Care-Argument als billige Ausrede für reine Männerwehrpflicht
Care-Argument als billige Ausrede für reine Männerwehrpflicht
Die Behauptung, die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit (Männer etwa 40%) rechtfertige eine Wehrpflicht, die zu 100 % Männern aufgebürdet wird, ist nicht integer, sondern eine billige Ausrede, um eine strukturelle Diskriminierung aufrechtzuerhalten:
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Das Kumulations-Paradoxon: Viele Männer leisten im Leben beides. Millionen Männer, die Wehr- oder Ersatzdienst geleistet haben, pflegen später Angehörige. Es gibt keinen Mechanismus, der Männer nach geleistetem Dienst von späteren Sorgepflichten entbindet – sie tragen die doppelte Last.
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Privilegierung ohne Gegenleistung: Frauen ohne Kinder und ohne Pflegeverpflichtungen (z. B. junge Karrierefrauen) werden pauschal befreit. Sie profitieren vom Schutz des Staates und berufen sich auf eine „Care-Last“, die sie individuell gar nicht tragen.
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Die Mär von der „weiblichen“ Care-Arbeit: Das Bild der allein sorgenden Mutter ist veraltet. Väter engagieren sich heute massiv in der Erziehung. Dennoch wird die Wehrpflicht weiterhin an einer biologischen Zuweisung festgemacht, die moderne Lebensrealitäten ignoriert.
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Männliche Care-Arbeit im Rettungswesen: Während Männer das Rückgrat des Rettungswesens bilden, wird diese wichtige soziale Arbeit gesellschaftlich und politisch ignoriert, während private Care-Arbeit als Befreiungsgrund instrumentalisiert wird.
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Stigmatisierung statt Anerkennung: In den Organisationen, die die staatliche Sicherheit und den Katastrophenschutz physisch tragen (Feuerwehr, THW), leisten zu etwa 90 % Männer Dienst. Diese Männer werden oft als „frauenfeindlich“ und „toxisch“ gebrandmarkt, weil diese Strukturen männlich geprägt sind. Es ist zynisch, Männern erst die Last des Schutzes aufzubürden und sie dann für deren Organisation zu kritisieren.
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Hobbys sind keine Dienstpflicht: Die Ausweitung des Care-Begriffs auf private Lebensentscheidungen wie die Haltung von Haustieren oder Reitsport ist absurd. Wer sich für ein Pferd oder Hund entscheidet und diese pflegen muss, betreibt ein Hobby. Ein privates Vergnügen als Argument gegen eine staatsbürgerliche Pflicht anzuführen, ist moralisch nicht haltbar.
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Zwang vs. Freiwilligkeit: Es findet eine unzulässige Vermischung statt: Der Wehrdienst ist ein staatlicher Zwangseingriff in die Grundrechte. Private Sorgearbeit (insbesondere für Tiere oder im Haushalt) ist eine freiwillige Lebensentscheidung. Beides gleichzusetzen, entwertet den Ernst staatlicher Dienstpflichten.
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Gleichstand beim „Total Workload“: Untersuchungen (u. a. von MANNdat) belegen, dass die Gesamtarbeitszeit (Erwerbsarbeit + Hausarbeit + Ehrenamt) bei Partnern nahezu identisch ist. Paare teilen ihre Lasten intern meist gerecht auf. Eine zusätzliche staatliche Zwangspflicht nur für den Mann zerstört diese partnerschaftliche Balance.
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Spaltung der Geschlechter: Das Care-Argument wird politisch genutzt, um Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen. Es suggeriert eine „Schuld“ der Männer, die sie durch Wehrdienst abarbeiten müssten.
Fazit: Die Verknüpfung von Wehrpflicht und Care-Arbeit ist eine rein politisch-strategische Konstruktion. Sie dient dazu, Frauen ein Privileg zu erhalten und Männern eine Sonderlast aufzuerlegen. Der reine Männerwehrdienst entlarvt die Debatte um Gleichberechtigung als Lüge. Wer wirklich Gleichberechtigung will, betreibt keine Rosinenpickerei bei den Pflichten.
Quelle Beitragsbild: AdobeStock_172090417
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Watson: Im Netz trendet der Begriff «Heterofatalismus»: die Idee, dass immer mehr Frauen Beziehungen mit Männern als Enttäuschung, Gefahr oder emotionale Arbeit erleben. Können Sie mit dem Begriff etwas anfangen?
Ikkimel: Ja, sehr. Wenn ich mir meine Tante oder so anschaue, merke ich: Die älteren Frauengenerationen mussten die >>Care-Arbeit übernehmen und unbezahlt das ganze System am Laufen halten. Ich verstehe daher die Wut auf dieses System.<< Und ich kann verstehen, dass nun viele Frauen von Heteromännern fordern, sich emotional weiterzubilden. Das ist ein zentraler Punkt."
Ich habe keine einzige Frau, in meiner Familie, die Pflegearbeit macht. Meine Großeltern sind zum Bespiel zusammen alt geworden, wo ihr Mann jetzt 20 Jahre früher weg ist. Und das ist bei den meisten genauso. Meine Mutter ist berufstätig und hätte auch gar keine Zeit jemanden zu pflegen.
AuchRuth Monschner ist unter den Feministinnen.
t-onlie: Außerdem beschreiben Sie, wie Frauen gleichzeitig stark, sexy, entspannt und erfolgreich sein sollen. Wann haben Sie angefangen, diese Spielregeln nicht mehr ernst zu nehmen?
„Niemand ist multitaskingfähig, aber insbesondere Frauen wird die mentale Überlastung wie selbstverständlich untergejubelt. Max Raabe besingt das ja so schön: „Für Frauen ist das kein Problem…“. Doch. Ist es! Kein Wunder, dass wir immer noch tief im Gender-Pay-Gap herumkriechen und den Ausgang nicht finden. Von klein auf wird uns beigebracht, dass es selbstverständlich ist, sich ohne extra Lohn um alles zu kümmern. Als sei unsere Existenz daran geknüpft, erst durchzuatmen, wenn es allen gut geht.“
Dass Frauen multitaskingfähig seien wurde m.W. ihnen und den Männern von der frauenpolitischen Propaganda mit der Mär von der Frau als dem besseren Menschen erzählt.
Wie man ernsthaft die Wehrpflicht mit Care-Arbeit oder dem Kinderkriegen vergleichen kann, ist mir ein Rätsel:
– zunächst mal ist mir nicht bekannt, dass es analog eine Empfängnis-Pflicht gäbe, und Frauen, die nicht bis 25 mindestens 2 Kinder bekommen haben, dann von den Feldjägern abgeholt würden zur Zwangs-Befruchtung
– die Gleichsetzung der von den meisten Menschen ganz freiwillig gewählten Elternschaft und dem Erschaffen neuen Lebens mit dem Zwang, andere bei Bedarf zu töten und sich töten zu lassen, ist nicht nur eine Frechheit sondern geradezu absurd.
– Frauen in Deutschland sind heute zum Glück so frei und gleichberechtigt, dass sie ganz frei entscheiden können, mit wem Sie eine Familie gründen, und wie sie dabei die Arbeit aufteilen, und ob/in welchem Umfang sie einer bezahlten Tätigkeit/Karriere nachgehen. Dies sind rein private Entscheidungen, und ich sehe nicht, warum die Allgemeinheit darauf Rücksicht nehmen sollte, wenn Frauen (oder Männer) in ihrer Beziehen unzufrieden sind mit ihren Entscheidungen bzgl. Lebensmodell. Ich höre dazu öfters, „die Männer würden ja unbedingt arbeiten wollen und wollten nicht zu Hause bleiben und die Rollen umkehren“. Ja liebe Damen, dann Augen auf bei der Partnerwahl.
– Bonus: wenn die Männer wirklich mehrheitlich so schlechte Wesen sind, gleichzeitig die Frauen aber ja die Care-Arbeit quasi alleine verrichten. WER hat diese so schlimmen Männer denn dann erzogen, liebe Damen? Bitte Verantwortung übernehmen statt Opfer-Rolle.
“ WER hat diese so schlimmen Männer denn dann erzogen, liebe Damen? Bitte Verantwortung übernehmen statt Opfer-Rolle.“
Da kommt die einfache Antwort, dass die Gesellschaft und auch Väter ihre Kinder miterziehen und nicht nur die Mütter.
Geo
Väter arbeiten insgesamt mehr als Mütter. Das hat destatis, das Bundesamt für Statistik 2015 festgestellt. Die Studie zur Zeitverwendung wird vom Frauenministerium beauftragt. In der 2024 liegen Väter geringfügig darüber.
Der Unterschied ist geschrumpft. 2015 lag er noch bei 2 Stunden. Das ist eine aufwändige Studie, die nicht nur Hausarbeit betrifft.
2015
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Frueher/PD15_179_63931.html
2022, in 2024 veröffentlicht
https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/sozialbericht-2024/553243/zeitverwendung-fuer-bezahlte-und-unbezahlte-arbeit-gender-care-gap/
Wie zu erwarten wird das nie kommuniziert. Auch, dass Väter anders als Mütter Berife mit schwerer, gefährlicher Arbeit ausüben, bleibt unerwähnt.
Ich widerspreche der Behauptung der „unbezahlten“ familiären Carearbeit.
Meine Mutter war fast ihr gesamtes Leben lang „nur“ Hausfrau, als Managerin der Familie.
Und sie verwaltete gemeinsam mit meinem Vater das von ihm erarbeitete Familienvermögen. Von diesem Familienvermögen wurden die Lebensmittel, die auch meine Mutter aß, die Kleidung, auch der Wintermantel meiner Mutter, das Familienauto und der Familienurlaub geleistet.
Meine Mutter lief nicht in Lumpen oder war unterernährt. Se wurde indirekt von meinem Vater alimentiert – also bezahlt.
Da kommt dann das Argument von Frauen, dass deine Mutter abhängig von deinem Vater war und wenn er sie verlassen hätte, hätte sie mit nichts da gestanden und das wollen Frauen heute nicht mehr.
Besonders bei uns in Ostdeutschland kenne ich keine Frau, die nicht arbeiten will und sattdessen zuhause Managerin sein will.
Ihr solltet mal tagsüber (wenn Ihr Zeit findet😉) in einen Stadtpark gehen.
Da sieht man die Frauen bei der anstrengenden Care-Arbeit ( Kinder während des Spielens beaufsichtigen) und mit der Freundin quatschen. Was die sich da anhören müssen und was das wieder zu Mental Load führt, ganz zu schweigen von dem Dauernden-daran-Denken, dass mal wieder die Wohnung feucht gewischt werden müsste. Danach noch ins Kaffeehaus und wieder diesen teuren Latte trinken.
Da haben wir Männer es doch paradiesisch auf der Arbeit. Und abends ist man so fertig, dass Mental Load gar kein Thema mehr ist. Unglaublich, wie privilegiert wir Männer sind.
Ja, das war mir auch schon extrem aufgefallen. Wie viel Zeit Frauen mit anderen Frauen quatschen. Die Kinder schlafen im Kinderwagen, oder spielen auf dem Spielplatz. Wie anstrengend diese Care-Arbeit. Aber wenn du das ansprichst, dann wirst du gefragt, was du gegen diese Frauen hättest. wtf? Wie kommt man darauf?
Ja, ja, die care-arbeit ist ja sooo schlimm, sodass wenn Mann Frau fragt, ob 50-50 oder er bleiebt 100%ig zu Hause, da will Frauchen dann doch nicht und bleibt lieber selber zu Hause. Ziemlich häufig zumindest. Maximal 50-50.
Ihr kommt alle aus dem Westen oder?
Ich habe das Thema Care Arbei und Teilzeit (weil das arbeiten sie bei suns, sonst würden sie die andeen Dinge gar nkcht schaffen, sagen sie) mal bei meinen Kolleginnen angesprochen. Und dummerweise wieder welche erwischt, die zuhause Pflegepersonen haben und 3000 qm² Garten in schuss zu halten haben.
Andererseits will ich nicht wissen, was den Löwenanteil die Kerle ausmachen solche großen Grundstücke zu unterhalten. Und kleine Autos fahren die auch nicht. Ich hab von Einer auch gehört, dass ihr Mann (sie ist 30) meist auswärts arbeitet und unter der Woche nicht zuhaue ist.
Ich würde es nicht als „billige Ausrede“, sondern als perfides System betrachten.
Ähnlich nach einer Trennung mit Kind.
Frauen „dürfen jetzt auch arbeiten“. Aber sie müssen halt nicht. Deshalb ist es natürlich bequemer nach der Geburt erst einmal fünf Jahre zu Hause zu bleiben und danach 20 Jahre bis zum Renteneintritt in Teilzeit zu arbeiten.
Da der Mann nicht arbeiten darf, sondern im Grunde muss, passt es auch finanziell.
Aber bei der Trennung kommt dann das Argument, dass sie ja auf Karriere verzichtet und Care Arbeit geleistet hat. Er dagegen hat immer nur Arbeit im Sinn und will plötzlich nach der Trennung die Kinder? So geht das doch nicht. Weil die armen Frau vorher schon bei den Kindern war uns sich nicht selbst mit Erwerbsarbeit versorgen konnte, muss es nach der Trennung auch so bleiben.
Die Selbe Argumentation.
Auch wenn es nicht hier 100%ig passt: Ich habe mir mal 20 Folgen von Klinik am Südring „reingezogen“ und fast alle haben immer dasselbe Schema:
Frau/Mädchen/Oma sind unschuldige Opfer, denen geholfen werden muss. Sie sind da häufig zu selbstlos und sollten mehr auf eigene Gesundheit achten.
Die Ursache sind immer Männer/Jungs/Verwandte, die meistens böse sind oder in selteneren Fällen mal egoistisch/dumm/tolpatschig/ignorant sind.
Nie war es umgekehrt.
1 Mal gab es ein Zickenkrieg unter Mädchen, aber das war jetzt nicht zu tragisch oder fies und alle haben sich sofort wieder vertragen.
Auch skurril: Oft mutierten Besucher auch zu Patienten. Das Krankenhaus ist irgendwie verhext.
Was aber nicht hinwegtäuschen soll, dass die Geschichtenschreiber immer den Mann als böse Ursache scripten. Und wenn der Mann es mal gut meinte, dann stellt er sich so dumm an wie Homer Simpson.
Dann guck dir ein Theaterstück über Romeo und Julia an. Der jammert erst über die Zurückweisung durch Rosalinde, verliebt sich dann in Julia, tötet deren Vetter und auch den, der ihn wegen diesem Mord verhaften will, um sich dann selbst auch noch zu töten. Das hat William Shakespeare so festgelegt, weil viele Menschen Männer im Theater gerne so sehen wollen.
Jedwede sogenannte „Care-Arbeit“ beruht auf einer rein freiwilligen, persönlichen Entscheidung. Wenn sie nicht geleistet wird, kommen keine Feldjäger, um für die Durchsetzung solcher Beschäftigungen zu sorgen. Diese Tatsache, die in krassem Gegensatz zu staatlichen Zwangsdiensten nur für Männer steht, genügt, um dieses Pseudoargument als lächerliche Lüge zu entlarven.
„Jedwede sogenannte „Care-Arbeit“ beruht auf einer rein freiwilligen, persönlichen Entscheidung.“
Oh oh. Sag das mal Frauen, die zuhause ihre Eltern pflegen (müssen). Mit dieser Aussage stehst du auf weiter Flur allein.
“ Diese Tatsache, die in krassem Gegensatz zu staatlichen Zwangsdiensten nur für Männer steht, genügt, um dieses Pseudoargument als lächerliche Lüge zu entlarven“ Tja, dumerweise bin ich damit weder gegen Männer noch gegen Frauen angekommen, um das als Lüge zu entlarven. Das sind dann immer Unterschiede (zwischen Mann und Frau) und Äpfel und Bananen, die man nicht vergleichen kann.
Redet ihr auch mal mit Leuten darüber?
Hab einen 28 jährigen Kollegen und mich mit ihm darüber unterhalten „finde ich nicht gut, das Frauen auch zum Wehrdienst dürfen. Lieber würde ich den Kopf hinhalten und sterben als dass ich meine Freundin in den Krieg schicke und sie stirbt.“
Dafür werden Panzer jetzt schwangerschaftsgerecht ausgelegt ( 🙄 als würde man jemals Schwangere an die Front schicken).
Manndat vergisst wohl die extrem langwierige Schmink-care-Arbeit. Das machen Frauen natürlich nicht, um Männer anzulocken, sondern für sich selbst! Was aber nicht darüber hinweg täuschen soll, dass das care-Arbeit ist. Also für andere. Wobei Frauen, wie wir wissen, starke und unabhängige Opfer sind, die nicht daran erinnert müssen, dass sie Opfer der Männerstrukturen sind. Das wissen sie schon von alleine. Trotzdem ist es nötig, dass bestimmte Parteien diese Leier immer und immer wieder bespielen, sonst könnte man für einen Tag vergessen, dass Frauen unabhängige und starke Care-Arbeit-Opferinnen sind. Das ist Schwerstarbeit. Da ist die Wehrpflicht eher wie ein kurzer Urlaub dagegen. Und natürlich nein, bevor sie jetzt sagen, dass – wenn es so ein kleiner kurzer Urlaub ist – wenig dagegen spräche, dass Frauen auch machen müssen sollten, nein, das ist einfach Frauenunterdrückung. Was wohl Mitzi nächste Woche gerne essen möchte? OMG, dieser mental load schon wieder. Ich kenne keinen Mann der sich solche Gedanken machen muss…