Kinder ohne Gesichter

von MANNdat

Anfrage an die politisch Verantwortlichen

MANNdat fragte deshalb am 16. Juli 2014 bei den o.g. Politikern konkret an, warum sie die Gewaltverbrechen gemessen an den Gewaltopfern geschlechterspezifisch einseitig darstellen.

Die Antwort im Namen von Herrn Özdemir erreichte uns per Mail am 12. August 2014:

„Im Namen von Herrn Özdemir danke ich Ihnen für Ihr Schreiben.

Die Gewaltverbrechen der Gruppe Boko Haram, genauso wie ihre anderen kriminellen Aktivitäten, müssen im Fokus der außenpolitischen Debatte in Deutschland einen Raum finden. Dies geschah in einer aktuellen Stunde im Mai dieses Jahres.

Wie Sie in dem Redebeitrag von Cem Özdemir in der bei Ihnen genannten aktuellen Stunde hier nachlesen können, redet er über die Wurzeln der Terrorgruppe Boko Haram, über ihre Gräueltaten die die gesamte Region terrorisieren, und die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern, Jungen und Mädchen.

http://www.oezdemir.de/detailseite/items/entfuehrte-schulmaedchen-in-nigeria.html

Die Aktuelle Stunde dient dazu, einen Fokus auf die Gesamtsituation in Nigeria zu lenken. Eine Unterstellung, dass einzelne Opfer der Boko Haram auf Grund ihres Geschlechts unter den Tisch fallen gelassen wurden, lehnen wir ab. Eine Fokussierung auf eine Gruppe von Opfern, männlich oder weiblich, ist in dem Zusammenhang nicht produktiv und lenkt von dem Ziel, der Boko Haram ihren Nährboden zu nehmen, ab.“

Die Antwort im Auftrag von Frau Sabine Weiß erreichte uns per Mail am 05. August 2014:

„Vielen Dank für Ihr Schreiben an Frau Weiss, in deren Auftrag ich Ihnen antworten möchte.

Anlass der Aktuellen Stunde war die Entführung der Schulmädchen durch Boko Haram und deshalb hat sich Frau Weiss in ihrer kurzen Rede auch auf dieses Verbrechen konzentriert. Dass dazu eine Aktuelle Stunde im Deutschen Bundestag stattgefunden hat, erklärt sich durch die bis dato Einmaligkeit dieses Entführungsfalls, was auch zu der ebenfalls v.a. darauf ausgerichteten intensiven Medienberichterstattung geführt hat. In keinster Weise sollten durch die Rede von Frau Weiss Verbrechen an Jungen klein geredet werden. Jeder Mord ist einer zu viel und verdient es, genauso verurteilt zu werden.“

Eine Nachfrage, ob wir dies so verstehen können, dass die Verbrechen gegen Jungen zwar bekannt waren, aber bewusst nicht genannt wurde, wurde im Namen von Frau Weiss wie folgt beantwortet:

„Ich glaube, hinreichend deutlich gemacht zu haben, dass Frau Weiss Gewaltverbrechen an Jungen nicht bagatellisiert. In der Einschätzung, dass Gewaltverbrechen an Jungen und Mädchen gleich schrecklich und zu verurteilen sind, ist sie sich mit Ihnen einig. Frau Weiss ist gerne bereit, mit Ihnen im Gespräch zu bleiben, aber bitte nicht in dem Ton und der Grundhaltung unbegründeter Unterstellungen Ihrer beiden Schreiben.“

Die Antwort von Frau Edelgard Bulmahn erreichte uns mit Brief vom 2. September 2014

„Besten Dank für Ihr Schreiben, in dem Sie sich auf meine Rede in der Aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag vom 21. Mai 2014 anlässlich des Terrors der Gruppierung Boko Haram im Norden Nigerias beziehen. Den protokollierten Wortlaut meiner Rede lege ich diesem Schreiben bei.

Wer diese Rede aufmerksam liest, wird unschwer erkennen, dass der von Boko Haram verübte Terror insgesamt verurteilt wird – ganz gleich, gegen wen sich die Gewalttaten richten, ob männlich oder weiblich, jung oder alt, christlich oder muslimisch. Vor diesem Hintergrund sind Ihre Ausführungen und Unterstellungen nicht nachvollziehbar.“

Frau Kathrin Vogler war zu einer Antwort nicht bereit. 

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