Die Geschichte eines journalistischen „Auftragsmordes“ an Andrew Huberman

von FrSch

Kennen Sie Andrew Huberman? Er ist ein prominenter Stanford-Professor, Neurowissenschaftler und Podcaster. In seinem beliebten Podcast geht es um Selbstverbesserung, mit naturwissenschaftlichen Begründungen. Er rät den Menschen, nach draußen zu gehen, um Sonnenlicht zu tanken, morgens Wasser zu trinken, etwas zu schlafen, sich gesund zu ernähren und weniger (oder genauer gesagt keinen) Alkohol zu trinken. Seine Podcasts sind in der Regel sehr lang und voller detaillierter wissenschaftlicher Studien: Er spricht mit seinen Zuhörern auf Augenhöhe und gibt ihnen das Gefühl, schlau zu sein. Dagegen gibt es nicht viel zu sagen. Wo ist also das Problem?

Huberman wird Charakterschwäche und Polyamorie vorgeworfen

Ela Johnson hat dies in den „Stanford Review“ wie folgt analysiert:

Am 25. März 2024 veröffentlichte das New York Magazine einen wenig schmeichelhaften Artikel über Huberman. Die Autorin des Artikels, Kerry Howley, kritisierte Huberman für verschiedene Charakterschwächen, von denen die meisten in zwei Kategorien fielen: persönliche Schuppigkeit und sexuelle Promiskuität. Howley interviewte mehrere von Hubermans Ex-Liebhaberinnen, um Andrew Huberman als Lügner und Serien-Frauenheld darzustellen. Howleys Versuch, Huberman für seine vielen Freundinnen zu canceln, ist daher ein journalistischer Auftragsmord.
Die Heuchelei des New York Magazine ist der ironischste Teil der Geschichte. Erst im vergangenen Januar erschien auf der Titelseite die Publikation „Ein praktischer Leitfaden für moderne Polyamorie“. Die Medien sind meist verliebt in polyamore Beziehungen, aber wenn es um den konservativen Huberman geht, wird er dafür verunglimpft, dass er mit mehreren Frauen ausgeht.

Huberman ein begehrter Single

Dass die Frauen daran vielleicht auch ihren Anteil haben könnten, hat Amy Hamm von der „National Post“ so beschrieben:
Es gibt eine Maxime im zeitgenössischen heterosexuellen Dating: dass 99 Prozent der Frauen einem Prozent der Männer hinterherlaufen. Und innerhalb dieses mageren einen Prozents hat Huberman – berühmt, intelligent, wohlhabend, gutaussehend – das Charisma, den Rest des einen Prozents im Vergleich dazu als Spreu erscheinen zu lassen. Jede Frau, die mit Huberman zusammen ist, muss absichtlich blind sein, um zu erwarten, dass der Mann [48 Jahre, Single] ein leichter Fang oder ein hingebungsvoller Monogamist ist.

Hubermans Fangemeinde

Erfreulicherweise hat Hubermans Fangemeinde auf die Vorwürfe gelassen reagiert, wie Arwa Mahdawi in „Laziest Cancellation Attemt of All Time“ („The Guardian“) darstellt:

 … einige Leute haben gescherzt, dass Hubermans Betrug ein Beweis dafür ist, dass seine Protokolle definitiv funktionieren. Ich meine, welcher normale Mann hat die Energie, mit sechs verschiedenen Frauen auszugehen und eine erfolgreiche Karriere zu machen? Du brauchst übermenschliche Energie, um das zu tun. Sogar die Frauen, die er betrogen hat, scheinen widerwilligen Respekt vor seinen logistischen Fähigkeiten zu haben. „Allein die Terminplanung!“, sagte eine. „Ich kann kaum drei Zooms an einem Tag planen.“

Die Absicht hinter dem journalistischen Auftragsmord

Warum also dieser journalistische Auftragsmord, der Versuch, Huberman zu canceln?

Hier wird es wirklich schmutzig. Das, was hier in Wirklichkeit gecancelt werden soll, ist ein in den Augen der woken Linken ein falsches Männerbild plus einer Kontaktschuld. Huberman spricht in seinen Podcasts mit sanfter Stimme und wohltrainierten Oberarmen. Zu seinen Protokollen gehört eben auch Sport. Plus ausgeprägtem Bartwuchs entsteht da eben ein echtes Mannsbild, was ja auch offensichtlich viel Sexappeal auf die Frauen übertragen hat. Für die Linken ist seine Befürwortung eines traditionellen, männlichen Lebensstils eine Bedrohung: Zu sportlich, zu männlich, zu gefährlich.

Hinzu kommt noch die Kontaktschuld: Huberman hat doch tatsächlich Kontakt zu Menschen wie dem Psychologen Jordan Peterson. Jordan Peterson hat sich dabei wiederholt schuldig gemacht, eloquent und faktenbasiert gegen das Narrativ eines angeblichen „Patriarchats“ zu argumentieren oder sich gegen den Begriff einer „toxischen Männlichkeit“ auf Grund der negativen psychologischen Folgen für junge Männer ausgesprochen. Diese Wahrheiten sollen sich wohl in den Augen und Ohren der woken Linken nicht im Netz ausbreiten, weshalb man versucht hat, Huberman mit einem journalistischen Auftragsmord zu canceln.

Erfreulicherweise scheint dies aber nicht zu gelingen. Einerseits ist die Kritik an dem Artikel der „New York Times“ groß, andererseits ist die Fangemeinde stabil.

Hinweis: Bezüglich des momentan leider wieder sehr modernen Scheinarguments der Kontaktschuldmethode siehe hierzu gerne auch unseren Artikel Das CORRECTIV-Imperium schlägt zurück.

Quellen:

  • Kerry Howley, Andrew Huberman’s Mechanisms of Control. The private and public seductions of the world’s biggest pop neuroscientist, New York Magazin,

  • Ela Johnson, The Stanford Review, BREAKING: Jacked, Rich Neuroscientist Proves Popular with Women

  • Amy Hamm, The National Post, Amy Hamm: Andrew Huberman’s alleged cheating is less shameful than attempts to cancel him

  • Amy Mahdawi, ‘Wellness bro’ Andrew Huberman is accused of lying to women he dates. Does it matter to his millions of listeners? Laziest Cancellation Attemt of All Time, the Guardian

YT-Videos:

Bildquelle: Jamesbrianbounds, en.wikipedia.org, Creative Commons

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