Männergesundheit – (k)ein Thema?

von Dr. Bruno Köhler

Forderungen für eine Männergesundheitspolitik

Eine effektive Männergesundheitspolitik bedarf folgender Voraussetzun­gen:

  • Umdenken in der geschlechterspezifischen Gesundheitspolitik, weg vom Geschlechterkriegsden­ken der 80er Jahre, hin zu einer Geschlechterpolitik, die die Anliegen und Belange beider Ge­schlechter respektiert.
  • Beseitigung des „Gender Mainstreaming“-Ansatzes, der sich in der Praxis als reine Fortsetzung der ausschließlichen Frauengesundheitsförderung entpuppt und somit die Förderung von Män­nergesundheit hemmt statt fördert.
  • Erstellung eines Männergesundheitsberichtes.
  • Pflegen einer bundesweiten Männergesundheitsdatenbank.
  • Einrichten eines bundesweiten Männergesundheitsportals.
  • Staatliche Förderung von Forschungen zur Jungen-und Männergesundheit.
  • Verpflichtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Thematisierung von Män­nergesundheit.
  • Bekämpfung von Prostatakrebs zum Gesundheitsziel machen.
  • Leistungen im Sozialgesetzbuch sind ausschließlich von deren medizinischen und sozialen Not­wendigkeit abhängig zu machen und nicht zusätzlich vom Geschlecht.
  • Verpflichtung der kommunalen Gleichstellungsstellen zur Thematisierung von Jungen-und Män­nergesundheit.
  • Sensibilisierung der Krankenkassen für das Thema Männergesundheit.
  • Qualifizierung der Krankenkassen beim Thema Männergesundheit.
  • Verbesserung der Kundenfreundlichkeit der Krankenkassen bei Anfragen zum Thema Männer­gesundheit.
  • Sensibilisierung der Männer, sich stärker für ihre Gesundheitsbelange einzusetzen.

Wer eine ehrliche Geschlechterpolitik im Gesundheitswesen betreiben möchte, darf Männergesund­heit nicht weiter ausblenden.

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