Geschichte des Wehrpflichtsexismus in Deutschland – Teil 1
Geschichte des Wehrpflichtsexismus in Deutschland
Hier sind alle Textstellen aus dem Buch »Besonders Frauen«: Schwarzbuch Feminismus 1968 – 2019 von Gunnar Kunz zitiert, die sich damit befassen, wie Politiker von Gleichbehandlung fabulieren, aber Ungleichbehandlung praktizieren. Gerade jetzt, wo die politisch Verantwortlichen dabei sind, die Landesverteidigung wieder ausschließlich den Männern aufzubürden und die Rolle rückwärts zum Männerrollenbild des Kriegers zu vollziehen, ist dieses Buch so aktuell und wertvoll wie nie zuvor.
Diese Zusammenfassung zeigt, welche Doppelmoral, mangelnde Integrität und Drang zur Männerausbeutung sich wirklich hinter einer Politik und Rechtsprechung versteckt, die den Menschen hehre Werte und Ideale von Gleichberechtigung und Gleichheit vorgaukelt, aber Männerausbeutung meint.
Im Buch von Gunnar Kunz sind die jeweiligen Originalquellen aufgeführt.
Das Buch beinhaltet weitestgehend nur die Entwicklung in Westdeutschland. Wer entsprechende Infos zur Entwicklung in Ostdeutschland hat, kann diese gerne in die Kommentare schreiben.
Siehe auch: https://manndat.de/literaturliste/besonders-frauen-ein-kompendium-ueber-den-feminismus-eine-rezension-von-dr-bruno-koehler.html
Nun zur Historie aus dem Buch:
1948: Die Vereinigung weiblicher Juristen und Volkswirte, der spätere Deutsche Juristinnenbund, wird gegründet (1959 Juristinnenbund (Vereinigung der Juristinnen, Volkswirtinnen und Betriebswirtinnen), ab 1979 Deutscher Juristinnenbund, (…)). Zu den Pionierinnen gehören Elisabeth Selbert und Elisabeth Schwarzhaupt.
1949: Elisabeth Selbert sorgt bei der Erarbeitung des Grundgesetzes mithilfe des Drucks der Straße und der Medien dafür, dass im Artikel 3 lediglich gleiche Rechte, aber keine gleichen Pflichten für die Frauen aufgenommen werden.
1953: Die Gleichberechtigung der Geschlechter wird am 1. April geltendes Recht. Das Bundesverfassungsgericht erklärt, dass Art. 3 GG nur verbiete, die Frau als Frau im Vergleich zum Mann zu benachteiligen; Sonderregelungen zum Schutz der Mutter seien weiterhin zulässig.
1955: Die allgemeine Wehrpflicht für Männer wird eingeführt (und tritt am 25. Juli 1956 in Kraft). Elisabeth Schwarzhaupt sorgt dafür, dass im Art. 12a GG der Satz »Frauen (…) dürfen auf keinen Fall Dienst mit der Waffe leisten« eingefügt wird. Im Rechtsausschuss des Bundestags 1956 begründet sie dies unter Beifallsbekundungen damit, dass »unsere Auffassung von der Natur und von der Bestimmung der Frau einen Dienst mit der Waffe verbietet«.
Auf der 2. Bundesfrauenkonferenz des DGB wird die Diskussion um eine Dienstverpflichtung von Frauen aufgegriffen, die sich ein Jahr lang für wenig Geld um Kranke und Behinderte kümmern sollen. Clara Sahlberg (ÖTV) erklärt, »dass die Einführung eines Pflichtjahrs für Mädchen unbedingt abzulehnen ist, (…) zumal sich eine solche Maßnahme auch wirtschaftlich und sozial nachteilig für die weibliche Jugend auswirkt«.
1978: Während die 1977 beschlossene Abschaffung der Gewissensprüfung von Kriegsdienstverweigerern am 13. April durch das Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig gekippt wird, sodass das alte schikanöse System gegenüber Männern fortbesteht und gar noch verschärft wird, während Kriegsdienstverweigerung für jeden Mann mit persönlichen Nachteilen und erheblichem psychischem Druck verbunden ist und zugleich vermehrt männliche Soldaten Selbstmord begehen – allein im vergangenen Jahr wollten sich über 1.000 Soldaten das Leben nehmen –, fordert Alice Schwarzer aus »Kritik am Gewaltmonopol der Männer« den freiwilligen Zugang von Frauen zur Bundeswehr inklusive Dienst an der Waffe mit der Begründung, der Ausschluss von Frauen aus dem »Männer-Militär« sei der extremste Ausdruck der Aufgabenverteilung zwischen Männern und Frauen: »Es muss uns um die grundsätzliche Forderung des Zugangs für Frauen zu allen Machtbereichen gehen, auch zum Militär!« Und: »Ich habe auch gelernt, (…) wie sehr Waffengewalt und Männlichkeitswahn miteinander verquickt sind«.
Einen Zwangsdienst, wie Männer ihn leisten müssen, will sie selbstverständlich nicht: »Klar, dass ich da auch nicht für eine Wehrpflicht für Frauen bin. Schon gar nicht aus den Gründen, aus denen die Junge Union dafür plädiert. Sie meint, wenn wir gleiche Rechte haben wollen, müssten wir auch für gleiche Pflichten sein. Aber wir Frauen haben heute genug Pflichten, weit mehr als die Männer«. Denn: »Hier steht ein Jahr Wehrdienst gegen 20 Jahre Mutterdienst«. Liselotte Funcke ist der Ansicht, »Frauen, die bestimmt sind, Leben zu geben, dürfen nicht zum Töten gezwungen werden«. Denn dann könnte frau sich ja schlecht weiter einreden, dass Männer von Natur aus gewalttätig sind wie etwa Ariane Barth vom Spiegel: »Nahe liegt, dass Töten, dieses Männerhandwerk, sich behaupten will gegen das Entgegengesetzte, gegen die lebensgebende Kraft, gegen den Leib der Frau«.
1979: Während es sich Männer nach wie vor nicht aussuchen können, ob sie zum Wehrdienst eingezogen werden, und der Militärische Abschirmdienst gar komplette Jahrgänge von Wehrpflichtigen durchleuchtet, darunter auch solche, die wegen Platzmangels gar nicht eingezogen werden können, inszenieren sich Frauen als das friedliche Geschlecht, indem sie die Initiative Frauen in die Bundeswehr? Wir sagen nein! gründen und Sätze von sich geben wie »In nichts hat es die Männertechnologie weitergebracht als im Töten«.
1982: Die DDR-Führung verabschiedet im März ein neues Wehrpflichtgesetz, nach dem im Ernstfall auch Frauen »in die allgemeine Wehrpflicht einbezogen werden« können. Mehrere hundert Frauen protestieren in einem Brief an Erich Honecker: »Wir Frauen sehen den Armeedienst für Frauen nicht als Ausdruck ihrer Gleichberechtigung, sondern als einen Widersinn zu ihrem Frau-Sein«. Außerdem fordern sie das Recht auf Verweigerung, »weil sich durch Erlass dieses Gesetzes, das den Frauen die Pflicht zu einem allgemeinen Wehrdienst auferlegt, eine Einschränkung unserer Gewissensfreiheit ergibt«. Die Gewissensfreiheit von Männern steht nicht zur Debatte.
Während Margret Thatcher im Falklandkrieg gegen Argentinien männliche Soldaten verheizt, inszenieren sich Frauen in Deutschland bei Demonstrationen und Artikeln gegen den NATO-Doppelbeschluss als das friedfertige Geschlecht und verteufeln Männer als angebliche Kriegstreiber. Ob beim Frauenkongress in Bremen (»Krieg als Männergewalt«) oder in der Courage (»Kriege hatten in der Geschichte immer Männer zu verantworten. Männer haben militärische Waffen entwickelt und ihre Streitigkeiten durch gegenseitige Vernichtung ausgetragen«), ob Anwältin Barbelies Wiegmann (»Wir leben in einer Männergesellschaft, die diese Welt an den Rand des Abgrunds gebracht hat«) oder Theologin Dorothee Sölle, die vom »(männlichen) Menschenfresser« spricht und befindet, dass »die Rolle der Frau am Ende dieses Jahrhunderts für das Überleben der Menschheit wichtiger als alles andere ist«.
1984: Weil aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge im Verteidigungsministerium nicht nur über eine Verlängerung der Wehrpflicht nachgedacht wird, sondern auch vorsichtige Überlegungen angestellt werden, Frauen zum Dienst in der Bundeswehr – auf freiwilliger Basis und ohne Waffen – heranzuziehen, empören sich Kanzler Kohl und Taz, Frauengruppen und Frauen aus SPD, Grüne, DKP und Gewerkschaften gegen die »Militarisierung der Frauen« (Grüne). Heide Simonis schimpft: »Dies läuft nach dem Motto, wenn ihr nicht die Söhne gebärt, habt ihr gefälligst selber zu erscheinen«.
1999: Die Elektronikerin Tanja Kreil klagt, weil sie bewaffneten Dienst in der Bundeswehr leisten will. In den Medien zur »Kämpferin« stilisiert, die gegen alte Zöpfe angeht, hat ihr in Wahrheit der Bundeswehrverband die Klage nahegelegt und ihr Rechtsbeistand zugesichert, um auf diese Weise Lücken im Wehrdienst zu füllen. Während Feministinnen jubeln, dass wieder eine männliche Bastion gefallen ist, beeilen sie sich im gleichen Atemzug klarzustellen, dass sie eine Wehrpflicht für Frauen auf keinen Fall akzeptieren würden. So etwa die Wehrbeauftragte des Bundestags, Claire Marienfeld, Verteidigungsexpertin Angelika Beer, die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Hannelore Rönsch (mit der Begründung, Frauen seien ja vorwiegend allein für Haushalt und Kindererziehung zuständig) oder Maria Eichhorn, die Vorsitzende der Frauen-Union (mit der Begründung, dass Frauen im Pflegebereich bereits ihren Einsatz leisteten). Kirchliche Organisationen fürchten derweil aufgrund der Diskussion um die Abschaffung der Wehrpflicht um den Verlust ihrer billigsten Arbeitskräfte, der Zivildienstleistenden.
Fortsetzung folgt…
Quelle Beitragsbild: AdobeStock_699348221
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.
Lesermeinungen
Schreiben Sie einen Kommentar
Bitte beachten Sie, dass Kommentare mindestens 5 und höchstens 1500 Zeichen haben dürfen.
Zitate können mit <blockquote> ... </blockquote> gekennzeichnet werden.
Achtung: Wenn Sie einen Kommentar von einem Smartphone verschicken, wird der Text manchmal von der Autofill-Funktion des Smartphones durch die Adresse ersetzt. Wenn Sie den Kommentar absenden, können wir den originalen Text nicht wiederherstellen.
Die Regierung macht doch alles richtig:
Mal angenommen, ihr habt zwei Gruppen, nennen wir sie die Schlechtmenschen und die Bessermenschen.
Die Schlechtmenschen lassen alles mit sich machen, fühlen sich nicht einmal benachteiligt, die Bessermenschen beschweren sich ständig, sehen überall Mikroaggressionen und kämpfen für ihre Rechte. Wenn würdet ihr zum Wehrdienst verpflichten?
@manndat
Ich denke nicht, dass wir hier über die Männer-Frauen-Schiene weiterkommen. Das Argument muss sein, die Lasten der Landesverteidigung müssen fair verteilt werden, es wäre sozial ungerecht, jemanden auszulosen. Daher brauchen wir einen marktwirtschaftlichen Ansatz: Der Sold wird solange erhöht, bis sich genügend Freiwillige finden. Über das Steuersystem werden diese Lasten dann fair verteilt.
Dürfte besser ankommen, denn wer will sich denn schon in der Politik für die Schlechtmenschen einsetzen? 🥴
Klingt vernünftig. Aber warum soll die Politik Geld ausgeben für Kriegsdienst, wenn sie genügend Schlechtmenschen hat, die sie dazu mit Gewalt zwingen kann und darf?
Ich denke, es wird sich nichts ändern, solange es Männer zulassen, sie qua Geburt als Schlechtmenschen zu diskriminieren.
„Der Sold wird solange erhöht, bis sich genügend Freiwillige finden.“
Da kannst du lange darauf warten. Das war ja die jahrzehntelange Ausbeute des Staates gegenüber der Männer. Die Zwangsverpflichteten wurde billig abgespeist, der mickrige Sold stand in keiner Relation mit der Leistung und dem Risiko, die abverlangt wurden. Berufsarmeen sind ungleich teurer, da die Leute erst kommen, wenn der Sold auch stimmt.
@Bruno
Die Wehrpflicht ist nur scheinbar billig, die volkswirtschaftlichen Kosten sind enorm. Ständig unmotivierte Schlechtmenschen auszubilden, die in dieser Zeit nicht produktiv sind, und keine Steuern zahlen, kostet eben auch.
s. hier
https://www.ifo.de/pressemitteilung/2024-07-10/wiedereinfuehrung-der-wehrpflicht
Die Argumentation muss also sein, dass ohne Wehrpflicht die Arbeitskraft der Schlechtmenschen besser genutzt werden kann. Zieht garantiert.😁😎
@ingenieur
Das ist nachvollziehbar. Ich bin aber skeptisch, dass so eine Argumentation ziehen würde. Durch Männerzwangsdienste werden Männer nachhaltig in ihrer beruflichen Karriere benachteiligt und Frauen bevorzugt und damit ist das besser für die Frauenquote und darauf kommt es ja letztendlich an. Dass die Benachteiligung von Männer auf dem Arbeitsmarkt volkswirtschaftlich schlecht ist, ist ja klar. Das sieht man derzeit. Männer, die früheren Leistungsträger werden immer öfter in die Arbeitslosigkeit abgeschoben. Aus Leistungserbringern werden Leistungsempfänger. Und der Sozialstaat kann so immer weniger finanziert. Aber das juckt niemanden. Wichtig ist nur, dass die Frauenquote stimmt.
Außerdem wäre es für MANNdat nicht passend , zu argumentieren, dass man Männer mit Abschaffung der Wehrpflicht Männer noch besser ausbeuten könnte.
Es ist nach einigen Jahren der Ruhe den Betroffenen anscheinend gar nicht so recht bewußt, was da auf sie zukommt – eine in jeder Hinsicht mit jeglichem menschlichem Anstand unvereinbare Fleischbeschau, der Verlust unersetzlicher Lebenszeit unter haftähnlichen Bedingungen mit Freigang am Wochenende und absolut fehlender Selbsttbestimmung, finanzielle Einbußen, eine lebenslange (!) „Wehrüberwachung“ und die inzwischen wieder sehr reale Möglichkeit von Tod und Verstümmelung, während ihre Altersgenossinnen frei und unbehelligt ihr Leben nach eigenem Geschmack leben können.
Interessant fände ich auch, ob es seinerzeit neben den unsäglich perfiden Aktionen der namentlich genannten „Damen“, um nicht den treffenden Ausdruck zu gebrauchen, von weiblicher Seite auch nur eine einzige Gegenstimme zur Wiedereinführung des Kriegsdiensts (ausnahmsweise mal „men only“!) und der Beschlüsse in der Folgezeit gab. Mich ekelt nur noch.
Das Leben als Frau muss ja eine UNMENSCHLICHE Hürde sein. Wenn ich mir die ganzen Steuersubventionierten Quoten Frauen anhöre hier im Beitrag.Gott sei dank dem Patriarchat brauche ich als Mann da nur Wehrdienst Leisten . Nochmal Riesen Schwein gehabt
In Gesprächen mit Auszubildenden und jungen Ausgebildeten entsteht bei mir der Eindruck, dass die betroffenen jungen Männer sich eigentlich fast gar keine Gedanken über diese Wehrungerechtigkeit machen.
Ebenso fast nicht vorhanden sind konkrete Vorstellungen, was mit einem im Kriegseinsatz so alles passieren kann. Man kann sterben, ja, aber all die anderen Dinge wie Verwundung, Verstümmelung, Verrohung, Gefangenschaft, Folter, Missbrauch oder noch ganz andere schlimme Dinge, sind in der Vorstellung so gar nicht präsent.
Und selbst der Tod scheint in den Köpfen der Jungen eine schnelle und saubere Sache zu sein. Nichts mit „ewig lange mit heraus hängendem Gedärm nach Mama schreiend auf dem Schlachtfeld verrecken“.
Auch wird nicht hinterfragt, wer denn überhaupt darüber entscheidet, dass man sich jetzt gefälligst abschlachten zu lassen hat. Ob diese Leute es überhaupt wert sind, den Zwangsverpflichteten auch nur die Stiefel zu lecken.
Oder ob diese Leute nur ihre Aktienpakete bei den Rüstungsherstellern in die Höhe treiben wollen.
Ob und was denn da überhaupt zu verteidigen IST.
Die eine Hälfte der Bevölkerung darf mit abstimmen, ob kriegsgeile Parteien die nächsten Jahre die Kontrolle übernehmen dürfen. Die gleiche Hälfte kann sich dann allerdings vor den Konsequenzen ihrer Entscheidung drücken, und lässt die andere Hälfte ihre Idiotie ausbaden.
Ohne mich.
A propos Sexismus: Wie aus einem Bericht des „Spiegel“ hervorgeht, soll auch die erniedrigende, übergriffige und sexistische Genitaluntersuchung, die in diesem Zusammenhang ohnehin keinerlei Sinn außer der Einschüchterung der Gemusterten hat (wie war das bei Frauen mit „my body, my choice“?), weiterhin fester Bestandteil der „Musterung“ bleiben und die jungen Männer sicherlich auch in Zukunft, wie gehabt, von und in Anwesenheit von Frauen beglotzt und befummelt werden wie Schlachtvieh, das sie ja im Ernstfall auch sein sollen, während freiwillige Bewerberinnen nie an Brust und Genitalien untersucht werden.
Als die Wehr“pflicht“ und die Musterungen 2011 ausgesetzt wurden, war ich naiv genug zu glauben, dass sie, sollten sie jemals wiederkommen, nie und nimmer so wie seinerzeit wiederkehren würden. Was für ein Irrtum! Man will genau da weitermachen, wo man 2011 aufgehört hat. Und nirgendwo hört man von nennenswertem Protest. Es ist einfach unverständlich, dass die Betroffenen so ruhig bleiben!
Die Hodenuntersuchung bei der Musterung (oft als „Eierkontrollgriff“ bezeichnet) dient primär der medizinischen Früherkennung von Hodenkrebs, Zysten, Knoten oder Krampfadern bei jungen Männern. Zudem wird der Arzt auf Fehlbildungen, Hodenhochstand oder Leistenbrüche prüfen. Da Hodenkrebs in der Altersgruppe der Wehrpflichtigen am häufigsten auftritt, ist diese Untersuchung eine wichtige Vorsorgemaßnahme.
Eine genitale Untersuchung bei Frauen ist laut den offiziellen Verfahrensbeschreibungen der Bundeswehr nicht vorgesehen, um die körperliche Integrität zu wahren.
Bei der Musterung für die Bundeswehr werden bei Frauen keine spezifischen Untersuchungen im Intimbereich oder der Brust durchgeführt, da der Fokus auf körperlicher Tauglichkeit (Größe, Gewicht, Sinne) liegt.
Frauen werden bei der Musterung in der Regel anders untersucht, da die medizinischen Anforderungen und Risiken für den Einsatz anders gelagert sind. In vielen Fällen erfolgt die gesundheitliche Beurteilung durch ärztliches Personal in einem anderen Rahmen, etwa bei der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung.
Wahnsinn!
Schon dieser erste Teil ist voll von Doppelmoral und Heuchelei, da fragt man sich, wie das noch zu steigern ist.