Bundesbildungsministerin Karliczek (CDU) lässt Jungen im Stich

von MANNdat

In unserem offenen Brief an Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vom 1. Juli 2021 haben wir Kritik an deren Zurücklassen von Jungen in der Bildungsförderung geäußert. Mittlerweile haben wir eine Rückantwort erhalten, die aber auf den von uns kritisierten Doppelstandard bei der geschlechterspezifischen Bildungsförderung nicht wirklich eingeht. Deshalb ein zweiter Brief an die Bundesbildungsministerin vom 21.08.2021. Die Antwort im Namen der Bundesbildungsministerin auf unseren ersten offenen Brief ist nachfolgend im Anhang aufgeführt.

Der zweite Brief an Ministerin Kraliczek

Vielen Dank für Ihre Rückantwort. Sie legen dar, dass das Bundesbildungsministerium und insbesondere auch Sie als Bundesbildungsministerin auch Jungen in die MINT-Bildungsförderung integrieren will und verweisen auf Ihr neues außerschulisches MINT-Förderprojekt.

Wir halten, bei allem Respekt, diese Darlegung für nicht authentisch. Auf der Seite des BMBF werden zu dem Projekt vier Bereiche vorgestellt:

„Der MINT-Aktionsplan stärkt dieses Engagement nun besonders in den vier Bereichen MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche, MINT-Fachkräfte, Chancen von Mädchen und Frauen in MINT und MINT in der Gesellschaft.“

Ein Bereich, der Jungen, die den größten Anteil in der untersten Kompetenzstufe stellen, gezielt fördert, gibt es nicht.

Die Leiterin des Verbundprojekts und der neuen Geschäftsstelle, Dr. Stephanie Kowitz-Harms der Körber-Stiftung, sagt selbst in einer Pressemitteilung vom 18.5.2021:

„Ein Fokus liegt auf Mädchen und jungen Frauen, die sich weiterhin zu selten für MINT-Studiengänge oder -Ausbildungsgänge entscheiden. Das Wissen und die Ideen, wie Mädchen und junge Frauen jenseits von Klischees und Geschlechterstereotypen gezielt angesprochen und für MINT-Themen begeistert werden können, ist da. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass diese Erkenntnisse auch in der Bildungspraxis umgesetzt werden.“

Über die Tatsache, dass insbesondere Jungen die schlechtesten Kompetenzklientel stellen und im Gegensatz zu Mädchen sogar zurückfallen, sagt auch Ihre Leiterin des Verbundprojektes nichts. Diese Information enthalten Sie den Bürgern vor.

Auch der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler betont: „Mit Initiativen wie MINTvernetzt kann es gelingen, (…) insbesondere auch Mädchen und Frauen für die MINT-Fächer und damit bedeutende Zukunftsfelder zu begeistern.“

Wie wir in unserem Brief an Sie darlegten, ist Ihre Bedingung für Fördermittel für Projekte im Rahmen Ihrer MINT-Initiative lediglich die Berücksichtigung von Mädchen bzw. jungen Frauen erforderlich, nicht jedoch die Berücksichtigung von Jungen oder jungen Männern. Das heißt, Sie fördern auch weiterhin das Ausgrenzen und Zurücklassen von Jungen. Das ist unsere Kritik, die Sie mit Ihrer Antwort nicht widerlegen.

Obwohl Jungen laut Schulleistungsstudien den Großteil der Klientel mit den schlechtesten MINT-Kompetenzen stellen, werden diese in nicht einer einzigen der o. g. Verlautbarungen erwähnt, geschweige denn mit einem eigenen Förderschwerpunkt bedacht.

Selbst die pauschale Darstellung der Unterrepräsentanz von Mädchen und Frauen im MINT-Bereich ist nicht korrekt. Es gibt auch MINT-basierte Berufsbereiche, in den massiv Männer unterrepräsentiert sind, wie z. B. das Medizinstudium, das Tiermedizinstudium oder der Lehrberuf. Und auch in den Ausbildungsberufen wie chemisch- oder biologisch-technischer Assistenz gibt es kaum mehr Jungen. Doch hier tun Sie nichts, um den Jungen- oder Männeranteil zu erhöhen. So kann beispielsweise von der Sichtbarmachung männlicher Role-Models, auf die Sie umgekehrt bei Frauen Wert legen, überhaupt keine Rede sein – auf Fotos etwa stehen ganz überwiegend Frauen im Vordergrund.

Ihre Aussage, es gälte bei vielen Maßnahmen entlang der Bildungskette die „besonderen Belange“ von Mädchen und Frauen zu berücksichtigen, kann in Anbetracht der Tatsache, dass die Jungen in der Bildung insgesamt nicht nur relativ betrachtet deutlich hinter Mädchen zurückliegen, sondern mittlerweile im Gegensatz zu diesen sich in den letzten Jahren auch noch absolut verschlechtern, nur als Hohn verstanden werden.

Denn wo bleibt denn die Berücksichtigung der „besonderen Belange“ von Jungen und Männern? Die Schulleistungsstudien der vergangenen Jahrzehnte belegen z. B., dass der größte Gender Gap im Bereich der Lesekompetenz zu Ungunsten der Jungen existiert. Lesekompetenz ist einer der wichtigsten schulischen Grundkompetenzen auch für den MINT-Bereich. Ein Junge kann noch so ein guter Rechner sein, wenn er nicht in der Lage ist, die relevanten Informationen aus einer Textaufgabe herauszulesen. Laut der von Ihnen geförderten LEO Studie 2018 sind 6,2 Millionen Erwachsene funktionale Analphabeten, vorrangig Männer. Und das in einem Land, in dem Bildung der wichtigste volkswirtschaftliche Faktor darstellt. 2015 hat Ihr Ministerium die Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung ausgerufen, um die Lese- und Schreibkompetenzen von Erwachsenen in Deutschland bis 2026 deutlich zu verbessern. Eine spezielle Jungenbildungsförderung bleibt jedoch bislang aus. Gibt man auf Ihrer Homepage den Suchbegriff „Jungenleseförderung“ ein, gibt es dazu keinen einzigen Suchtreffer. Halten Sie es für effizient, untätig zuzusehen, wie Jungen nach gut 10 Jahren Schule diese als funktionale Analphabeten verlassen, um dann mit aufwändiger Erwachsenenbildung notdürftig nachzubessern?

Jungen stellen heute fast 20 Prozent weniger Abiturienten, dafür etwa 50 Prozent, in manchen Bundesländern sogar 100 Prozent mehr Kinder ohne Schulabschluss als Mädchen. In manchen Bundesländern hat etwa jeder zehnte Junge keinen Schulabschluss. Dieser Gender Education Gap steigt mittlerweile seit 2013 stetig an. Zahlreiche Studien, angefangen von der Hamburger LAU-Studie noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute, belegen, dass Jungen bei gleichen Schulleistungen schlechtere Noten erhalten und seltener an höherführende Schulen als Mädchen empfohlen werden, was schulgesetzlich nicht sein dürfte. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes lehnt es nach mehrfachen Anfragen von uns ab, hier tätig zu werden, weil sie sich dafür für nicht zuständig fühlt. Sie sind aber als Bundesministerium Teil der Exekutive und verantwortlich für die Sicherstellung von Art. 3 des Grundgesetzes in Ihrem Ressort. Es ist beschämend, dass seit über einem Vierteljahrhundert Jungen bei der Notengebung aufgrund ihres Geschlechtes  diskriminiert werden und die politisch Verantwortlichen und damit auch Sie nichts dagegen tun.

In Ihren über 300-seitigen Bildungsberichten bleiben diese Tatsachen unerwähnt oder sie werden als positive, ja sogar erfreuliche Rückmeldung der mädchenfokussierten und Jungen zurücklassenden Bildungsförderung der letzten 30 Jahre verstanden, die sich auch trotz Gender Mainstreaming lediglich an der Frauenquote misst. Jeder Junge, der im Bildungssystem scheitert und arbeitslos auf der Straße oder zumindest in einem prekären Arbeitsverhältnis landet, ist zwar pragmatisch gesehen ein Gewinn für die Frauenquote. Aber so sollte Geschlechterpolitik heute nicht mehr aussehen.

Faktisch ändert sich mit Ihrem neuen Projekt nichts an der Einseitigkeit geschlechterspezifischer Bildungsförderung. Die Bildungspolitik fördert mit gezielten Bildungsförderprogrammen Mädchen, Jungen jedoch nicht. Diesen Doppelstandard, der zu einer Benachteiligung von Jungen führt, halten wir für eine wesentliche Ursache für den Gender Education Gap zuungunsten der Jungen der letzten Jahrzehnte. „So schlossen im Jahr 2004 lediglich 25 375 Männer ein Studium der Ingenieurswissenschaften erfolgreich ab, im Jahr 1995 betrug diese Zahl noch 40 600(…). Die Behauptung, dass ‚die Männer‘ erfolgreicher in der Arbeitswelt und insofern eine Jungen- und Männerförderung überflüssig seien, ist empirisch nicht haltbar – zumal nicht in Bezug auf die nähere Zukunft. Dies zeigen beispielsweise auch die Daten zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit von Männern und Frauen.“ (Michael Matzner/Wolfgang Tischner: „Auf dem Weg zu einer Jungenpädagogik“ in Handbuch Jungen-Pädagogik „ Matzner,M./ Tischner, W. (Hrsg.), 2008, Belz-Verlag, S. 383)

Die Bildungspolitik in Deutschland spiegelt mit ihrer Einseitigkeit in der Bildungsförderung nicht nur das nachgewiesene Gender Bias und den Gender Empathy Gap zuungunsten der Jungen und Männer wider, sie trägt auch dazu bei, diese zu manifestieren.

Ihre Studie „Sind Jungen Bildungsverlierer?“ erwarten wir mit Interesse. Der Titel lässt vermuten, dass sich diese Studie von den regelmäßig von den bildungspolitisch Verantwortlichen initiierten gleichnamig oder ähnlich klingenden Studien der vergangenen 20 Jahre nicht wesentlich unterscheiden wird. Alle diese Studien haben nämlich eines gemeinsam. Sie erweckten bisher nicht den Eindruck, als ginge es Ihnen und anderen politisch Verantwortlichen darum, sich der bildungspolitischen Herausforderung Jungenbildungsförderung ernsthaft stellen zu wollen. Denn man hat sie von einzelnen Wissenschaftlern verfassen lassen, die den Gender Education Gap zuungunsten der Jungen marginalisieren, indem geschlechterrelevante Bildungsnachteile von Jungen kurzerhand abgestritten (vgl. Studien von Jürgen Budde), Jungen einfach als zu faul diffamiert (vgl. Studien von Marcel Helbig) oder die Nachteile von Jungen durch Ausblenden wesentlicher Faktoren einfach unsichtbar gemacht werden (vgl. Studien von Thomas Viola Rieske und Marcel Helbig).

Dabei gibt es längst jungenempathische Alternativen für die Pädagogik, die Jungen ressourcen- und personenorientiert auf Basis eines empirisch fundierten und evidenzbasierten entwicklungspsychologischen Modells stattfinden. Wir verweisen hier nur auf die Studien und Konzepte von Philip Zimbardo und Warren Farrell im Angelsächsischen oder von Klaudia Schultheis, Allan Guggenbühl, Margarete Blank-Mathieu, Heike Dieffenbach, Michael Klein oder Tim Rohrmann im deutschsprachigen Raum.

Außer diesen gibt es mehr als genug Wissenschaftler, die den Gender Education Gap und ihre Folgen für unsere Gesellschaft ernst nehmen, die sinnvolle Ansätze zur Jungenförderung durch Stärkung und Motivation entwickelt haben oder konkrete Konzepte für eine längst überfällige Jungenleseförderung aufzeigen. Wir nennen hier nur die Ihnen sicherlich ebenfalls bekannten Arbeiten von Christine Garbe, Stefan Aufenanger, Klaus Hurrelmann, Wolfgang Tischner, Michael Matzner, Tanjev Schulz, Götz Haindorff, Hartmut Kasten oder Daniel Strüber.

Ein Zurücklassen von Jungen im Bildungsbereich halten wir aufgrund des Gender Education Gaps zu Ungunsten von Jungen weder für gerechtfertigt noch für zukunftsorientiert. Erziehungswissenschaften und Bildungspolitik sind herausgefordert, ein Bildungswesen zu gestalten, in dem die Pädagogik und Didaktik beiden Geschlechtern gerecht wird und Gender Gaps abbaut anstatt in einer eigenartigen Verblendung der psychologischen und motivationalen Realitäten an einseitigen politischen Programmen auf Basis ebenso einseitiger Sozialisationsthesen festzuhalten und so Gender Gaps zu fördern und zu manifestieren.

Gerade das Zurücklassen von Jungen im Bildungswesen zeigt, dass die geschlechterpolitische Strategie Gender Mainstreaming nicht das ist, als was sie uns versprochen wurde. Sie ist eben keine Erweiterung der Geschlechterpolitik auch auf die berechtigten Anliegen von – in diesem Zusammenhang – Jungen. Sie ist vielmehr die lineare Fortsetzung der reinen Frauenförderpolitik mit alleinigem Maßstab der Frauenquote.

Jungenbildungsförderung ist notwendig und möglich. Sinnvolle jungenempathische und -motivationale Konzepte, die auch erprobt sind, gibt es genug. Es fehlt lediglich an Ihrem politischen Willen, diese umsetzen zu wollen.

 

Anlage: Die Rückantwort im Namen von Frau Karliczek vom 9.7.2021 auf unseren ersten offenen Brief:

haben Sie auch im Namen der Bundesministerin Anja Karliczek MdB vielen Dank für Ihre engagierte E-Mail vom 1. Juli, in der Sie das vermeintliche Zurücklassen von Jungen in der Bildungsförderung kritisieren.

Bezüglich der auch von Ihnen und MANNdat formulierten Ziele ziehen wir an einem Strang, lieber Herr Köhler.

Als Innovationsland kann Deutschland auf MINT-Fachkräfte nicht verzichten, unabhängig ob männlich oder weiblich. Deshalb engagiert sich das BMBF in der außerschulischen MINT-Förderung, als sinnvolle Ergänzung zum MINT-Unterricht durch die Schulen. Das strategische Handlungskonzept für die MINT-Bildungspolitik ist der MINT Aktionsplan, den Sie bei Interesse hier im Detail nachlesen können:  https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/MINT_Aktionsplan.pdf

Unser Referat koordiniert die MINT-Förderpolitik des BMBF und hat auch den Ausbau der außerschulischen MINT-Angebote für Kinder und Jugendliche über regionale MINT-Cluster initiiert. Die Verstärkung der Angebote zielt auf Jungen und Mädchen gleichermaßen.

Zugleich zielen wir mit den förderpolitischen Anstrengungen auch darauf, den Anteil der weiblichen MINT-Fachkräfte zu erhöhen. Denn: Frauen sind in MINT-Berufen stark unterrepräsentiert. Erfreulicherweise ist ihr Anteil an den Beschäftigten in MINT-Berufen langsam steigend, jedoch mit 15,4 Prozent noch immer deutlich unterdurchschnittlich. Die Zahl der MINT-Studierenden ist so hoch wie nie zuvor, darunter ein Drittel MINT-Studentinnen. Insofern zeigen die Bemühungen der vergangenen Jahre erste zarte Erfolge, auf denen wir uns jedoch nicht ausruhen dürfen. Vielmehr sind weitere Anstrengungen erforderlich. Dies betrifft auch den Bereich der dualen Ausbildung, in dem der Frauenanteil nur bei 11,4 Prozent liegt.

Deshalb gilt es, bei vielen Maßnahmen entlang der Bildungskette die „besonderen Belange“ von Mädchen und Frauen zu berücksichtigen. Es geht nicht darum, wie Sie es zum Vorwurf erheben, nur noch oder nur exklusive Angebote für diese Zielgruppe zu fördern – oder andere Zielgruppen zu vergessen. Die Berücksichtigung der „besonderen Belange“ kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: so können gezielte Mentoring-Programme oder zusätzlich Kurse speziell für Mädchen angeboten werden, damit diese sich im geschützten Raum z. B. beim Programmieren ausprobieren können.

Ebenso ist es für die MINT-Begeisterung zielführend, die Angebote so zu gestalten, dass diese Jungen wie Mädchen gleichermaßen begeistern. Dies kann zum Beispiel über eine ko-kreative Zusammenarbeit mit der Zielgruppe zu Themen aus ihrer Lebenswirklichkeit und ihres Interesses erfolgen, wie es beispielsweise die zdi-Netzwerke in NRW seit Jahren erfolgreich praktizieren sowie über kreative Zugänge (from STEM to STEAM). Die Ansätze und wissenschaftlichen Empfehlungen sind hier vielfältig. U.a. gehört auch die Sichtbarmachung von weiblichen Role-Models dazu, an der parallel gearbeitet wird. Sie stimmen mir sicher zu, lieber Herr Dr. Köhler, dass es zahlreiche männliche Rollenvorbilder in MINT-Berufen gibt.

Sie beziehen Ihre Kritik explizit auf die Förderung von sog. MINT-Clustern für Kinder und Jugendliche. Mit diesen regionalen MINT-Clustern fördert das BMBF außerschulische Strukturen für niederschwellige Angebote, die über punktuelle MINT-Förderung hinausgehen. Im Sinne der Bildungsgerechtigkeit werden damit den Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft ein Zugang zu MINT-Bildung eröffnet und eine Breitenwirkung für Deutschland erzielt. Hierzu gab es zwei Förderwettbewerbsrunden, aus denen die besten Konzepte ausgewählt wurden. Die zweite Runde befindet sich gerade im Auswahlprozess. Aus der ersten Runde sind bereits 22 solcher MINT-Cluster hervorgegangen. Nähere Infos zu ihren Ansätzen und Angeboten finden Sie unter:

Vorstellung: Die MINT-Cluster – BMBF Digitale Zukunft (bildung-forschung.digital)

Hier können Sie sich selbst ein Bild machen, dass diese MINT-Bildungsangebote nicht diskriminierend, sondern wie auch vorgeschrieben vielmehr integrativ und inklusiv gestaltet sind.

Das BMBF nimmt sich außerdem der intensiveren Erforschung der von Ihnen angesprochenen festgestellten Entwicklungen bei den Jungen an. Im IQB-Bildungstrend 2018 wurden teilweise Rückgänge der Kompetenzen und Motivation von Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern im Fach Mathematik vom Jahr 2012 zum Jahr 2018 identifiziert, die bei Jungen besonders stark ausgeprägt waren. Das Projekt „Jungen als neue Bildungsverlierer? – Zusatzauswertungen des IQB-Ländervergleichs 2012 und des IQB-Bildungstrends 2018“ leistet durch weiterführende Analysen der Daten des IQB-Ländervergleichs 2012 und IQB-Bildungstrends 2018 einen Beitrag zum genaueren Verständnis zu den Entwicklungen bei den Jungen. Es wird untersucht, ob die Kompetenzen und Motivation in Mathematik für Jungen in bestimmten Kontexten oder mit bestimmten individuellen Merkmalen besonders stark zurückgegangen sind. Die Ergebnisse dieser Studie erwarten wir im dritten Quartal 2021.

 

Quelle Beitragsbild:  migrantenjunge-adobestock_90752123-lydia-geissler.jpeg

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