„Deutsche Gewaltforschung ist weitgehend staatlich kontrolliert“ – MANNdat im Interview mit Prof. Gerhard Amendt

von Dr. Bruno Köhler

Gerhard_Amendt_150x200Der Soziologe und Autor Prof. Gerhard Amendt ist Herausgeber der deutschen Fassung des Buches „Familiäre Gewalt im Fokus“, das wir vor kurzem hier rezensiert haben. Dr. Bruno Köhler von MANNdat führte ein Interview mit ihm über Häusliche Gewalt und damit zusammenhängende Fragen.

Monika Ebeling wurde 2011 als Gleichstellungsbeauftragte in Goslar von ihrem Amt enthoben und verlor auch gleich danach noch ihre Anstellung als Kindergartenleiterin, weil sie es wagte, bei häuslicher Gewalt auch männliche Gewaltopfer zu thematisieren. Gleichstellungsbeauftragte lassen gerade einmal 5 % Männer als Opfer häuslicher Gewalt gelten. Der US-Amerikaner Michael Kimmel, der Vorsitzende des Bundesforums Männer Martin Rosowski und die Friedrich-Ebert-Stiftung suggerierten vor einiger Zeit in ihrer selbst für Rosowski-Verhältnisse unsäglichen Veranstaltung „Angry White Men“, dass Forschungserkenntnisse über häusliche Gewalt, die auch männliche Opfer in relevantem Umfang bestätigen, Kopfgeburten durchgeknallter, frauenhassender Männerrechtler und Verlierer seien.

Zum Glück gibt es aber auch seriöse Fachleute, die sich mit dem Thema beschäftigen. Der Soziologe und Autor Prof. Gerhard Amendt ist Herausgeber der deutschen Fassung des Buches „Familiäre Gewalt im Fokus“, das wir vor kurzem hier rezensiert haben. Gerhard Amendt ist Experte im Bereich Geschlechterpolitik und Geschlechterverhältnisse. Er war an der Universität Bremen Professor am Institut für Geschlechter- und Generationenforschung und hat die europäische Region der WHO in Familienplanungsfragen zur Zeit des Kampfes für eine liberalisierte Abtreibungsgesetzgebung beraten. Mit ihm als Experten wollen wir das Thema häusliche Gewalt im Hinblick auf betroffene Männer erörtern und Fragen zum neuen Buch stellen.

Dr. Bruno Köhler: Herr Prof. Gerhard Amendt, was macht das Buch „Familiäre Gewalt im Fokus“ so besonders, dass es für Sie eine Herzensangelegenheit ist, dieses in Deutschland publik zu machen?

Prof. Gerhard Amendt: Es war weniger eine Herzensangelegenheit als eine politisch begründete Notwendigkeit, die hiesige Debatte über Gewalt in Partnerschaften auf das Niveau der internationalen Forschung und – noch mehr – der neu entwickelten Methoden zu ihrem Verständnis zu heben. Die amerikanische und kanadische Forschung hat einen Diskussionsstand und Umfang erreicht, gegen die sich die hier hauptsächlich vom Familienministerium finanzierten und mit zulässigen Fragen bestückten Projekte schlicht armselig ausmachen und eben auch manipulativ, weil sie alle die Fragen untersagten, die die gesamte Realität von Gewalthandlungen und deren Dynamik, vor allem deren Entstehungsprozesse, erfassen. Deutsche Gewaltforschung ist weitgehend staatlich kontrolliert. Es sind nur Ergebnisse zulässig, die der Ideologie von den bösen Männer und den armen geopferten Frauen Vorschub leisten und Frauen jenseits ihrer Lebensbedingungen und Bildung zu einem neuen Wählerkollektiv zusammenlegen. Der Wahlkampf von Hillary Clinton beschreibt das. Es ist eine Tendenz in den westlichen Demokratien.

Männliche Opferzahlen häuslicher Gewalt werden marginalisiert. Wie viele männliche Opfer häuslicher Gewalt gibt es tatsächlich?

In Deutschland werden die Zahlen nicht einmal marginalisiert. Es gibt sie gar nicht, denn sie werden von den Medien, fast könnte man meinen, nach den Wünschen vor allem der linken Parteien und liberalen Öffentlichkeit, unterschlagen. Und wenn es sie gibt, dann stammen die meisten aus der ausländischen Forschung, aber sie werden in der Lehre, in der Pädagogik und in den Medien nicht zugelassen. An den Universitäten fürchten Lehrende um ihre Karriere, wenn sie sich auf die ungeliebten Ergebnisse der USA beziehen. Deshalb ist das Handbuch so wichtig. Die Ministerien tun weiterhin alles, dass es bei dem Irrglauben bleibt, dass Gewalt nur von Männern ausgehe. Dabei weiß jeder, dass auch Frauen zuschlagen; und nicht nur zur Selbstverteidigung, sondern eigenständigen Gründen. Man denke an die Bratpfanne, die den unbotmäßigen Ehemann trifft. Wer sich auf belastbare Zahlen beruft, der kann heute dokumentieren, dass auch Frauen gewalttätig sein können, und dass zwischen Männern und Frauen in der Häufigkeit von Gewalttaten keine Unterscheide bestehen. Die Rede ist von Symmetrie der Häufigkeit wie der Gewaltformen leicht, schwer, tödlich etc. auch gegenüber ihren Kindern. Und wenn wir von familiärer Gewalt sprechen, dann müssen wir über die Gewalterfahrungen von Kindern sprechen. Sie erleben mehr und häufiger Gewalt von der Mutter als vom Vater und sie fühlen sich stärker von mütterlicher Gewalt bedroht als von der väterlichen.

Versuche haben gezeigt, dass bei Übergriffen von Männern auf Frauen Passanten sofort eingreifen, während umgekehrt bei Übergriffen von Frauen auf Männern die Passanten nur amüsiert zusehen und die Täterin anfeuern. Im Kapitel „Männliche Opfer“ des Buches „Familiäre Gewalt im Fokus“ versucht David L. Fontes die psychologischen und kulturellen Motive zu ergründen, die dazu führen, dass Männer seltener als Opfer wahrgenommen werden. Als eine der Hürden macht Fontes die von Täterinnen wenig hinterfragte Alltagskultur aus, die Gewalt gegen Männer beständig verharmlose. Warum sind unsere Gesellschaft, Politik und Medien in Deutschland so verklemmt gegenüber männlichen Gewaltopfern generell und männlichen Opfern häuslicher Gewalt speziell?

Man muss nur bei den Abendnachrichten hinhören. Wenn es Tote gibt, heißt es: Soundso viele Frauen und Kinder waren darunter. Männer werden nicht gezählt, weil auf sie als die Widerstandsfähigen und Belastbaren gesetzt wird. Männer sind nicht nur im Durchschnitt die Kräftigeren, sondern auch deshalb und aus Tradition diejenigen, die mit den gefährlichen Situationen konfrontiert werden. Daran soll sich offenbar auch nichts ändern, was man daran erkennt, dass Frauen nicht zum Militär wollen und wenn, in die Einheiten mit keinem Tötungsrisiko: weder dem aktiven noch dem passiven. Um die Männer zu Höchstleistungen anzuspornen, werden in einigen nationalen Heeren Frauen allerdings als Ausbildner eingesetzt. Effizienzsteigerung und Beeindruckung der weiblichen Ausbilder werden hier raffiniert zusammengespannt. Im Heer wird dazu erzogen, auch außerhalb der traditionellen Beschützerrolle risikobereit zu sein. Es ist eine Seite der Medaille, dass gesellschaftliche Institutionen wie das Heer die Männer zu dieser Rolle zwingen und eine andere, dass Männer, zumindest die meisten, dagegen nichts einzuwenden haben. Männer sehen sich nicht so schnell als Opfer. Was anstrengend, belastend und lebensriskant ist, wird, nicht zuletzt auch abhängig von der sozialen Schicht und familiären Tradition, als männlicher Alltag gelebt. Frauen hätten sich schon längst in vergleichbaren Situationen über Gefahren und Belästigung beschwert. Dass Frauen nicht ins Bergwerk einfahren, ist in fast allen Kulturkreisen eine Selbstverständlichkeit. Männersache und Frauensache sind tief verwurzelte und zugleich doch veränderbare Konstellationen. Im Übrigen hat die experimentelle Forschung gezeigt, dass identische Gefahrenszenarien von Frauen bereits als gefährlich eingeschätzt werden, wo Männer schlicht unbeeindruckt bleiben. Männer brauchen ziemlich lange, bis sie die Aggressionen von Partnern als Gewalt beschreiben. Das hat meine eigne Forschung vor mehr als 16 Jahren schon gezeigt.

Das Buch „Familiäre Gewalt im Fokus“ stammt aus den USA. Ist es auf die Situation in Deutschland übertragbar? Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo gibt es Unterschiede?

Die USA und Deutschland haben große Ähnlichkeiten beim Mutmaßen über partnerschaftliche Gewalt, deren Ursachen etc. Die Deutschen haben die Thesen übernommen, die in den USA auf Grund wackliger Forschung vor 30 Jahren ausgebreitet wurden. Zwischenzeitlich wackelt die Schuldkultur, die mit schrägen Forschungen gegen Männer ausgelöst wurde. Die Gemeinsamkeit, die es mit den USA gibt, besteht in den Übernahmen feministischer Glaubensbekenntnisse. Und da Deutschland eine problematische Geschichte im Ausgrenzen von Gruppen hat, wurden die US-amerikanischen Ideologien hier schnell übernommen. Das habe ich in „Von Höllenhunden und Himmelswesen“ ausführlich dargelegt. Was den Unterschied zu den USA dieser Tage ausmacht, ist die Bereitschaft, dort an Hand von Forschungsergebnissen eigene Positionen, die sich als Wunschdenken und Feindprojektionen herausstellten, zu revidieren. Auch in den USA braucht das seine Zeit. Hier wird es länger dauern, weil Frauenhäuser staatlich finanziert werden und keinerlei Effizienzkontrolle unterliegen. Ob sie hilfreich sind, spielt keine Rolle, Hauptsache die Politik kann sagen: wir tun etwas gegen Männergewalt. Das ist in den USA zwischenzeitlich anders. Die Leute wollen überprüfbare Erfolge sehen, nämlich eine Abnahme der Gewalthäufigkeit und eine verminderte Rezidivität. Wer sich dort noch gegen die Evaluation stemmt, der hat wenig Aussicht auf Spendengelder. Die Legende von den Männern, die alleine gewalttätig seien, fängt dort an zu zerbröseln.

Wer in Deutschland männliche Gewaltopfer thematisiert, wird sofort angefeindet und diffamiert. Ist man in der Diskussionskultur in den USA bei diesem Thema schon fortschrittlicher und zivilisierter?

Von Gewaltopfern zu sprechen ist ungenau, seien es Männer oder Frauen. Gewaltepisoden, das zeigt das Handbuch durchgängig an vielen Fallbeispielen, können nicht als Ausdruck von Opfer-Täter-Polarität gesehen werden. Fallbeispiele heranzuziehen, wird in Deutschland bereits als Leugnung von Gewalt gegen Frauen verschrien und als Sexismus oder zu irgendeiner Phobie deklariert. Gewalt ist immer ein Beziehungsgeschehen. Wie ich zu sagen pflege: Männer und Frauen sind nicht nur gemeinsam glücklich, sondern auch gemeinsam unglücklich, und beide stellen Glück wie Unglück ausschließlich gemeinsam her. Das gilt für alle Beziehungskonflikte. Das mit der juristischen oder moralischen Frage nach Schuld und Unschuld zu verknüpfen, ist dummes Zeug, weil es subjektfeindlich ist. Damit soll vermieden werden, dass beide zu einer Lösung kommen, die die Wiederholung von Gewalt mindert oder ausschließt. Wer in Frage stellt, dass Gewaltepisoden wie jede andere Phase einer Beziehung Teil der Gemeinsamkeit sind, der plädiert letztlich für Frauenhäuser, die die wirklichkeitsfremde Welt einer einseitigen Schuld von Männern wie eine Monstranz vor sich hertragen. Solch intellektuell-emotionale Verstocktheit ist gesellschaftspolitisch unerwünscht und wird immer mehr zu einem sozialen Problem eigener Art. Im Namen der Feindschaft gegen Gewalt wird diese selber hergestellt. Das sehen in den USA immer mehr so und deshalb werden Frauenhäuser zu Einrichtungen für Männer wie Frauen z. B. in Kalifornien durch Gerichtsbeschlüsse umgewandelt. Damit hat das Bild von der Täter-Opfer-Polarität ausgedient.

Das ist ein interessanter Ansatz. Im Buchbeitrag „Vom Frauenhaus zum Hilfezentrum für die ganze Familie“ plädieren Carol Ensign und Patricia Jones ja für eine Umwandlung der Frauenschutzhäuser in Gewaltschutzhäuser für die Opfer häuslicher Gewalt beiderlei Geschlechts. Sie hatten vor einigen Jahren diesen Vorschlag auch in Deutschland unterbreitet. Warum wäre dies ein Fortschritt und welche Resonanz haben Sie von Verantwortlichen in Deutschland daraufhin erhalten und wie erging es den beiden Autorinnen in den USA mit ihrem Vorschlag?

Mein Beitrag für DIE WELT im Jahre 2009 Schafft die Frauenhäuser ab! hat in den USA eine interessierte Aufnahme gefunden. Man sah bereits, dass die Umerziehung von Männern zur Gewaltlosigkeit nach dem Duluth Modell die große Gefahr in sich barg, dass gewalttätige Männer – „geopferte unschuldige Frauen“ waren von den Sitzungen der „schuldigen Täter“ ausgeschlossen – sich eher in ihren Gefühlen gegenseitig bestätigten. Das hat nicht zur Minderung von ähnlich gewalttätigen Episoden beigetragen. Die Erinnerung daran, dass Gewalt ein Beziehungsvorgang ist, wurde deshalb freudig aufgenommen, obwohl es dem alltäglichen Arrangement entspricht, in dem wir alle leben. In Deutschland hat man hilflos oder wütend auf den durchaus provokanten Text reagiert. Vielleicht wäre das heutzutage schon anders. Wir wissen zwar immer noch nicht, was in Frauenhäusern vor sich geht, aber enttäuschte Mitarbeiterinnen verlassen offenbar in hoher Zahl die Einrichtungen, weil auch in den Teams der ausgeschlossen wird, der der Teamphantasie von einer feindselig polarisierten Welt von Männern und Frauen sich nicht vorbehaltlos beugt. Die Anwendung professioneller Hilfemethoden durch Psychotherapeuten ist offenbar noch immer nicht möglich. Wenn man sich vorstellt, dass Frauenhäuser herangezogen würden, um die zahlreichen Konflikte zwischen Flüchtlingspaaren etwa aus Syrien oder Afghanistan nach ihren vorprofessionellen Methoden anzugehen, dann werden wir auf schreckliche Szenarien uns vorbereiten müssen.

Das Bundesforum Männer ist eine von Frauenministerium finanzierte männerpolitische Einrichtung und bezeichnet sich selbst sehr anmaßend als DIE Interessensvertretung für Jungen und Männer. Welches Potential sehen Sie beim Bundesforum Männer, was die Bekämpfung von familiärer Gewalt gegen Jungen und Männer betrifft?

Ich glaube, dass die politische Funktion des Bundesforums ausschließlich darin besteht, dass dem Bundesfamilienministerium nicht vorgehalten werden kann, dass es sich auch weiterhin so verhält, als ob Männer nicht zur Familie gehörten. Analog zu einer machtasynchronen Paarbeziehung könnte man über das Bundesforum Männer sagen, dass der Ehemann nur dann etwas sagen darf, wenn die Ehefrau ihm vorher gesagt hat, was sie hören möchte. Daraus bezieht er ein Gefühl der Genugtuung und der Frauenfreundlichkeit. Das Bundesforum ist eine tragische Figur nach einer tragikomischen Geburt, ohne erkennbare Relevanz für die Modernisierung der Geschlechterarrangements.

Während in Deutschland „Gender“ oftmals immer noch als „Gleichberechtigung“ verkauft und verstanden wird, scheint in den USA „Gender“ offenbar eindeutig mit dem Kolportieren negativer Menschenbilder von Jungen und Männern verbunden zu sein. Ist das richtig und kann man dies mit dem von Ihnen häufig als „Verdammungsfeminismus“ bezeichneten Begriff vergleichen?

Der Begriff Verdammungsfeminismus soll darauf hinweisen, dass dessen fast ausschließlich weiblichen Anhänger an der moralischen Verdammung des eingebildeten Feindes Männer interessiert sind. Sie haben kein Interesse daran, Konflikte zu lösen oder neue Strukturen zu schaffen, in denen sich neue Geschlechterarrangements diskutieren lassen. Sie sind zufrieden damit, dass sie ihrem Feindbild anhängen können und begeistert, wenn Ministerien und Parteien diese Aktivitäten unterstützen. Gender Studies hingegen versuchen den Nachweis zu führen, dass alle Frauen einer systematischen Benachteiligung unterworfen seien. Sie trauen Frauen nichts zu und pflegen ein Verständnis von Frauen, das sie abhängig von Erlösern macht, weil sie es angeblich nicht selber schaffen. Angesichts der zahllosen erfolgreichen und leistungsmotivierten Frauen zeugt das von einem ziemlichen Tunnelblick der Realitätsverleugnung. Zu dem schwankenden Unterbau der Genderstudies habe ich gerade den Text „Neid und Missgunst – der schwankende Untergrund der Genderstudies“ ins Internet gestellt, auf den ich hinweise:

Was muss sich ändern und was können wir konkret tun, damit männlichen Opfern häuslicher Gewalt in Deutschland gleiche Aufmerksamkeit zuteilwird wie weiblichen?

Es geht nicht um gleiche Aufmerksamkeit. Damit wäre nichts Wesentliches gewonnen. Es geht vielmehr darum, dass wir die professionellen Ressourcen nutzen, um die jeweils beteiligten Personen zur gemeinsamen Klärung mit Hilfe von Beratung und Psychotherapie zusammenzubringen. Und zwar dann, wenn sie es alleine nicht schaffen, ihre Gewaltepisoden in den Griff zu bringen. Der größte Teil der Gewaltepisoden ist bekanntlicherweise einmalig und die Paare bringen das selber wieder ins Lot. In den schwierigen Fällen sind uns die USA zum Teil weit voraus. Das zeigen die Beiträge im Handbuch Familiäre Gewalt. Vor allem müssen sich die Berufsverbände der Psychotherapeuten in die Debatte einschalten und auf die konfliktverschärfenden Arbeitsmodelle der Frauenhäuser hinweisen. Mit einiger Verspätung hat die American Psychological Association – APA im Herbst 2015 damit begonnen, als Dachverband der Psychologen sich der Aggressionsproblematik zielstrebig zuzuwenden. Sie wollen das Laienorganisationen mit politischen Absichten nicht länger überlassen. Das muss auch bei uns möglichst schnell einsetzen. Denn gerade die schwierigsten Gewaltbeziehungen mit pathologischem Hintergrund sind von einer Psychodynamik geprägt, aus der beide sich nicht alleine befreien können. Selbst wenn sie den Versuch dazu oft beginnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Frau oder der Mann den sichtbaren aggressiv-gewalttätigen Charakter der Beziehung verkörpern. Wir brauchen dringend die Professionalisierung der Hilfe auch für diesen Bereich problematischen Verhaltens.

Sehr geehrter Herr Professor Amendt, vielen herzlichen Dank für das Interview.

Lesen Sie zu dem Interview auch unsere Rezension zu dem Buch „Familiäre Gewalt im Fokus“.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Lesermeinungen

  1. Von Horst Schmeil

    Antworten

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zitate können mit <quote> ... </quote> gekennzeichnet werden.

Achtung: Wenn Sie einen Kommentar von einem Smartphone verschicken, wird der Text manchmal von der Autofill-Funktion des Smartphones durch die Adresse ersetzt. Wenn Sie den Kommentar absenden, können wir den originalen Text nicht wiederherstellen.

Niemand mag Pop-ups!

Aber immerhin stehe ich nicht mitten auf der Seite. Wenn Sie sich für unseren Newsletter anmelden wollen, tragen Sie sich hier ein. Es lohnt sich!

Ihre Daten sind sicher! Die Email verwenden wir nur für den Newsletter. Sie können sich jederzeit abmelden.