Gender Empathy Gap 2022 – unser vierter Brief an die UN

von MANNdat

Zum Tag des Gender Empathy Gap am 11. Juli 2022 fordert MANNdat die UN zum vierten Mal auf, sich wieder auf die Ziele der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu besinnen.

1948 veröffentlichten die Vereinten Nationen ihre „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte”, eine Erklärung, in der sich die Vereinten Nationen dazu bekannt haben, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind (Art. 1) und ohne Unterschied gleichen Schutz durch das Gesetz beanspruchen dürfen (Art. 7), und dass jeder Mensch Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied nach Geschlecht (Art. 2) hat sowie das Recht auf Sicherheit der Person besitzt (Art. 3).

Lesen Sie unseren Brief an die UN und besuchen Sie unsere Homepage über den Gender Empathy Gap Day.

Unser Brief vom 11. Juli 2022 an das Regionale Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC) sowie an den Informationsdienst der Vereinten Nationen Wien (UNIS) als europäische Kontaktadressen für die UN:

(englische Übersetzung nach dem deutschen Text)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben Sie zum Tag des Gender Empathy Gap (11. Juli) 2019, 2020 und 2021 angeschrieben und von Ihnen gefordert, Ihre Teilung der Menschenrechte zu beenden. Wir haben nie eine Antwort erhalten. Dies bestätigt unsere Kritik. Für Frauenanliegen gibt es bei Ihnen eine eigene Einrichtung. Menschenrechtsverletzungen an Jungen und Männern ist Ihnen noch nicht einmal eine Höflichkeitsantwort wert.

Wir kritisieren in diesem Jahr insbesondere Ihr Totschweigen von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch von Jungen, Vätern und Männern in Ihrer „Policy Instruction on Gender Equality 2021-2025“ vom 29.3.2021

Frauenquoten in Politik – Totschweigen von Menschenrechtsvergehen gegen Väter

In Ihrem Bericht lassen Sie sich zwar über Frauenquoten in der Politik aus, Sie unterschlagen jedoch die Menschenrechtsvergehen gegen Väter. Allein für Deutschland hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Verletzungen gegen folgende Artikel der Konvention zum Schutz der Menschenrechte festgestellt:

  • Artikel 6: Recht auf ein faires Verfahren

  • Artikel 8: Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens

  • Artikel 13: Recht auf wirksame Beschwerde

  • Artikel 14: Verbot der Benachteiligung (wg. des Geschlechts bzw. Ehestandes)

Die UN schweigt sich seit ihrer Existenz gegen diese Menschenrechtvergehen gegen Väter konsequent aus.

Gewalt

Sie schreiben in Ihrem Bericht, dass 30 Prozent der Frauen weltweit körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt und in einigen Krisengebieten mehr als 70 Prozent der Frauen geschlechtsspezifische Gewalt erfahren haben. Die Daten zur Gewalterfahrung von Männern verschweigen Sie.

Sie verschweigen auch, dass laut WHO-Bericht „Gewalt und Gesundheit“ von 2002 Jungen und Männer zwei Drittel aller Opfer von Tötungsdelikten ausmachen (Weltbericht Gewalt und Gesundheit, WHO, „World report on violence and health: Summary 2002“, S. 9f.)

Sie verschweigen weiter, dass laut „UNICEF-Report: A FAMILIAR FACE Violence in the lives of children and adolescent (ISBN: 978-92-806-4919-2)“ vom November 2017

  • heranwachsende Jungen viermal so oft Opfer eines Tötungsdeliktes wie Mädchen werden (S.8),

  • für nur 7 Länder es vergleichbare Daten zu sexueller Gewalt gegen Jungen gibt, zu sexueller Gewalt gegen Mädchen gibt es Daten aus 40 Ländern (S.8),

  • Jungen im Alter von 8 Jahren durchweg häufiger über Erfahrungen mit körperlicher Züchtigung durch Lehrer berichteten als gleichaltrige Mädchen, und der Anteil der Schüler, die berichteten, dass sie in der Woche davor Zeuge der körperlichen Züchtigung anderer Schüler durch einen Lehrer waren, war sogar höher als die Berichte über direkte Erfahrungen (S.45),

  • bei älteren männlichen Jugendlichen zwischenmenschliche Gewalt die zweithäufigste Todesursache nach Verletzungen im Straßenverkehr ist (S.51),

  • im Jahr 2015 bei den meisten jugendlichen Opfern durch Tötungsdelikte es sich um ältere Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren handelte, wobei die Wahrscheinlichkeit höher war, dass es sich um Jungen handelte. Unter allen heranwachsenden Jungen (im Alter von 10 bis 19 Jahren) ist die weltweite Mordrate viermal so hoch wie die der Mädchen (S.51).

Sie verschweigen weiter, dass laut weltweiter Studie der Economist Intelligence Unit mit Unterstützung der World Childhood Foundation, der Oak Foundation und der Carlson Family Foundation, veröffentlicht unter „Out of the shadows: SHINING LIGHT ON THE RESPONSE TO CHILD SEXUAL ABUSE AND EXPLOITATION”

  • sexueller Missbrauch von Jungen in vielen Ländern durch die Gesetze „kaum thematisiert“ wird,

  • knapp die Hälfte der Länder keine Gesetze zum Schutz für Jungen hatte. In vielen Fällen waren die Gesetze spezifisch für Mädchen und erkannten Jungen nicht als Opfer an,

  • Nur 6 von 60 untersuchten Ländern überhaupt Prävalenzdaten über Jungen bezüglich sexueller Ausbeutung von Kindern führen.

Sie verschweigen weiter, dass laut Newsletter von UNICEF auf United Internet for UNICEF vom 28.6.2018

  • in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern die Kindersterblichkeitsrate für Jungs höher ist. Die Ursachen und Zusammenhänge sind noch nicht erforscht,

  • in fast allen Ländern mit verfügbaren Daten Jungen häufiger chronisch mangelernährt als Mädchen sind, auch hier sind die Ursachen und Zusammenhänge noch nicht erforscht,

  • mehr Jungen als Mädchen einem aktuellen UNICEF-Report zufolge gewaltsam sterben: 36 pro 100.000 heranwachsenden Jungen (10 bis 19 Jahre) sterben durch kollektive Gewalt im Mittleren Osten und Nordafrika, im Vergleich zu 24 Mädchen.

Sie verschweigen weiter, dass laut Studie „Measuring Adverse Child Experiences Among Young Adolescents Globally: Relationships With Depressive Symptoms and Violence Perpetration“, März 2019, Journal of Adolescent Health 65(1); DOI:10.1016/j.jadohealth.2019.01.020 der John Hopkins Universität und der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health Jungen in armen städtischen Gebieten auf der ganzen Welt noch mehr als Mädchen unter Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung betroffen sind.

Sie verschweigen weiter, dass Körperverletzung an Mädchen durch Beschneidung insbesondere in Industrieländern geächtet ist, während diese Gewaltform an Jungen in Industrieländern sogar ausdrücklich legalisiert wird.

Bildung

Sie schreiben, dass bei jugendlichen Mädchen in Konfliktgebieten die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht zur Schule gehen, um 90 Prozent höher ist als bei Mädchen in anderen, konfliktfreien Ländern. Die Daten zu männlichen Jugendlichen verschweigen Sie.

Sie verschweigen, dass laut Newsletter von UNICEF auf United Internet for UNICEF vom 28.6.2018

  • ebenso viele Jungen keine Grund- oder Sekundarschule wie Mädchen besuchen, nämlich über 60 Millionen,

  • in der unteren Sekundarstufe 32 Millionen Jungen im Vergleich zu 30 Millionen Mädchen im entsprechenden Alter nicht zur Schule gehen.

Sie verschweigen, dass männliche Jugendliche in Kriegsgebieten nicht nur nicht mehr die Schule besuchen können, sondern zwangsrekrutiert und im Krieg verheizt werden.

Flüchtlinge und Zwangsrekrutierung

Sie schreiben, dass mehr als die Hälfte aller Binnenflüchtlinge weltweit Frauen und Mädchen sind, in vielen Fällen sogar mehr als Männer und Jungen.

Sie verschweigen dabei, dass laut Newsletter von UNICEF auf United Internet for UNICEF vom 28.6.2018 59 Prozent der Minderjährigen, die 2017 über die Mittelmeerroute nach Griechenland gekommen sind, männlich waren. Von den Kindern und Jugendlichen, die in Italien ankamen, waren sogar 93 Prozent Jungen, ein Großteil von ihnen unbegleitet von den Eltern.

Sie verschweigen dabei, dass viele männliche Jugendliche und Männer gar nicht aus Kriegsgebieten fliehen dürfen, weil sie als Männer zurückgehalten werden, um zwangsrekrutiert und im Krieg verheizt werden zu können. Im Gegenteil, sie vertuschen auf der Ukraine-Seite der OCHA, dass männliche zivile Flüchtlinge im wehrpflichtfähigen Alter von der Flucht aus dem Land völkerrechtswidrig abgehalten wurden, um sie für den Krieg zwangsrekrutieren zu können.

Sie verschweigen auch, dass Jungen weitaus häufiger als Kindersoldaten missbraucht werden als Mädchen, wie die UN in ihrem jährlichen Bericht aufführen. (Quelle: Children and armed conflict, 24 August 2017¸A/72/361–S/2017/821)

Die Männerwehrpflicht als Gewaltform gegen Männer wird in der UN ohnehin nie thematisiert. Aber nur weil viele Formen von Gewalt gegen Jungen, Väter und Männer aufgrund der normativen Kraft des Faktischen als „normal“ gelten, sind sie deswegen trotzdem Gewalt.

Kinderarbeit

Außer dem oben Genannten verschweigen Sie weiterhin, dass laut Bericht „Child Labour: Global estimates 2020, trends and the road forward“

  • Anfang 2020 weltweit deutlich mehr Jungen als Mädchen Kinderarbeit verrichten (ca. 97 Millionen Jungen und 63 Millionen Mädchen; das sind 11,2 Prozent aller Jungen und 7,8 Prozent aller Mädchen),

  • der Anteil der Jungen, die wegen Kinderarbeit nicht zur Schule gehen, höher als der der Mädchen (35 Prozent gegenüber 32,8 Prozent) ist,

  • die Kinderarbeit von Jungen von 2016 zu 2020 von 10,7 auf 11,2 Prozent gestiegen ist, während sie bei Mädchen von 8,4 auf 7,8 Prozent gesunken ist.

Ihre derzeitige Praxis der weltweiten Kinderschutzpolitik führt durch die Marginalisierung von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung von Jungen offenbar nicht zur Beseitigung von Kinderarbeit, sondern dazu, kinderarbeitende Mädchen durch kinderarbeitende Jungen zu ersetzen.

Tödliche Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

Sie verschweigen weiterhin, dass laut Bericht der WHO/ILO „Joint Estimates of the Work-related Burden of Disease and Injury, 2000–2016“

  • Männer unverhältnismäßig stark von Berufskrankheit betroffen sind,

  • 75 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle Männer erleiden,

  • auf 911,2 arbeitsbedingte verlorene Lebensjahre pro 100.000 Frauen 1635,9 arbeitsbedingte verlorene Lebensjahre pro 100.000 Männer kommen.

Während Amnesty International die miserablen Arbeitsbedingen für Gastarbeiter in Katar anprangert, verschweigen Sie dies. Stattdessen lobt der UNHCR in seinem Fact Sheet zu Katar vom 16. May 2022 das Land als „starker Partner des UNHCR und einer der größten Geber in der Golfregion, der sowohl von der Regierung als auch von privaten Spendern erhebliche Mittel erhält. Seit 2019 rangiert Katar unter den zehn größten Pro-Kopf-Gebern des UNHCR weltweit und ist durch seinen Kernbeitrag und die Finanzierung aus dem Qatar Fund for Development (QFFD) auch Mitglied des 20-Millionen-Dollar-Clubs.“

Selbstmordrate

Sie verschweigen weiterhin, dass weltweit pro Stunde 60 Männer Suizid begehen (das ist einer pro Minute!). Jungen und Männer sterben weltweit laut WHO Gewaltbericht 2002 doppelt so häufig an Selbstmord als Mädchen und Frauen.

Unsere Forderungen

Am Tag des Gender Empathy Gap am 11. Juli erinnern wir an das Massaker von Srebrenica im Jahr 1995. Während des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien waren die Menschen in die UN-Schutzzone geflohen im Glauben an die Gültigkeit der hehren Worte aus der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen. Für den männlichen Teil der Menschen war dieser Glaube ein Irrglaube. Fast 8000 muslimische Jungen und Männer wurden ermordet, nachdem die UN vorher Frauen, Mädchen und Kleinkinder in Sicherheit gebracht hatte. Ein Menschenrechtsverbrechen, das nicht möglich gewesen wäre, wenn die Vereinten Nationen zu dem gestanden hätten, was sie einst auf ihrer Generalversammlung am 10. Dezember 1948 in Form der Resolution 217 A (III) auf Papier formuliert haben.

Indem Sie ausschließlich Mädchen und Frauen als schutzwürdige Opfer betrachten, trennen Sie die Geschlechter in Wertvolle und Verzichtbare, verweigern Jungen und Männern die von Ihnen formulierten Menschenrechte und fördert damit mittelbar Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch von Jungen und Männern.

Wir fordern die UN deshalb am Tag des Gender Empathy Gap am 11. Juli 2021 erneut nachdrücklich auf,

  1. sich wieder auf die Ziele der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu besinnen,
  2. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen gleichberechtigt zu behandeln und ihnen gleichermaßen Respekt zukommen zu lassen statt durch ideologisch motivierte Einseitigkeit einen Geschlechterkrieg anzuheizen,
  3. Menschenrechtsverbrechen gegen Jungen und Männer zu bekämpfen,
  4. jegliche Marginalisierung von männlichen Gewaltopfern zu beenden,
  5. Hilfsorganisationen nachdrücklich anzuweisen, männliche Hilfsbedürftige nicht länger zu vernachlässigen, und ihnen bei Missachtung die finanzielle und ideelle Unterstützung zu entziehen,
  6. nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen gezielt in der Bildung zu fördern,
  7. darauf hinzuwirken, dass die Zwangsrekrutierung von Männern ein Ende findet,
  8. Menschenrechtsverletzungen an Vätern zu thematisieren und zu beseitigen,
  9. keine Ausgrenzung von Vätern und ihren Interessenvertretungen aus geschlechterpolitischen Diskussionen zu dulden,
  10. ein gleichberechtigtes Familienrecht und eine gleichberechtigte Partnerschaft auch für Väter durchzusetzen,
  11. Gewalt gegen Jungen und Männer im Namen von Ästhetik, Tradition, Religion oder Kultur nicht länger zu tolerieren,
  12. den 3. November offiziell als Welttag der Männergesundheit einzuführen,
  13. den 19. November als Internationalen Tag des Mannes zu würdigen und offiziell anzuerkennen,
  14. einen Internationalen Tag für Jungen einzuführen, um auf deren weltweite Benachteiligungen hinzuweisen,
  15. den 11. Juli offiziell als Tag der Geschlechter-Empathielücke einzuführen, an dem ein Ende der geschlechterpolitischen Doppelmoral angemahnt und deutlich gemacht wird, dass Menschenrechte auch für Jungen und Männer gelten.

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Dear Sirs and Madams,

We wrote to you on Gender Empathy Gap Day (11 July) 2019, 2020 and 2021 demanding that you end your division of human rights. We have never received a reply. This confirms our criticism. You have a separate body for women’s concerns. Human rights violations against boys and men are not even worth a courtesy reply to you.

We particularly criticise your silence on violence, exploitation and abuse of boys, fathers and men in your Policy Instruction on Gender Equality 2021-2025 of 29.3.2021.

Women’s quotas in politics – silence on human rights violations against fathers

In your report you talk about women’s quotas in politics, but you cover up the human rights violations against fathers. For Germany alone, the European Court of Human Rights has found violations of the following articles of the Convention on Human Rights:

– Article 6: Right to a fair trial

– Article 8: Right to respect for private and family life

– Article 13: Right to an effective remedy

– Article 14: Prohibition of discrimination (on the grounds of sex or marital status).

The UN has been consistently silent against these human rights violations against fathers since its existence.

Violence

You write in your report that 30 per cent of women worldwide have experienced physical or sexual violence and in some crisis areas more than 70 per cent of women have experienced gender-based violence. You omit the data on men’s experience of violence.

You fail to mention that according to the WHO report „Violence and Health“ of 2002, boys and men account for two thirds of all victims of homicide (World report on violence and health, WHO, „World report on violence and health: Summary 2002“, p. 9f.).

You fail to mention that according to the UNICEF report: A FAMILIAR FACE Violence in the lives of children and adolescents (ISBN: 978-92-806-4919-2) of November 2017

– adolescent boys are four times more likely to be victims of homicide than girls (S.8),

– there is comparable data on sexual violence against boys for only 7 countries, while there is data on sexual violence against girls from 40 countries (S.8),

– boys aged 8 were consistently more likely to report experiences of corporal punishment by teachers than girls of the same age, and the proportion of students who reported witnessing a teacher physically punish other students in the previous week was even higher than reports of direct experiences (S.45),

– among older male adolescents, interpersonal violence is the second leading cause of death after road traffic injuries (p.51),

– in 2015, the majority of adolescent victims by homicide were older adolescents between the ages of 15 and 19, and were more likely to be boys. Among all adolescent boys (aged 10 to 19), the global homicide rate is four times that of girls (S.51).

You fail to mention that according to a global study by the Economist Intelligence Unit with the support of the World Childhood Foundation, the Oak Foundation and the Carlson Family Foundation, published in „Out of the shadows: SHINING LIGHT ON THE RESPONSE TO CHILD SEXUAL ABUSE AND EXPLOITATION“

– sexual abuse of boys is „barely addressed“ by laws in many countries,

– just under half of the countries had no laws protecting boys. In many cases, the laws were specific to girls and did not recognise boys as victims,

– Only 6 out of 60 countries surveyed even keep prevalence data on boys regarding child sexual exploitation.

You fail to mention that according to UNICEF’s newsletter on United Internet for UNICEF dated 28.6.2018

– in many developing and emerging countries, the child mortality rate for boys is higher. The causes and correlations have not yet been researched

– in almost all countries with available data, boys are more likely to be chronically malnourished than girls. Here, too, the causes and correlations have not yet been researched,

– more boys than girls die violently, according to a recent UNICEF report: 36 per 100,000 adolescent boys (10 to 19 years) die through collective violence in the Middle East and North Africa, compared to 24 girls.

You fail to mention that according to the study „Measuring Adverse Child Experiences Among Young Adolescents Globally: Relationships With Depressive Symptoms and Violence Perpetration“, March 2019, Journal of Adolescent Health 65(1); DOI:10.1016/j.jadohealth.2019.01.020, by John Hopkins University and the Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, boys in poor urban areas around the world are affected even more than girls by violence, abuse and neglect.

You fail to mention that assault on girls through circumcision is outlawed, especially in industrialised countries, while this form of violence against boys is even explicitly legalised in industrialised countries.

Education

You write that adolescent girls in conflict areas are 90 per cent more likely to be out of school than girls in other, non-conflict countries. You omit the data on male adolescents.

You conceal that according to UNICEF’s newsletter on United Internet for UNICEF of 28.6.2018

– as many boys do not attend primary or secondary school as girls, over 60 million,

– in lower secondary education, 32 million boys are not in school compared to 30 million girls of the same age.

You fail to mention that male adolescents in war zones are not only no longer able to attend school, but are forcibly recruited and used up in war.

Refugees and forced recruitment

You write that more than half of all internally displaced persons worldwide are women and girls, in many cases even more than men and boys.

You fail to mention that, according to UNICEF’s newsletter on United Internet for UNICEF of 28/6/2018, 59 per cent of minors who arrived in Greece via the Mediterranean route in 2017 were male. Of the children and young people who arrived in Italy, as many as 93 per cent were boys, a large proportion of them unaccompanied by their parents.

You conceal the fact that many male youths and men are not even allowed to flee war zones because they are held back as men in order to be forcibly recruited and used up in the war. On the contrary, you cover up on the Ukraine side of OCHA that male civilian refugees of conscriptable age have been kept from fleeing the country in violation of international law in order to be able to forcibly recruit them for the war.

You also fail to mention that boys are far more likely to be abused as child soldiers than girls, as the UN lists in its annual report. (Source: Children and armed conflict, 24 August 2017¸A/72/361-S/2017/821)

Male conscription as a form of violence against men is never addressed in the UN anyway. But just because many forms of violence against boys, fathers and men are considered „normal“ due to the normative force of the factual, they are still violence because of that.

Child labour

In addition to the above, you also fail to mention that according to the report „Child Labour: Global estimates 2020, trends and the road ahead“

– at the beginning of 2020, significantly more boys than girls will be engaged in child labour worldwide (approximately 97 million boys and 63 million girls; that is 11.2 per cent of all boys and 7.8 per cent of all girls),

– the proportion of boys out of school due to child labour is higher than that of girls (35 per cent versus 32.8 per cent),

– child labour among boys increased from 10.7 per cent to 11.2 per cent from 2016 to 2020, while it decreased from 8.4 per cent to 7.8 per cent among girls.

Your current practice of global child protection policies, by marginalising violence, abuse and exploitation of boys, does not seem to lead to the elimination of child labour, but rather to replacing child-labouring girls with child-labouring boys.

Fatal occupational accidents and diseases

You continue to hide the fact that according to the WHO/ILO report „Joint Estimates of the Work-related Burden of Disease and Injury, 2000-2016“

– Men are disproportionately affected by occupational disease,

– 75 per cent of fatal occupational injuries are suffered by men,

– for every 911.2 work-related life years lost per 100,000 women, there are 1635.9 work-related life years lost per 100,000 men.

While Amnesty International denounces the deplorable working conditions for migrant workers in Qatar, you fail to mention this. Instead, in its fact sheet on Qatar dated 16 May 2022, UNHCR praises the country as „a strong partner of UNHCR and one of the largest donors in the Gulf region, receiving significant funding from both government and private donors. As of 2019, Qatar ranks among UNHCR’s top ten donors per capita worldwide and is also a member of the $20 million club through its core contribution and funding from the Qatar Fund for Development (QFFD).“

Suicide rate

You continue to conceal the fact that 60 men commit suicide every hour worldwide (that’s one every minute!). Boys and men worldwide are twice as likely to die by suicide as girls and women, according to the WHO Violence Report 2002.

Our demands

On the day of the Gender Empathy Gap on 11 July, we remember the massacre of Srebrenica in 1995. During the civil war in the former Yugoslavia, people had fled to the UN protection zone believing in the validity of the noble words from the „Universal Declaration of Human Rights“ of the United Nations. For the male part of the people, this belief was a delusion. Almost 8000 Muslim boys and men were murdered after the UN had previously taken women, girls and young children to safety. A human rights crime that would not have been possible if the UN had stood by what it once formulated on paper at its General Assembly on 10 December 1948 in the form of Resolution 217 A (III).

By considering only girls and women as victims worthy of protection, you separate the sexes into the valuable and the forfeitable, deny boys and men the human rights you have formulated and thus indirectly promote violence, exploitation and abuse of boys and men.

We therefore urge the UN once again on Gender Empathy Gap Day on 11 July 2021

  1. to return to the goals of the Universal Declaration of Human Rights,
  2. to treat women and men, girls and boys equally and to give them equal respect instead of fuelling a gender war through ideologically motivated one-sidedness,
  3. to fight human rights crimes against boys and men,
  4. to end all marginalisation of male victims of violence,
  5. urge aid agencies to stop neglecting male victims of violence and to withdraw financial and moral support if they fail to do so,
  6. to provide targeted education not only for girls but also for boys,
  7. to work towards an end to the forced recruitment of men,
  8. to address and eliminate human rights violations against fathers,
  9. not to tolerate the exclusion of fathers and their representatives from gender policy discussions,
  10. to enforce equal family rights and equal partnership for fathers as well,
  11. to no longer tolerate violence against boys and men in the name of aesthetics, tradition, religion or culture,
  12. to officially establish 3 November as World Men’s Health Day,
  13. to recognise and officially acknowledge 19 November as International Men’s Day,
  14. to establish an International Day for Boys to draw attention to their worldwide disadvantages,
  15. to officially establish 11 July as Gender Empathy Gap Day, calling for an end to gender double standards and making clear that human rights also apply to boys and men.

Yours sincerely

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Lesermeinungen

  1. Von Gunnar

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  2. Von Mathematiker

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