Gewalt in Beziehungen – und täglich grüßt das Murmeltier

von MaWor

Bild: wikimedia commons, User Guety
Die Politik scheint ähnlich wie Bill Murray im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in einer Zeitschleife festzusitzen: Immer wieder werden Studien zur Gewalt in Beziehungen ignoriert.

Es ist schon erstaunlich, wie sehr doch eine Ideologie das Gehirn blockieren kann. Auch heute noch. Und selbst gebildete Menschen scheinen nicht davor gefeit zu sein. Mittlerweile haben hunderte Studien das von Medien und Politik einseitig gezeichnete Bild vom gewalttätigen Mann und der Frau als Opfer widerlegt. Frauen schlagen sogar häufiger, so die aktuelle Auswertung internationaler Forschungen. Aber die Politik scheint ähnlich wie Bill Murray im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in einer Zeitschleife festzusitzen: Immer wieder werden unabhängige und ergebnisoffene Studien zur Gewalt in Beziehungen ignoriert.

Wie die NZZ berichtet, kommt auch die Uni Zürich in einer aktuellen Studie zum gleichen Ergebnis: Jedes fünfte Mädchen hat schon Gewalt in der Beziehung ausgeübt, bei den Jungen nur jeder achte. Wieso dort aber als Problem auf eine „Macho-Einstellung“ verwiesen und von „traditionellen Rollenbildern“ gesprochen wird, bleibt wohl deren Geheimnis. Zur Erinnerung: Mädchen schlagen häufiger.

Hier kommt das Murmeltier ins Spiel. Genauer gesagt zwei Murmeltiere, eins auf jeder Seite. Da haben wir zum einen das Murmeltier der Studien, welches seit Jahren regelmässig aufzeigt, dass Gewalt in Beziehungen weitestgehend gleichverteilt ist. In neuesten Forschungen hat es sich mittlerweile sogar hin zu häufigerem Schlagen von Seiten der Frauen verschoben. Auf der anderen Seite sitzt das Murmeltier der Medien und Politik, das faktenresistent genau das Gegenteil verkündet. Bestes Beispiel ist der aktuelle Koalitionsvertrag zur Bekämpfung von Gewalt, in dem Männer natürlich nur als Täter vorkommen.

Auch wenn es zumindest in den Medien immer wieder positive Überraschungen in der Berichterstattung zu diesem Thema gibt, befindet sich die Politik hingegen immer noch im Winterschlaf. Und auch von der Uni Zürich und der NZZ hätte man eigentlich Ursachenforschung erwarten können, warum Mädchen häufiger schlagen. Stattdessen versteift man sich auf Formulierungen wie Macho-Einstellung und traditionelle Rollenbilder und suggeriert damit, partnerschaftliche Gewalt ginge mehrheitlich von Männern aus. Ideologische Denkblockade, oder politisches Kalkül? Wir helfen gerne, und kümmern uns um die vernachlässigte Ursachenforschung.

Kann es sein, dass die humoristische Darstellung und Verharmlosung von Gewalt gegen Männer in Film, Werbung, Medien und Musikvideos Mädchen und Frauen zum Schlagen ermutigt und inspiriert? Oder ist die Ursache ein weit verbreiteter und einflussreicher Flügel des Feminismus, der mit Männerhass assoziiert werden kann, und der sich gut in meinungsbildenden Medien und Politik etabliert hat? Ist dieser Feminismus, der nicht ausreichend kritisiert werden darf, vielleicht Vorbild für viele junge Mädchen? Also statt Macho-Einstellung vielmehr toxische Weiblichkeit und statt traditionelle Rollenbilder eher männerhassender Feminismus? Welche Rolle spielt eine Politik, die sich nicht um die Benachteiligungen von Jungen, Männern und Vätern kümmert, und diese nicht als Opfer wahrnehmen will? Und inwieweit ermutigt die Vorzugsbehandlung (siehe einseitige Anwendung des Gewaltschutzgesetzes) gewalttätiger Frauen durch Polizei und Justiz diese zum „Austeilen“? Welchen Einfluss hat der zwischen den Geschlechtern? Und ist nicht auch die Besetzung von relevanten Positionen in Medien und Politik, die eine gewisse Neutralität und Unvoreingenommenheit erfordern, durch Frauen mit feministischem Hintergrund fragwürdig und Teil der Vernebelung? Aber auch: Welchen Einfluss haben die schweigenden Männer?

Vielleicht finden sich irgendwann die beiden Murmeltiere und ziehen gemeinsam an einem Strang. Bis dahin bleibt es wohl aber weiterhin beim Verkünden von ideologischem Blendwerk.

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Lesermeinungen

  1. Von wolf

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  2. Von Gunther Herzlich

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  3. Von RowRow

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