„Qualitätsjournalismus“ – Wenn politischer Mainstream mehr zählt als Wahrheit

von MANNdat

Bild: AdobeStock 194930566 von Rawpixel
Wie viel Fake News und einseitige Berichterstattungen konsumieren wir heute über die Medien?

„Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht.“ Abraham Lincoln

Der „gute“ Populismus

Männerfeindlichkeit ist heute politisch korrekt. Klosterfrau und Gillette haben Männerfeindlichkeit nicht erfunden. Sie nutzen ihn für ihren Profit. Und so ist es auch mit den „Qualitätsmedien“. Männerfeindliche Hau-drauf-Artikel liegen voll im Trend und lassen sich gut vermarkten. Schließlich dient er ja der „guten Sache“, wie z. B. dem Kampf der Opferfrauen gegen die Tätermänner. Da ist ein „bisschen“ Unwahrheit, die man dabei mit einfließen lässt, ja völlig in Ordnung, oder?

Der Fall Relotius

Es gibt Journalisten, die schreiben die Unwahrheit. Das ist nichts Neues. Das gab es schon immer und die wird es immer geben. Der Fall Relotius hat aber vielen etwas offenbart, was regelmäßige MANNdat-Leser bereits wissen. Nämlich die Tatsache, wie einfach und profitabel es ist, Unwahrheiten in der Presse darzustellen, wenn man nur beachtet, den politisch korrekten Mainstream zu bedienen. Der Rechtsanwalt Gerhard Strate dazu im Cicero:

Der ‚ Spiegel‘ stößt seinen als Betrüger entlarvten Reporter Claas Relotius empört ab. Doch die Hexenjagd ist verlogen. Denn vielen der relevantesten Medien scheint die richtige Haltung wichtiger zu sein als die Wahrheit,…

Das Prinzip ist einfach. Solange du die Interessen des Mainstream bedienst, kannst du irgendeinen Schund schreiben. Denn wer hinterfragt schon Artikel, die genau das aussagen, was man gerne hören will? Der Journalist Thomas Gesterkamp erfindet z. B. MANNdat kurzerhand in einen Antifeminismuskongress hinein und konnte diese Unwahrheit ohne Probleme in den Medien verbreiten, weil niemand dies geprüft hat. Sein Märchen kolportierte das gewünschte Feindbild und das reichte. Der Fall Relotius hat gezeigt, dass so etwas offenbar nicht nur bei kleinen Schreiberlingen, sondern auch bei prämierten Stars der Branche möglich ist, vielleicht sogar System hat. Dazu Strate weiter:

Dass eine derartige fatale Verschiebung der Koordinaten des Anstands bei vielen großen Medien längst erfolgt ist, zeigt die weiterhin rasant anwachsende Zahl von Journalistenpreisen, die im deutschsprachigen Raum inzwischen bei mindestens 570 liegt. Benötigt werden all die Statuen, Blechmedaillen und Urkunden nur zu einem einzigen Zweck: Journalistenpreise verleihen ihren Trägern eine Scheinautorität, die sie fürderhin dazu berechtigt, ihren Mitmenschen die von Haltungsfetischisten wie Restle [Chef des ARD-Politmagazins Monitor; Anm. des Autors] gewünschte Brille aufzunötigen. Dass sie selbstverständlich auch die menschliche Eitelkeit bedienen, macht sie umso begehrenswerter, wodurch der Konformitätsdruck noch weiter ansteigt.

… Wie alle erfolgreichen Hochstapler verfügt Relotius über einen feinen Scanner für das, was seine Peergroup umtreibt. Dass Haltung mehr zählt als Wahrhaftigkeit: Relotius wusste diesen Trend der Zeit meisterhaft für seine Zwecke zu nutzen. Sein hohes Gespür für Sprachbilder und ihre unterschwellige Wirkung sorgte dafür, dass niemand sein Treiben kritisch beobachtete.

… Die Hexenjagd gegen ihn ist deshalb verlogen und unnötig. Wir lernen daraus: Ist die zwingende Stoßrichtung eines Artikels schon vor Beginn der Recherchen klar, so kommt es nur dann auf dessen Wahrheitsgehalt an, wenn der betreffende Reporter sich beim Schwindeln erwischen lässt. Viele der von ihrer Reichweite her relevantesten Teile der Medienbranche haben sich mit dem Haltungsjournalismus für eine falsche Abzweigung entschieden. Sie passten zusammen wie Schlüssel und Schloss: die Eitelkeit eines mit Preisen überhäuften Jungreporters und das Sendungsbewusstsein einer Redaktion, die sich gerne als ´Sturmgeschütz der Demokratie´ geriert, jedoch offenbar still und heimlich die Seiten gewechselt hat.

Hauptsache, Männer bekommen eins in die Fresse

Der Spiegel galt früher vielen als Inbegriff des kritischen Journalismus, der die Politik der Machthabenden immer wieder hinterfragt hat. Heute hat er sich zum Claqueur des Establishments entwickelt. Mit der Hau-drauf-Journalistin Margarete Stokowski hat man eigens eine Kolumnistin geschaffen, die seit Jahren regelmäßig den Männerbashing-Mainstream bedient, wobei man den Eindruck hat, Stokowski wolle mit jedem Artikel die Niveaulosigkeit ihres vorhergehenden unterbieten, wobei natürlich die Wahrheit immer wieder auf der Strecke bleibt.

Oder z. B. bei dem Fall einer Reporterin, die das ZDF wegen Gehaltsdiskriminierung verklagte und nun auch in zweiter Instanz verloren hat. Es konnte keine Diskriminierung belegt werden. Interessant ist, was der Spiegel daraus machte. Wie aus Facebook hervor geht, wurde das Urteil dort reißerisch den „Frauen bekommen weniger Gehalt für die gleiche Arbeit“- Mainstream bedienend dargestellt:

Das Gericht hat entschieden: Der Sender muss ihr nicht das gleiche Gehalt zahlen wie männlichen Kollegen.

Laut Duden ist Populismus eine von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen zu gewinnen. Nachdem es Kritik an dieser Darstellung des Urteils in der Überschrift gab, wie z. B. der Tweet von Stefan Niggemeier, korrigierte der Spiegel den Teaser mit dem Hinweis:

In einer früheren Version dieses Textes las sich der Teaser so, als habe das Gericht dem ZDF erlaubt, Frauen schlechter zu bezahlen als ihre männlichen Kollegen. Uns haben Leser-Hinweise dazu erreicht, wir haben den Text deshalb angepasst.

Na sowas. Wie kann der Leser auch nur auf solch eine Interpretation kommen?

Stichworte:

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Lesermeinungen

  1. Von Bernd Jenne

    Antworten

  2. Von Dr. Bruno Köhler

    Antworten

  3. Von Dr. Bruno Köhler

    Antworten

  4. Von Bernd Jenne

    Antworten

  5. Von Dr. Bruno Köhler

    Antworten

  6. Von Bernd Jenne

    Antworten

  7. Von Bernd Jenne

    Antworten

  8. Von wolf

    Antworten

  9. Von Dr. Bruno Köhler

    Antworten

  10. Von Norbert

    Antworten

  11. Von Norbert

    Antworten

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zitate können mit <quote> ... </quote> gekennzeichnet werden.

Achtung: Wenn Sie einen Kommentar von einem Smartphone verschicken, wird der Text manchmal von der Autofill-Funktion des Smartphones durch die Adresse ersetzt. Wenn Sie den Kommentar absenden, können wir den originalen Text nicht wiederherstellen.

Niemand mag Pop-ups!

Aber immerhin stehe ich nicht mitten auf der Seite. Wenn Sie sich für unseren Newsletter anmelden wollen, tragen Sie sich hier ein. Es lohnt sich!

Ihre Daten sind sicher! Die Email verwenden wir nur für den Newsletter. Sie können sich jederzeit abmelden.