Österreichs Politik missbraucht Flüchtlingskrise zu Sexismus?

von MANNdat
Junge unter Flüchtlingen

Er muss wohl draußen bleiben, weil er das falsche Geschlecht hat. Sind Jungen als Flüchtlinge unerwünscht?

In unserem Beitrag „Bundesregierung wollte Flüchtlingsjungen benachteiligen“ wiesen wir im Juni darauf hin, dass die Bundesregierung vorrangig Mädchen aufnehmen wollte, obwohl 90 Prozent der Minderjährigen in den Flüchtlingslagern Jungen sind. Hier das Pendant aus Österreich.

Wir hatten vor einiger Zeit berichtet, dass die Bundesregierung vorrangig Mädchen aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen wollte, obwohl 90 Prozent der Minderjährigen in den Flüchtlingslagern Jungen sind. In Österreich war die Lage nicht anders.

Laut Österreichs „Tagesstimme“ forderte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) schon vor einiger Zeit , dass für die Migranten auf den griechischen Inseln menschenwürdige Bedingungen geschaffen werden. „Wenn das nicht gelingt, sind wir dafür, Frauen und Kinder herauszuholen.“

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat diese Forderung unterstützt.

Österreichs Männerpartei

Die Männerpartei sieht darin frechen, populistischen Sexismus:

Grüne Spitzenpolitiker wie Werner Kogler und Alexander van der Bellen stehen im Dilemma: Ist ihre Partei zum Einen der größte Verfechter flüchtlingsfreundlicher Politik, so steht sie doch in der Koalition mit dem diesbezüglich eisernen Kanzler Sebastian Kurz. Was tun aufgrund der aktuellen Flüchtlingskrise, werden sich die Grünen gefragt haben? Den Kanzler und die ÖVP verprellen, oder die eigenen Wähler? 

Seriöse Politik würde so ein Dilemma angehen, indem sie versucht, klare und transparente, sachbezogene Linien auszuarbeiten, so etwa, welche objektiven Kriterien für die eventuelle Aufnahme von Flüchtlingen gelten sollen, ob und wie weit Flucht aus wirtschaftlichen Gründen oder aus welchen Gründen eine eventuelle Verfolgung zur Asylberechtigung führen soll.  

Populistischer Politik jedoch ist das alles viel zu kompliziert. Sie sucht nach einfachen, möglichst gesellschaftsgängigen Vorurteilen, die sie schnell und einfach strapazieren kann, um in kurzen Botschaften rasche Zustimmung zu ergattern. Mit Populismus beginnt diesmal Grün, indem es sich aus dem Dilemma zwischen ÖVP und den eigenen Wählern befreit: Durch die Forderung, eben nur Frauen und Kinder, somit alle außer Männer aufzunehmen. 

Vorurteile zu strapazieren, mag billiger Populismus sein. Doch das Vorurteil der allseits bösen Männer und stets fehlerlos guten Frauen ist eines, das von genau diesen Parteien jahrzehntelang aufgebaut wurde, die es nun benutzen. Ein selbstgestricktes Vorurteil nun mit Benzin zu übergießen, anzuzünden und zur Grillparty einzuladen, ist nicht billig, sondern frech.

Innenminister Nehammer (ÖVP) geht mit seinem Sexismus sogar noch weiter. Er gibt zu bedenken, dass eine spätere Familienzusammenführung möglicherweise dazu führen könnte, dass man „Väter und Brüder“ nachfolgen könnten. Den Ekel, den Nehammer bei diesem Gedanken offenbar verspürt, liest man förmlich mit. Die Männerpartei weiter:

Karl Nehammer zeigt für die ÖVP und gemeinsam mit den Grünen somit das erschreckende Verständnis einer Bundesregierung, doch ebenso einer gesamten, jahrzehntelangen Allparteien-Bundespolitik: Sie ist bereit, alles für Frauen zu tun, in diesem Fall offenbar ohne jegliche Prüfung sachlich gerechtfertigter Asylgründe. Doch für Männer und Väter, selbst wenn diese tatsächlich politisch verfolgte Regimegegner sein sollten, schließt sie kategorisch die Aufnahme aus.

Und so resümiert man schließlich:

Weniger Gleichbehandlung geht nicht, und das aus dem Mund von Parteien, die genau davon ihre Sonntagspredigten halten – abgesehen von jeglicher Menschlichkeit, der sich besonders die Grünen rühmen, die angesichts der Abgebrühtheit, mit der Männern und Vätern begegnet wird, ad absurdum geführt wird. 

Die Grundauffassung und das unverfrorene Selbstverständnis, mit der die Parteien bei Männern, und nur bei Männern, beabsichtigen, ihnen als Mensch weniger Wert beizumessen und sie dementsprechend zu behandeln, diese Grundauffassung ist jedoch gegenüber den Männern in Österreich für diese Politik bereits so zum Selbstverständnis geworden, dass sie das gar nicht mehr bemerkt. Daher fehlt der Aufschrei, die Kritik: Diese Ablehnung jeglicher Gleichbehandlung gegenüber Männern ist Teil unserer Kultur geworden, in Familienrecht, Anti-Männer-Quoten, Wegweisungsrecht oder Pensionsrecht und der gesamten Verwaltung.

Dem können wir eigentlich nicht mehr hinzufügen. Was fordert die Männerpartei?

Die Forderungen der Männerpartei: 

  • Objektive, gerechte und auf ihre langfristige Auswirkung bedachte Schaffung und Einhaltung von Aufnahmekriterien für Asylberechtigte, statt permanentes Ändern der Kriterien wie augenblicklich die völlig unvernünftigen Kriterien Geschlechtsteile oder Lebensalter.
  • Gemeinsames Hinwirken auf eine vorurteilsfreie Gesellschaft, statt Vorurteile auf- und auszubauen und für schnelle politische Wirkung zu nutzen.
  • Ein neues familienrechtliches Selbstverständnis in Österreich, das Vater-Kind-Beziehungen dieselbe, höchstmögliche Wertigkeit für Mensch und Gesellschaft zugesteht wie die Mutter-Kind-Beziehung, somit ein neues und grundlegend anderes Verständnis von Familie als das ödipale der Regierungs- und Parlamentsparteien. 

Und die SPÖ?

Übrigens: Die SPÖ – wer hätte es vermutet – ist keinen Deut besser. Die SPÖ-Ortschefs wollen Frauen und Kinder aufnehmen, also alle, nur nicht Männer. Siehe 

Es bleibt in Österreich wie in Deutschland – alle Menschen sind gleich und Männer gelten nicht als Menschen. Feminismus befiehl, sie folgen dir.

Mission Lifeline

Auch private Organisationen springen auf den populistischen Zug auf. Die Mission Lifeline startete eine Evakuierungsmission für Kinder und Mütter aus den Flüchtlingslagern in Lesbos. Von Vätern ist nicht die Rede. Die Initiative wird u. a. unterstützt von der UN. Die UN ist bekannt für ihre sexistische Opferhilfe.

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