sind bei Jungen nicht nur die Abschlussnoten leicht gefallen, sondern Jungen sind in den Haupt- und Förderschulen signifikant überrepräsentiert, im Gymnasium und im Abitur signifikant unterrepräsentiert. In der Schlüsselkompetenz des Lesens sind die Schwierigkeiten von Jungen im Vergleich größer, als es umgekehrt die häufig beklagten Schwierigkeiten von Mädchen in der Mathematik sind. Das sind reale Probleme, die für viele Betroffene reale Folgen haben – wer das Ansprechen dieser Probleme als „Jammern“ bezeichnet, argumentiert sachfern und orientiert sich an Männlichkeitsklischees, nach denen Männer und Jungen nicht klagen sollten.

[…] Seit einigen Jahren aber entwickelt sich eine weitgehend männlich initiierte, aber längst nicht mehr nur von Männern geführte, vielfältige Geschlechterdiskussion, die sich von feministischen Setzungen löst. Ein Beispiel dafür ist der Text Christoph Kucklicks, „Das unmoralische Geschlecht“, der die These entfaltet, dass Männlichkeitsabwertungen keine Erfindung des heutigen Feminismus seien, sondern moderne Diskussionen seit Beginn der Aufklärung begleiteten. Ein anderes Beispiel ist Arne Hoffmanns „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“, in dem Hoffmann – angelehnt an den linken Männerrechtler Leszek – das Konzept des „integralen Antisexismus“ vorstellt, das sich ausdrücklich gegen geschlechterbedingte Diskriminierungen aller richtet, nicht nur gegen Diskriminierungen eines Geschlechts.

Ein Beispiel ist auch die vielfältig gewordene Blog-Landschaft, ein anderes ist eine Organisation wie Gleichmaß e.V., aber eben auch der Gender-Kongress des letzten Jahres, gegen den Rosowski offenbar hinter den Kulissen und per Email entschlossen agitiert hat. […] Die Unterstellung, sie seien tendenziell rechtsradikal, ist natürlich nicht haltbar […]

Wer sich hingegen aus Steuermitteln finanzieren lässt und dies nützt, um bürgerrechtliches und bürgerschaftliches Engagement zu bekämpfen – der wird vielleicht Schaden anrichten können, solange er noch im Amt ist, aber er wird nichts bewegen.“

Und als Bonus: FAZ-Artikel über die Genderkongress-Hintertreiber Bundesforum Männer

Am Samstag, dem 16. April, berichtete Mona Jaeger in der Frankfurter Allgemeinen auf Seite 4 über die Vorwürfe gegen das Bundesforum Männer. Da der Artikel leider nicht online steht, […] Auszüge daraus:

„[…] Der Vorsitzende des „Forum Soziale Inklusion“ etwa, Gerd Riedmeier, spricht davon, dass das Bundesforum Männerinteressen „unsichtbar“ mache, anstatt sie aktiv zu vertreten. Das Bundesforum veranstalte Kongresse zu belanglosen Themen und kümmere sich nur um Männer und Väter, die in intakten Familienverhältnissen lebten, und nicht um die, die etwa nach einer Trennung um das Sorgerecht für ihre Kinder kämpften.

„Bei drängenden Fragen ist das Bundesforum sehr zurückhaltend. Das Schweigen zu bestimmten Themen ist das große Problem“ sagt auch Matthias Enderle von „Manndat e.V.“ (…). „Es gibt immer Probleme, wenn Kritik an den Positionen von Herrn Rosowski geäußert wird“, sagt Enderle von „Manndat e.V.“. In vielen Positionen stimme das Bundesforum Männer mit dem Deutschen Frauenrat überein, der das Pendant auf weiblicher Seite ist. So könnten keine männerspezifischen Interessen vertreten werden.

Es gibt noch mehr Vereine, die das Bundesforum so deutlich kritisieren. Sie halten die Nähe zur Bundespolitik für schwierig – und gleichzeitig für einen cleveren Schachzug des Bundesfamilienministeriums. Denn durch das vermeintlich starke Bundesforum Männer könnten die Forderungen anderer Interessengruppen abgeblockt werden, Männer seien so schließlich schon ausreichend repräsentiert.“

Im restlichen Teil ihres Artikels berichtet Mona Jeager über die Attacken Martin Roswskis auf den Genderkongress Ende November in Nürnberg sowie die daraufhin erfolgten Strafanzeigen.

Urheber: tolgatezcan / 123RF Lizenzfreie Bilder

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Lesermeinungen

  1. Von wolf

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  2. Von wolf

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