Die Top-10-Genderamabeiträge der Woche (KW08)

von Dr. Bruno Köhler

Genderama ist die wichtigste deutschsprachige Nachrichtenseite zu den Rechten von Jungen, Vätern und Männern. MANNdat bringt die Top-10-Beiträge der Woche, mit freundlicher Genehmigung des Autors Arne Hoffmann.

Die Beiträge sind original aus Genderama übernommen. Die Überschriften sind von MANNdat. Ansonsten sind zusätzliche MANNdat-Kommentare gekennzeichnet.

10. Auflistung der Übergriffe zu Silvester

„In knapp der Hälfte der Fälle (454) geht es demnach um sexuelle Übergriffe. (…) Neben den sexuellen Übergriffen und Taschendiebstählen registrierte die Polizei vor allem sexuelle Beleidigungen, andere einfache Diebstähle, Raube und Körperverletzungen. (…) Gegen die 13 Personen, die derzeit in Untersuchungshaft sitzen, wird nur gegen fünf aufgrund von sexuellen Übergriffen ermittelt. Mehrheitlich lautet der Vorwurf Diebstahl, Raub, Hehlerei, Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte.“
Die Welt berichtet. Wer die mediale Berichterstattung in den Wochen nach der Silvesternacht verfolgte, musste den Eindruck gewinnen, die Untaten von Köln seien fast ausschließlich sexuelle Übergriffe gewesen. Die Anfrage eines MANNdat-Mitglieds bei der Kölner Polizei, wie sich die Übergriffe zwischen männlichen und weiblichen Opfern aufteilten, führte nur zu einer ausweichenden Antwort, der man die gewünschten Informationen nicht entnehmen kann.

9. Anleitung zum Straffälligwerden

Nicola Erdmann findet in einem Artikel der „Welt“, Männer könnten einem bereits leidtun, wenn es um die Partnersuche geht: „Entweder sind sie zu forsch oder zu zurückhaltend. Tretminen lauern überall.“ Sie gibt uns den folgenden Ratschlag: „Nicht so viel darüber nachdenken, was der andere wollen könnte, vielleicht erwartet, eventuell gut oder schlecht findet. Sondern das tun, was das Gefühl in dem Moment verlangt (…) Will ich den Arm um sie legen? Dann versuche ich es und schaue, wie sie darauf reagiert.“
[MANNdat] Achtung! Wir wissen nicht, ob Frau Erdmann einfach nur naiv ist oder ob sie Männer bewusst um Kopf und Kragen bringen will, aber nach der auf Anstoß von Heiko Maas in Kürze erwarteten Gesetzesverschärfung bei Sexualdelikten riskiert ein Mann, der tut, was Frau Erdmann empfiehlt, 10 Jahre Knast!  

8. Lasst die Feministinnen, kümmern wir uns um Männer

Lucas Schoppe beschäftigt sich mit aktuellen feministischen Wortmeldungen und der Frage wie man darauf reagieren sollte. Sein Fazit: „Erkennbar ist im heutigen Feminismus nur ein einziges politisches Ziel – nämlich, spezifische Perspektiven, Interessen und auch Notlagen von Jungen und Männern aus politischen Diskussionen um soziale Gerechtigkeit herauszuhalten. Der einseitige, als Dialog nur verkleidete Geschlechtermonolog, den Feministinnen institutionell abgesichert führen, ist damit selbstzweckhaft zunächst und vor allem auf eines ausgerichtet: darauf, den Monolog auch weiterhin in dieser Einseitigkeit fortführen können.
(…) Es hat eben deshalb auch keinen Sinn, sich beständig an feministischen Positionen aufzureiben oder nach Möglichkeiten zu suchen, sie intellektuell auszuhebeln. Ein Antifeminismus wird immer in Gefahr sein, sich ebenso obsessiv mit Feministinnen auseinanderzusetzen, wie sich die Frauen im Video mit Männern beschäftigen. Antifeministen beißen sich an Positionen fest, die ohnehin nicht auf Veränderung angelegt sind. Vertreter verbissener Anti-Positionen können ihren Gegnern zudem sehr ähnlich werden – dafür liefert die autonome Antifa in diesen Wochen ja selbstlos eindrucksvolle Beispiele.
Feministische Positionen sind dann ein Problem, wenn sie spezifische Perspektiven oder Notlagen von Jungen oder Männern aus der Diskussion drängen. Damit aber sind sie ein politisches Problem, kein intellektuelles.“

7. „Ent-hüllt!“ zum Zweiten

Der Männerforscher und Soziologe Hans-Joachim Lenz meldet sich nach mehreren Jahren wieder zu Wort: mit einer Rezension des Buches „Ent-hüllt!“ über Genitalverstümmelung bei Jungen.
[MANNdat] Eine hervorragende Rezension ist schon einmal bei uns veröffentlicht worden. 

6.Männerkongress Düsseldorf

Am 16. und 17. September findet der nächste Männerkongress an der Uni Düsseldorf statt. Schwerpunktthema ist seinem Programm zufolge männliche Sexualität und Bindung. Beispielsweise wird der Soziologe Hans-Joachim Lenz einen Vortrag über „Sexualisierte Gewalt an Jungen und ihre kulturelle Verdeckung in der Mehrheitsgesellschaft und in Migrantenmilieus“ halten. Matthias Franz, der Hauptveranstalter der Düsseldorfer Männerkongresse, wird über Genitalbeschneidung sprechen, Frank Damasch über die Angst vor Sexualität bei männlichen Jugendlichen, Josef Aigner darüber, „wovor Genderforscherinnen Angst haben könnten“. Klingt reizvoll; die Teilnahmegebühr ist mit 200 Euro allerdings auch nicht von schlechten Eltern.
Die Männerkongresse an der Universität Düsseldorf hatten statt Politik immer Wissenschaft im Schwerpunkt, wurden aber natürlich trotzdem von feministischen Protesten begleitet.

5. Wahlrecht für Männer!

Der „Schwulemiker“ widmet sich in seinem Blog der Wahl zwischen Arschloch und Versager, die deutsche Männer nach der Kölner Silvesternacht haben. 

4. Klagen als Frauenrecht!

In der Schweiz wird die Debatte um Väterrechte momentan etwas engagierter geführt als sonst. Dabei steht Seraina Kobler in der Neuen Zürcher Zeitung auf der Seite der Väter: Keine Generation vor ihnen hat sich so intensiv um den Nachwuchs gekümmert wie die heutigen Väter. Dennoch sind sie den Müttern in der Familie noch lange nicht gleichgestellt. Der feministisch geprägte Tages-Anzeiger hält mit der beliebten Rhetorik dagegen, dass Männer, die Gleichberechtigung fordern, grundsätzlich „jammern“, was sie als unmännlich verunglimpfen soll. Philipp Loser will mit dem Artikel Die Jammer-Väter vermutlich zeigen, dass er ein echter Kerl ist,

3. Männliche Hexen in Great Britain

Es ist Zeit damit aufzuhören, alle Männer als Sex-Plage zu behandeln , fordert der britische „Telegraph“. Aufhänger des Artikels ist der Fall Mark Pearsons, der wegen eines „penetrativen Übergriffes“ vor Gericht landete, nachdem er im Londoner Feierabendgetümmel eine Schauspielerin möglicherweise gestreift hatte. Der Artikel beanstandet eine „Hexenjagd gegen Männer“.
Und immer wieder drängt sich dieselbe Frage auf: Warum gibt es solche Artikel nur in der britischen Presse, während deutsche Journalisten fast durchgehend vor den Hexenjägerinnen auf die Knie fallen?
In einem weiteren Artikel des Telegraph kommt Mark Pearson selbst zu Wort.
Mark Pearson wurde auf seinem Leidensweg stark von der britischen Männerrechtlerin Erin Pizzey unterstützt, die vor vielen Jahren entscheidend dazu beigetragen hatte, das Tabu häuslicher Gewalt gegen Männer zu brechen. In diesem Mitschnitt eines TV-Talks werden Pearson und Pizzey gemeinsam interviewt. 

2. Dürfen Männer an Gesetzen mitwirken?

In Australien gewinnen Männerrechtler inzwischen starken Einfluss auf die Gesetzgebung im Bereich Familienrecht. Nicht jede Journalistin ist begeistert davon. „The men hijacking family law reforms“ titelt die australische Wochenzeitung „The Saturday Paper“. Im Teaser des Artikels heißt es: „A coalition of men’s rights activists has captured the ear of the crossbench and is rewriting the Family Law Act by stealth.“
Einflussnahme auf das Familienrecht darf selbstverständlich nur von Feministinnen ausgehen und nicht von anderen. 

1. Was Heiko Maas „übersieht“

Ein US-Amerikaner, der nach einer Falschbeschuldigung wegen sexueller Gewalt im Knast landete, wird jetzt mit 475.000 Dollar entschädigt: „While in prison, Olsen was „subjected to assaults and abuse by inmates who targeted him not only because of his quiet and peaceful demeanor, but because he had been falsely labeled as a child rapist,“ his attorney Steve Meshbesher said.
Olsen, of La Crescent, was released from prison in 2008 when investigators found evidence that the accuser fabricated the story. According to the Star Tribune, the accuser was his former stepdaughter.“
An diese ominöse „Rape Culture“, der zufolge unsere Gesellschaft sexuelle Gewalt auf die leichte Schulter nimmt, halten sich offenkundig nicht einmal Kriminelle.

Urheber: konradbak / 123RF Lizenzfreie Bilder

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Lesermeinungen

  1. Von Wolf

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  2. Von Hans

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