Genf will Männer höher bepreisen – weil sie Männer sind

von MANNdat

Genf will sexistische Preise für Kultur- und Sportveranstaltungen einführen. Männer sollen dafür 25 Prozent mehr als Frauen für solche Veranstaltungen zahlen, nur wegen ihres Geschlechtes und unabhängig davon, wie viel der einzelne Mann oder die einzelne Frau verdient.  

Wer hat‘s erfunden? Nein, nicht die Schweizer, sondern die deutsche Antidiskriminierungsstelle. Die Gender-Pricing-Studie aus Deutschland hat gezeigt, dass die größten geschlechterspezifischen Höherbepreisungen bei den laut Studie „sonstigen Dienstleistungen“ (Datingportale, Diskotheken, Sportveranstaltungen) vorkommen, und zwar allesamt zuungunsten von Männern. Selbstverständlich wurde von den öffentlich-rechtlichen Medien und Mainstream-Medien entgegen den Fakten Frauen als die Benachteiligten hingeframt. Siehe unseren Beitrag „Frauenpolitische Manipulationstechniken am Beispiel der Gender-Pricing-Studie“.

Mit der Studie hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zudem empfohlen, Männer preislich noch mehr zu diskriminieren. „Positive Diskriminierung“ nennt die Frauenpolitik diesen Sexismus euphemistisch. Wie die Antidiskriminierungsstelle dabei zu ihrem Präfix „Anti“ kommt, wissen wir nicht. Das zeigt aber, wes Geistes Kind die „Antidiskriminierungsstelle“ ist. Organisatorisch gehört sie seit eh und je zum Frauenministerium.

Und die Schweiz nimmt sich Deutschland nun zum Vorbild. Genauer gesagt die Stadt Genf. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, will das Genfer Stadtparlament Frauen, sogar wenn diese Millionärinnen sind, um 20 Prozent vergünstigte Kultur- und Sporttickets anbieten. Der alleinerziehende Mann oder Männer in prekären Arbeitsverhältnissen müssen den vollen Preis, also 25 Prozent mehr zahlen, nur weil sie als Mann geboren wurden:

Schlimmer aber ist das Giesskannenprinzip: Sofern sie in der Stadt wohnhaft sind, sollen sämtliche Frauen von der Reduktion profitieren – die Multimillionärin genauso wie die Sozialhilfeempfängerin. Die Motionäre verstecken sich nun hinter dem Argument, dass begüterte Schichten sicherlich genügend Würde aufbringen würden, freiwillig auf den Rabatt zu verzichten. Doch es geht ums Prinzip. Und wie sagt der Volksmund doch: Von den Reichen lernst du sparen.
Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass die Behörden minderbemittelten Personen finanziell unter die Arme greifen, damit auch sie sich eine Theatervorstellung, einen Tenniskurs oder einen Zoobesuch leisten können. Zahlreiche Gemeinden und Kantone kennen solche Initiativen – der Kanton Zürich unter anderem die Kultur-Legi. Immer aber sind sie an (finanzielle) Bedingungen geknüpft.

Weiteres Loch in der Stadtkasse

Das ist auch richtig so: Wie dumm muss sich doch der Genfer Ausgesteuerte vorkommen, wenn an der Kasse nebenan die vermögende Dame ein günstigeres Ticket erhält. Hinzu kommt, dass jeder Systemwechsel einen administrativen und damit finanziellen Mehraufwand mit sich bringt. Die ohnehin schon löchrige Genfer Stadtkasse müsste also nicht nur Einnahmeausfälle verkraften, sondern auch noch zusätzliche Ausgaben kompensieren.

Zwangsdienste für Männer, Preisnachlässe für Frauen

Als Begründung für diesen Sexismus wird natürlich wieder die übliche frauenpolitische Masche mit dem „Gender Pay Gap“ aus der Mottenkiste geholt, mit der eine schlechtere Bezahlung von Frauen bei gleicher Arbeit suggeriert wird. Die Höherbepreisung der Männer soll dies gerecht ausgleichen. Wir weisen darauf hin, dass die Schweiz noch das archaische Männerrollenbild der Männerzwangspflicht hegt und pflegt. Männer müssen einen Freiheitsentzug hinnehmen, um zum Töten ausgebildet zu werden und um als Waffe genutzt zu werden, wobei sie selbstverständig verletzt, verkrüppelt oder getötet werden können. Alles nur, weil sie Männer sind. Frauen haben das Privileg, von dieser Zwangsarbeit befreit zu sein – einfach, weil sie Frauen sind. Hier das Wort „gerecht“ überhaupt zu denken, geschweige denn sogar auszusprechen, ist schon mehr als dreist. Es ist die übliche Rosinenpickerei des Politfeminismus. Dort, wo es der Frauenprivilegierung nutzt, bleibt man gerne bei uralten Rollenbildern, ganz unempathisch, ganz egozentrisch, ganz narzisstisch – kurz ganz feministisch. Und zudem wissen wir ja von den Feministen, dass die wirklichen Opfer von Kriegen natürlich die Frauen sind. Sie verlieren ihre Versorger. Und das ist natürlich wichtiger als das Leben von Männern.

Männer werden mit dieser Preisdiskriminierung jedenfalls endgültig zu den Staatstrotteln gemacht, die mehr Pflichten haben und dafür noch preisdiskriminiert werden.

Der Fall demonstriert aber auch die Unsachlichkeit feministischer Forderungen. Und er zeigt den Sinn und Zweck des Gender Pay Gaps. Er dient als Perpetuum Mobile der Frauenprivilegierung.

Statistisch gesehen haben ein Millionär und ein mittelloser Habenichts jeder 500.000 €. Wenn ein Schüler in einer Klausur daraus folgern würde, dass tatsächlich beide eine halbe Million besäßen, würde man ihm das als Fehler anrechnen. Es ist auszuschließen, dass die Stadtoberen dies nicht auch kognitiv meistern könnten. Einen Gender Pay Gap als Begründung für die Grundrechteeinschränkungen von Männern durch die Frauenquote zu rechtfertigen ist schon offensichtlich unsozial. Denn damit wird nicht nur der hochbezahlte, kinderlose Manager gegenüber einer alleinerziehenden Frauen benachteiligt, sondern auch der alleinerziehende Vater gegenüber einer hochbezahlten, kinderlosen Managerin. Bei der Höherbepreisung wird dies aber noch offenkundiger. Wenn der Politfeminismus aber diese billigen statistischen Tricks als Rechtfertigung für seinen Krieg gegen Männer nutzt, wird dies gar nicht mehr hinterfragt. Das sollte uns zu denken geben. Es geht deshalb nicht um Gerechtigkeit. Dieses hier angewandte politische Konzept der geschlechterspezifischen, männerfeindlichen Sippenhaftung ist eine reine politfeministische Machtdemonstration. Die Frauenförderlobby, die sich gerne als Opfer inszeniert, demonstriert damit, dass sie mittlerweile die Macht hat, Jungen, Väter und Männer zu diskriminieren, einfach weil sie die Lust dazu hat.

Wenn man bedenkt, dass die Frauenbewegung einst auszog um geschlechterspezifische Ungleichbehandlung zu beseitigen und heute aus den Diskriminierten längst Diskriminierende geworden sind, fragt man sich, ob uns die Frauenbewegung von Beginn an belogen hat oder ob sie sich zu irgendeinem Zeitpunkt radikalisiert hat.

Die NZZ kommentiert: „Die Linke sollte sich besser auf ihre Wurzeln besinnen.“ Das wäre sehr wünschenswert, aber leider ist die feministische Linke schon zu weit im undifferenzierten Männerhass verwurzelt, um noch gesamtgesellschaftlich sozial zu denken. Fanatismus beginnt da, wo Sexismusbekämpfer zu Sexisten werden.

Nur am Rande bemerkt: Der Sexismus findet, wie nicht anders zu erwarten, bei der Schweizer Männerbewegung natürlich Zustimmung, selbst wenn selbst sie erkennt, dass die Begründung bescheuert ist:

Auch Jean-Daniel Strub sagt, dass es nicht zielführend sei, eine Ungleichbehandlung mit einer anderen Ungleichbehandlung zu bekämpfen. Das Problem mit den Löhnen sei aber real und „absolut stossend“, sagt der Präsident von männer.ch, dem Dachverband der Schweizer Männer- und Vaterorganisationen.

Männer.ch ist das feministische Schweizer Gegenstück zum feministischen Bundesforum Männer in Deutschland. Es ist das männliche Feigenblatt der rein femifokussierten Geschlechterpolitik. Beide gaukeln „männerpolitische Teilhabe“ vor, sind aber beides rein frauenpolitische Einrichtungen, die immer neue Jungen, Männer und Väter benachteiligenden Initiativen der Frauenpolitik brav abnicken. In Deutschland wird das Bundesforum Männer übrigens vom Bundesfrauenministerium finanziert (!). Wie es in der Schweiz ist, wissen wir nicht.

Wir weisen darauf hin, dass nicht nur Genf diesem Sexismus frönt. Die Berliner Verkehrsbetriebe boten Frauen, auch hochbezahlten Managerinnen, zum „Equal Pay Day“ ein um 21 Prozent vergünstigtes Ticket an. Männer, auch im Niedriglohnsektor, mussten den vollen Preis bezahlen. MANNdat berichtete.

Und wie schon erwähnt ist die Preisdiskriminierung von Männern in Deutschland von der Frauenpolitik, einschließlich der von ihr finanzierten „Anti“diskriminierungsstelle, ausdrücklich erwünscht.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Lesermeinungen

  1. Von Phil

    Antworten

    • Von Dr. Bruno Köhler

    • Von Mathematiker

    • Von nico

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie, dass Kommentare mindestens 5 und höchstens 1500 Zeichen haben dürfen.

Zitate können mit <quote> ... </quote> gekennzeichnet werden.

Achtung: Wenn Sie einen Kommentar von einem Smartphone verschicken, wird der Text manchmal von der Autofill-Funktion des Smartphones durch die Adresse ersetzt. Wenn Sie den Kommentar absenden, können wir den originalen Text nicht wiederherstellen.

Niemand mag Pop-ups!

Aber immerhin stehe ich nicht mitten auf der Seite. Wenn Sie sich für unseren Newsletter anmelden wollen, tragen Sie sich hier ein. Es lohnt sich!

Ihre Daten sind sicher! Die Email verwenden wir nur für den Newsletter. Sie können sich jederzeit abmelden.