Die Champions League des Sexismus, Gruppe 5

von MANNdat

In der Gruppe 5 treten folgende Mannschaften zum Wettbewerb an: Zunächst Frau Sibylle Berg für ihr Gesamtschaffen in den Kolumnen auf Spiegel-Online. Gefolgt von Plutonia Plarre, die in der TAZ den Mythos von Frauen als den besseren Menschen pflegen durfte und von Barbara Steiner, der Spitzenkandidatin für den Kommunistischen StudentInnenverband/Linke Liste von 2009. Als vierte Mannschaft hat sich für diese Gruppe Ursula von der Leyen qualifiziert, die mit einem Zitat sehr schön zeigte, dass der jungen- und männerfeindliche Radikalfeminismus 1980er Jahre heute bestens in der Politik integriert ist.

Ansprache der Kommentatoren

Informationen zum Turnierverlauf

Hier geht es zu den Zwischenständen

Sie wollen per Rundbrief über den Fortgang der Aktion informiert werden? Hier anmelden.

Mannschaft 17: Sibylle Berg auf Spiegel-Online

Frau Sibylle Berg hat eine Kolumne auf Spiegel-Online. Mit unschöner Häufung findet sich darin latente oder offene Männerfeindlichkeit. Aufgrund der großen Auswahl ist das folgende Zitat eher als Nominierung für das Gesamtschaffen von Frau Berg auf Spiegel Online zu verstehen:

 Männer sind halt unfähig

Wir meinen: Das ist nicht nur männerfeindlich-sexistisch, sondern vor allem auch extrem mutig für eine, die nach wie vor regelmäßig solche Kolumnen abliefert.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sibylle-berg-ueber-die-gleichstellung-von-frauen-a-872931.html , Abruf vom 25.03.2013

Mannschaft 18: TAZ und Plutonia Plarre

Unter dem Titel „Linke Frauen schlagen öfter zu“ beschäftigt sich Frau Plarre in der taz mit der Kriminalität von Frauen im linken und im rechten politischen Spektrum und schlussfolgert, dass vor allem in der linken Szene die Frauen auf dem besten Weg zur Gleichstellung seien. Das Ganze gipfelt in dem zur Abstimmung stehenden Zitat:

Doch im Vergleich mit Männern sind Frauen – egal welcher politischen Überzeugung – immer noch die besseren Menschen.

Quelle: TAZ und Plutonia Plarre, 4.4.2009, Abruf 25.03.2013, http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba&dig=2009/04/04/a0204&cHash=1f9f617b5a/

Mannschaft 19: Barbara Steiner

Die Unterscheidung in gute und schlechte Diskriminierung sowie der feministische Mythos, Frauen seien die letzten zweitausend Jahre diskriminiert worden, hier geäußert von einer Spitzenkandidatin bei der Wahl der Österreichischen Hochschülerschaft 2009:

„Ist eine Diskriminierung des männlichen Geschlechts die richtige Lösung?“
Barbara Steiner: „Das macht ja nichts. Die Frauen wurden die letzten zweitausend Jahre diskriminiert. Im Gegensatz dazu, werden nun die Männer diskriminiert.

Quelle: Barbara Steiner, Spitzenkandidatin für den Kommunistischen StudentInnenverband Linke Liste {KSV LiLi} bei der Wahl zur Österreichischen Hochschülerschaft 2009. Im Interview mit dem Internet-Politmagazin chilli.cc. 26.05.2009.

Mannschaft 20: Ursula von der Leyen (CDU)

Zunächst zur Einstimmung zwei ältere Zitate von Frauen, die sich ebenfalls um den Sexismus verdient gemacht haben. Daran anschließend ein neueres, was belegt, dass diese Geisteshaltung in der aktuellen Politik salonfähig geworden ist:

 Früher 1: »[…]die Anerkennung der Mädchen kann nur auf Kosten der kleinen Buben geschehen.«

Quelle: Marianne Grabrucker in »Typisch Mädchen« 1985; aus  Schmauch, U. (2005): Was geschieht mit den kleinen Jungen? – Ein persönlicher Blick auf die Entwicklung des Jungenthemas von den 70er Jahren bis heute. In: Rose, L./Schmauch, U. (Hrsg.): Jungen – die neuen Verlierer? Königstein/Taunus: Ulrike Helmer Verlag, S. 29..

Früher 2:  »Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen.«

Quelle: Frauenzeitschrift EMMA 1986; aus Schmauch, U. (2005): Was geschieht mit den kleinen Jungen? – Ein persönlicher Blick auf die Entwicklung des Jungenthemas von den 70er Jahren bis heute. In: Rose, L./Schmauch, U. (Hrsg.): Jungen – die neuen Verlierer? Königstein/Taunus: Ulrike Helmer Verlag, S. 29

Heute und nach wie vor aktuell:

Ich finde es nicht schlimm, dass Mädchen in Sachen Bildung an den Jungen vorbeiziehen. Wenn es den Mädchen schlechter gehen würde, krähe kein Hahn danach.

Quelle: ehem. Familienministerin und heutige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), in einem Interview mit der Berliner Zeitung 29.09.2006

Die Resultate der Abstimmung:

1. Platz: Mannschaft 20: Ursula von der Leyen (CDU)

2. Platz: Mannschaft 18: TAZ und Plutonia Plarre

3. Platz: Mannschaft 19: Barbara Steiner

4. Platz: Mannschaft 17: Sibylle Berg auf Spiegel-Online

Zur Gruppe 6 und den Ergebnissen >>

<< Zur Gruppe 4 und den Ergebnissen

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zitate können mit <quote> ... </quote> gekennzeichnet werden.

Achtung: Wenn Sie einen Kommentar von einem Smartphone verschicken, wird der Text manchmal von der Autofill-Funktion des Smartphones durch die Adresse ersetzt. Wenn Sie den Kommentar absenden, können wir den originalen Text nicht wiederherstellen.

Niemand mag Pop-ups!

Aber immerhin stehe ich nicht mitten auf der Seite. Wenn Sie sich für unseren Newsletter anmelden wollen, tragen Sie sich hier ein. Es lohnt sich!

Ihre Daten sind sicher! Die Email verwenden wir nur für den Newsletter. Sie können sich jederzeit abmelden.