Die Intensivkrankenschwesterin und was sie über Männerhass aussagt

von Gastbeiträge

Intensivkrankenschwesterin – Vor kurzem haben wir den Gastbeitrag zum Unbehagen an der Gendersprache veröffentlicht und nun das. Unsere Gesellschaft leidet an einer impliziten Krankheit, dem Hass und der Verunglimpfung von Männern und der Aversion gegen alles Männliche. Dies drückt sich in vielen Symptomen aus – auch beim wdr-Konstrukt der Intensivkrankenschwesterin.

Ein Gastbeitrag von Prof. Michael Klein (www.mens-mental-health.de)

Die Aversion gegen alles Männliche

Unsere Gesellschaft leidet an einer impliziten Krankheit, dem Hass und der Verunglimpfung von Männern und der Aversion gegen alles Männliche. Dies drückt sich in vielen Symptomen aus: (1) Weiße Männer sind die einzige Zielgruppe, über die in der Werbung Spott und Häme gegossen wird (an die Nicht-Weißen trauen sich die Kreativen und Woken nicht ran). Mehr dazu hier: https://mens-mental-health.de/der-alte-weisse-mann/; (2) Gendersprache ist ein Elitenprojekt mit dem Männer unsichtbar gemacht werden sollen. Inwiefern Gendersprache auch gegen Männer gerichtet ist, wird hier genauer dargelegt: https://mens-mental-health.de/gendersprache-sprachgesundheit/; (3) Benachteiligung und Diskriminierung von Männern spielt im öffentlichen Bewusstsein keine Rolle oder wird ignoriert. Sie kommt aber oft vor (Beispiele hier: https://mens-mental-health.de/diskriminierung-von-maennern/). So ist wenig bekannt, dass neben der um 4-5 Jahre kürzeren Lebenserwartung Männer häufiger Suizid begehen, an Krebs erkranken, suchtkrank werden und dass es sogar männerspezifische Formen von Depression gibt.

Das Schlechte im Mann hat in den Medien Hochkonjunktur

Dass die modernen westlichen Gesellschaften (diese Symptome gibt es nämlich nur dort!) das Männliche so intensiv und erbarmungslos bekämpfen, hängt mit ihren nicht aufgearbeiteten Neurosen zusammen. So meine Hypothese dazu. Dass dort Schuldgefühle grassieren, weil man einmal rassistisch, imperialistisch, sexistisch und eine andere Form großer Ungerechtigkeit gepflegt hat. Seit Jahrzehnten wird den westlichen Gesellschaften indoktriniert, dass Männer böse und Frauen gut sind. Diese Schwarz-Weiß-Malerei kommt bisweilen ganz plump, öfter aber auch filigran daher. Aber immer geht es um Verabsolutierung und Generalisierung. Aus wenigen narzisstischen, antisozialen oder kriminellen Männern werden „die Männer“. Aus Frauen, die Schlimmes erlitten haben, werden „die Frauen sind Opfer“. So banal und falsch diese generalisierten Zuschreibungen sind, sie haben sich tief in das Bewusstsein der westlichen Gesellschaften eingebrannt. Der Feminismus und dessen Weiterentwicklung in den Genderismus, der alles mit der Brille des sozial konstruierten Geschlechts sieht, haben sich zu einer globalen Ideologie zur Bekämpfung jedweder Ungerechtigkeit und Ungleichheit weiterentwickelt. Feminismus und Genderismus im Konzert mit Antirassismus, Postkolonialismus, Diversität und ähnliche Ideologien haben sich zur Religion der westlichen Gesellschaft entwickelt. Sie mutieren und dominieren das Denken vieler Menschen immer mehr, beeinflussen Medien, Bildungssystem und Politik in unkritisch, nicht reflektierter Weise.

Sprachverwirrung im WDR: Intensivkrankenschwesterin

Ein aktuelles Beispiel, welche Verwirrtheiten der misandrische Reflex bei Journalisten erzeugt, war Anfang August 2022 im WDR zu sehen und zu hören. Ein Lokalreporter aus Ostwestfalen interviewt eine junge Frau und spricht sie zweimal als „Intensivkrankenschwesterin“ an. In diesem sehenswerten Youtube-Beitrag von Boris von Morgenstern werden die Szenen gezeigt und kommentiert (https://www.youtube.com/watch?v=5gEHxyWOAog). Wie ist diese sprachlich-genderistische Kapriole psychologisch zu erklären? Wenig später benutzte eine Redakteurin des WDR den Begriff „Krankenschwesterin“. Obwohl die Berufsbezeichnung „Krankenschwester bzw. Krankenpfleger“ schon lange abgeschafft ist, spukt die männerfeindliche Vermeidung vermeintlich maskuliner Begriffe in den Köpfen junger WDR-Redakteure herum. Das lässt tief blicken und zeigt, wie weit die sprachlich-gesellschaftliche Umkonditionierung fortgeschritten ist.

Wieso genderistische Journalisten so etwas sagen!

Das Wort Schwester endet mit dem Suffix -er, das bei vielen Journalisten offenbar einen Reflex auslöst, diese männlich klingende Wortendung wegzumachen. Eben, der misandrische Reflex, gegen alles Männliche. In Wirklichkeit hat die Endung -er in Schwester, Mutter usw. gar keinen maskulinen Bezug. Es handelt sich ausschließlich um einen unbewussten, kognitiven Reflex. Inzwischen wird dieser männerfeindliche Reflex in Journalistenschulen, an Hochschulen und im ÖRR klassisch konditioniert. Was aus -er endet, ist nicht gut und muss weg, ist die latente Botschaft. Und das Ganze funktioniert nach einem einfachen psychologischen Lernprinzip, dem klassischen Konditionieren: Wörter mit der Endsilbe -er klingen so verdammt männlich, dass man (der Journalist, Redakteur, Sprecher im ÖRR) das einfach nicht aushält und schnell das richtige – weil weibliche – Suffix -in anhängen muss. Dann ist die Welt wieder in Ordnung, man ist politisch korrekt, verletzt keine Frauen oder Minderheiten und arbeitet weiter an der eigenen Karriere. Das geht schon lange so im Rahmen der von oben elitär oktroyierten Gendersprache. Dass dabei gegen die große Mehrheit der Menschen im Land, die das System des ÖRR finanzieren, handelt, bekümmert die Journalisten beim ÖRR nicht weiter. Der Gebührenzahler ist rückständig, unaufgeweckt (nicht woke) und muss erzogen werden. Auch wenn der WDR im Nachhinein erklärte, es hätte sich um einen unbeabsichtigten Versprecher gehandelt, erscheint dies wenig glaubwürdig, da das Wort -krankenschwesterin innerhalb weniger Tage dreimal im Programm auftauchte. So viele zufällige Versprecher desselben Wortes kann es nicht geben.

Das Männliche muss wieder akzeptiert werden!

Wie können sich die westlichen Gesellschaften aus der selbst verschuldeten Falle des Wokeismus, der nur vermeintlichen Fortschrittlichkeit, wieder befreien? Jahrelange Indoktrination, Entwertung und Verzerrung von Realitäten liegen hinter uns, alles Männliche ist wieder und wieder negativiert worden. Es müssen die Regeln von Vernunft und kritischer Rationalität wieder Geltung bekommen. Wer meint, Gerechtigkeit durch Manipulation der Sprache von oben und Benachteiligung oder Diskriminierung von Männern herstellen zu müssen, irrt und muss diese rückgemeldet bekommen. Dass Männer und Männlichkeit ganz überwiegend etwas Positives sind, muss in der Gesellschaft, vor allem aber in den Medien, der Politik und im Bildungswesen, wieder anerkannt und gewürdigt werden (siehe genauer https://mens-mental-health.de/vom-toxischen-putin/). Gerade in Zeiten schwerer Menschenrechtsverletzungen (Myanmar, Afghanistan, Ukraine etc.) müssen die Männer, die positive Männlichkeit verkörpern, ohne sich unsichtbar zu machen oder überangepasst zu sein, Unterstützung und Stärkung erfahren. Darunter sind auch viele Krankenpfleger!

Zum Autor:

Prof. Dr. Michael Klein ist Klinischer Psychologe und Psychotherapeut in Köln, Experte für Männerpsychologie, psychische Gesundheit des Mannes und Gendersprache; www.mens-mental-health.de

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Lesermeinungen

  1. Von Gerd

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    • Von Bernd Jenne

  2. Von nico

    Antworten

    • Von Dr. Bruno Köhler

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