Die Champions League des Sexismus, Gruppe 3

von MANNdat

Für die Gruppe 3 sind angetreten: Die aus Somalia stammenden Waris Dirie, Autorin von „Wüstenblume“ und Sonderbotschafterin der UNO, die US-Außenministerin Hilary Clinton, Alice Schwarzer mit einem weiteren, ihrer zahlreichen sexistischen Aussagen und Jürgen Trittin von den Grünen, welche sich ja selbst als Avantgarde im Kampfes gegen den Sexismus und für Gleichberechtigung sehen.

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Mannschaft 9: Waris Dirie

Waris Dirie wurde in Somalia geboren, war in Österreich ein Model, engagiert sich gegen Gewalt gegen Frauen (speziell weibliche Genitalverstümmelungen) und schrieb unter anderem den Bestseller „Wüstenblume“, aus dem folgendes Zitat stammt:

Vielleicht sollten die Frauen den Männern die Eier abschneiden, damit auf der Erde wieder ein Paradies entstehen kann. Die Männer würden ruhiger werden und sensibler mit ihrer Umwelt umgehen. Ohne diesen ständigen Ausstoß von Testosteron gäbe es keinen Krieg, kein Töten, kein Rauben, keine Vergewaltigungen.

Brisant an dem Zitat ist nicht nur, dass sie sexistisch-feministische Mythen kolportiert, sondern vor allem, dass sie brutale Genitalverstümmelungen bei Männer explizit befürwortet, die sie bei Frauen bekämpft.

Bemerkenswert auch, dass sie von 1997 bis 2003 als UN-Sonderbotschafterin (gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien) aktiv war und dort niemand an diesem Zitat Anstoß nahm.

Quelle: Waris Dirie, „Wüstenblume“ (1998). Auszug S. 346 der Taschenbuchausgabe

Mannschaft 10: Hillary Clinton

Es gibt Zitate, die zeugen von so einer unglaublichen Ignoranz, dass einem erst einmal der Atem weg bleibt. Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat es in die Auswahl mit einem solchen  sexistischen Zitat geschafft:

Frauen sind Hauptopfer im Krieg. Frauen verlieren ihre Gatten, ihre Väter, ihre Söhne im Kampf.

Ob die mehr als 5000 – ausschließlich männlichen – Opfer beim Massaker von Srebrenica wussten, dass sie nur „Nebenopfer“ sind, als sie unter Mithilfe der UN (man hilft ja, wo man kann) zum Erschießen selektiert wurden? Unabhängig davon, dass die Unterteilung in „Hauptopfer“ und „Nebenopfer“, also Opfer 1. und 2. Klasse, mehr als fragwürdig ist, ist die Begründung für diese steile These schon mehr als abenteuerlich. So meinte Hillary Clinton weiter, dass Frauen viel stärker betroffen seien, weil sie ihre angestammte Umgebung verlassen müssen, die Mehrzahl der Flüchtlinge stellen, sie „manchmal, in der heutigen Kriegsführung immer öfter“ auch direkte Opfer werden und sie mit der Verantwortung für die Erziehung der Kinder allein gelassen würden.

Das ist wieder typisch Mann. Lässt sich lieber von Granaten zerfetzen, als sich um die Kinder zu kümmern. Gut, dass wir Hillary Clinton haben, die uns Männern zeigt, was echte Empathie ist.

Quellen: First Ladies‘ Conference on Domestic Violence 1998 , San Salvador, 17. November 1998; zitiert in http://en.wikiquote.org/wiki/Hillary_Rodham_Clinton

Mannschaft 11: Alice Schwarzer die Zweite

Die Einstellung von Alice Schwarzer zu Männern ist hinlänglich bekannt. Insofern verwundert es nicht, dass sie ihnen zunächst nicht zugesteht, „Menschen“ zu sein. Interessant an diesem Zitat ist aber, dass sie anscheinend als einziges Kriterium für Menschlichkeit die Kindererziehung betrachtet:

Mein Großvater […] hat vorwiegend die Arbeit gemacht mit der Kindererziehung und hiermit gezeigt, dass auch Männer Menschen sein können.

Alles klar? Wer keine Kinder erzieht, ist kein Mensch! Ähm, Alice Schwarzer ist übrigens kinderlos.

Quelle: Alice Schwarzer, zitiert nach Bascha Mika, „Alice Schwarzer. Eine kritische Biographie.“, Rowohlt 1998, S. 43

Mannschaft 12: Jürgen Trittin, Die Grünen

Jürgen Trittin, einer der Grünenchefs, äußerte im Rahmen der Debatte um das Betreuungsgeld – angefeuert durch mehrere Zwischenrufe der Abgeordneten Claudia Roth – folgendes:

Mädchen sind besser in der Schule. Frauen haben die besseren Abschlüsse. Die Merkel-Koalition will, dass diese Frauen zu Hause bleiben. (…) Sie wollen, dass das begabtere Geschlecht weiterhin ein Viertel weniger verdient als wir Männer.

Zunächst vergaß er zu sagen, dass das „Viertel weniger“ nicht bei gleicher Arbeit unter gleichen Voraussetzungen zustande kommt, sondern nur, wenn man die Bruttostundenverdienste aller(!) Beschäftigten mittelt und getrennt nach Männern und Frauen vergleicht. Und dann vergaß er zu fragen, ob die besseren Frauenabschlüsse nicht selbst ein Zeichen von Diskriminierung sind.

Aufgenommen wurde das Zitat jedoch wegen der Behauptung, Frauen seien das begabtere Geschlecht, also allein auf Grund ihres Genitals. Ein Paradebeispiel für Sexismus, zumal die Schwankungsbreite der Talente zwischen den Individuen sehr viel größer ist als zwischen den Geschlechtern. Wenn man so einen Unfug jedoch gegen Männer von sich gibt, passiert folgendes, wie man aus dem Sitzungsprotokoll entnehmen kann:

„Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN“

Nun wissen wir natürlich nicht, ob Herr Trittin wirklich sexistisch sein wollte, oder ob ihm lediglich ein bedauerlicher Fehler unterlaufen ist, den sicherlich jeder von uns schon einmal gemacht hat und er möglicherweise von sich auf alle Männer geschlossen hat.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17205.pdf , Abruf vom 25.003.2013, ab pdf-Seite 17

Die Resultate der Abstimmung:

1. Platz: Mannschaft 10: Hilary Clinton

2. Platz: Mannschaft 9: Waris Dirie

3. Platz: Mannschaft 12: Jürgen Trittin (Grüne)

4. Platz: Mannschaft 11: Alice Schwarzer

 

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