Will die Bundesregierung Feminismuskritik endgültig verbieten?

von MANNdat

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Immer weitreichender gehen Zensur und Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Ideologien werden staatlich verordnet und bestimmen zunehmend, was wir zu denken haben. Selbst Medien sprechen schon von DDR 2.0

Gedankenspiel

Stellen Sie sich folgenden Fall vor:

Eine feministische Spezialistin für Frauenförderung einer feministischen Gender-Studies-Hochschuleinrichtung, die ihre Professur im Rahmen eines feministischen Professorinnenprogramms erhalten hat und die aus ihrer aggressiven Voreingenommenheit gegenüber Antifeminismus (worunter jegliche Kritik am Feminismus subsummiert wird) keinerlei Hehl macht, bekommt eine Million Euro, um Antifeminismus in einem Projekt, dessen Name allein schon eine Rückwärtsgewandtheit des zu Erforschenden suggeriert und diesen als rückständig diskreditiert, zu „erforschen“.

Glauben Sie, dass eine solche „Forschungsarbeit“ ergebnisoffen und somit den Grundlagen echten wissenschaftlichen Arbeitens entsprechen kann? Und glauben Sie, dass so etwas geeignet ist, die Zweifel an der Wissenschaftlichkeit an Gender Studies zu beseitigen?

Wenn ja, dann freuen Sie sich auf REVERSE. Wenn nein, dann lesen Sie weiter.

Der große Graben zwischen politischer Elite und dem kritischen Souverän

Es gibt einen Graben zwischen der politischen Elite und dem Bürger, also dem „Souverän“ einer Demokratie. Er wird besonders dann offensichtlich, wenn dieser Souverän es wagt, Kritik zu äußern. „Pack“ nennt die politische Elite diesen kritischen Souverän. Die politische Elite scheint nicht mehr imstande, einen echten Dialog, geschweige denn einen Diskurs zu führen. Der ehemalige Bundespräsident Gauck meinte gar, in der Bevölkerung das Problem schlechthin ausmachen zu können. Es scheint, als hätte die politische Elite zu lange in ihrer Filterbubble gegenseitigen Schulterklopfens und Dämonisierung des Souveräns verharrt. Ist sie fähig, diesen Graben zuzuschütten?

Der Zufall

In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war. Franklin D. Roosevelt (1882-1945)

Die Heinrich-Böll-Stiftung gab am 4. November 2017 bekannt, dass sie ihr Projekt Agent*In (mit diesem Projekt wollte man feminismuskritische Personen und Organisationen bloßstellen und sie in die rechte Ecke schieben) nicht weiter fortsetzen wird. Diese Bekanntgabe erfolgte auf Basis einer Stellungnahme der Hauptverantwortlichen dieses Projekts, Barbara Unmüßig und Dr. Ellen Ueberschär vom Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Überraschend ist, dass deren Stellungnahme vom 7. August 2017 stammt, also gut ein Vierteljahr bevor sie nun veröffentlicht wurde.

Dies weist darauf hin, dass man alles andere als sich einig war, diese „Dissidentenliste“ endgültig aufzugeben. Aber das ist nicht das einzig Auffällige. Auffällig ist auch, dass gerade einmal fünf Tage später die Philipps-Universität in Marburg verkündet, sie hätte gut eine Million Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für das Projekt REVERSE erhalten. Ziel dieses Projektes ist die Erforschung antifeministischer Diskurse in Deutschland.

Durchgeführt wird dieses Projekt vom Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung.

Durchführen wird dieses Projekt Frau Prof. Dr. Annette Henninger, Professur für Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik mit den Forschungsschwerpunkten Politische Ökonomie der Geschlechterverhältnisse, feministische Wohlfahrtsstaatsforschung, Demokratie und Geschlecht, Qualitative Methoden.

Frau Professor Henninger ist Spezialistin im Bereich Frauenförderung und Vertrauensdozentin der Hans-Böckler-Stiftung, also des Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerkes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, einer parteinahen Stiftung der Partei „Die Linke“.

Haben Feministinnen die Lizenz zum Hate Speech?

Auf idw-online heißt es zu dem Projekt aus dem Munde von Frau Prof. Henninger:

´In politischen und medialen Debatten wird die Modernisierung der Geschlechterverhältnisse häufig als Krise dargestellt´, sagt Prof. Dr. Annette Henninger, die das Projekt REVERSE leitet. ´Oftmals ist von einem regelrechten ‚Gender-Wahn‘ die Rede, der Menschen in ihren Werten und ihrer Mündigkeit angreife. So wird beispielsweise gendergerechte Sprache als ‚Kulturfrevel‘ bezeichnet, und Gender Studies werden als unwissenschaftliche Ideologie gesehen.´ Gegen staatliche Gleichstellungspolitiken, Genderforschung und die gesellschaftspolitische Liberalisierung der Geschlechterverhältnisse formiere sich aktuell politische Kritik von rechts, die teils auch im konservativen oder liberalen Lager auf Zustimmung stoße. … ´Die Art und Weise, wie diese Themen verhandelt werden, bedroht zugleich aber auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.´ Fragen von Geschlechterpolitik und geschlechtlicher beziehungsweise sexueller Identität seien verstärkt ideologisch aufgeladen und bisherige Errungenschaften würden zum Teil sehr aggressiv in Frage gestellt. Neu sei auch, dass Geschlechterforscherinnen und -forscher zunehmend mit persönlichen Drohungen konfrontiert seien. ´Anti-Feminismus spaltet die Gesellschaft. Das gefährdet die Akzeptanz von Pluralität und damit verbunden auch die Werte einer Demokratie.´

Demokratiegefährdend, gegen staatliche Gleichstellungspolitiken, verstärkt ideologisch aufgeladen, bisherige Errungenschaften werden aggressiv in Frage gestellt, Bedrohung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes, Formierung politischer Kritik von rechts, Spaltung der Gesellschaft, Bedrohungen von Geschlechterforschern –so werden die bezeichnet, die man „erforschen“ will. Es sind abwertende, reißerische Formulierungen, die wir eher von sensationsgierigen Journalisten erwarten würden anstatt von einer Wissenschaftlerin. Die Sprache erinnert eher an Kriegspropaganda, in der man die „Feinde“ übelst abwertet, um sich selbst zu überhöhen und um die eigenen Mittel, wie moralisch bedenklich sie auch sein mögen, zu rechtfertigen.

Außerdem erfüllen diese Ausführungen im Wesentlichen die Kriterien von Hate Speech. Es ist schon seltsam, dass die Bundesregierung einerseits vorgibt, Hate Speech bekämpfen zu wollen, andererseits Projekte, die mit größtenteils die Kriterien von Hate Speech erfüllenden Ausführungen angekündigt werden, mit Steuergeldern von einer Million Euro fördert.

Die Rabulistik von Frau Prof. Henninger entspricht zudem keineswegs den Richtlinien zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, die die Universität Marburg ihren Studenten an die Hand gibt, nach denen darauf zu achten ist, auf Gefühlsäußerungen zu verzichten, jede Behauptung durch Argumente (Quelle, Sekundärliteratur) zu stützen, ein objektives Urteil zu fällen, bei der Urteilsbildung alle relevanten Fakten zu berücksichtigen und den eigenen Standpunkt kritisch reflektieren.

Zugegeben, bei der Meldung selbst handelt es sich nicht um Wissenschaft, sondern um Werbung. Und eine Million Euro muss schon entsprechend propagiert werden. Aber etwas wissenschaftlichere Ausdrucksweise und weniger Effekthascherei und weniger Voreingenommenheit und etwas mehr Objektivität und …und …und …, kurz gesagt, eine Ausdrucksweise, die uns wissenschaftliche Kompetenz vermittelt, hätten wir schon erwartet.

Und: Die Wortwahl ähnelt – rein zufällig natürlich – frappierend den seinerzeitigen Ankündigungen der Dissidentenliste der Heinrich-Böll-Stiftung.

Das Professorinnenprogramm – eine halbe Milliarde für Frauenbevorzugung?

Doch das ist nicht alles an Zufälligkeiten. ScienceFiles hat herausgefunden, dass Frau Annette Henninger ihre Professur an der Philipps-Universität in Marburg offenbar im Rahmen des Professorinnenprogramms erhalten hat. Das ist aus dem Förderbericht des BMBF zum Professorinnenprogramm I zu folgern, in dem u. a. die Vorgriffsprofessur im Fach Politik und Geschlechterverhältnisse im Fachbereich Politikwissenschaft im Rahmen des Professorinnenprogramms an der Philipps-Universität Marburg aufgeführt ist. Deshalb ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass Frau Prof. Henninger im Rahmen des Professorinnenprogramms I auf die Professur berufen wurde.

Seit 2008 erhielten Hochschulen im Rahmen des “Professorinnenprogramms” bislang insgesamt 300 Millionen Euro dafür, dass sie Professuren nicht an Männer, also geschlechtsteilabhängig, vergaben. Nun hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) der Kultusministerien der Länder und des Bundesbildungsministerium (BMBF) beschlossen, weitere 200 Millionen Euro bis zunächst 2022 in dieses Professorinnenprogramm zu stecken, in der Summe also eine halbe Milliarde Euro.

Zum Vergleich: Die PISA-Studie des Jahres 2000 hat Jungenleseförderung als eines der wichtigsten bildungspolitischen Herausforderungen formuliert. Bis heute, also 17 Jahre danach, gab es von 34 Bildungs- und Jugendministerien lediglich ein Jungenleseförderprojekt, nämlich zwei Flyer zu Jungenleseförderung in Sachsen. Also für eine längst notwendige Jungenleseförderung gibt die Bundesregierung kein Geld aus. Aber für die Bekämpfung von Feminismuskritikern gibt sie locker eine Million Euro aus.

Graphik einer Bildungsdiskriminierung: Genderbudgeting im Bereich Bildungsförderung; MANNdat- Erhebung 2012. Geld gibt es praktisch nur für Frauen- und Mädchenförderprojekte, aber nahezu nichts für Jungen * = Mädchen-MINT-Förderprojekte des BMBF und des BMFSFJ Von den vier Jungenleseförderprojekten ist nur eines finanziert von einem der 34 Bildungs- und Jugendministerien in Deutschland – zwei Flyer zur Jungenleseförderung in Sachsen

Fassen wir zusammen

Eine feministische Spezialistin für Frauenförderung einer feministischen Gender-Studies-Hochschuleinrichtung, die ihre Professur vermutlich im Rahmen eines feministischen Professorinnenprogramms erhalten hat und die aus ihrer radikalen Voreingenommenheit gegenüber Antifeminismus (worunter jegliche Kritik am Feminismus subsummiert wird) keinerlei Hehl macht, bekommt eine Million Euro, um Antifeminismus in einem Projekt, dessen Name REVERS allein schon eine Rückwärtsgewandtheit des zu Erforschenden suggeriert und diesen als rückständig diskreditiert, zu „erforschen“.

Definition Klüngel

  1. eine Gruppe von Personen, die sich gegenseitig fördern (und andere unterdrücken). Synonyme: Filz
  2. alte, unbrauchbare Sachen. „In meiner Kommode hat sich viel Klüngel angesammelt.“

Warum?

Lucas Schoppe diskutiert auf seinem Blog man tau die Frage:

Liebes @BMBF_Bund, hätten Sie es nicht einfach erstmal mit einem Dialog versuchen können?

Nun, die Antwort hat sich Schoppe im Grunde schon 2013 gegeben. Ein Dialog wäre billiger gewesen, aber nicht einfacher. Denn bei einem Dialog hätte man sich den Sachargumenten der Feminismuskitiker ernsthaft stellen müssen. Davor scheut der Feminismus, weil es an seinen Grundfesten, nämlich der Männertäter-Frauenopfer-Stereotype rütteln würde. Einem solchen Dialog verweigert sich der Feminismus deshalb seit seinem Bestehen. Dem Feminismus ging es nie um Lösungen, sondern lediglich um Schuldzuweisungen und dies geht nun mal am besten, wenn man über, aber nicht mit den Angeschuldigten redet. Und was ist da schon eine Million Euro, wenn es um die Manifestation liebgewonnener Feindbilder geht?

Beispiel Ulrich Kutschera

Dem Forschungsprojekt REVERSE gehört u. a. auch die Fallstudie „Wissenschaft: Anti-‚genderistische‘ Argumentationen in akademischen Kontexten“ an. Geleitet wird diese Fallstudie von Marion Näser-Lather. Sie war Mitverfasserin der „Rezension ‚Das Gender-Paradoxon‘“ vom „Arbeitskreis Ulrich Kutschera“, in der es um den Umgang (!) mit dem Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera ging. Daraus geht hervor, dass Professor Ulrich Kutschera zur Einführungsvorlesung der Studium-Generale-Vorlesungsreihe des Fachbereichs Biologie an der Marburger Philipps-Universität eingeladen war. Als seine kritischen Äußerungen zur Gender Theorie und zum Gender-Mainstreaming und zu Gender Studies sowie sein Buch „Das Gender Paradoxon“ bekannt wurden, wurde Kutschera wieder ausgeladen. Marburg praktiziert also Ausgrenzung anstatt wissenschaftlichen Diskurs.

Unabhängig davon, dass man für namhafte Genderkritiker tatsächlich personenbezogene Arbeitskreise einrichtet, ist dies ein Beispiel für den vorher beschriebenen, für den Feminismus typischen Antidialog, das für den Feminismus charakteristische „über einen“ anstatt „mit einem“ Reden. Zudem zeigt dies, dass es wie bei der Dissidentenliste offenbar hier auch gegen konkrete Personen geht. Und es dürfte nicht verwundern, wenn in der Millionenstudie auch die Namen auftauchen, die wir schon aus der Dissidentenliste der Heinrich-Böll-Stiftung kennen.

Gender Studies als Missbrauch von Wissenschaft für ein politisches Programm?

Die Kritiker von Gender Studies kritisieren diese nicht grundsätzlich. Wissenschaftlich die Situation von Mädchen und Jungen, Männer und Frauen zu analysieren und die daraus erhaltenen Ergebnisse der Politik zugänglich zu machen, damit diese Missstände beseitigen können, wird gar nicht in Frage gestellt. Auch Prof. Kutschera betont dies in seinem Buch, z. B. am Beispiel von medizinischer Forschung und geschlechtersensibler Gesundheitspolitik. Die Kritik richtet sich gegen die Vermischung von Wissenschaft und politischem Programm.

Sie richtet sich gegen eine Wissenschaft, die sich dazu hergibt, z. B. für das Zurücklassen von Jungen, also kleinen Kindern, im Bildungswesen durch die Bildungspolitik eine moralische Rechtfertigung geben zu wollen oder die sich dazu hergibt, einen wissenschaftlich nicht haltbaren Gender Pay Gap zu konstruieren, um der Frauenpolitik ein Druckmittel zu verschaffen.

Sie richtet sich gegen eine Wissenschaft, die Gleichstellungsberichte mit der frauenpolitischen Lobby ausklüngelt und somit zu einem reinen frauenförderpolitischen Manifest macht.

Sie richtet sich gegen eine Wissenschaft, die sich bereitwillig von der Politik ihre Studien manipulieren lässt, um ein bestimmtes Ergebnis zu erhalten.

Sie richtet sich gegen eine Wissenschaft, die die Ausgrenzung politisch nicht auf Kurs steuernder Wissenschaftler anstatt einen wissenschaftlichen Diskurs praktiziert, wie es am o. g. Beispiel von Prof. Kutschera zu sehen ist.

Sie richtet sich gegen eine Wissenschaft, bei der die Politik Sachverständige nach politischer Einstellung anstatt wissenschaftlicher Kompetenz bestimmt. Als Beispiel sei hier die Ernennung von Anne Wizorek als Sachverständige für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung durch Frauenministerin Schwesig (SPD) genannt. Anne Wizorek behauptet in ihrem Buch „Weil ein Aufschrei nicht reicht“: „Frauen sind öfter Opfer von Gewalt“. Eine Aussage, die z. B. durch die WHO-Gewaltstudie eindeutig widerlegt wird. Anne Wizorek und andere verbreiteten zudem die Falschbehauptung, die Zustände auf dem jährlichen Oktoberfest würden sich von denen der Kölner Silvesternacht nicht wesentlich unterscheiden, und wollten damit die generelle Schlechtigkeit von Männern „beweisen“, also gerade das Gegenteil von Wissenschaft. Trotzdem wird sie von der höchsten Frauenpolitikerin als „Sachverständige“ benannt. Ihre einzigen Qualifikationen als „Sachverständige“ besteht in einer #Aufschrei-Kampagne, die Unterstützung einer Falschbeschuldigerin und ihre Kohärenz mit der politischen Linie der Ministerin.

Es liegt auf der Hand, dass eine Millionenstudie, die allein schon durch ihre Ankündigung keine Zweifel daran lässt, dass es vorrangig um die Diskreditierung von Dissidenten geht, nicht geeignet ist, die Seriosität von Gender Studies zu stärken. Was ist also wirklich der Grund für diese Millionenstudie?

REVERS und Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Was manche „nur“ als „Steuerverschwendung“ bezeichnen, ist vermutlich mehr. Denn die bloße Diffamierung von Dissidenten, verpackt in einem hauchdünnen Papier des wissenschaftlichen Anscheins, ist nichts Neues und hätte die Bundesregierung auch billiger haben können. Wir vermuten, es steckt mehr dahinter.

GG Art 5. (1): Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. … Eine Zensur findet nicht statt.

Prof. Henninger ist, wie schon erwähnt, Spezialistin in Sachen Frauenförderung. Und Frauenförderung wird mit zunehmend rigoroseren Mitteln umgesetzt, z. B. mit der Bildungsbenachteiligung von Jungen oder der Einschränkung von Grundrechten von Männern (z. B. Frauenquote). Solche massiven Eingriffe in die Grundrechte erzeugen natürlich Widerstand. Und diesen gilt es zu brechen. Mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz hat die Legislative der Bundesregierung ein sehr brisantes Instrument an die Hand gegeben. Der schwammige Begriff „Hate Speech“ lässt sehr viel Raum für Interpretation. Übrigens genauso wie der schwammige Begriff „Antifeminismus“. Das spielt genau denjenigen in die Hände, die dieses Gesetz für ihre Zwecke instrumentalisieren wollen. Es bedarf jetzt nur noch der Festlegung verbotener Meinungen durch die Exekutive, um Meinungsäußerungen als „Hate Speech“ zu definieren und damit ihr Verbot zu „legimitieren“. Und was würde einem solchen Verbot mehr „Legitimation“ suggerieren als eine „wissenschaftliche“ Arbeit für eine Million Euro an Steuergeldern in einer durch eine „MeToo“-Kampagne angeheizten männerfeindlichen Atmosphäre, bei der als Ergebnis das Verbot von „antifeministischen“ Äußerungen empfohlen wird?

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Lesermeinungen

  1. Von Matthias Rahrbach

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  2. Von Gunther Herzlich

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    • Von Dr. Bruno Köhler

  3. Von wolf

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  4. Von Gassenreh

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    • Von Eugen

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