Reschke und die Unterverantwortlichkeit der Frau

von Manndat
Reschke und die Unterverantwortlichkeit der Frau

Die frühere Frauenbewegung wollte mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit für Frauen. Doch statt Selbstbestimmung bestimmt heute die Frauenpolitik, wie viele Frauen mindestens welche konkreten Berufe zu besetzen haben. Und wenn Frauen selbstbestimmt einen Weg wählen, dabei aber Nachteile entstehen, schiebt man anstelle der Eigenverantwortlichkeit dem „Patriarchat“ die Schuld in die Schuhe.

Kennen Sie Richard Kirwan? Richard Kirwan war ein irischer Jurist und Chemiker aus dem 18. Jahrhundert. Als Kirwan 1757 heiratete, landete er einen Tag nach seiner Heirat als Schuldner – für die Schulden seiner Frau – im Schuldturm (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Kirwan).

Die Frauenpolitik betont, dass Frauen früher oft nicht selbstständig entscheiden durften. Das war zweifelsfrei ungerecht. Doch umgekehrt wurde die Verantwortung für die Handlungen der Frauen für ihr Tun oft ihren Ehemännern übertragen – die Unterverantwortlichkeit der Frau. Auch das war ungerecht. Wie eben im Fall Kirwan.

Ziel und Wunsch der früheren Frauenbewegung war mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit für Frauen. Frauen dürfen heute ebenso wie Männer selbstbestimmt entscheiden. Doch wenn man Frauenpolitik und Frauenaktivisten von heute hört, scheint von diesen Zielen nicht viel übrig zu sein. Denn die Unterverantwortlichkeit der Frau scheint in den Köpfen mancher Menschen immer noch zumindest unterbewusst verankert zu sein. So z. B., wenn eine erwachsene Frau einen Beruf wählt, der für sie eine höhere Selbstverwirklichung bietet, aber schlechter bezahlt wird, oder wenn sie andere Schwerpunkte bei der Work-Life-Balance setzt als Männer. Und selbst dann, wenn Frauen seltener als Männer freiwillig bei der Feuerwehr Dienst tun.

Statt Selbstbestimmung der Frau pocht die Frauenpolitik darauf, wie viele Frauen mindestens welche konkreten Berufe zu besetzen haben. Und wenn Frauen selbstbestimmt einen Weg gewählt haben, der auch Nachteile mit sich bringt, wird nicht ihnen die Verantwortung für ihre eigene Entscheidung zugetraut, sondern dann sind es „die Männer“ oder, wenn sich damit kein konkreter Mann in Verbindung bringen lässt, „das Patriarchat“. Und wenn die Quoten nicht passen, wird Männern durch Quotenregelungen die Grund- und Bürgerrechte aus dem GG eingeschränkt, weil man ihnen die Schuld dafür zuweist. Erwachsenen Frauen trauen viele bis heute offenbar nicht vollständig zu, die Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu übernehmen.

Diese Unterverantwortlichkeit der Frau haben wir immer wieder auch in unseren Artikeln kritisiert. Siehe z. B.https://manndat.de/geschlechterpolitik/gender-equality-strategy-die-misandrischen-plaene-der-eu.html
https://manndat.de/allgemein/ich-hasse-maenner-pauline-harmanges-anstiftung-zum-maennerhass.html
https://manndat.de/geschlechterpolitik/cdu-frauenquote-machthaber-druecken-mitgliedern-die-frauenquote-auf.html

Diese Unterverantwortlichkeit der Frau taucht auch in Anja Reschkes Thematisierung von toxischer Weiblichkeit auf. Zu Anja Reschke siehe auch hier https://manndat.de/medien/reschke-fernsehen.html und hier https://manndat.de/kommentar/frau-reschke-es-stellen-sich-fragen.html. Auf unsere Fragen zu Reschkes Sendung haben wir übrigens nie eine Antwort erhalten.

Wer Reschkes Antipathie gegen Jungen und Männer kennt, ahnt, was Reschke in ihrem Video über toxische Weiblichkeit monologisiert. Nach ihrer Ansicht ist toxische Weiblichkeit, „wenn Frauen sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen, um in einer von Männern dominierten Welt im Vergleich zu ihren Mitstreiterinnen besser dazustehen.“ Ganz im Sinne der Unterverantwortlichkeit der Frau.

Dass Männer Opfer toxischer Weiblichkeit werden können, wie z. B. ein Gustl Mollath, der auf Veranlassung seiner Frau zwangspsychiatrisiert wurde, oder ein Horst Arnold, der fünf Jahre im Gefängnis saß, weil eine Kollegin eine Vergewaltigung erfand, erwähnt Reschke nicht. Die meisten solcher Fälle sind den Medien höchstens eine kurze Erwähnung wert, wie Michelle R., die für ihre Falschbeschuldigung nur 40 Arbeitsstunden Strafe erhalten hat, oder die Frau, die serienmäßig Männer (insgesamt 11) der Vergewaltigung beschuldigte. Was nicht in Reschkes Weltbild passt, wird einfach nicht erwähnt. Ist das der Haltungsjournalismus, den Reschke propagiert?

Und wir erleben die Unterverantwortlichkeit der Frau in voller Aktion. Denn natürlich gibt es für Anja Reschke bei „toxischer Weiblichkeit“ in ihrer Welt der polarisierenden Männertäter-Frauenopfer-Stereotypen nur einen Schuldigen – das Patriarchat.

Aber da wir Reschkes Monolog hier nicht detailliert analysieren wollen, verweisen wir auf ein Video von Tamara Wernli, die kritisiert, dass bei Reschke toxische Weiblichkeit anders bewertet wird als toxische Männlichkeit. Wir weisen darauf hin, dass es von Minute 1:00 bis 2:45 Werbung für Rasierer gibt. Ansonsten finden wir die verkürzte Analyse von Reschkes „toxischer Weiblichkeit“ sehr gelungen.

 

Quelle Beitragsbild: adobestock_120908334_user_denisismagilov_blond_woman_angel

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