Die SPD auf Feldzug gegen Männervereine

von MANNdat

Freiwillige Feuerwehr, auch so ein typischer Männerverein…

„Wer nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ (Paul Watzlawick)

Über den vergeblichen Versuch von Olaf Scholz, sich mit Männerfeindlichkeit bei der Wahl zum SPD-Vorsitzenden bei den SPD-Mitgliedern anzubiedern, haben wir in einem Kommentar schon geschrieben. Es lohnt sich aber, den Sexismus hinter dieser Idee noch etwas tiefer zu analysieren.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will reinen Männervereinen, also Vereinen, die ausschließlich männliche Mitglieder aufnehmen, pauschal den Status einer gemeinnützigen Organisation nehmen und sie damit steuerlich benachteiligen.  

Der SPD-Minister begründet seine Maßnahmen wie folgt:

Vereine, die grundsätzlich keine Frauen aufnehmen, sind aus meiner Sicht nicht gemeinnützig. Wer Frauen ausschließt, sollte keine Steuervorteile haben und Spendenquittungen ausstellen.

Außer seiner persönlichen Abneigung gegen Männervereine liefert Scholz keine sachliche Rechtfertigung für sein Vorgehen gegen Männervereine. Das Blog „Kritische Wissenschaft“ merkt dazu an:

Gemeinnützigkeit wird somit nicht mehr am Ergebnis gemessen, sondern (…) am Geschlechtsteil dessen, der sie angeblich bereitstellt. (…) Wenn sich also Männer in einem Verein zusammenschließen, der sich die Aufgabe gestellt hat, den Hochwasserschutz entlang der Elbe tatkräftig zu verbessern und in Eigenleistung Deiche zu erhöhen, dann ist dieser Verein nach Ansicht von Herrn Scholz nicht gemeinnützig (…).

Allein schon diese kurze Darlegung zeigt: Gemeinnützige Arbeit kann ohne Zweifel auch von reinen Männervereinen geleistet werden.

Übrigens: Wenn Olaf Scholz pauschal allen Männern die Fähigkeit und Bereitschaft abspricht, gemeinnützig, d. h. zum Nutzen der Gemeinschaft, zu handeln, müsste er in logischer Konsequenz von seinem Amt als Minister und von seinem Amt als Abgeordneter unverzüglich zurücktreten, denn die Fähigkeit und Bereitschaft zum Nutzen der Gemeinschaft zu handeln, ist eine unabdingbare Voraussetzung, seine Arbeit als Abgeordneter und als Minister grundgesetzkonform leisten zu können.

Mit seinem Vorstoß vereinigt der Bundesfinanzminister gleich vier Stränge sexistisch-männerfeindlicher Entwicklungen unserer Zeit, und zwar

  1. Die generelle Hasskultur gegen Männer
  2. Die finanzielle Ausbeutung der Männerhasskultur
  3. Den Krieg der SPD gegen Männer
  4. Die mittlerweile institutionalisierte Doppelmoral von Geschlechterpolitik

Finanzielle Ausbeutung der Männerhasskultur und SPD-Politik

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch das Finanzministerium die generelle Männerhasskultur unserer Zeit (#menaretrash) finanziell ausbeutet, im vorliegenden Fall, um mehr Steuereinnahmen generieren zu können. Große Konzerne haben es vorgemacht. Klosterfrau zog Männer, die vernünftigerweise zum Arzt gehen als sich mit Klosterfrau-Produkten vollzustopfen, ins Lächerliche und machte den Reibach. Gillette kopierte die Strategie und trashte Männer, EDEKA spezialisierte sich auf Väter- und Jungenfeindlichkeit.  

Weiterhin ist in dieser neuen Idee auch die logische Fortentwicklung der SPD selbst zu sehen, jenem Jurassic-Park von Geschlechterkriegsdinosauriern, die einstmals als Arbeiterpartei begonnen hat und heute im Krieg gegen Männer ihre Bestimmung sieht. Begonnen hat es mit der satzungsgemäßen Entmenschlichung alle Jungen und Männer in dem Parteigrundsatz „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“ Die SPD war somit die erste Partei, die Männerfeindlichkeit in ihrem Parteiprogramm ausdrücklich festschrieb.

Doppelmoral – reine Frauenvereine sind nicht betroffen

Kritik an dieser männerfeindlichen Entscheidung des männerfeindlichen Bundesfinanzministers kam freilich nicht wegen der Männervereine, sondern wegen der Frauenvereine. Was geschieht nun mit reinen Frauenvereinen, z. B. Landfrauen, Frauengesangsvereinen oder ASF, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen?

Diese Frage stellt sich uns nicht. Wer MANNdat liest, dem ist die Doppelmoral der Geschlechterpolitik mittlerweile mehr als bekannt. Wir kennen das: Körperverletzung an Mädchen durch Beschneidung wird entsprechend Art. 2 GG gesetzlich verboten, Körperverletzung an Jungen durch Beschneidung wird entgegen Art. 2 GG gesetzlich ausdrücklich erlaubt.

Selbstverständlich werden auch weiterhin reine Frauenvereine als gemeinnützig anerkannt werden. Reine Frauenvereine, wie der Deutsche Juristinnenbund und der Deutsche Frauenrat, werden sogar von der Bundesregierung mit Steuergeldern finanziert. Gerd Riedmeier in einem Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung zum Kommentar „Männervereine“ v. 13.11.2019 von Jana Anzlinger:

In Deutschland existieren Vereine, die ausschließlich Frauen als Mitglieder zulassen und Männern den Zugang verwehren, beispielsweise Deutscher Juristinnenbund (djb), Deutscher Frauenrat (FR) oder der Lesben-Dachverband i.d.a. Viele dieser Frauenvereine betreiben politische Lobbyarbeit nicht für das Gemeinwesen, sondern ausschließlich für ein Geschlecht. Sie werden darüber hinaus aus dem Bundesfrauenministerium jährlich mit Millionenbeträgen alimentiert. Männerverbände erhalten kein Geld.

Das Blog „Kritische Wissenschaft“ merkt an:

Wenn das Ministerium für FSFJ [Familie, Senioren, Jugend und Frauen] Steuergelder en masse in einem “Frauencafé” begräbt, das vom Deutschen Frauenrat geführt wird, der sich schon einmal vorsorglich im Paragraphen 3 seiner Satzung als “Gemeinnütziger Verein” definiert, wenn dieses Frauencafé ein Angebot darstellt, das ausschließlich von Frauen genutzt wird, von dem ausschließlich Frauen profitieren, dann hat Herr Scholz wohl kein Problem mit der Gemeinnützigkeit?

Nein, mit dieser Doppelmoral hat Herr Scholz sicher keine Probleme. Die Antidiskriminierungsstelle steht zweifellos Gewehr bei Fuß und wird, wie üblich, eine „Begründung“ erfinden, die diese Doppelmoral, diesen Sexismus gegen Männer, „rechtfertigt“. So schwer ist das heute nicht mehr. Es reicht die übliche Standardbegründung „…weil Frauen in unserer Gesellschaft weiterhin benachteiligt sind“. Und hier kulminiert in dem Gemeinnützigkeitsentzug für Männervereine vom Herrn Scholz ein Entwicklungsstrang der Geschlechterpolitik, nämlich die Beliebigkeit, mit der heutzutage der Grundrechteentzug von Jungen, Vätern und Männern quasi lapidar „gerechtfertigt“ wird. Auch wenn Männer heute die höheren Arbeitslosenquoten, immer noch die höheren Obdachlosenquoten, Jungen die schlechteren Bildungsabschlüsse und durch Quotenregelung mittlerweile Männer allein aufgrund ihres Geschlechtes in nahezu allen Bereich per Gesetz oder zumindest durch geduldete sexistische Regelung benachteiligt sind. Die normative Kraft des Faktischen.

Die Berliner „taz“, bekanntlich sehr begeisterungsfähig für sexistisch-männerfeindliche Aktionen, greift Scholz auch prompt unter die Arme:

Während Frauenräume historisch dadurch entstehen, um sich gegen männliche Aggression und Dominanz zu schützen, befördert der männliche Rückzugsraum tendenziell Aggression und Dominanz. Zumindest aber stehen sie für die Weigerung, toxische Männlichkeit abzubauen.

Es reichen heute ein paar sexistische männerfeindliche Scheinargumente, die bar jeglicher Sachlichkeit sind, um Männern Grundrechte zu entziehen.

Sind Vereine wie MANNdat betroffen?

Vereine wie MANNdat oder agens sind noch nicht betroffen vom neuesten männerfeindlichen Feldzug des SPD-Ministers. MANNdat und Agens nehmen auch weibliche Mitglieder auf. Wenn Sie Steuergeier Scholz also ein Schnäppchen schlagen wollen, werden Sie Mitglied bei uns. Aber es ist nicht auszuschließen, dass sich die  Entwicklung fortsetzen wird und auch Vereine, die sich für die berechtigten Anliegen von Jungen, Vätern und Männern einsetzen, mit denselben Scheinargumenten bekämpft werden. Uepsilonniks zitiert diesbezüglich eine treffende Wortmeldung von Crumar in dieser Debatte:

Das Problem ist nicht die Existenz von Männervereinen, sondern die Etablierung eines Vorwurfs und einer soliden Doppelmoral.

Die dahinterstehende Ideologie ist natürlich, allen Vereinigungen von Männern einen bündischen, egoistischen Charakter und aus der Abwesenheit von Frauen eine Diskriminierung dieser zu unterstellen.

Angenommen, wir hätten eine maskulistisch orientierte Organisation, dann ließe sich dieser schnellstens die Gemeinnützigkeit entziehen. Auch wenn wir eine reine Interessenvertretung für Männer und Jungen sein wollten, wird damit festgelegt, es läge nicht im öffentlichen Interesse, sich für Männer und Jungen zu engagieren.

Neben der finanziellen Ausbeutung des Männerhasses in unserer Gesellschaft muss hier vermutlich die Triebkraft für den Vorstoß des männerfeindlichen Herrn Scholz gesehen werden. Wie eingangs schon dargelegt, spricht Scholz Männern pauschal die Fähigkeit ab, sich ohne Beteiligung von Frauen zum Wohl der Gemeinschaft einzusetzen.

Irgendwie schon traurig, dass eine Partei, die sich einst für Arbeiter einsetzte, so zur Antimännerkampftruppe verkommen ist.

Bild: AdobeStock 164563756 von Gorodenkoff

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Lesermeinungen

  1. Von wolf

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  2. Von Bernd Jenne

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  3. Von Norbert W.

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    • Von live2tell

  4. Von Tricky

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    • Von live2tell

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