Gender Equality Strategy – die misandrischen Pläne der EU

von MANNdat

Gender Equality Strategy – die misandrischen Pläne der EU

In unserem Beitrag „Plant die EU ein Gütesigel für Männerdiskriminierung?“ haben wir auf die Einbahnstraßen-Geschlechterpolitik für Frauen hingewiesen. Wer wissen will, wie die Misandrieplanung der EU wirklich aussieht und feststellen will, wie weit sich der institutionalisierte Feminismus schon radikalisiert hat, für den lohnt es sich, einen Blick in den Annual Report 2019 der Gender Equality Strategy 2018-2023 der GENDER EQUALITY COMMISSION des Europarates zu werfen.

Und auch, wer sich wirklich noch einreden lässt, Feminismus wäre auch gut für Männer, sollte ihn lesen. Einer unserer Leser und Unterstützer hat dies getan und sich die Mühe gemacht, dieses Machwerk zu lesen, das Jungen und Männer als einzige Ursache für alles Böse in der Welt sieht und ansonsten Jungen und Männer überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt und so zu tut, als bestünde die Welt nur aus Mädchen und Frauen. Er belegt, dass Feminismus mittlerweile die zentrale politische EU-Ideologie darstellt.

Hier seine überarbeitete Zusammenfassung dieses Machwerks.

Der Annual Report 2019

Allein schon, wenn man die Wörter women, men, girls, boys zählt, fällt die Einseitigkeit des Reports auf.

Der Annual Report 2019 zeigt, dass der Global Gender Gap, wie in der Geschlechterpolitik üblich, Gleichberechtigung tatsächlich immer noch nur an der Frauenquote misst. Das heißt, man schaut nur dort nach, wo Frauen die schlechteren Quoten haben. Bereiche, in denen Männer die schlechteren Quoten haben, bleiben i. d. R. ausgeblendet. Das zeigt sich an allen Themen und hier vorgestellten Beispielen. Die Seitenzahlen beziehen sich auf den o.g. Gender Report.

Auf Seite 5 wird beim Begriff „de facto gender equality“ Equality hier wieder mal als Ergebnisgleichheit gesehen. Und es geht um eine Parität speziell in den Bereichen, wo Frauen noch in der Minderheit sind. Dort, wo Männer unterrepräsentiert sind, wie z. B. im Erziehungswesen oder Bildungsbereich, lässt man, wie üblich, Gender Equality ausfallen.

Die „Strategic Objectives“ der EU

Im Ganzen fällt auf, dass immer von Frauen und Mädchen die Rede ist, Männer und Jungen kommen nicht oder deutlicher seltener vor. Man schreibt vom „Violence against women and girls“ anstatt vom „Violence against people“, als ob Männer und Jungen nicht davon betroffen wären. So werden sechs „Strategic Objectives“ (SOs) genannt:

SO1: Verhinderung und Bekämpfung von Geschlechterstereotypen und Sexismus

SO2: Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt

SO3: Sicherstellung des gleichberechtigten Zugangs von Frauen zur Justiz

SO4: Erreichen einer ausgewogenen Beteiligung von Frauen und Männern an politischen und öffentlichen Entscheidungsprozessen

SO5: Schutz der Rechte von Migrantinnen, Flüchtlingen und asylsuchenden Frauen und Mädchen (neu)

SO6: Verwirklichung des Gender Mainstreaming in allen Politikbereichen und Maßnahmen.

Feministische Außenpolitik

In vier von sechs Punkten werden speziell Maßnahmen ausschließlich für Frauen genannt. Männer werden unsichtbar gemacht. Der neue Punkt SO5 soll offenbar ein Aspekt der neuen feministischen Außenpolitik darstellen. Die Nennung bestätigt unsere Annahmen, dass hier Menschenrechte geteilt werden sollen, denn es wird lediglich der Schutz der Rechte von Migrantinnen (kein Binnen-I) und asylsuchenden Frauen und Mädchen, nicht jedoch der Schutz der Rechte von Migranten und asylsuchenden Männern und Jungen genannt.

Einflussnahme auf die Medien

Sehr interessant wird es insbesondere auf Seite 8. Dort wird u. a. explizit dargelegt, dass bei der Berichterstattung durch die Gender Equality Commission und des Lenkungsausschusses für Medien und Informationsgesellschaft gezielt auf Medien Einfluss genommen wird, z. B. in Punkt 19:

„Die Überwachung der Umsetzung wird als Instrument genutzt, um die Mitgliedstaaten in ihren Bemühungen zu unterstützen, die Standards des Europarats zu erfüllen.

Auf der Grundlage von Vorarbeiten aus dem Jahr 2018 wurde 2019 ein Follow-up zur Umsetzung der Empfehlung CM/Rec(2013)1 an die Mitgliedstaaten zur Gleichstellung der Geschlechter und Medien durchgeführt. Der GEC [Anm: = Gender Equality Commission] und der Lenkungsausschuss für Medien und Informationsgesellschaft (CDMSI) erstellten gemeinsam einen analytischen Bericht. Der Bericht wurde vom GEC auf seiner 16. Sitzung (13.-15. November 2019) und anschließend vom CDMSI (3.-5. Dezember 2019) erörtert und wird im ersten Quartal 2020 fertiggestellt und veröffentlicht werden.“

Das bedeutet also EU-weit die Nutzung der Medien als Manipulationsinstrumente.

Ein Beispiel, wie diese Manipulation aussehen soll, wird gleich mitgeliefert. So heißt es auf Seite 9, Punkt 23:

“These are usually the result of a lack of gender-responsive policies and measures in countries of origin and destination.”

Also Länder, die ihre Politik genderneutral gestalten, werden stigmatisiert. Feministische Regierungen werden dagegen auf Seite 11 als besonders gut und für die Ziele der Gender Equality Commission hervorgehoben, insbesondere, wenn sie sich explizit als feministisch bezeichnen:

„Some even describe their top executive as a ‘feminist government’ […]“

„Similarly, a 10-year strategy is used in Norway to ‘prevent and combat men’s violence against women’ (2017-2027).

Auch hier also nochmals explizit das Männertäter-Frauenopfer-Narrativ, das den ganzen Report durchzieht. Erinnert Sie diese manipulative Berichterstattung an bekannte Nachrichtenformate?

Männliche Opfer werden unsichtbar gemacht

Das Dokument schweigt sich komplett darüber aus, wie man Gleichberechtigung von Männern fördern könnte. Stattdessen wird immer von „equality for women“ geschrieben. Immerhin gibt es einen (einzigen) Querverweis, bei dem Männer mal als Opfer erwähnt werden: „‘Partner Violence – Men can be victims too‘ (Belgium)“ (Seite 12 unten). Aber auf Seite 15 oben setzten sich die Stereotype fort, wenn mit „violent consequences“ schlichtweg „certain masculinity models“ gemeint sind.

Aber nicht nur Medien, sondern auch die Exekutive und Judikative soll beeinflusst werden. Auf Justiz, Polizei etc. soll nach Seite 15, Punkt 35, weiter Einfluss ausgeübt werden, um einseitig Frauen zu schützen. Hier soll also das enorme Gender Bias bei der Exekutive zuungunsten der Wahrnehmung von männlichen Gewaltopfern noch verstärkt werden.

Duluth-Modell?

Oft wird von „training“ von (angehenden) Juristen, Polizisten, Ärzten, Krankenschwestern, etc. geschrieben. Es hat den Eindruck, als solle hier wieder auf das Duluth-Modell zurückgegriffen werden.

Das in den USA entwickelte Duluth-Modell ist ein ideologisch konstruiertes Modell für häusliche Gewalt. Nach diesem Modell, auf dessen Basis das Duluth Domestic Abuse Intervention Project (DAIP) in den USA als Standardprogramm für die Bekämpfung häuslicher Gewalt eingeführt wurde (und auch heute noch verwendet wird), beruht jeglicher Missbrauch „aus dem durch Männer hervorgerufenen Bedürfnis nach ‚Macht und Kontrolle‘“. Das ist für den institutionalisierten Feminismus natürlich sehr geschickt, denn nach einem solchen Modell kann es definitionsgemäß nur häusliche Gewalt durch Männer geben, was auch jahrelang so behauptet wurde, auch in Deutschland. „95 Prozent der häuslichen Gewalt ist männlich“, berichtete z. B. Doris Wieferich, Leiterin der Gewaltberatungseinrichtungen im Landkreis Diepholz, noch 2011 im Weser Kurier. Im Dezember 2012 behauptete auch Ulrike Kreuels, die Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Kreises Neuss, 95 Prozent der Fälle der Täter häuslicher Gewalt seien männlich. Tatsächlich zeigen schon seit über 20 Jahren viele Studien, dass Partnerschaftsgewalt von Frauen ebenso ausgeht wie von Männern und Männer ebenso Opfer sind wie Frauen.

Ausgrenzen männlicher Migranten aus Integrationsförderprogrammen

Auf Seite 18 wird „more aware of the gender-specific dimensions of migration“ gefordert. In der Praxis bedeutet dies üblicherweise das Ausgrenzen männlicher Migranten aus Integrationsförderprogrammen. Und der o. g. SO5 (Schutz der Rechte von Migrantinnen, Flüchtlingen und asylsuchenden Frauen und Mädchen) zeigt, dass sich daran nichts ändern wird.

Stärkung der Unterverantwortlichkeit der Frau

Auf Seite 20 wird beklagt:

„As regards the conceptualisation of policies, narratives and communication, a counterproductive effect was sometimes observed where the subject of gender equality was reduced to a ‚women’s only‘ issue (…)“, („In Bezug auf die Konzeption von Politiken, Erzählungen und Kommunikation wurde manchmal ein kontraproduktiver Effekt beobachtet, wenn das Thema Gleichstellung auf ein ‚reines Frauenthema‘ reduziert wurde (…)“)

Das bedeutet aber nicht, man hätte ansatzweise den Gender Empathy Gap erkannt. Hier ist erfahrungsgemäß nicht gemeint, man würde zu wenig männliche Anliegen berücksichtigen, sondern man versäumt es, Männer stärker für die Frauenförderung zu instrumentalisieren, also es geht darum, was Männer noch mehr tun können, damit es Frauen besser geht. Es wird hier politisch die Unterverantwortlichkeit der Frau gestärkt. Wenn in ihrem Lebensentwurf etwas schiefgeht, hat der Mann die Verantwortung zu übernehmen und deren Versorgung und Wohlergehen zu übernehmen.

Gender Mainstreaming als zweiter Frauenfördertopf

Auf Seite 21 geht man dann auf den Zweck dieser frauenförderpolitischen Einseitigkeit der Betrachtung ein, nämlich die Fördertöpfe, oder, wie es euphemistisch heißt „gender based budgeting“. Hierin zeigt sich der eigentliche Zweck der Einführung von Gender Mainstreaming, nämlich der, dass neben der reinen Frauenförderung noch ein zweiter Topf für Geschlechterpolitik eingerichtet wird, der natürlich auch nur zur Frauenförderung genutzt wird. Jungen-, väter- und männerpolitische Vereine werden ja bekanntermaßen aus der Vergabe von Geldern aus dem Gender Mainstreaming-Fördertopf vehement ausgegrenzt. Siehe hierzu eindrucksvoll den Fall FSI:

https://manndat.de/aktuelles/gleichstellungsbeauftragte-verhindern-gleichstellung-teil-1.html

https://manndat.de/aktuelles/gleichstellungsbeauftragte-verhindern-gleichstellung-teil-2.html

https://manndat.de/geschlechterpolitik/gleichstellungsbeauftragte-verhindern-gleichstellung-teil-3-der-experte.html

Und das Gender-Budgeting allein des Bundesfamilienministeriums kann man hier sehen.

Gender Mainstreaming als autoritäres Machtinstrument

Gender Mainstreaming war nie als basisdemokratisches Konzept, sondern als Top-Down-Konzept, also als hoch autoritäres Konzept vorgesehen, bei der die elitäre Führungsriege entscheidet und die unten die Klappe zu halten und es umzusetzen haben. Das wird auf Seite 21 deutlich. Dort wird hervorgehoben, dass diese reine Frauenförderpolitik ungeachtet von Regierungswechseln und politischen Mehrheiten weiterhin ganz oben auf der politischen Agenda steht: „…implies that the subject remains high on the political agenda irrespective of changes of government and political majorities“.

Gender Mainstreaming soll jegliche politische Regierungsänderung überleben und somit quasi überdemokratisch werden.

In Punkt 43 wird explizit eine „sufficient authority“ über die „various institutions“ gefordert. Das bedeutet, dass genügend einflussreiche Macht über die (demokratisch legitimierten?) Institutionen aufrechtzuerhalten ist.

Fazit erster Abschnitt bis S. 25

Schon bis hier wird klar: Ein Leser, der sich den Gender Report zu Gemüte führt und naiv meinen könnte, „Gender Equality“ wäre neutral, wird eines besseren belehrt. Es ist nur für Frauen ausgelegt. Bis dahin ist nichts, aber auch rein gar nichts über Maßnahmen für Männer zu finden. Nach 25 Seiten nur ein einziger Alibi-Link, bei dem Männer schon mal auch als Opfer wahrgenommen werden könnten.

Geschlechtsspezifische Online-Gewalt

Im II. thematischen Abschnitt „Geschlechtsspezifische Online-Gewalt“ ist ebenfalls ausschließlich Online-Gewalt gegen Frauen thematisiert. Männliche Opfer von Gewalt werden erneut tabuisiert. Frauen können jederzeit noch die irrwitzigsten Diskriminierungen ansprechen, Medien helfen fleißig dabei. Dagegen werden Männer- und Jungenprobleme nie thematisiert, sondern oft unterdrückt oder ignoriert. Organisationen, die sich für die Anliegen von Jungen, Vätern und Männern einsetzen, werden regelrecht diffamiert und in die rechte Ecke gestellt. Dazu aber später noch mehr.

Das Märchen von der gläsernen Decke

Dann natürlich das Märchen, dass Frauen in der Politik und anderen Entscheidungsfindungen nicht partizipieren könnten. Sie werden sozusagen paralysiert, weil nicht jeder Twitter-Kommentar wohlwollend ist.

Ab hier wird dann kräftig Fake News verbreitet, z. B. das Märchen, dass Frauen und Minderheiten stärker von „Online-Hass“ betroffen wären. MANNdat hat in seinen Beiträgen Studie zum Stand der Online-Belästigung und Studien zur sexuellen Belästigung gezeigt, dass bei Berücksichtigung objektiver Kriterien Männer im Online-Bereich nicht weniger Opfer von sexueller Gewalt werden wie Frauen. Sie werden nur von Gender Equality Commission einfach unsichtbar gemacht.

Das führt natürlich dazu, dass auf Seite 27 unter Punkt 63 nach Ansicht der Macher des Reports Gesetze immer noch nicht ausreichend sein sollen, um GBV (gender based violence) zu bekämpfen. Firmen sollen genötigt werden, weiter Regularien zu befolgen um die angeblichen GBVs zu bekämpfen. Die Unternehmen sollen also kräftiger zensieren.

Online sexist hate speech

Auch interessant das neue Konstrukt zu Punkt 64: „online sexist hate speech“. Wo früher von „hate speech“ die Rede war (was schon selbst fragwürdig ist, denn wer definiert, was hate speech ist?), kommt jetzt die Vermengung von Sexismus und „online“. Ein Einfallstor für die Zensur im Internet mit sehr schwammigen Begriffen. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass die ganze Hate-Speech-Debatte und die entsprechenden Zensurmaßnahmen offenbar hauptsächlich von diesen frauenpolitischen Organisationen her resultieren.

Fake-News der G7-Minister?

Ende Seite 27 reduzieren die G7-Minister Gewalt ausdrücklich lediglich auf weibliche Gewaltopfer:

„Die Beendigung der Gewalt gegen Mädchen und Frauen kommt allen zugute und ist eine gemeinsame Verantwortung, bei der jeder, auch Männer und Jungen, eine entscheidende Rolle spielen muss. Wir sind entschlossen, alle Formen geschlechtsspezifischer Gewalt zu beenden und eine Zukunft anzustreben, in der dieselben Rechte und Grundfreiheiten, die der Einzelne offline hat, auch online geschützt sind. Online-Gewalt kann nicht von anderen Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen getrennt werden. Wie die Gewalt in intimen Partnerschaften hat sie ihre Wurzeln in der Ungleichheit der Geschlechter, diskriminierenden sozialen Normen und ungleichen Machtverhältnissen. Online-Gewalt, Belästigung und Missbrauch von Frauen und Mädchen sind ein alarmierendes Phänomen von globalem Ausmaß. Sie untergräbt die Menschenrechte von Frauen und Mädchen sowie ihre Sicherheit und persönliche Integrität, sowohl offline als auch online, und schränkt ihre Möglichkeiten ein, online auf Ressourcen zuzugreifen, die andernfalls ihre wirtschaftliche, bildungspolitische und soziale Entwicklung beschleunigen könnten. (…)“ (G7-Minister 2019)

Zuerst heißt es „violence against women and girls“, und hier sollen gefälligst Männer Verantwortung übernehmen (Ritterlichkeit, siehe auch „heforshe“). Dann kommt ein etwas neutraleres „to end all forms of gender based violence“, aber vermutlich ist das „an Frauen“ gleich mitgedacht. Dann die Verquickung von „online violence“ (was auch immer das genau sein soll) mit dem Problem der „violence against women and girls“. Das ist ähnlich wie die Rede von Macron bei der UN Women 2021, als er Humanismus mit den Rechten der Frauen vermengt hat. Siehe hierzu unseren Beitrag „UN-Frauenforum 2021 – zwischen Opfertum und Ressentiment“.

Natürlich bieten unsere professionellen Genderideologen den üblichen feministisch-dogmatischen Glaubenssatz als Ursache allen Übels an: „Like intimate violence is rooted in gender inquality, discriminatory social norms and unequal power relations“. (So wie die Gewalt im Intimbereich ihre Wurzeln in der Ungleichheit der Geschlechter, diskriminierenden sozialen Normen und ungleichen Machtverhältnissen hat.) Wer nur einen Hammer hat, für den sieht eben alles aus wie ein Nagel.

Und wer in Zeiten eines Gender Education Gaps zuungunsten der Jungen immer noch behauptet, Mädchen und Frauen hätten die schlechteren Bildungschancen, steht auf Kriegsfuß mit der Wahrheit.

Und auch wenn das neue Narrativ, die Politik sei entschlossen, alle Formen geschlechtsspezifischer Gewalt zu beenden (vgl. hier unseren Jungenbeschneidungsbefürworter und Justizminister Marco Buschmann), regelmäßig gebetsmühlenartig von Politikern wiedergegeben wird, ist es schlichtweg nicht authentisch. Wenn Politiker alle Formen geschlechtsspezifischer Gewalt beenden wollten, müssten sie geschlechterspezifische Gewaltformen gegen Jungen und Männer verbieten, nicht legalisieren. Jungenbeschneidung und Männerzwangsdienste sind Gewaltformen, werden aber nicht „beendet“, wie es die Politiker behaupten, sondern sind bis heute sogar ausdrücklich legalisiert.

Und unter Punkt 67 ist wieder die typische Strohmannargumentation: Männer dominieren die Chefetagen der IT-industrie, deswegen würden sie nicht für die Online-Sicherheit der Frauen achten. Kein Wort darüber, dass sich diese Unternehmen an Recht & Gesetze halten müssen, und auch zurecht gar nicht als Zensoren fungieren dürften, auch wenn Firmen ihre eigenen privaten AGBs schreiben können. Denn gerade größere Plattformen können wegen der Bedeutung sich nicht mehr hinter einer privaten AGB verstecken.

Auch hier die übliche Verkürzung: Gleichheit = IT-Schutz für Frauen.

Der Weg zum Überwachungsstaat?

Hate Speech wird direkt mit Gewalt an Frauen und Mädchen vermengt. Das könnte eine Erklärung sein, woher der Drang der Politiker kommt, Hate-Speech-Gesetze umzusetzen, obwohl z. B. das Netzwerkdurchsetzungsgesetz vom UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit in einem offenen Brief bemängelt wurde. Und auch neue Maßnahmen bereiten dem UN-Sonderberichterstatter Sorge:

„Sorgen bereiten dem Ausschuss ferner ‚die weitreichenden Überwachungsbefugnisse‘ für die Polizei und alle Geheimdienste, die heimliche Online-Durchsuchungen und das ‚Hacken verschlüsselter Kommunikationsdaten‘ einschlössen. Er ist besonders besorgt darüber, dass das Gesetz für den Bundesnachrichtendienst (BND) von 2016 ‚eine umfassende und undifferenzierte massenhafte und gezielte Überwachung der extraterritorialen Kommunikation vorsieht‘.“

Aber was bedeuten wichtige Rechte, wie Meinungsfreiheit oder Datenschutz, wenn es um die „gute Sache“ geht?

Die zahlreichen EU- und NGO-Institutionen sind offenbar die größten Treiber hinter den Gesetzen. Zudem möchte man die (IT)-Industrie zur Erfüllung zwingen. Zensur, Löschung und Strafverfolgung sind explizite Ziele. Exekutive soll beeinflusst werden („training“).

Der Text geht immer wieder davon aus, dass sich das Online-Verhalten auf die Offline-Welt zwingend abfärbt und somit noch mehr Gewalt und Ungleichheit verursache. Man wehrt sich gegen die Stimmen, die es „verharmlosen“. Jeder weiß, dass man auf Online-Kommentare nicht viel geben sollte. Todesdrohungen sind natürlich kein Spaß. Männer erhalten übrigens mehr davon, beschweren sich aber kaum deswegen. Jeder kann selber entscheiden, was und wie viel er vom seinem Privatleben online stellt. Keiner wird dazu gezwungen. Jeder kann Kommentarfunktionen abstellen, oder Accounts blocken oder melden. Hier wird es so dargestellt, dass Mädchen und Frauen entmutigt werden und deshalb unterdrückt seien.

Nazikeule gegen Kritiker

Wie wir gesehen haben, bringt außer der zunehmenden Radikalisierung des Politfeminismus das Papier nicht wirklich Neues. Wie schon bei Partnerschaftsgewalt werden Studien, die männliche Online-Gewaltopfer und weibliche Täter objektiv gleichwertig und gleichberechtigt thematisieren, kurzerhand ignoriert. Männliche Opfer werden weiterhin marginalisiert und weibliche Täter geschützt, um das dogmatische Frauenopfer-Männertäter-Narrativ aufrechtzuerhalten.

Jetzt fehlt im Grund nur noch ein Punkt – die Kriminalisierung der Kritiker dieser Genderideologie. Auch das wird im dem Gender Report natürlich ausführlich abgehandelt. Auf Seite 31 werden in den Punkten 82 bis 84 kräftig Organisationen diffamiert, die sich für die Anliegen von Jungen, Vätern und Männern einsetzen. Auch hier nichts Neues. Die übliche Feindbildpropaganda. Nichtfeministische Gruppen sind Frauenhasser und Rechtsextreme, die sich in „globalen rechten Agenden“ organisieren (P. 82).

„Incels“, Männerrechtsaktivisten und MGTOWs wird versucht, Massenmorde, wie der in Kanada am 23. April 2018, in die Schuhe zu schieben (P. 83), also die üblichen perfiden Diffamierungen der Männerfeinde wie Kemper, Gesterkamp oder Tagesspiegel.

Und Dänemark, das 2020 ursprünglich ein Verbot der Körperverletzung an Jungen durch Beschneidung beabsichtigte, vor dem Druck des Auslandes und der Beschneidungslobby jedoch jämmerlich eingeknickt ist, wurde gelobt, dass das Ministerium für Umwelt und Ernährung (!) ein Forschungsprojekt zur Radikalisierung und Feindseligkeit von Männern mit dem Titel „Mapping the manosphere“ in Auftrag gegeben hat. (P. 84)

So hat man uns mit Gender Mainstreaming belogen

Der vorgestellte Annual Gender Report zeigt, was Gender Mainstreaming bedeutet. Es bedeutet die zunehmende Radikalisierung von Misandrie. Die Frauenpolitik hat uns belogen. Anfang des Jahrtausends hat man uns Gender Mainstreaming so vorgestellt:

„Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein zu berücksichtigen. Gender Mainstreaming ist keine neue Variante der ‚Frauenförderung‘, sondern bringt ganz gezielt auch den ‚Mann‘ ins Spiel. Gender Mainstreaming führt bei konsequenter Anwendung zu einer ‚Win-win‘-Situation für beide Geschlechter und damit auch zu einer Förderung von Gleichstellung.“ (Flyer des BMFSFJ aus dem Jahr 2003)

„Wenn es um wahre Chancengleichheit geht, geht es nicht nur darum, Ungleichheiten bei Frauen aufzudecken und dafür Maßnahmen anzubieten, sondern gleichermaßen aufzuzeigen, dass Männer auch diskriminiert und benachteiligt sind und in einigen Bereichen nicht die gleichen Chancen wie Frauen haben.“ (Gender-Broschüre von Equal-Ostbayern 2005, Nibelungenstraße 16, 94032 Passau)

 

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Lesermeinungen

  1. Von Radfahrer

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