Die ARD und ihre Rolle in der Misandrieförderung

von MANNdat

Fotolia.com, Urheber: Gandini
Werden sich in der ARD nun wirklich die Rollenbilder ändern, und sich der Realität anpassen, insbesondere in Bezug auf die Häufigkeit männlicher Gewaltopfer?

Laut ARD soll es im Ersten Deutschen Fernsehen noch mehr Frauenförderung geben. Und da unter Frauenförderung heute auch pauschale Männerfeindlichkeit verstanden wird, dürfen wir uns offenbar auf noch mehr Jungen- und Männerhassformate, noch mehr Werbefilme für den Radikalfeminismus, die mit unseren Zwangsabgaben finanziert werden, freuen.

Der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Volker Herres, meint:

Unsere Programmverantwortlichen aller Genres – egal ob Nachrichten, Fiktion, Sport oder auch im Kinderprogramm – sind für das wichtige Thema Diversität sensibilisiert. Das Erste als nationaler Sender trägt hier eine besondere Verantwortung. Wir wollen diese in Zukunft noch bewusster wahrnehmen und systematische Anstrengungen unternehmen, ein zeitgemäßes Bild der Wirklichkeit zu vermitteln.

Was Herres unter „Diversität“, Wirklichkeit“ und „besonderer Verantwortung“ versteht, ist seit seiner Vorabendserie „Eine für alle – Frauen können’s besser“ hinlänglich bekannt.

Die ARD und ihr gestörtes Verhältnis zu Männern

In dieser Superpowerfrauen-Vorabendseifenoper ließ es sich der öffentlich-rechtliche Sender nicht nehmen, seine Zielgruppe mit unverhohlener Männerfeindlichkeit zu locken. Das Ganze wurde noch mit „Wahrheiten des 21. Jahrhunderts” angekündigt. Dabei wurde Primitivdenken freien Lauf gelassen, wie: „Männer verursachen pro Jahr mehr als 400.000 Unfälle… und diese lebenden Verkehrshindernisse behaupten, Frauen können nicht einparken. Eine für alle – Frauen können’s besser.” 

In einer landesweiten Kampagne für diese Serie wurden Männer als „herumirrende Gockel“, „Versager“, „lebende Verkehrshindernisse“ und „Schweine“ dargestellt und tituliert, was Herres den Titel der „Lila Kröte“ einbrachte. Dabei mögen all diese Beschreibungen auf Herrn Herres vielleicht zutreffen, dem wollen wir gar nicht widersprechen, aber er sollte von sich nicht auf alle Männer schließen.

ARD bildet nicht die Wahrheit, sondern ein politisches Programm ab

Nach der ARD-Vorsitzenden und Filmintendantin der ARD, Karola Wille, gelte es, „in Zukunft einem ‚historisch bedingten Männerüberhang‘ bei altgedienten und gleichzeitig bewährten Formaten sensibel entgegenzuwirken.“

Die ARD dient sich mit dieser neuen Antimänner-Kampagne den Wünschen der MaLisa-Stiftung an. Ziel der MaLisa-Stiftung sei angeblich „eine freie, gleichberechtigte Gesellschaft“. Tatsächlich engagiert sie sich zwar auf internationaler Ebene für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Für eine Beendigung von Gewalt gegen Männer und Jungen engagiert sie sich jedoch nicht. Wenn sich eine Stiftung auf das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen konzentriert, ist dies natürlich durchaus legitim und sinnvoll. Wenn sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen allerdings dermaßen einseitig der Gewaltopferthematik annimmt, ist dies weder gerechtfertigt noch legitim, denn zwei Drittel aller Gewaltopfer sind männlichen Geschlechtes. (siehe WHO-Gewaltbericht S. 9f.) Wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen bei der Thematisierung von Gewaltopfern sich in zwei Dritteln der Fälle nicht mit männlichen Gewaltopfern beschäftigt, bildet es alles andere als die Wahrheit ab.

Wer Rollenbilder abbauen will, muss männliche Gewaltopfer thematisieren

Carola Wille sagt:

Es muss bei allen Entscheidern ein Bewusstsein geben, dass Klischees und überholte Rollenbilder zum gegebenen Zeitpunkt in Frage gestellt und gebrochen werden müssen.

Wenn es die ARD mit diesem Abbau überholter Rollenbilder wirklich ehrlich meinen würde, wie Carola Wille sagt, wenn man wirklich „eine freie, gleichberechtigte Gesellschaft“ schaffen wollte, wie die Macherinnen von MaLisa vorgeben, wäre das Erste und Wichtigste, das Bewusstsein zu stärken, männlichen Gewaltopfer mindestens die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken und die gleiche Empathie entgegenzubringen wie weiblichen. Aus Erfahrung mit der männerfeindlichen ARD ist davon auszugehen, dass dies nicht beabsichtigt ist. Vielmehr soll vermutlich wieder mit der üblichen Standardrechtfertigung, das Thema „Gewalt gegen Frauen“ nicht verwässern zu wollen, gerade eben das Gegenteil, nämlich das Marginalisieren und Verharmlosen von männlichen Opfern, vorangetrieben werden. Dieses Marginalisieren männlicher Gewaltopfer hat in Deutschland Tradition.

Das Marginalisieren männlicher Gewaltopfer als Staatsziel?

Warum sind Gesellschaft, Politik und deren mediale Handlanger dermaßen versessen auf das Ignorieren männlicher Gewaltopfer? Der amerikanische Männerrechtler und Feminist Warren Farrell bringt es auf den Punkt, wenn er darlegt, dass der Erfolg jeder Gesellschaft auf der Verfügbarmachung von Männern beruht, sei es als bereitwilliges Kanonenfutter für die Kriege der Mächtigen (egal ob weiblich oder männlich), sei es als billig entlohnte Arbeiter auch für die gefährlichsten Tätigkeiten oder als pauschaler Sündenbock für alles was radikalen Lobbyist/innen nicht passt. Wir verweisen hier auf den Film „Red Pill“, in dem Farrell zu Wort kommt.

Christoph Kucklick kann in seiner Arbeit, die er im Buch „Das unmoralische Geschlecht. Zur Geburt der Negativen Andrologie“ (Edition Suhrkamp ,2008, S.60) veröffentlicht hat, darlegen, dass Misandrie keine Erfindung des Feminismus war, sondern sich seit dem 19. Jahrhundert etabliert hat, die Zeit also, in der es für die politisch und wirtschaftlich Mächtigen wichtig war, Massen an Männern als Arbeiter und Soldaten für ihre Kriege und die Industrialisierung legitim verheizen zu dürfen. Die größten Männermörder sind die politisch Mächtigen und die Wirtschaftsbosse – die weiblichen ebenso wie die männlichen. Der Feminismus ist nur Nutznießer dieser Misandrie.

Und für eine Gesellschaft, die aus Macht- und Geldgier Männer nur als billiges Wegwerfmaterial instrumentalisieren will, ist es unabdingbar, männliche Gewaltopfer zu marginalisieren und damit zu normalisieren. Und genau dies wird die ARD auch weiterhin tun, versteckt hinter dem abgedroschenen Begriff „Gleichberechtigung“, der heute oftmals zu pauschalem Männerhass verkommen ist.

Fazit

Was das in Bezug auf die Darstellung der Rollenbilder im Fernsehen bedeutet, ist klar: Noch mehr Förderung der Frauenopfer-Männertäter-Stereotypen, noch mehr Totschweigen von männlichen Gewaltopfern, noch mehr Jungen- und Männerfeindlichkeit.

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Lesermeinungen

  1. Von Helmut.Fr.

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  2. Von Complexity

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    • Von Dr. Bruno Köhler

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