Wechselmodell – Sieg der Väterfeinde

von MANNdat

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„Väterfeindlichkeit hat einen Namen – und der lautet ‚Deutscher Bundestag‘“.
(MANNdat-Fazit zur Wechselmodell-Debatte des Deutschen Bundestages vom 15.3.2018 – und zur Sachverständigenanhörung des Rechtsausschusses am 13.2.2019)

Machtdemonstration der Väterausgrenzungslobby

Es war eine beispiellose Machtdemonstration der Väterausgrenzungslobby. Der FDP-Antrag für die Einführung des Wechselmodels als ein wichtiger Schritt zu einer gleichberechtigten Erziehung von Frauen und Männern wurde von den restlichen Fraktionen CDU, CSU, SPD, Die Linke, Die Grünen und AfD abgeschmettert. Nicht ohne, dass zuvor nochmals mit fast unerträglicher Scheinheiligkeit von allen Beteiligten versichert wurde, dass es vorrangig um das Wohl des Kindes ginge. Wobei es genug Studien gibt, die zeigen, dass es gerade Kindern, bei denen zwei erziehen, besser geht als bei denen nur einer erzieht. Das hat z. B. die KiGGS Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts zur gesundheitlichen Lage der Kinder und Jugendlichen in Deutschland gezeigt. Bei Kindern in Kernfamilien, also mit beiden leiblichen Eltern, treten generell die geringsten Gesundheitsprobleme auf, bei Kindern in Einelternfamilien die größten, bei Jungen i. d. R. sogar ausgeprägter als bei Mädchen.

Der zynische Internetauftritt des Deutschen Bundestages sagt eigentlich alles über die Tragweite der Entscheidung. Das Bild zeigt eine Mutter, die mit beiden Kindern an der Hand davongeht. Ein Mann ist auf dem Bild nicht zu sehen. Die Symbolik dahinter ist eindeutig. Familienpolitik ist und bleibt auf „Alleinerziehung“ ausgerichtet. Sie nimmt die Kinder mit – er bleibt zurück. So war es und so soll es bleiben.

Zynische Symbolik des Deutschen Bundestages: Familienpolitik – Väter müssen zurück bleiben.
Quelle: Bundestag.de: Experten gegen Festle­gung auf das Wechsel­modell der Kinder­be­treuung, Abruf 14.2.2019

MANNdat hat recht behalten – leider. Väter haben in Deutschland viele Feinde. Einer davon heißt Deutscher Bundestag. Gut, dafür musste man kein Prophet sein. Schaut man sich die Zusammenfassung der Bundestagsdebatte vom 15.3.2018 zum Wechselmodell nochmals an, kann man sich bei manchen Akteuren regelrecht den Schaum vor dem Mund vorstellen, wenn sie über Väter herziehen (die Zitate stammen aus der Pressemeldung des VAfK Köln) :

CDU/CSU

„Mechthild Heil [CDU], Andrea Lindholz [CSU] und Marcus Weinberg [CDU] bekunden zwar, dass sie die Betreuung der Scheidungskinder durch beide Elternteile für wichtig halten, bleiben aber eine Antwort schuldig, wie sie dies im Residenzmodell gewährleistet sehen. Das Wechselmodell als Regelfall nach Trennung und Scheidung lehnen alle drei ab. Frau Lindholz [CSU] bezeichnet das Wechselmodell als nicht zielführend, verrät aber durch eine versehentliche Zwischenbemerkung, dass sie die Macht, die überwiegend die Frau durch das Residenzmodell erhält, nicht einschränken will. Frau Heil [CDU] diskriminiert Väter, indem sie behauptet, dass Väter die Erziehung ihren neuen Lebensgefährtinnen überlassen.“

SPD

„Sonja Amalie Steffen und Esther Dilcher von der SPD machen gleich deutlich, dass die SPD das Wechselmodell als Regelfall um jeden Preis verhindern will. Für beide ist klar, dass eine Trennungsfamilie eine Ein-Eltern-Familie sein muss und stellen klar: eine betreut und einer zahlt.“

Die Grünen

„Die Grüne Katja Keul gibt zu, dass Kinder im Wechselmodell zufriedener sind. Dennoch will sie den Zwang zum Residenzmodell beibehalten und lehnt das Wechselmodell als Regelfall ab.“

Lutz Bierends vom Blog „Fatherleft“ ergänzt dazu:

„Wer einen Eindruck von sexistischen Rollenbildern in den Familiengerichten und Jugendämtern haben möchte, der braucht sich nur die Rede der grünen Familienrechtsanwältin Katja Keul anzusehen. Wenn sie Vätern statt Kinderliebe finanziellen Eigennutz bei ihrem Engagement für das Wechselmodell unterstellt, ist es nicht weniger angebracht, ihr finanziellen Eigennutz zu unterstellen, wenn sie sich für ein konfliktförderndes Familienrecht stark macht, welches ihr schon viele Jahre den Lebensunterhalt gesichert hat.“

AfD

Die Debatte zeigt, dass die AfD nicht immer für „alternativ“ steht, sondern auch Mainstream verkörpern kann, wie z. B. bei den Rollenbildzuweisungen für Frau und Mann in der Familie.

„Auch die AfD-Rednerin Nicole Höchst sagt, dass Kinder ein Recht auf Vater und Mutter haben (…)“ bleibt „aber eine Antwort schuldig, wie dies im Residenzmodell, der Ein-Eltern-Familie, gewährleistet werden soll.“

Die Linke

„(…) die Linke Katrin Werner fordert eine Bindung der betroffenen Kinder zu beiden Elternteilen, (…)“ bleibt „aber eine Antwort schuldig, wie dies im Residenzmodell, der Ein-Eltern-Familie, gewährleistet werden soll.

MANNdat merkt zusätzlich an, dass Die Linke nicht nur gegen das Wechselmodell ist. Sie geht sogar noch weiter. Sie will das Wechselmodell sogar gesetzlich verbieten:

„Die Fraktion fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, um eine gerichtliche Anordnung des Wechselmodells gegen den Willen oder das Wohl des Kindes vor allem im Falle häuslicher Gewalt und im Falle von Kindesmissbrauch gesetzlich auszuschließen.“

Das Wechselmodell ist in einer Reihe von europäischen Ländern längst als Leitbild etabliert, in Belgien, Schweden, Frankreich, Norwegen, Italien oder Spanien (Spiegel 7/19, S. 12).

Konsequente Ausgrenzung von Vätervertretern

Ein Blick auf die Liste der für den Rechtsausschuss geladenen Sachverständigen zeigt, dass es hier nicht um eine objektive, ergebnisoffene Anhörung handelte, sondern um eine Demonstration der Macht der Antiväterlobby.

So waren Vertreter der VAMV, des Deutschen Jugendinstituts oder des Deutschen Juristinnenbundes e. V. eingeladen

Der Deutsche Juristinnenbund ist für eine ausgeprägte Doppelmoral in Sachen Gleichberechtigung bekannt. Das Wechselmodell stößt bei Frauenverbänden zudem auf erhebliche Ablehnung, weil eine gleichberechtigte Partnerschaft die Aufgabe von Privilegien ihrer Klientel bedeuten würde. Der Vater soll zwar mithelfen, die Kinder aktiv zu erziehen, solang dies die Partnerin in der beruflichen Karriere entlastet, aber wenn die Partnerschaft in die Brüche geht, soll er möglichst einfach von der Mutter wieder zum reinen Versorgervater degradiert werden können – der Vater als Gebrauchsgegenstand der Mütter. Und schließlich kann, wenn alles beim Alten bleibt, weiterhin das Kind als Druckmittel bei Scheidungsverfahren gegen Väter verwendet werden.

Dem steuermittelfinanzierten Alleinerziehendenverband VAMV ist es natürlich von Nutzen, wenn es so viele „Alleinerziehende“ wie möglich gibt. Lucas Schoppe in mantau zum VAMV:

Als nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes der deutsche Gesetzgeber Vätern die Möglichkeit schaffen musste, auch ohne Zustimmung der Mutter das Sorgerecht für das Kind zu bekommen, wies der Alleinerziehendenverband VAMV umgehend öffentlich darauf hin, dass eine fehlende elterliche Kommunikation ein gutes Argument gegen die gemeinsame Sorge wäre: ein Wink mit dem Zaunpfahl an Mütter, dass sie durch ein Vermeiden der Kommunikation das Sorgerecht des Vaters verhindern könnten.

Die extrem Väter ausgrenzende Haltung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) geht z. B. aus dem Bericht der IG Jungen, Männer und Väter beim Zukunftsgespräch des BMFSFJ hervor:

Dass die Geschlechterpolitik immer noch Väter aus der geschlechterpolitischen Diskussion ausgrenzt, zeigte sich am Workshop „Wie kann Getrennterziehen gelingen? Handlungsfelder für Politik und Gesellschaft“, der von Frau Prof. Sabine Walper geleitet wurde. Frau Walper ist seit 01.02.2012 Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen am Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das DJI ist das größte sozialwissenschaftliche Institut für Forschung und Entwicklung in Deutschland in den Themenbereichen Kindheit, Jugend, Familie und den darauf bezogenen Politik- und Praxisbereichen und hat durch seine Beratungsfunktion wesentlichen Einfluss auf die Familienpolitik. Väterpolitisch bekannt ist es vor allem durch seine ehemalige Mitarbeiterin Anita Heiliger, die die Idealisierung der mütterlichen Alleinerziehung und die Politik der Väterausgrenzung vorantrieb. Die väterfeindlichen Thesen ihrer Dissertation von 1990 ‚Alleinerziehen als Befreiung‘, nach denen u. a. ‚das Verlangen nach gemeinsam ausgeübtem Sorgerecht oder die Übertragung des Sorgerechts auf den Vater als eine Art kollektiver Racheakt interpretiert werden‘ könne, sind prägend für die Familienpolitik bis in die heutige Zeit.

Diese Väterausgrenzung wird beim DJI offenbar immer noch gelebt. Frau Walper zensierte kurzerhand die konkret vorgebrachten Lösungsvorschläge der IG-JMV und nahm die Forderungen weder als Ergebnisse des Workshops auf noch stellte sie sie bei der Abschlussrunde vor.

Das DJI durfte gleich zwei „Sachverständige“ schicken, eine davon eben jene Ignorantin Frau Prof. Walper.

Weiterhin fällt auf, dass von den neun Sachverständigen gleich drei Anwaltsvertreter waren, zwei Familienanwälte (einer davon von einem Anwaltsverein) und dazu noch die Vertreterin des Deutschen Juristinnenbundes. Unabhängig davon, dass die Ansicht eines Familienanwalts bei solch einer Anhörung sinnvoll ist, ist es doch zumindest sehr unglücklich, fast die Hälfte der Sachverständigen mit Leuten zu besetzen, die eine Klientel vertreten, die mit Kinderrechtsprozessen Geld verdient.

Einzig Professorin Hildegund Sünderhauf-Kravets ist bekannt dafür, dass sie sachlich und objektiv zum Thema Doppelresidenz (Wechselmodell) publiziert und referiert. Wobei wir hier fairerweise darlegen, dass Frau Sünderhauf-Kravets Mitglied im Deutschen Juristinnenbund ist und sich selbst als Feministin bezeichnet. Sie war die einzige, die das Wechselmodell nicht ablehnte. Das wiegt aber die einseitige Ausrichtung der Veranstaltung zugunsten der Väterausgrenzer nicht auf.

Vertreter von Väterinteressen wurden natürlich wieder einmal komplett ausgegrenzt. Der Deutsche Bundestag redet über Väter, aber nicht mit Vätern.

Aber nicht nur das. Vielmehr wurde diese Anhörung noch nicht einmal vom Bundestagsfernsehen übertragen. Väter wurden damit nicht nur die Teilnahme an der Anhörung verweigert, sie durften noch nicht einmal hören, was dort gesagt wurde. Bei dieser einseitigen Konstellation war klar, dass Väter von dieser Mauscheltruppe nichts Gutes zu erwarten haben. Der Deutsche Bundestag stellt damit wieder einmal unter Beweis, dass er mit dem Gedanken, der Bürger sei der eigentliche Souverän einer Demokratie, in der Praxis nicht umzugehen weiß.

Der Deutsche Bundestag hat Väter komplett aus dem Diskurs ausgegrenzt – weil sie Väter sind. So wurde aus der Anhörung ein väterdiskriminierendes Gemauschel der Väterausgrenzer hinter verschlossenen Türen. Kann man Väterfeindlichkeit noch besser demonstrieren?

Hier zeigt sich wieder das ganze Manko der Geschlechterpolitik. Geschlechterpolitik ist ein männersteriler Raum, in denen die Frauenpolitik über Jungen, Männer und, wie in diesem Falle, über Väter redet, aber nicht mit Jungen, Männern und Vätern redet.

Und die FDP?

Die FDP hat den Antrag eingebracht. Dafür sind wir sehr dankbar. Aber sie muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass auch sie keine Vätervertreter als Sachverständige geladen hat – aus der IG Jungen, Männer, Väter oder vom VAfK oder anderen. Warum nicht?

Das Bundeforum Männer als Grab für Väterinteressen

Das Bundesforum Männer, diese vom Frauenministerium finanzierte „Männervertretung“, macht seinem Ruf als Nullnummer für Jungen-, Väter- und Männeranliegen wieder einmal alle Ehre. Es inszeniert sich als DIE Männervertretung und macht hier wieder brav den Abnick-August für eine väterfeindliche Frauenlobby.

‚Ein „honoriges Gremium und ausgewogenes Gremium‘, findet Dag Schölper vom Bundesforum Männer: ‚Väterrechte sind vertreten.‘

Man stelle sich vor, die Anhörung hätte ausschließlich unter Beisein von MANNdat, der IG „Jungen, Väter, Männer“ und Agens stattgefunden und der Deutsche Frauenrat hätte dann angemerkt, Mütterinteressen seien vertreten. Welcher Trottel würde dies glauben?

Die Rolle des Bundesforums Männer beim Wechselmodell ist allerdings aus einem weiteren Grund sehr zweifelhaft. Das Bundesforum Männer hat schon 2015 mit einer sehr perfiden Aktion gegen Befürworter des Wechselmodells auf sich aufmerksam gemacht. 2015 fand der Erste Genderkongress statt, bei dem die Forderung nach dem Wechselmodell ein zentraler Punkt war. Das Bundesforum Männer, das zu der Veranstaltung eingeladen wurde, missbrauchte diese Einladung, um Briefe an die Teilnehmer und Vortragenden zu schicken, in denen es die Veranstalter in den Dreck zog, um diese Veranstaltung zu stören oder vielleicht gar zu verhindern. Deshalb ist uns nicht klar, ob das Bundesforum Männer bezüglich Wechselmodell tatsächlich wieder nur den Ja-Sager machte oder auch selbst gegen das Wechselmodell ist und deshalb Wechselmodell-Befürworter bekämpft.

Fazit

Die politisch Verantwortlichen tun sich sichtlich schwer, sehr schwer, ihr altes Rollenbild des Vaters als reiner Familienversorger aufzugeben. Sachliche Argumente für diese Antivätereinstellung gibt es nicht. Es passt zum männerfeindlichen Mainstream unserer #menaretrash-Kultur.

Die Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) z. B. zieht nach der Trennung von ihrem Mann ihre Kinder selbst im Wechselmodell mit ihm auf. Politisch jedoch stellt sie sich gegen dieses Modell als Leitbild.

Und die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht in Männern ohnehin vor allem eins: Geld: „Wir müssen an das empfindlichste Körperteil des Mannes: sein Portemonnaie.“

In Deutschland gibt es Väter, die erziehen wollen, aber nicht erziehen dürfen, weil eine väterfeindliche Gesetzgebung oder eine väterfeindliche Rechtsprechung sie daran hindert. Solange dies der Fall ist, ist jedes Gejammer über angeblich sich aus der Erziehungsverantwortung ziehende Väter unpassend und überflüssig.

Der Großteil der Männer und Frauen in Deutschland ist den in archaischen Rollenmodellen des vergangenen Jahrhunderts stehengebliebene Abgeordneten des deutschen Bundestages um Lichtjahre voraus und begrüßt eine gleichberechtigte Erziehung durch Mütter und Väter. Einer gleichberechtigten Partnerschaft mit Kind steht eigentlich nur noch der Deutsche Bundestag im Weg. Es sind die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die immer noch an der liebgewonnen Geldbeutelfunktion des Vaters festhalten. Die derzeitig politisch Verantwortlichen sind somit nicht Teil der Lösung einer gleichberechtigten Partnerschaft mit Kind, sondern Teil des Problems.

Väter! Wehrt euch! Setzt euch ein für eure berechtigten Anliegen und Belange! Eure Abgeordneten tun es nicht.

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