Politik grenzt männliche Migranten bei Integrationsförderung weiterhin aus

von MANNdat

Bild: AdobeStock 74119053, user william87

Die politisch Verantwortlichen haben seit 2015 verstärkt Migranten ins Land einreisen lassen. In ein Land, dessen politisch Verantwortliche seit Jahrzehnten männliche Migranten aus der geschlechterspezifischen Integrationsförderung ausgrenzen. Deshalb haben wir im Dezember 2018 an die Verantwortlichen dieser Ausgrenzungspolitik eine Petition geschickt mit der Bitte, die Ausgrenzungspolitik zu beenden, und zwar an:

  • die Bundesregierung
  • den Deutschen Bundestag
  • die Bundestagsfraktion der CDU/CSU
  • die Bundestagsfraktion der SPD
  • die Bundestagsfraktion der FDP
  • die Bundestagsfraktion der Grünen
  • den Integrationsbeauftragten des Deutschen Bundestages, Herrn Diaby
  • der Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Frau Widmann-Mauz

Die Antworten:

Petitionsausschuss Deutscher Bundestag: Will sich damit befassen und uns noch antworten.

Die Bundesregierung:                                                                                            Keine Antwort

Die Bundestagsfraktion der CDU/CSU:                                                                   Keine Antwort

Die Bundestagsfraktion der SPD:                                                                            Keine Antwort

Die Bundestagsfraktion der FDP:                                                                             Keine Antwort

Die Bundestagsfraktion der Grünen:                                                                       Keine Antwort

Der Integrationsbeauftragte Deutscher Bundestag, Herrn Diaby (SPD):               Keine Antwort

Die Integrationsbeauftragte Bundesregierung, Frau Widmann-Mauz (CDU):      Keine Antwort

Gibt es einen besseren Beleg für die Selbstgefälligkeit und die Bürgerferne unserer politischen Elite?

Kleine Fortschritte

Immerhin gibt es mittlerweile eine Männer-Gesprächsrunde in der AWO-Familienwerkstatt, von der auf der Internetseite der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung berichtet wird. Aber das ist bislang natürlich sehr wenig. Die Politik muss sich endlich selbst ihren Aufgaben stellen und diese nicht einfach wieder nur anderen überlassen.

Unsere E-Mail-Nachricht an

  • die Bundesregierung
  • die Bundestagsfraktion der CDU/CSU
  • die Bundestagsfraktion der SPD
  • die Bundestagsfraktion der FDP
  • die Bundestagsfraktion der Grünen
  • den Integrationsbeauftragten des Deutschen Bundestages, Herrn Diaby
  • der Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Frau Widmann-Mauz

vom 24.5.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 9. Dezember 2018 haben wir Ihnen per E-Mail eine Petition zu Ihrer Integrationspolitik für männliche Migranten zugesandt, aber darauf keine Antwort erhalten.

Die politisch Verantwortlichen haben seit 2015 verstärkt Migranten ins Land einreisen lassen. In ein Land, dessen politisch Verantwortliche seit Jahrzehnten männliche Migranten aus der geschlechterspezifischen Integrationsförderung ausgrenzen. Wir halten es mit den Rechten aus unserem Grundgesetz und den Menschenrechten entsprechend der UN-Menschenrechtskonvention nur schwer vereinbar, Menschen ins Land einreisen zu lassen und sie dann aufgrund ihres Geschlechts bei der Integration auszugrenzen.

Von 2001 bis 2004 erstellte die rot-grüne Bundesregierung eine Studie „Viele Welten leben“. Eine Studie, die sich ausschließlich mit der Situation junger Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland beschäftigt.

2006 gab es beim Integrationsgipfel der schwarz-roten Bundesregierung sechs Arbeitsgruppen, davon eine mit geschlechterpolitischem Ansatz: „Lebenssituation von Frauen und Mädchen verbessern, Gleichberechtigung verwirklichen.“

2009 stand im schwarz-gelben Koalitionsvertrag auf Seite 77: „Wir wollen die Teilnahme zugewanderter Frauen und Mädchen aus allen Kulturbranchen am öffentlichen Leben fördern. Dafür brauchen wir eine Bildungs- und Ausbildungsoffensive für Migrantinnen.“ Migrantenjungen, also die Klientel mit den größten Bildungsproblemen, wurden aus der Bildungsoffensive exkludiert.

Und auch noch heute unterstützt der Großteil der von der Bundesregierung finanzierten Integrationsprojekte geschlechterabhängig ausschließlich weibliche Migranten, z. B.

  • das Projekt „MiMi“, das 2004 als Projekt mit dem Namen „Gesundheit mit Migranten für Migranten“ an den Start ging, aber mittlerweile ein reines Frauenförderprojekt zur Gewaltprävention ist; unterstützt von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung mit über einer halben Million Euro,
  • das Projekt MUT, es werden ebenfalls geschlechterabhängig ausschließlich weibliche Migranten unterstützt,
  • das Projekt „Brückenbau – Vielfalt begegnen!“, es bietet ebenfalls geschlechterabhängig ausschließlich weiblichen Migranten Unterstützung.

Zwar gibt es mittlerweile eine Männer-Gesprächsrunde in der AWO-Familienwerkstatt, von der auf der Internetseite der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung berichtet wird. Aber die politisch Verantwortlichen können nicht nur darauf warten, dass andere ihre Arbeit tun.

Da Sie uns auf unsere Anfrage nicht antworten, gehen wir davon aus, dass Sie sich der Herausforderung der Integration männlicher Migranten

  1. noch nicht gestellt haben, denn wenn Sie sich diesem Problem gestellt und Maßnahmen ergriffen hätten, würden sie zweifellos jede Möglichkeit nutzen, diese den Bürgern, also dem Souverän unserer Demokratie, bereitwillig darzulegen, und
  2. auch nicht beabsichtigen, sich dieser politischen Herausforderung zu stellen, und stattdessen
  3. weiterhin männliche Migranten aus Ihrer geschlechterspezifischen Integrationspolitik ausgrenzen werden.

Wir sind ein Verein, für den alle Bürger gleichermaßen relevant und wertvoll sind. Jeder hat deshalb gleichermaßen das Recht auf Integration in die Gemeinschaft. Eine Benachteiligung männlicher Migranten bei der Integrationsförderung durch von Vorurteilen, Populismus oder sonstigen Gründen geprägten politischen Handlungen ist nicht hinnehmbar.

Unabhängig davon halten wir Ihre Weigerung, uns zu antworten, für bürgerfeindlich.

Wir werden dies so öffentlich kommunizieren.

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Lesermeinungen

  1. Von nico

    Antworten

  2. Von Norbert W.

    Antworten

  3. Von Gunther Herzlich

    Antworten

    • Von Dr. Bruno Köhler

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