Arbeitslose Männer? Kein Problem?!

von MANNdat

Nimmt man, wie das Frauenministerium von Schleswig-Holstein, die Arbeitslosenquote als Maßstab für Gleichstellung zwischen den Geschlechtern, ergeben sich folgende Differenzen der männlichen zur weiblichen Arbeitslosigkeit abhängig Beschäftigter von 1991 bis 2011:

 
Abhängige Beschäftigte = abhängige zivile Erwerbspersonen

(sozialversicherungspflichtige und geringfügig Beschäftigte, Beamte)
Blau: höhere Männerarbeitslosenquote; Rot: höhere Frauenarbeitslosenquote
Daten aus: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf

Arbeitsministerin von der Leyen kommentierte das 2009 so:

Von 227.000 Menschen, die im vergangenen Krisenjahr ihren Job verloren, waren nur 10.000 Frauen. Arbeit wird weiblicher, bunter, älter. (4)

Männer – Arbeitslose zweiter Klasse?!

Während die Politik Entlassungswellen in frauendominierten Arbeitsbereichen thematisiert, bleiben umgekehrt Entlassungswellen, die vorwiegend Männer betreffen, politisch unbeachtet. Siehe hierzu auch unseren Beitrag „Die Grünen werden nicht von bedrohten ‘Opel-Männern’ reden”.

Auch die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und bekennende Feministin Christine Lüders stellt 2013 auf einer Feminismuswerbeseite dreist die Fakten auf den Kopf:

„So lange Frauen […] bei der Jobsuche oder beim Berufsaufstieg benachteiligt werden […], so lange brauchen wir engagierte Frauen und Männer, die für Feminismus streiten.”

Es überrascht deshalb nicht, dass Männer in der Arbeitsmarktpolitik weiterhin bewusst benachteiligt werden. Hierzu ein Zitat der Bundesagentur für Arbeit 2010:

Mit speziellen Frauenfördermaßnahmen soll die berufliche Situation von Frauen verbessert und bestehende Ungleichgewichte im Nachhinein korrigiert werden. (5)

Und 2012 geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervor: Männliche Hartz-IV-Empfänger werden bei Verstößen gegen die Bestimmungen doppelt so häufig und schwerer sanktioniert als Frauen. In der Folge müssen männliche Hartz-IV-Empfänger weitaus häufiger empfindliche Kürzungen der Geldleistungen hinnehmen. (6)

Es sind übrigens die gleichen Unternehmen, die einerseits massenweise männliche Fachkräfte entlassen, andererseits aber wegen angeblichen „Fachkräftemangels“ jammern. Dies wiederum könne – ganz zeitgeistkonform – nur durch bevorzugte Fraueneinstellung und Frauenbeförderung beseitigt werden.

 
Quellen:

Qualitätshinweis: Dieser Artikel wurde ohne Wikipedia-Quellen angefertigt!

wikipedia

[1] www.tagesschau.de/wirtschaft/hintergrundarbeitslosenzahlen100.html Abruf 5.3.2013
[2] http://www.transfer-21.lernnetz.de/kernschulen/kern_rd/Projekte/Frauenarbeitslosigkeit.php 10.12.2012
[3] http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/2-Erwerbstaetigkeit-arbeitsmarktintegration-von-frauen-und-maenner/2-10-arbeitslosigkeit-bei-frauen-und-maennern,seite=2.html Abruf 27.2.2013
[4] http://web.archive.org/web/20130815054443/http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Interview/2009/12/2009-12-20-interview-von-der-leyen-fas.html (nur noch im Webarchiv verfügbar)
[5] http://www.arbeitsagentur.de/nn_304416/Dienststellen/RD-SAT/Jena/AA/A01-Allgemein-Info/Allgemein/BCA/Frauenfoerderung.html Abruf Mai 2010
[6] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hartz-iv-maenner-werden-haeufiger-bestraft-a-846556.html Abruf 27.2.2013

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Lesermeinungen

  1. Von WaybackMachineUser
    • Von ThLeh

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