Pressemitteilung zum Männertag

von MANNdat

Jungen werden von der Politik weiterhin vernachlässig

Stuttgart – Der gemeinnützige Verein MANNdat e.V. kritisiert anlässlich des Internationalen Männertags am 3. November, die zunehmende Vernachlässigung der Bildungsprobleme und Zukunftsperspektiven von Jungen durch die politisch Verantwortlichen, insbesondere auf Bundesebene. Zum Internationalen Männertag hat der Verein deshalb Jungenförderung in einem Faktenbeitrag „Jungen und Geschlechterpolitik“  mit einer Vielzahl von Quellen sowie drei neue Informationsblätter thematisiert.

Bildungsleistungsstudien und die Shell-Jugendstudie zeigen ein deutliches, geschlechterspezifisches Bildungsgefälle zuungunsten der Jungen. Die Politik hat sich dem Grundsatz von Gender Mainstreaming verpflichtet, einer Geschlechterpolitik, die auch jungen- und männerspezifische Belange berücksichtigen soll. „Diesem Anspruch wird die Politik jedoch nicht gerecht“, so Dr. Köhler von MANNdat e.V., ein Verein, der durch seine Jungenleseliste bundesweit bekannt ist. Das Bundesbildungsministerium unter Ministerin Schavan (CDU) führt beim Thema „Gender Mainstreaming“, immer noch ausschließlich Frauen- und Mädchenförderprojekte, aber kein einziges Jungenförderprojekt. Auch im nationalen Integrationsplan 2007 ist als geschlechtersensibles Thema ausschließlich die Situation von Frauen und Mädchen aufgeführt. Die größten Bildungsverlierer in Deutschland, die Migrantenjungen, hat man geschlechterpolitisch erneut gezielt und systematisch ausgegrenzt.

„Einmal mehr wurde das Versprechen gebrochen, die geschlechterspezifischen Belange beider Geschlechter berücksichtigen zu wollen“, so Dr. Köhler vom Verein MANNdat e.V. „Geschlechtersensible Förderung erschöpft sich auch heute noch oftmals im bloßen Weglassen von Jungen. Die Folge: Eine um über 30% höhere männliche Jugendarbeitslosigkeit.“

Auch in den Schulen sind ähnliche Probleme festzustellen. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Jungen bei der Sprachkompetenz und bei motorischen Fähigkeiten tendenziell langsamer entwickeln. Eine spezielle, gezielte Jungenförderung in der Schule oder Vorschule die diese ungleiche Rahmenbedingungen für Jungen ausgleichen würde, existiert jedoch in keinem Bundesland.

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