Ich hasse Männer – Pauline Harmanges Anstiftung zum Männerhass

von MANNdat

2020 veröffentlichte die französische Feministin Pauline Harmange ihr Buch „Ich hasse Männer“. In dem Buch philosophiert die Feministin über ihren Hass auf Männer und fordert ihre „Mitschwestern“ auf, ebenfalls Männer zu hassen. Sie ist übrigens selbst mit einem Mann verheiratet.

Das Buch ist ein Sammelsurium von feministischen Klischees. Das fängt schon bei der Umschlagsfarbe im typisch feministischen Lila an. In Deutschland wurde der Aufruf zum gruppenbezogenen Menschenhass vom Rowohlt -Verlag veröffentlicht. Es bestätigt wieder einmal deutlich, wie tief der Feminismus im Männerhass verwurzelt ist.

Das Buch wurde von den Mainstream-Medien hofiert. Die „Zeit“ gab Harmange mit einem Interview sogar eine Plattform für ihren Männerhass.

Wir haben das Buch nicht selbst gelesen. Aber der französische Feminismuskritiker Mos Majorum stellt das Buch in einem Video auf „Odysee“ vor. Und wir wiederum möchten das Video Majorums dazu vorstellen. Da es in französischer Sprache ist, hier eine Übersetzung einiger interessanter Stellen, ergänzt mit Anmerkungen von uns. Die Übersetzung hat uns wieder ein Leser und Unterstützer von MANNdat geliefert, der uns auch schon Majorums Video zur UN-Frauenkonferenz in Paris übersetzte. Vielen Dank für diese Arbeit.

„Moi, les hommes, je les détestes“ ist ein kurzer Essay von ungefähr 80 Seiten, 96, wenn man Zusammenfassung und editorische Angaben hinzuzählt.

Mos Majorums zieht die Buchbesprechung in Form eines satirischen Gerichtsverfahrens des „Patriarchats“ auf, bei der Harmange des Männerhasses angeklagt wird und er den Verteidiger von Pauline Harmange spielt. Die Buchbetrachtung ist quasi sein Plädoyer zur Verteidigung des Buches. Ihm gelingt es dabei, wesentliche Kritikpunkte am Feminismus herauszuarbeiten

„Hören“ wir mal rein:

Quelle: Lecture de „Moi les hommes, je les déteste“ de Pauline Harmange (Lektüre des „Ich hasse Männer“ von Pauline Harmange) von Mos Majorum; https://odysee.com/@mosmajorum:5/lecture-de-moi-les-hommes,-je-les:d, 13.12.2020

Ich komme gleich auf den Punkt: Der Text und die Vorgehensweise meiner Klientin sind ironisch. Meine Klientin wollte eine gewisse Abart des Feminismus zur Schau stellen und ich werde auch alle unwiderlegbaren Elemente liefern, die zeigen, dass ihre Arbeit kein Aufruf zum Männerhass ist, sondern ganz im Gegenteil eine virulente Kritik an den Neo-Feministen.
Bevor ich dies anhand des Textes selbst zeige, möchte ich es anhand des Metatextes den Juroren zeigen. Niemand von uns hätte jemals von diesem Text erfahren, wenn nicht ein männliches Ego des Sekretariats der Gleichberechtigung durch den provokanten Titel zerknittert gewesen wäre.

Natürlich ist das Buch keine Satire oder gar eine Kritik am Feminismus. Der Humor von Mos Majorums Video ist in einer schriftlichen Betrachtung leider nur schwer zu vermitteln. Tatsächlich gab es aber zuerst bedenkliche Stimmen der Politik, das Buch zu veröffentlichen. Das dürfte aber nicht aus Männerfreundlichkeit geschehen sein. Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in Frankreich eine Cancel Culture. Auch dort wird dies mit dem Gespenst des „Hatespeech“ „begründet“. Wenn nun Bücher veröffentlicht werden dürfen, die nicht nur vom eigenen gruppenbezogenen Menschenhass erzählen, sondern sogar zu diesem öffentlich aufrufen, also vor Hatespeech nur so strotzen, bestätigt es die Kritiker, die meinen, dass „Hatespeech“ nur ein Vorwand für staatliche Internetzensur ist. Denn politisch korrekter „Hatespeech“ ist offensichtlich erlaubt.

Nichts in diesem Buch darf wörtlich genommen werden, es ist gänzlich eine soziale Erfahrung. Daher bin ich erleichtert, dass ich eine „überlebende“ Kopie der Zensur, die nie stattgefunden hat, erhalten habe. Und wie tausende Studentinnen der Soziologie habe ich mich mit einer gewissen Hast der Lektüre gewidmet, im Glauben, neue Erkenntnisse zu erlangen. Nach einigen Seiten musste ich jedoch schon laut lachen, da ich etwas spät verstanden hatte, dass man mich irreführen wollte und dass man von Anfang an mit mir spielte. Dieses Buch hatte nichts mit der feministischen Literatur zu tun, es ist genauer gesagt das Gegenteil, ich war dabei, das patriarchalischste Buch aller Zeiten zu lesen, eine perfekte Karikatur und gleichzeitig eine Denunziation des schon so oft verschrienen Radikalfeminismus. Kurz, es ist offensichtlich eine soziale Erfahrung, und jeder ernsthafte Leser könnte dies feststellen. Ich muss zugeben, dass diese Imitation hochwertig ist. Es handelt sich um eine Nachahmung von bemerkenswerter Qualität, die auf schwache Geister und unehrliche Maskulisten induzieren kann.

Mos Majorum spielt hier auf den üblichen Abwehrmechanismus des Politfeminismus an. Auch dort werden radikalfeministische Ideen, wenn man sie denn sachlich überzeugend angreift, relativiert, das sei doch nur ein Stilmittel der Übertreibung und so gar nicht gemeint, so lange, bis diese „Stilmittel“ in Jungen, Männer und Väter diskriminierende Gesetze gegossen werden. Er geht dann auf die Verharmlosung des Männerhasses konkreter ein:

Ich möchte hier noch anmerken, dass Pauline Harmange es sogar schafft, ein Charakteristikum der feministischen Bücher zu reproduzieren: Den berühmten, aber schwierig zu imitierenden feministischen Humor. Aus mir schwierig zu erklärenden Gründen versuchen die extremsten Feministen ihren Texten immer wieder etwas Humor beizumengen. Sie würden sagen, sie müssten, denn ihre Texte sind stets unverdaulich. (…)
Dieser besondere Humor ist schwer zu imitieren, und trotzdem reproduziert Pauline Harmange ihn zur Perfektion. Beispiel: „Jenseits des Faktes, dass die Misandrie die Sache der Frauen unglaubwürdig macht, scheint es für die Männer schwer zu sein, damit zu leben: eine unerträgliche Gewalt, die, bis heute, die nicht tolerierbare Schandtat von genau 0 Toten und 0 Verletzten bilanziert.“
Und diese genierende Ironie ist ein bisschen überall im Text. Also die wenigen Feministen, die mir bis hier in meinem Plädoyer gefolgt sind – ich gratuliere ihnen an dieser Stelle -, würden mir zustimmen, dass sich das Analphabetentum der Frauen in ärmeren Ländern auf die unerträgliche Summe von 0 Toten und 0 Verletzen beläuft, und trotzdem ist es ein wirkliches Problem.“

Es wäre durchaus interessant, zu untersuchen, wie viele Männer der Feminismus getötet oder verletzt hat. Aber auch trotz steuerlicher Förderung von Gender-Studies-Professuren wird es vermutlich nie eine Studie darüber geben. Nur weil die Opfer von Feminismus vertuscht werden, heißt das jedoch nicht, dass es sie nicht gibt. Der nachfolgende Text stammt nicht aus dem Video von Mos Majorum, sondern aus dem Beitrag „Was nicht im Geschichtsbuch steht“ vom 17. August 2016 von Gunnar Kunz auf seinem Blog Alternativlos Aquarium; https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2016/08/was-nicht-im-geschichtsbuch-steht.html, Abruf 28.02.2022:

Die Suffragetten waren keinesfalls die edlen Streiterinnen für Gerechtigkeit, die mit Mitteln des gewaltlosen Widerstands für das Frauenwahlrecht kämpften, wie sie gern dargestellt werden. Zunächst einmal wollten viele von ihnen das Wahlrecht ausschließlich für wohlhabende Frauen und keinesfalls für alle. Vor allem aber schreckten sie nicht vor militanten Methoden zurück…, indem sie die Regierung mit Gewalt zu drastischen Maßnahmen herausforderten, um so zu ‚beweisen‘, wie repressiv ‚das patriarchale System‘ sei.
Sie zerstörten Bilder in öffentlichen Galerien, schütteten Säure in Briefkästen, lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, versuchten einen Teil der Bank of England, die Royal Academy und Gebäude einer Schule in die Luft zu sprengen und planten, die Kinder von Winston Churchill zu kidnappen. Sie schickten Briefbomben an bekannte Mitglieder der Gesellschaft – eine davon verletzte die Hand eines Postbeamten –, verübten einen Bombenanschlag auf das Landhaus des Schatzkanzlers, steckten Kirchen in Brand und fackelten einen Bahnhof ab, indem sie eine Bombe aus Schwefelsäure und Sprengstoff in der Post versteckten, zündeten ein Landhaus an, in dem Bedienstete schliefen, die gerade noch rechtzeitig das Feuer entdeckten und sich vor dem Flammentod in Sicherheit bringen konnten, und steckten aller Wahrscheinlichkeit nach (es konnte nicht bewiesen werden) die Werft von Portsmouth in Brand, was zwei Männer das Leben kostete
Die Suffragetten waren gewissenlose, selbstgerechte Terroristinnen, die bedenkenlos über Leichen gingen, bewusst einen Krieg der Geschlechter anzettelten und alles Männliche dämonisierten…

In diesem Jahr, also über 100 Jahre nach diesen Ereignissen, berichtete die britische Zeitung „Mirror, wie ein 15-Jähriger aufgrund von Falschbeschuldigungen durch Ruflynchjustiz in den Tod getrieben wurde. Allein wie viele Opfer es durch Falschbeschuldigungen gab, wird immer unbekannt bleiben. Siehe hierzu auch in Arne Hoffmanns Online-Lexikon der feministischen Irrtümer. Aber jetzt weiter mit dem Video.

Widmen wir uns nun den Tiefen des Textes. Per Definition hat jeder Essay eine These zu verteidigen. Das Ziel eines Essays ist, die These zu beweisen oder den Leser über ihre Wahrhaftigkeit zu überzeugen. (…)
In unserem Fall ist „Ich hasse Männer“ keine These, es gibt da nichts zu beweisen. Wenn ich sage, ich esse Butterbrote, dann brauche ich keinen Essay zu schreiben, um es zu rechtfertigen. Die wahre These der Erzählerin ist eine andere: Ihre These ist, dass sie jedes Recht oder sogar die Pflicht dazu habe, die Männer zu hassen. Oder anders gesagt: Misandrie sei nicht nur nicht schlimm, sondern es sei sogar eine Notwendigkeit im militanten Feminismus. Natürlich, und weil die ganze Arbeit von Harmange zweitrangig zu nennen ist, beweist die Erzählerin in Wirklichkeit niemals ihre These. (…) Ich zitiere hierfür aus Seite 34, die proklamiert: „Man kann nicht die Misandrie mit der Misogynie vergleichen, ganz einfach, weil ersteres erst als Reaktion auf das letztere existiert. Man muss sich niemals umgesehen haben – oder von einer unglaublichen Unaufrichtigkeit beherrscht sein -, um die Gewalt zu leugnen, die die Frauen erdulden müssen, und die in den meisten Fällen von Männern verübt werden. Das ist keine Annahmen, sondern Fakten. Wenn die Gesellschaft patriarchal ist, dann, weil es Männer gibt, die ihre Privilegien, Mann zu sein, nutzen, und dies zum Nachteil der anderen Hälfte der Bevölkerung.“ Zitat Ende. So kann man mit etwas elaborierteren Worten sagen, wie es ein 6-jähriges Mädchen ausdrücken würde… „Er hat aber angefangen“, was man so in einem Kindergarten hören würde.

Welche männlichen Privilegien Harmange hier meint, wird von ihr offenbar nicht näher ausgeführt. Ist es das Privileg, als Mann für die Kriege der Mächtigen zwangsrekrutiert und verheizt werden zu dürfen? Oder ist es das Privileg, von der Mutter das Kind weggenommen zu werden, wenn sie Lust dazu hat? Oder ist es das Privileg, auch als alleinerziehender Vater in prekären Verhältnissen gegenüber kinderlosen, gut situierten Frauen bei Einstellung und Beförderung aufgrund Quotenregelungen benachteiligt werden zu dürfen? Gut, diese Fragen sind natürlich rhetorisch. Die übliche Rosinenpickerei der Feministinnen.

Man steht auch massenhaften Unterstellungen bei.
(…) Ich zitiere: „Man kann allerdings urteilen, dass ein Mann, der eine Frau belästigt, schlägt, vergewaltigt oder tötet, wohl wahrscheinlich wenig Respekt gegenüber ihr hat. Und für die Frauen im Generellen kann man vorbringen, dass, wenn ein Mann kein Problem darin sieht, dass andere Männer Frauen belästigen, schlagen, vergewaltigen oder umbringen, er Frauen auch nicht sehr mag, und schließlich die Männer, die zwar nicht an ein Patriarchat glauben, aber daran, dass die Furcht die Imagination der Feministin und nicht eine Realität ist – das alles ist Teil des sexistischen Systems. Es gibt Momente, bei denen Verallgemeinern nicht einfach ist, aber einfach doch eine Beschreibung der Realität ist. Und hier muss man auch enorm egozentrisch sein, um darauf nur mit einem ‚nicht alle Männer sind Vergewaltiger‘ reagieren zu können, sobald eine Frau das Unglück hatte, dass es aus ihr herauskam, dass sie die Nase voll von Männern hat. Vielleicht sind nicht alle Männer Vergewaltiger, aber quasi alle Vergewaltiger sind Männer – und quasi alle Frauen haben oder werden noch Gewalt durch Männer erleiden. Da ist das Problem. Das ist der Ursprung unserer Abscheu, unseres Leidens, unseres Misstrauens.“ Ende Zitat.
Bemerkt hier die Absurdität in der Argumentation, die Pauline Harmange den Feministen zuschreibt, alle Vergewaltiger sind Männer, also sind alle Männer Vergewaltiger, …

Der klassische Zirkelschluss also. Fakt ist zudem, dass Männer auch von Frauen vergewaltigt werden können und werden. Auch hier ein kurzer Blick in Arne Hoffmanns Online-Lexikon der feministischen Irrtümer zu Vergewaltigungen an Männern:

  • Veröffentlichungen von 2014 bis 2017: Stemple, Lara et al über Opfer, die nicht-einvernehmlichen Sex erlebten: 1,270 Millionen weiblichen Opfern standen 1,267 Millionen männliche Opfer gegenüber; 79 Prozent der Männer berichteten, sie seien im Laufe ihres Lebens schon einmal gezwungen worden, eine andere Person zu penetrieren.

  • 1988: Muehlenhard, Charlene: Men’s Self-Reports of Unwanted Sexual Activity. In: Journal of Sex Research Vol. 24, Nr. 1/1988, S. 58-: „97,5% Frauen und 93,5% Männer hatten unerwünschte sexuelle Aktivitäten erlebt und mehr Männer (62,7%) als Frauen (46,3%) hatten unerwünschten Geschlechtsverkehr.”

  • 2013: Rine, Abigail: Don Draper Was Raped. In: The Atlantic vom 18.6.2013 auf Basis des National Intimate Partner and Sexual Violence Survey aus dem Jahr 2010 bezieht: 1,26 Millionen Männer und 1,27 Millionen Frauen waren ihren Angaben nach “zur Penetration gezwungen” worden. Bei den zum Sex genötigten Männern waren die Täter übrigens in achtzig Prozent aller Fälle weiblich.

  • 2013: Basu, Tanya: Study: 10 Percent of U.S. Youths Cause Sexual Violence. Females are just as likely to be perpetrators as males. In: National Geographic vom 7.10.2013: Im Alter von unter 18 Jahren neigen beide Geschlechter in etwa demselben Ausmaß zu sexuellen Übergriffen.

  • 2016: French, Bryana und andere: Sexual Coercion Context and Psychosocial Correlates Among Diverse Males. In: Psychology of Men and Masculinity Vol. 16, Nr. 1/2016, S. 42-45: 43 Prozent der Jungen an High Schools und jungen Männer an Colleges berichten über ungewollten Sex. 95 Prozent von ihnen gaben an, eine weibliche Bekannte sei die Täterin gewesen.

  • 2015: Studie“Silent Suffering – Supporting the Male Survivors of Sexual Assault: 96 Prozent aller sexuellen Übergriffe auf Männer werden nicht zur Anzeige gebracht.

  • 2005: Schwithal, Bastian: Weibliche Gewalt in Partnerschaften. Eine synontologische Untersuchung. Books on Demand 2005, S. 138: Eine Auswertung von 55 Studien zeigt, dass Männer ebenfalls und im weitaus größeren Ausmaß als bisher angenommen sexuelle Gewalt (auch schwere Formen) erfahren. Beim Verüben von sexueller Gewalt ergibt sich ein Geschlechtsverhältnis von 57,9% Männer gegenüber 42,1% Frauen und hinsichtlich erlittener Gewalt ein Männer-Frauen-Verhältnis von 40,8% zu 59,2%.

  • 2010: Moore, Martha: Study: Youths sexually abused in juvenile prisons. In: USA Today vom 7.1.2010: Zwölf Prozent aller Jugendlichen werden während ihrer Haft sexuell missbraucht – und die große Mehrheit von ihnen durch Wärterinnen.

  • 2016: Friedersdorf, Conor: The Understudied Female Sexual Predator. In: The Atlantic vom 28.11.2016: “Unter den Erwachsenen, die sexuellen Kontakt mit dem Gefängnispersonal meldeten, einschließlich einiger Kontakte, die Gefangene als ‘freiwillig’ bezeichneten, die aber tatsächlich oft mit Zwang zu tun haben und immer illegal sind, nannten 80 Prozent ausschließlich weibliche Täter. Bei den Jugendlichen waren es 89,3 Prozent.“

  • 2007: Smith, A. und andere: Against the odds. A profile of marginalized and street-involved youth in BC. Vancouver 2007. Zitiert nach Duncan, Karen: Female Sexual Predators. 2010: Praeger 2010, S. 3.: Laute einer in Vancouver durchgeführte Studie über auf der Straße lebende Jugendliche waren Frauen für 79 Prozent der sexuellen Ausbeutung von Jungen und einen kleineren Prozentsatz der Mädchen verantwortlich.

  • 2009: Sizemore, Bill: Military men are silent victims of sexual assault. In: The Virginian Pilot vom 5.10.2009: Im US-amerikanischen Militär, wurden mehr Männer (22.000) als Frauen (14.000) Opfer sexueller Übergriffe, wobei weniger Männer als Frauen Dritten davon berichteten (220 im Vergleich zu 2530 gemeldeten Fällen).

  • 2018: Weare, Siobhan: From Coercion to Physical Force: Aggressive Strategies Used by Women Against Men in “Forced-to-Penetrate” Cases in the UK. In: Archives of Sexual Behavior Volume 47, Issue 8/2018, S. pp 2191–2205, Hurst, Pat: Male rape: Men ‘forced into sex with threats, lies and blackmail’ by women, survey finds. In: Independent vom 29.7.2017: Frauen führten den unerwünschten Sex am häufigsten herbei durch körperliche Bedrohungen und Gewalt sowie dadurch, dass sie eine Berauschtheit ausnutzten. Einige Frauen drohten, den betreffenden Mann selbst als Vergewaltiger zu verleumden, wenn er nicht mitmachte, oder sie drohten als Mütter damit, die Beziehung des Vaters zu seinem Nachwuchs zu ruinieren beziehungsweise als Schwangere den Fötus zu verletzen oder ihn abzutreiben. Nur zwei der befragten 154 Männer hatten die Tat bei der Polizei angezeigt; beide Fälle kamen nie vor Gericht. 80 Prozent der Opfer teilten nicht einmal ihrer Familie oder ihren Freunden mit, was mit ihnen geschehen war.

Arne Hoffmann hat in seinem Artikel im Online Lexikon auf insgesamt 44 Quellen verwiesen (im Vergleich zu den 9 Quellen von Harmanges Buch, siehe nachfolgend). Und Fakt ist auch, dass Dunkelfeldstudien belegen, dass Männer ebenso auch Opfer von häuslicher Gewalt werden, wie Frauen auch Täter werden. Dass männliche Opfer häuslicher Gewalt politisch und medial unsichtbar gemacht und weibliche Täter häuslicher Gewalt durch Tabuisierung geschützt werden, ändert nichts an diesen Tatsachen. Harmange verschweigt diese Tatsachen. Ob aus Unkenntnis oder Vorsatz, weil sie ihre „Rechtfertigung“ zum Männerhass konterkarieren würde, sei dahingestellt.

Dann geht Mos Majorum auf dieses typische Charakteristikum des Feminismus ein – die fehlenden Fakten:

Die Zahlen und Statistiken. Um großzügig zu sein, kann man sagen, es gibt weniger als 10 Zahlen, die gerademal auf 9 Quellen basieren, wovon 3 von ein und derselben Webseite kommen. Die offiziellen Zahlen sind nie kontextualisiert.
(…) Bedeutet der Punkt, dass Frauen praktisch nie wegen partnerschaftlicher Gewalt verurteilt werden, dass dieses Phänomen nicht existiert? Auch das fragt man sich nicht, wissend, dass das Innenministerium aussagt, dass es 80.000 geschlagene Männer gibt. Also man weiß nicht, was man davon halten soll. Noch besser, fällt der Erzählerin später auf, dass es englische soziologische Studien über die Vergewaltigung von Männern in Gefängnissen gibt, aber dass es keine entsprechenden offiziellen Zahlen in Frankreich gibt. Aber sie schließt nicht darauf, dass den Autoritäten dies egal ist, sondern dass Sex ein patriarchales Machtspiel sei. Und um etwas über die Qualität der gewählten Quellen zu sagen: Ihre letzte Quelle des Guardian, die sich auf ein Interview mit einem Experten stützt, das aussagt, dass Frauen ohne Kind oder Mann die glücklichsten sind. Allerdings gibt es peer-reviews in 17 Ländern, die das Gegenteil aussagen.

Schließlich wird der konkrete Männerhass thematisiert:

…, ich resümiere die Äußerung: Falls die Frauen nicht wütend werden, dann passiert nichts. Also müssen die Frauen wütend werden, damit etwas passiert. Das alles mit einem Hauch von feministischer Poesie, ich zeige euch das Resultat: „Die Misandrie wächst und nährt sich von Wut. Die Feministen sind schon immer die Verbindung der privaten Wut, die der häuslichen Welt gehört, und der öffentlichen Wut: Das Private ist politisch“, angefangen mit dem Pay Gap bis hin dazu, wer daran denkt, die Waschmaschine zu starten. Über lange Zeit hat sich unsere Wut der Frau nicht als feministische Wut ausdrücken können. Weil man nicht ausufernde Emotionen mag, besonders wenn sie von Frauen kommen – es brauchte Zeit, um die weibliche Wut zu rehabilitieren. Sie fängt an, ihren Platz zu finden, sich vom Tabu zu lösen, das es schon seit Jahrhunderten umgab (…). Diesen Platz in unseren Herzen sollte man hegen und pflegen, das Feuer unserer Wut, das nach Gerechtigkeit schreit, die Wiedergutmachung verlangt, die uns dazu aufruft, nicht der Resignation nachzugeben.
Es ist unsere Wut, die die Männer verantwortlich für ihre Taten hält und die unseren Elan für alle unsere Revolutionen gibt.

Wenn Frauen Männer hassen, sind, nach Ansicht der Feministen, die Männer Schuld. Mos Majorum zeigt hier ein grundlegendes Dogma des Feminismus: die übliche Unterverantwortlichkeit der Frauen. Wenn Frauen etwas Aggressives tun, ist der Mann schuld und wenn kein konkreter Mann zur Hand ist, ist halt das Patriarchat schuld. Die Frau selbst kann es nicht sein. Sie ist per se sakrosankt. Das Patriarchatskonstrukt ist nichts anderes als die Flucht vor der Eigenverantwortlichkeit.

Die nächsten zwei Abschnitte behandeln die Mittelmäßigkeit der Männer und die Falle, die die Heterosexualität bedeutet. Die Einführung des ersten Abschnittes reicht, um eine Idee über den Ton des Buches zu bekommen. (…) Ich zitiere: „Einmal den Umfang meiner Wut gegenüber den Männern gemessen, fühle ich mich hilflos. Was machen mit den mittelmäßigen männlichen Individuen, die mich umgeben? Sie einfach in den nicht wiederverwertbaren Müll zu werfen – riskiert dies nicht, ein Loch in mein Leben zu reißen, das ich nicht schließen kann? Gib es eine andere Lösung, als mich in einer einsamen Hütte im Wald zurückzuziehen? Hier der Exklusivbericht: Die Menschheit besteht nicht nur aus Männern. Schwer zu glauben, denn sie nehmen viel Platz ein und schaffen es, uns glauben zu machen, dass sie absolut unentbehrlich sind. Keine Panik: Sobald wir einen guten Teil der Männer loswerden, dann merken wir, dass wir von super Frauen umgeben sind (angefangen von uns), die wir wegen der lauten und schädlichen männlichen Omnipräsenz nicht gesehen hatten.“ Ende Zitat.
Das Patriarchat besteht im Grunde aus mittelmäßigen Männern, die uns daran hindern, in der schönen femininen Gesellschaft unserer tapfere Pauline Harmange zu leben. (…) Ich zitiere: „Ich sage nicht, dass man sich auf das abgrundtiefe relationale Niveau der Mehrheit der Männer herabsetzen soll. Nur ist es Zeit, uns nicht mehr für unser Versagen zu beschuldigen, keine Wonder Woman verbunden mit einer Heiligen zu sein, uns stattdessen human sein zu lassen mit ein paar Fehlern. Die Standards sind sehr tief für die Männer, aber viel zu hoch für die Frauen. Reservieren wir uns das Recht, schlecht angezogen, vulgär, böse, wütend, schlampig, müde, egoistisch und schwach zu sein. Den Männern keine Wichtigkeit beizumessen erlaubt es uns, ihre tiefe Inkompetenz zu begreifen und uns über sie zu erheben. Unsensibel gegenüber solchen Maßnahmen können wir endlich unseren rechtmäßigen Platz einnehmen.“ Ende Zitat.
Im Paralleluniversum, in dem die Neo-Feministen leben und das Pauline Harmange entschieden hat anzuprangern, sind die Frauen die Heldinnen und Heiligen des Kinos, das Problem, das sie haben, ist, nicht perfekt, sondern zu perfekt zu sein, und Beherrschung der Welt sei ihr angestammtes Recht. Pauline Harmange steht kurz davor, die feministische Superfrau [sic!] zu erfinden.
In meiner großen Güte erspare ich Ihnen eine Tirade über die Heterosexualität, die angeblich in ihrer tyrannischen Art die Frauen in ihrer Unterwürfigkeit zu den Männern gefangen ließ. Nichts Neues, man kann diese Rede bei sämtlichen lesbischen 68ern wiederfinden. Und trotzdem geht sie nach eigener Information mit einem Mann aus, den sie ein bisschen malträtiert, naja, man bekommt den Eindruck durch ihr Buch, dass sie ihn doch immerhin zu mögen scheint. Bizarr, echt bizarr.
Der krönende Abschluss residiert in der Schlussrede des Appels an die Schwesterlichkeit [sororité]. (…) Das Konzept der Schwesterlichkeit ist eine Parallele der Brüderlichkeit. Die Frauen werden geheime feministische Gilden bilden, um zu netzwerken und über die Zukunft zu entscheiden. So das offizielle Konzept.
Die harmangesque Version ist viel trivialer. Ich zitiere: „Und wenn sie sich über unsere feministischen und nicht gemischten Versammlungen empören, dann werfen sie uns in Wirklichkeit vor, dass wir uns politisch vereinigen, ohne dass sie eine Stimme haben. Es ist allerdings nicht, dass wir uns als Frauen versammeln, was sie schockiert: Sobald es Strickclubs oder Mütterversammlungen sind, oder Tupperware-Gruppen, nichts könnte sie weniger interessieren. Was sie aber nicht tolerieren, was ihnen sogar Angst macht, ist, dass wir uns versammeln und organisieren, um eine politische Masse zu formen, aus der Ideen und Aktionspläne hervortreten. Und dass wir ihnen keine Bedeutung beimessen.“ Und um schlusszufolgern, zitiere ich noch: „Unsere Strickclubs und Pyjamaabende sind wichtig und genial. Denn die Solidarität der Frauen ist niemals oberflächlich, sie ist immer politisch.“

Mos Majorum geht am Ende noch auf S. 71 von Harmanges Machwerk ein, in der die Autorin über die „helfenden Männer“ schreibt. Selbstverständlich sind nach dem Verständnis Harmanges helfende Männer nur eine Form der Frauenunterdrücker:

(…) ich zitiere: „Die Männer würden mir Lösungen bringen wollen, alle meine Probleme beseitigen, meinen Kummer rationalisieren, obwohl ich doch nur manchmal gut zuhörende Ohren und eine Schulter zum drauf weinen brauche. Ich frage mich manchmal, ob die männliche Tendenz, als Lösungssucher – als Retter – aufzutreten, nicht ein unterbewusster Versuch ist, mich zum Schweigen zu bringen.“ Ende Zitat, und wie sie richtig vermuten, steht es mir fern, Feministen zum Schweigen zu bringen.

Das bedeutet, Männer können machen was sie wollen, in den Augen der Feministen sind sie immer Frauenunterdrücker. Schließlich sein „Schlussplädoyer“:

Also jetzt definitiv, soll man das Buch kaufen? Soll man es zensieren? Ich stelle euch die Frage mal anders: Sollen wir Satire zensieren? Oder anders gesagt: geniale, lesbische Werke? Es passiert häufig, dass angebliche Scherzwerke authentisch wirken. Aber woher sollte man das über das Werk meiner Klientin denken? Bezüglich des Kaufs des Buches werdet ihr mich etwas nuancierter wahrnehmen: Acht Euro für ein Werk zu bezahlen, das auf Twitter gratis aufzufinden ist, ist es nicht ein bisschen teuer? Naja, es liegt bei euch.

Das Buch bestätigt das, was wir seit Jahren sagen, nämlich, wie tief der Feminismus im Männerhass verwurzelt ist. Die Feministin Harmange bedient mit dem Buch jedes feministische Klischee, das man sich denken kann. Sollte es wirklich nur eine Satire auf den Feminismus sein? Wir denken nicht. Wir denken, das Buch ist einfach primitiv. Die enorme Primitivität, mit der der feministische Männerhass hier vorgetragen wird und trotzdem beste Bewertungen erhält, überrascht nicht. Primitive Feindbilder sind Erfolgsfaktoren aller Ideologien. Nur so kann man auch die Masse mobilisieren.

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