Alle Artikel der Kategorie "Bildung"

Gender Mainstreaming nur für Mädchen?

Die Arbeitsgruppe 'Digitale Medien in der Bildung' (dimeb) an der Universität Bremen fordert die "gendergerechte Schule". Allerdings nur für den naturwissenschaftlichen Unterricht, nicht für Leseunterricht und andere Bereiche, in denen eher Jungen Probleme haben. MANNdat hat der dimeb einen Offenen Brief geschrieben und gefragt, ob Gender Mainstreaming mal wieder nur für Mädchen und Frauen gilt.

Offener Brief an den Vorsitzenden des Grundschulverbands

Etwa jeder zehnte Junge ohne Migrationshintergrund und fast jeder vierte Junge mit Migrationshintergrund verlässt heute die Schule ohne einen Abschluss. In allen Bundesländern beträgt der Jungenanteil in Sonderschulen über 60%. Unabhängig vom sozialen Hintergrund der Eltern ist der Jungenanteil an höher führenden Schulen signifikant geringer als der Mädchenanteil. In allen Fächerbereichen finden sich mehr männliche als weibliche Schüler auf der untersten Kompetenzstufe. Laut nationalem Bildungsbericht von Deutschland aus dem Jahr 2008 nimmt das Risiko für Jungen und junge Männer, im Bildungssystem zu scheitern, zu.

Erfolg (auch) für MANNdat – Hamburg will Jungen fördern

Endlich: Die Hamburger Bürgerschaftsfraktionen GAL und CDU stellen Anträge an den Senat zur Jungenbildungsförderung. Der Senat soll danach für die Kitas, die Jugendhilfe und die Schulen eine Jungenleitlinie entwickeln. MANNdat hatte schon im April 2008 den Jungen und Männer vernachlässigenden Koalitionsvertrag kritisiert. Vor Kurzem hatte MANNdat die Haushaltsanträge der Regierungsfraktionen und der Opposition für den Haushalt 2009/2010 analysiert. Wieder blieben spezifische Projekte für Jungen und Männer unberücksichtigt. MANNdat verschärfte seine Kritik und informierte verschiedene politisch Verantwortliche in Hamburg.

Württembergischer Lehrertag mit MANNdat-Beteiligung

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Württemberg veranstaltete am 4.Mai 2009 eine Fortbildungsveranstaltung in der Luginslandschule in Stuttgart. Dr. Bruno Köhler von MANNdat e.V. hielt dabei einen Workshop über die Bildungsförderung von Jungen. Der Workshop war mit etwa 25 Personen der viertbestbesuchte der 25 Workshops. Dies zeigt, dass der Thema in den Schulen an Bedeutung gewinnt.

Fachkräftemangel als Folge der Kurzsichtigkeit von Wirtschaft und Politik

MANNdat kritisiert die Blindheit der Wirtschaft und Politik gegenüber der Vergeudung männlichen Fachkräftepotentials. Jeder zehnte Junge hat keinen Schulabschluss. Laut nationalem Bildungsbericht 2008 nimmt das Risiko von Jungen und Männern, im Bildungssystem zu scheitern, weiterhin zu. Die Nachqualifizierung der „Schulversager" kostet Deutschland jährlich über drei Milliarden Euro. Hinzu kommt die soziale Brisanz, die wir uns damit für unsere Zukunft schaffen. Aber Politik und Wirtschaft sehen weg. Wie glaubwürdig ist das Gejammer von Wirtschaft und Politik über einen Fachkräftemangel, wenn sie sich großzügig Jungen als Bildungsverlierer leisten?

Offener Brief zu Fachkräftemangel und Bildungspotenzial von Jungen

"Frauen entfesseln!" So lautet eine Empfehlung der Forscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), um Deutschland innovativer zu machen. Nachzulesen ist sie im Innovationsindikator Deutschland 2008, den der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Deutsche Telekom Stiftung vorgestellt haben. In einem offenen Brief hat sich MANNdat an die drei Herausgeber gewandt, um zu verdeutlichen, warum es unserer Ansicht nach nicht sinnvoll ist, bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels das Bildungs- und Fachkräftepotenzial von Jungen und männlichen Jugendlichen außer Acht zu lassen.

MANNdat bei Anhörung zur Jungenförderung in Berlin

Im Berliner Abgeordnetenhaus fand am 6. November vor dem Bildungsausschuss eine Anhörung zum Thema „Benachteiligung von Jungen" statt. Die Anhörung war gut besucht, Presse- und Rundfunkvertreter anwesend, außerdem etwa 20-25 Politiker sowie viele sonstige Zuhörer. Drei Experten zur Jungenbildungsförderung wurden gehört - Prof. Preuss-Lausitz aus Berlin, Herr Dr. Budde aus Halle und Herr Dr. Köhler von MANNdat. Nach deren jeweils 10-minütigen Vorträgen folgten die Fragerunden. Insgesamt erstreckte sich die Diskussion über das Thema über drei Stunden hinweg.

MANNdat im Kultusministerium Baden-Württemberg

Am 10. September 2008 fand in Stuttgart ein offenes Gespräch zwischen Vertretern des Kultusministeriums von Baden-Württemberg und Vertretern von MANNdat statt. Das Ministerium war vertreten durch Gabriele Traub, zuständig für geschlechterspezifische Förderung, und Renzo Costantino, zuständig für Leseförderung. Bruno Köhler und Eugen Maus, Vorstandsmitglieder von MANNdat, konnten Anliegen und Anregungen des Vereins vorbringen und anhand von Beispielen den Handlungsbedarf für eine jungengerechtere Schule aufzeigen.

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