Alle Artikel der Kategorie "Männergesundheit"

Neue MANNdat-Studie zur Männergesundheit

Männer haben in Deutschland eine um etwa 6 Jahre geringere Lebenserwartung. In jedem Lebensalter ist die Sterberate (Mortalität) der Männer höher als die der Frauen. Dies beginnt schon bei der Geburt (115 Jungen-zu 100 Mädchen-Totgeburten je 100.000), gilt auch für den plötzlichen Kindstod (74,4 zu 56,6 je 100.000) und in der Gruppe der 15-bis 65-Jährigen ist die Mortalität der Männer sogar um mehr als das Doppelte höher als die der Frauen. Die Anzahl der Suizide ist bei allen Altersgruppen bei männlichen Bürgern um weit über das doppelte höher als bei weiblichen.Wie ist es aktuell um die Gesundheitspolitik der Länder und um das Angebot der Krankenkassen im Bezug auf die Männergesundheit bestellt?

Neues Faltblatt „Männergesundheit“

Unser Faltblatt zum Thema Männergesundheit ist jetzt in einer komplett überarbeiteten und aktualisierten Fassung verfügbar. Klicken Sie hier, um das Faltblatt "Männergesundheit" im pdf-Format zu öffnen.

Schreiben an Bundestagsabgeordnete zum Gesetzentwurf Genitalverstümmelung

Sehr geehrte Abgeordnete, wir beklagen, dass mit Drucksache 16/12910 ein Jungen diskriminierender Gesetzentwurf eingebracht wurde, der bewusst Jungen den Schutz vor Genitalverstümmelung vorenthält und somit Gewalt gegen Jungen fördert. Wir kritisieren dies, weil hier rituellen, religiösen, aber auch kommerziellen Interessen Vorrang vor dem Recht auf körperliche Unversehrtheit von Jungen gegeben wird. Die spezifischen Interessen religiöser Gruppierungen müssen hinter dem Grundrecht des Individuums auf Selbstbestimmung und Unversehrtheit zurück stehen. Eine Beschneidung aus religiösen Gründen können wir daher nur akzeptieren, wenn der Betreffende selbstbestimmt darüber entscheiden kann, mithin, wenn er volljährig ist.

Männergesundheit – (k)ein Thema?

Männer haben in Deutschland eine um etwa sechs Jahre geringere Lebenserwartung. In jedem Lebensal­ter ist die Sterberate (Mortalität) der Männer höher als die der Frauen. Die Anzahl der Suizide ist bei allen Alters­gruppen bei männlichen Bürgern um weit über das Doppelte höher als bei weiblichen.Geschlechtersensible Gesundheitspolitik darf sich nicht nur auf Frauengesundheit konzentrieren, sondern muss auch Männergesundheit thematisieren. Ziel unserer Studie war es, Ansätze zu einer Männergesundheitspolitik in den Ländern, aber auch in den Krankenkassen zu suchen.

„Killed-at-Work-Day“: Tödliche Arbeitsunfälle fast immer noch „Männersache“

Am 23. Januar 2009 ruft MANNdat erstmals den "Killed-at-Work-Day" aus, um die Öffentlichkeit auf einen fast unbekannten Tatbestand aufmerksam zu machen: Laut einer Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung entfielen im Zeitraum zwischen 1991 und 2007 "stolze" 93,8 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle auf Männer. Erfreulich ist die stetige Verringerung dieser tödlichen Unfälle - sicherlich nicht zuletzt ein Verdienst der Berufsgenossenschaften Mit diesem Gedenktag will MANNdat an alle erinnern, die ihr Leben während der Arbeit verloren, welche sie für ihre Familien und die Gesellschaft verrichteten.

1. Männergesundheitstag in Pirmasens – MANNdat war dabei

Der erste Männergesundheitstag am 25.10.08 in Pirmasens war - dank guter Fachbeiträge und hoher Besucherzahlen - ein voller Erfolg. Dr. Bruno Köhler von MANNdat konnte bei seinem Vortrag die Probleme bei der Gesundheitssozialisation von Männern und die Vernachlässigung der Männergesundheit in der Politik darstellen. Rege Nachfrage gab es zur MANNdat-Krankenkassenstudie. Der Männergesundheitstag soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Offener Brief von MANNdat an die Deutsche Krebshilfe

Die Deutsche Krebshilfe betreibt die Internetseite www.maedchen-checken-das.de, die Tipps und Informationen zur Krebsvorsorge speziell für Mädchen bietet. Ein entsprechendes Angebot für Jungen gibt es hingegen nicht, obwohl deren Krebs-Sterblichkeit höher liegt als diejenige von Mädchen. Anlass für MANNdat, sich mit einem offenen Brief an die Deutsche Krebshilfe zu wenden, in dem wir die Einseitigkeit dieser Kampagne zum Thema machen. Den Wortlaut des MANNdat-Briefes an die Deutsche Krebshilfe lesen Sie hier.

MANNdat-Erfolg: Hautkrebsfrüherkennung jetzt auch für Männer ab 35

Kämpfen lohnt sich! Seit Anfang der 80er-Jahre wurde Frauen ab 30 eine Hautkrebsfrüherkennung bezahlt, Männern erst ab 45. Eine wissenschaftliche Begründung für diese Benachteiligung gab es nicht.  Im Gegenteil: Männer sterben im Alter zwischen 30 und 45 Jahren häufiger an Hautkrebs als Frauen. MANNdat hat seit vielen Jahren für eine Gleichbehandlung bei der Hautkrebsfrüherkennung gekämpft. Die Eingaben bei diversen Ministerien und Parlamenten waren jedoch erfolglos.