Ursula von der Leyen – die Anti-Empathin auf dem EU-Thron

von MANNdat

Gestartet als Tochter des niedersächsischen Ministerpräsidenten, über Familienministerin und Verteidigungsministerin bis hin zur mächtigsten Position in Brüssel: Der Werdegang der Ursula von der Leyen zeigt, daß sie stets gefördert und privilegiert war und sich trotzdem immer wieder als Opfer inszenierte. In all ihren Positionen hat sie durchweg die Anliegen von Jungen und Männern ignoriert.

Ursula von der Leyen auf die Frage, wann Gleichberechtigung erreicht sei: „Wenn durchschnittliche Frauen in Führungspositionen sind.“ (Quelle: Gleichberechtigung: „Nun jammern Sie mal nicht“, Spiegel am 28. April 2008)

EU-Wahlen als Farce

Vor kurzem war EU-Wahl. Viele Plakate, viele Reden, viele Köpfe. Aber von einer möglichen neuen EU-Chefin Ursula von der Leyen war nie die Rede. Stattdessen wurde in bester Hinterzimmer-Manier der wichtigste EU-Posten ausgehandelt. Wie gehabt, die Wähler wählen und die Mächtigen machen, was sie wollen. Von dem Posten der Verteidigungsministerin ist von der Leyen schon vor der „Wahl“ zur Kommissionspräsidentin zurückgetreten, so sicher war ihre „Wahl“. Man hat sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, den ganzen Wahlzirkus zu kaschieren. Gleichzeitig wird Kramp-Karrenbauer neue Verteidigungsministerin, es durfte ja nur eine Frau auf den Posten nachfolgen.

Noch nie ist so ein unbeliebter Minister auf solch ein für alle Europäer wichtiges Amt gesetzt worden, was der SPON-Regierungsmonitor zeigt:

Lange lag von der Leyen hier auf dem letzten Platz – teils abgeschlagen. Die rote Laterne hat die 60-jährige Christdemokratin nun zwar an Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) abgegeben. Das aber heißt nicht, dass von der Leyen entscheidend an Sympathien gewonnen hätte. Vielmehr ist die Bevölkerung konstant unzufrieden mit der Verteidigungsministerin.

Seit der letzten Auswertung im Mai hat sich ihre Bewertung nur um einen Punkt auf -123 verbessert. Dass sie damit einen Platz gutgemacht hat, liegt daran, dass Scheuer regelrecht abgestürzt ist. Er steht um 13 Punkte schlechter da als in der letzten Auswertung und sechs Punkte hinter von der Leyen.

Ihre Pleiten und ungewöhnlich hohen Beraterausgaben sind bereits Legende und Thema verschiedener Satire-Sendungen, sogar bei Extra3 vom WDR (Was lief schief im Leben von Ursula von der Leyen) und in der heute-show im ZDF (Berateraffäre: Wird es jetzt eng für Ursula von der Leyen?), also im Öffentlich-Rechtlichen.

Trotzdem wird ihre Wahl von den meisten Mainstream-Medien regierungslinientreu bejubelt. Wer hätte es anders erwartet? Das Framing des Wählers beginnt bereits mit der Berichterstattung über die Wahl.

Aber das soll nicht unser Thema sein. Unser Thema soll sein, was wir von einer Ursula von der Leyen geschlechterpolitisch in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter erwarten können.

Wer ist Ursula von der Leyen?

Ursula von der Leyen wurde 1958 in Brüssel (ein Omen?) geboren. Sie ist Tochter des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht.

Inszenierung als Opfer

Ursula von der Leyen studierte nach ihrem Abitur zunächst Volkswirtschaft, brach das Studium aber nach sechs Semestern ab. Danach studierte sie Medizin, was sie nach zehn Jahren mit dem Staatsexamen abschloss und zur Ärztin approbiert wurde. Vier Jahre nach der Approbation folgte die Promotion. 1992 brach Ursula von der Leyen ihre Facharztausbildung ab und ging für vier Jahre mit ihrer Familie nach Kalifornien.

In der medial vermittelten öffentlichen Selbstdarstellung der Ministerin war sie damals ein Opfer frauenfeindlicher Arbeitsbedingungen. So schrieb die Reporterin der ‚Süddeutschen Zeitung‘, Evelyn Roll, in einem Porträt über die frischgebackene Bundesministerin: ‚Beim zweiten Kind war es schon einfacher. Als sie aber zum dritten Mal schwanger wurde, gleich nach ihrer Promotion 1991, da sagte der Professor: ,Ah, Frau von der Leyen, das dritte Kind. Sie sind wohl zu faul zum Arbeiten.’‘

Auch in einem kürzlich in der ‚Welt‘ erschienenen Porträt der Ministerin heißt es, man habe ihr gesagt: ‚Schwanger? Schade. Wir hatten noch so viel mit Ihnen vor.‘ (…)

Ihr damaliger Oberarzt, Professor Friedrich Degenhardt, (…), ist über diese Darstellung erstaunt. ‚Ich glaube nicht, dass jemand das zu ihr gesagt hat‘, so Degenhardt. ‚Wir haben sie sehr gut betreut, und die Stationsbesprechungen waren in Hannover schon damals um halb vier, gerade damit die Assistenzärzte nach Hause gehen konnten. Sie hat die Medizin aus privaten Gründen abgebrochen.‘

Degenhardt hat während seiner Jahre an der Medizinischen Hochschule Hannover von 1983 bis 2000 mit der jungen Assistenzärztin zusammengearbeitet. Noch während ihres Amerika-Aufenthaltes unterhielt er Briefkontakt mit ihr. Auch der heutige Chefarzt der Frauenklinik Celle, Professor Wolfgang Heidenreich, der die Studentin im Praktischen Jahr als Oberarzt betreut hatte, kann von der Leyens Lesart ihres Werdegangs nicht nachvollziehen. Er habe sie als ‚sehr ambitioniert und extrovertiert‘ erlebt, so Heidenreich: ‚Wir dachten, sie würde sich mit Sicherheit habilitieren.‘

Degenhardt gibt außerdem ohne falsche Scham zu bedenken, dass es niemand in Hannover gewagt hätte, ausgerechnet die Tochter von Ernst Albrecht ungerecht zu behandeln. Und: ‚Frau von der Leyen war von zu Hause aus gewohnt, sich durchzusetzen, sie hätte es gar nicht akzeptiert, gemobbt zu werden.‘

(…) Im Jahr 2002 sagte sie dem ‚Hamburger Abendblatt‘ über die Zeit nach ihrer Rückkehr aus den Vereinigten Staaten: ‚An eine Praxis als Frauenärztin war nicht zu denken.‘ Und zwar der Kinder wegen.

(Quelle: Antje Schmelcher: „Ursula von der Leyen : Eine steile Karriere“; Frankfurter Allgemeine Zeitung, aktualisiert 16.4.2007)

Fakt ist, dass von der Leyen gar keine Frauenärztin sein konnte, weil sie ihre Facharztausbildung nie beendet und den Arztberuf damals schon an den Nagel gehängt hatte.

Steile Karriere in der Politik – „Bild“-Unterstützung und wieder Inszenierung als Opfer

2001 begann die politische Karriere von Ursula von der Leyen, als sie zur stellvertretenden Ortsbürgermeisterin von Ilten gewählt wurde, einer Ortschaft mit dreieinhalbtausend Einwohnern in der Nähe Hannovers. Zusätzlich wurde sie CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat der nächstgrößeren Gemeinde Sehnde.

Bei der Wahl zum Regionalparlament versuchte sie den ehemaligen Wahlkreis ihres Vaters zu übernehmen. Am 7. Dezember 2001 siegte Ursula von der Leyen in einer Kampfabstimmung gegen den Landtagsabgeordneten Lutz von der Heide (CDU) mit einer Stimme Vorsprung. Allerdings war dabei ein zweideutiger Stimmzettel ihr zugerechnet worden, statt, wie vorgeschrieben, als Enthaltung gewertet zu werden. Das Landesparteigericht der CDU erklärte den Stimmzettel schließlich für ungültig, nachdem sich von der Heide dagegen gewehrt hatte. Die Wahl musste deshalb am 24. Mai 2002 wiederholt werden.

In diesen Monaten führten sie und Ernst Albrecht sowie der mittlerweile verstorbene Ehrenvorsitzende der CDU in Hannover, Wilfried Hasselmann, persönliche Gespräche mit den Delegierten des Wahlkreises 39, flankiert von einer Kampagne der ‚Bild‘ Hannover, geschrieben vom damaligen ‚Bild‘-Redakteur Andreas Beuge. In sieben Artikeln, die meist das strahlende Foto von ‚Röschen‘, der ‚Frauenärztin, Wissenschaftlerin und siebenfachen Mutter‘ zeigten, war von ‚Polit-Intrige‘ die Rede, der umstrittene Stimmzettel wurde zum ‚gefälschten Wahlschein‘.

Am Pranger: Lutz von der Heide. ‚Wer wollte „Röschen“ stürzen? Tochter von Ex-MP Albrecht Opfer einer schmutzigen Polit-Intrige‘, hieß es in der ‚Bild‘-Zeitung. Und weiter: ‚Gleich beim Start kämpft sie gegen ein Geflecht aus Intrigen, Machenschaften, Kungeleien.‘

(…)

Diese Kampagne beschädigte das Ansehen von der Heides, der nicht der Jäger, sondern der Gejagte war. Wenn man von Intrige sprechen will, so war er jedenfalls deren Opfer. Seit 13 Jahren war er Abgeordneter im Hannoverschen Landtag, nun machte ihn auch die übrige Regionalpresse bestenfalls zum Hinterbänkler.

Dabei war der CDU-Mann ein agiler Politiker, unter anderem als Vorsitzender des Expo-Arbeitskreises und als Vorsitzender des Arbeitskreises Bundes- und Europaangelegenheiten der CDU-Landtagsfraktion. Auf einmal galt er – auch innerhalb der Partei – als Nestbeschmutzer. Und das hatte Folgen.

Die Wahlwiederholung gewann von der Leyen mit einer Zweidrittelmehrheit. Damit war auch ihr Einzug in den Landtag schon so gut wie gesichert. ‚Bild‘-Redakteur Beuge wurde nach der Landtagswahl Pressesprecher im niedersächsischen Wirtschaftsministerium von Walter Hirche (FDP), der schon unter Albrecht Minister war. Lutz von der Heide kehrte der Politik den Rücken.

(Quelle: Antje Schmelcher: „Teil 2: Die Karriere der Ursula von der Leyen : ‚Ein Geflecht aus Intrigen‘“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, aktualisiert am 16.04.2007)

Danach ging es Schlag auf Schlag. 2003, nur zwei Jahre, nachdem sie ihre Politkarriere als stellvertretende Ortsbürgermeisterin einer Dreieinhalbtausend Seelen-Gemeinde begann, wurde sie Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit in dem Bundesland in dem – welche Überraschung – ihr Vater einst Ministerpräsident war.

Noch am Wahltag lief Ursula händchenhaltend mit ihrem Vater durch den Landtag. Die Presse berichtete darüber mit größtem Wohlwollen. Es schien, als sei mit der Tochter zugleich der Vater zurückgekehrt. In der ersten Kabinettssitzung des neugewählten Ministerpräsidenten Christian Wulff saß Ernst Albrecht sogar mit am Kabinettstisch.

(…) In der ‚Bild‘ Hannover erschien jeden Samstag ihre neue Kolumne ‚Was mir am Herzen liegt‘, in der sie wiederum aus dem Familienalltag plauderte. Zum 75. Geburtstag ihres Vaters erschien dort auch ihr Gratulationstext: ‚Lieber Papa, das habe ich von Dir gelernt.‘

(Quelle: Antje Schmelcher: „Teil 2: Die Karriere der Ursula von der Leyen : ‚Ein Geflecht aus Intrigen‘“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, aktualisiert am 16.04.2007)

Von 2005 bis 2009 war sie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Von 2009 bis 2013 war sie Bundesministerin für Arbeit und Soziales und ab 2013 schließlich bis Mitte Juli 2019 Bundesverteidigungsministerin.

Der Satz, der Gender Mainstreaming als Lüge entlarvte

Ursula von der Leyen ist eine typische Frauenfrau. Ihre politische Arbeit ist auf die weibliche Hälfte der Bürgerschaft ausgerichtet. Anliegen von Jungen und Männern werden kategorisch ignoriert und ausgegrenzt.

Als Familien- und Jugendministerin – und damit auch Hauptverantwortliche des damals neuen geschlechterpolitischen Konzepts „Gender Mainstreaming“ – beantwortete Ursula von der Leyen (CDU) in einem Interview mit der Berliner Zeitung 29.09.2006 nach langjährigen intensiver Mädchenförderung die Frage nach einer Jungenförderung zur Beseitigung des Gender Education Gaps wenig empathisch:

Ich finde es nicht schlimm, dass Mädchen in Sachen Bildung an den Jungen vorbeiziehen. Wenn es den Mädchen schlechter gehen würde, krähe kein Hahn danach.

Wenn Jungen oder Männer die schlechtere Quote haben, fällt Geschlechterpolitik kurzerhand aus. Es war der Satz, der Gender Mainstreaming als propagierte Geschlechterpolitik zum Nutzen beider Geschlechter zweifelsfrei als Lüge entlarvte.

Stattdessen benutzt von der Leyen den aufgrund der Vernachlässigung des Bildungspotentials von Jungen teilweise hausgemachten Fachkräftemangel 2010 zur Forderung nach mehr Frauen in Führungspositionen.

Die Schwerpunkte und Ziele der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 sah sie in der „Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern“, sprich Frauenförderung. Dies dürfte schon mal ein Vorgeschmack auf von der Leyens EU-Chef-Schwerpunkt sein.

2007 wird bekannt, dass ihr Ministerium mit Steuergeldern sendefertige Hörfunkberichte und druckreife Zeitungsartikel über eine Agentur im redaktionellen Teil von Hörfunksendungen und Zeitungen platziert, um die Öffentlichkeit zu manipulieren. Nach Angaben der Agentur wurde diese Propaganda , beispielsweise zum neu eingeführten Elterngeld, über 300 mal ausgestrahlt und erreichte 55 Millionen Hörer.

(Gunnar Kunz aus dessen Beitrag über Ursula von der Leyen vom 1. Oktober 2016, Abruf 17.7.2019)

Zensur

2009 wollte sie eine Kinderpornosperre durchsetzen. Was zuerst positiv klang, stieß auf Kritik, denn im Rahmen dieses Vorhabens sollte das Internet breitflächig zensiert werden . Zudem sollte dabei eine Strategie angewendet, die schon beim Gewaltschutzgesetz von der Frauenpolitik erfolgreich umgesetzt wurde. Gegen den Grundsatz der Gewaltenteilung sollen nämlich Ermittler der Landeskriminalämter ohne Richterspruch entscheiden, was illegal ist. Als Ursula von der Leyen zum gleichen Zeitpunkt auch als Bundespräsidentin gehandelt wurde, brachte ihr dies eine Netzkampagne „Zensursula“ der Piratenpartei ein.

Väter

Zwar thematisierte sie auch immer wieder Väter und ihre Bedeutung für die Familie, allerdings ohne Bestreben, die väterdiskriminierenden Strukturen im Familien-, Umgangs- und Sorgerecht abzubauen. Die väterdiskriminierenden Strukturen erkennt sie offenbar gar nicht. Vielmehr hält sie die Väter selbst für Schuld an ihrer mangelhaften Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Vätern sieht sie vorrangig den materiellen Wert zur Mütterentlastung. „Ursula von der Leyen will das Rollenverständnis von Männern radikal verändern und dafür sorgen dass auch das starke Geschlecht Pflichten am Herd übernimmt. Männern, die dazu nicht bereit sind, drohen nach ihrer Ansicht schlimme Konsequenzen.“ Das ist das gleichstellungspolitische Verständnis der Ursula von der Leyen: Frauen werden gefördert, Männer sanktioniert.

Männliche Gewaltopfer

Auch Frau von der Leyen hat kein Interesse, die Empfehlungen aus der unter ihrer Vorgängerin erstellten Studie ‚Gewalt gegen Männer‘ auch nur mit spitzen Fingen anzufassen. Lieber verbreitet sie ‚Standards und Empfehlungen für die Arbeit mit männlichen Tätern‘. Aus dem Inhalt: ‚Unter häuslicher Gewalt wird im vorliegenden Papier die Gewalt von Männern gegen ihre (Ex-)Partnerinnen verstanden. (…) Für andere Zielgruppen (Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, Gewalt gegen Kinder, Gewalt von Kindern gegen Eltern, Gewalt von Frauen gegen (Ex-)Partner) [man beachte die Reihenfolge!] müssen gegebenenfalls eigenständige Konzepte und Standards entwickelt werden.‘

(Gunnar Kunz, s.o.)

Selbstredend hat Ursula von der Leyen am 12.12.2012 für die Legalisierung von Körperverletzung an Jungen durch Beschneidung gestimmt – wie 90,7 Prozent der CDU/CSU-Abgeordneten übrigens auch.

Arbeitsministerin

Aber auch als Bundesarbeitsministerin tat sie sich schnell als Anti-Empathin gegenüber dem männlichen Teil der Bevölkerung hervor:

Von 227.000 Menschen, die im vergangenen Krisenjahr ihren Job verloren, waren nur 10.000 Frauen. Arbeit wird weiblicher, bunter, älter.

(Quelle: „Ich bin die erste Frau“: Interview von Ursula von der Leyen mit der FAZ vom 20.12.2009)

Selbst in Zeiten von „#menaretrash“ ist es ungewöhnlich, wie positiv Arbeitslosigkeit von einem Bundesarbeitsminister aufgenommen wird, zumindest, solange nur Männer davon betroffen sind.

Unbelehrbar, wie sie nun mal ist, versucht sie 2010 auch als Arbeitsministerin, heimlich 1,6 Millionen Euro in externe Öffentlichkeitsarbeit zu investieren, ohne dies explizit auszuweisen. Während sie einerseits bereit ist, zu Lasten von Langzeitarbeitslosen zu kürzen, setzt sie auf der anderen Seite Steuergelder ein, um ihr Image aufzupolieren. Und zwar mit einem ‚hohen Maß an Vertraulichkeit und Geheimhaltung.‘

37 Mitarbeiter von der Leyens sind dabei ausschließlich für ihre Imagepflege zuständig. Gut, wenn man Prioritäten zu setzen weiß.

In gewohnt intriganter Weise sorgt sie 2013 durch Taktieren und geheime Absprachen unter anderem mit Renate Künast von den Grünen für eine fraktionsübergreifende Mehrheit beim Thema Frauenquote.

(Gunnar Kunz, s.o.)

Bundesverteidigungsministerin

Unter von der Leyen sorgte die Bundeswehr in den vergangenen Jahren vor allem für negative Schlagzeilen. Ein Untersuchungsausschuss des Bundestages befasst sich seit Januar 2019 mit dubiosen Beraterverträgen, die ihr Ministerium abgeschlossen haben soll. Auch der marode Zustand der Ausrüstung ist ein Dauerthema in den Medien.

Als Verteidigungsministerin möchte Ursula von der Leyen 2014 die Bundeswehr künftig verstärkt im Ausland einsetzen. Dabei stört es sie wenig, dass sie aus Karrieregründen das Leben der Soldaten gefährdet, weil sie medienwirksam ein mangelhaftes Sturmgewehr aus dem Verkehr ziehen und auf ein Nachfolgemodell warten will, statt es kurzfristig nachbessern zu lassen, und bis dahin die Soldaten mit einer untauglichen Waffe nach Afghanistan schickt. Besonders bizarr in diesem Zusammenhang der Untertitel des Spiegel: „Für von der Leyen könnte das gefährlich werden.“ Für manch einen Journalisten ist die Bedrohung der Karriere einer unfähigen Ministerin eben weitaus dramatischer als die Bedrohung des Lebens zahlloser Männer.

Ursula von der Leyen ist es zwar gleichgültig, ob ein kriegsversehrter Soldat eine Rente bekommt, dafür macht sie sich aber für Kitaplätze, Teilzeitarbeit und Familienbetreuung stark. Und selbstredend möchte sie die Zahl der Frauen in Führungspositionen bei der Bundeswehr durch eine Quote erhöhen.

(Gunnar Kunz, s.o.)

Die erfundenen toten Soldatinnen

Neues Amt, alte Strategie. Auch als Bundesverteidigungsministerin pflegt sie den weiblichen Opferkult, auch wenn es gar keine weiblichen Opfer gibt. Im November 2014 legte sie in der ZDF-Sendung “ Berlin Direkt“ dreist dar:

In Afghanistan sind Männer und Frauen gefallen, weil sie sich eingesetzt haben, die Freiheit, die Demokratie, die Wahrung der Menschenrechte zu verteidigen.

Zum Zeitpunkt dieser Aussage waren in Afghanistan 54 männliche und 0 weibliche Bundeswehrsoldaten im Rahmen ihres Einsatzes ums Leben gekommen.

Bundesforum Männer – ein Kind Ursula von der Leyens

Die Untersuchung „Männer in Bewegung. Zehn Jahre Männerentwicklung in Deutschland“ war ein Forschungsprojekt der Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands und der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland, finanziert von Frau von der Leyen. „Denn, so die Danksagung: ‚Die kirchlichen Männerorganisationen und das Ministerium haben – das zeigt die Zusammenarbeit im Projekt – gemeinsame männer- und geschlechterpolitische Interessen.‘ Überrascht es jemanden, dass an der unsäglichen Ansammlung von Klischees und Unterstellungen in dieser Untersuchung unter anderem Martin Rosowski beteiligt ist, späterer Vorsitzender des Bundesforums Männer?“ (Gunnar Kunz, s.o.) – jenes Bundesforum Männer, das feminismuskritische männerpolitische Vereine gezielt ausgrenzt und mit Diffamierungskampagnen – finanziert mit Mitteln des Frauenministeriums – bekämpft.

Wiedereinführung der Männerzwangsdienste?

Die EU setzt im Hinblick auf die Stabilität ihrer außerpolitischen Beziehungen mit Ursula von der Leyen ein sehr aggressives Signal. Als Verteidigungsministerin war von der Leyen eine Befürworterin von Auslandseinsätzen der Bundeswehr – sehr zur Freude der NATO und Frankreichs. Was Macron ebenso freut, ist, dass von der Leyen eine vehemente Anhängerin einer EU-Armee ist. Und ihr säbelrasselnder Tonfall gegenüber Russland ist sogar dem Bundespräsidenten negativ aufgefallen. Die EU wird unter Führung von der Leyens zweifellos außenpolitisch aggressiver werden.

Das wiederum kann erhebliche Konsequenzen für die Männer insbesondere in Deutschland haben. In Deutschland ist im Grundgesetz eine Wehrpflicht verankert. Es ist eine sexistische, männerdiskriminierende Wehrpflicht, denn nur Männer dürfen zwangsrekrutiert werden. Frauen dürfen, müssen aber nicht zur Bundeswehr. Eine der vielen strukturellen Diskriminierungen von Männern. Die Männerwehrpflicht wurde 1. Juli 2011 in Deutschland ausgesetzt, kann aber jederzeit wieder eingeführt werden. Und da wir dank unserer politisch Verantwortlichen nach Ende des Kalten Kriegs heute wieder außenpolitisch einer zunehmend aggressiven Zeit entgegensehen, wird die Wiedereinführung der Männerzwangsdienste durch eine außenpolitisch aggressive EU-Chefin wahrscheinlicher.

Werden wir von Realitätsverweigerern regiert?

Oben beschreiben wir ein Paradebeispiel eines kometenhaften Aufstiegs einer Politikerin in einer Partei, in der von der Kanzlerin über die Vorsitzende bis zur EU-Chefin die führenden Ämter in weiblicher Hand sind. Es ist eine Partei, in der schon seit sehr langer Zeit ein Frauenquorum existiert. Trotzdem kritisiert Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther (CDU), dass der Umgang seiner Partei mit Frauen nicht in Ordnung sei, und fordert, diese müssten die Hälfte aller Ämter und Mandate bekommen.

Das lässt unweigerlich die Frage aufkommen, ob wir von Realitätsverweigerern regiert werden.

Fazit – Was haben wir von Ursula von der Leyen zu erwarten?

Wir haben Ursula von der Leyen kennengelernt als eine Frau, die immer gefördert und privilegiert war und sich trotzdem immer wieder als Opfer inszenierte. In all ihren Ämtern hat sie sich durchweg als Ignorantin gegenüber den berechtigten Anliegen von Jungen, Vätern und Männern offenbart.

In ihrer Nominierungsrede legt sie dar, dass sie mindestens 50 Prozent der EU-Kommissarstellen mit Frauen besetzen wird. „Wir wollen unseren fairen Anteil“, begründet dies die neue EU-Chefin, die als Bundesjugendministerin seinerzeit Jungen einen fairen Anteil an Bildungsteilhabe verweigert hat (siehe oben: der Satz, der Gender Mainstreaming als Lüge entlarvte). Ebenso plädiert sie für ein entschiedeneres Vorgehen der EU gegen Gewalt gegen Frauen. Männliche Gewaltopfer, also der Großteil der Gewaltopfer, finden in ihrer Rede keine faire Berücksichtigung. Sie finden gar keine Berücksichtigung.

Deshalb ist es nicht schwer, einzuschätzen, was uns unter dieser Anti-Empathin erwarten wird:

  • Kultivierung des feministischen weiblichen Opferkults

  • die Wahrnehmung von Vätern als Mütterentlastungsware

  • konsequente Fortsetzung der Schweigespirale zu männlichen Gewaltopfern

  • noch mehr in Gesetze gegossene Vagina-abhängige Privilegien und damit verbunden den zunehmenden Grund- und Menschenrechteentzug von Jungen, Vätern und Männern

  • Zurücklassen von Jungen im Bildungswesen

  • Eventuell Wiedereinführung der Männerzwangsdienste

Quelle Bild: © European Union 2019 – Source EP

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Lesermeinungen

  1. Von Bernd Jenne

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    • Von Dr. Bruno Köhler

  2. Von Gast

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    • Von Mario

  3. Von Mario

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  4. Von radfahrer

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    • Von Dr. Bruno Köhler

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