Alle Artikel von Manndat
12. Jan. 2013
Falschbeschuldigungen töten
Der Fall der bedauernswerten Inderin, die in Delhi vor kurzem das Opfer einer Massenvergewaltigung wurde und schließlich den ihr zugefügten Verletzungen erlag, hat das Aufsehen der Weltöffentlichkeit erregt und weltweit zu Empörung und zum Ruf nach Verbesserung der Frauenrechte in Indien geführt. Das ist durchaus gerechtfertigt. Leider war aber die Tatsache, dass ihr Freund, der sie retten wollte, schwerst verletzt wurde und fast ebenfalls gestorben wäre, den Medien bestenfalls eine Randnotiz wert.
01. Jan. 2013
Bundesforum Männer verharmlost Bildungsprobleme von Jungen
Weil Jungen heutzutage die schlechteren Bildungsabschlüsse haben, ist die Bildungsförderung von Jungen ein wichtiges Anliegen für eine wirkliche Interessenvertretung von Jungen und Männern. Also - theoretisch - auch für eine Institution wie das "Bundesforum Männer". Ein Artikel im "Spiegel" belehrt uns indes eines Schlechteren. Lesen Sie hierzu unseren Kommentar.
30. Dez. 2012
Vorstand heiraten oder Vorstand werden?
Feministinnen fordern, bestimmte gesellschaftliche Rollenmodelle zu hinterfragen, insbesondere im Arbeitsleben, in Politikerkarrieren und bei der Arbeitsteilung im Privaten. Man darf aber nicht nur das Rollenmodell in der Wirtschaft hinterfragen, das dazu führt, dass es mehr Männer in Dax-Vorständen gibt. Wer die wirkliche Gleichbehandlung der Geschlechter will, möge sich auch mit den Rollenmodellen befassen, die für die Partnerwahl maßgebend sind. Dies hat der ehemalige Leiter der Henri-Nannen-Journalistenschule, Wolf Schneider, in einer Kolumne der Wirtschaftswoche Nr. 52/2012 gefordert: Wer die totale Gleichbehandlung der Geschlechter anstrebt, könnte ja an einer merkwürdigen Nebensache trainieren: Warum eigentlich ist es deutlich seltener, dass die Ärztin den Krankenpfleger heiratet als der Arzt die Krankenschwester? Schwingen da ein paar Vorurteile aus der Steinzeit mit? Hier könnten wir beginnen."
27. Nov. 2012
Adventskalender und Weihnachtsgrußaktion

Das Väterradio hat zu Weihnachten wieder zwei Aktionen initiiert. Zunächst ist da ein Weihnachtskalender, der zusammen mit der Kreismusikschule „Carl-Loewe“ des Landkreises Saalekreis erstellt wurde und der darauf wartet, Tag-für-Tag geöffnet zu werden. Und dann ist da noch die schon traditionelle Möglichkeit für Väter, über das Väterradio Weihnachtsgrüße an ihre Kinder zu schicken. Zwar ist das Väterradio über Antenne nur im Großraum Sachsen-Anhalt zu empfangen, über Internet Livestream jedoch weltweit hörbar. Zur offiziellen Verlautbarung des Väterradios geht es hier.
21. Nov. 2012
Endlich! Forscher lüften Geheimnis der „Gläsernen Decke“
Die Online-Jobbörse Stepstone hat einen Bericht über die Gehälter in Deutschland veröffentlicht. Unter dem Blickwinkel der Gleichberechtigungsdebatte sind die darin enthaltenen Aussagen zu Gehaltsunterschieden von Interesse. Denn das Geheimnis um die sagenumwobene gläserne Decke, welche - nach feministischer Deutung - Frauen von Führungspositionen und damit von lukrativen Salären fernhält, scheint nunmehr gelüftet. Die gläserne Decke ist nicht, wie bislang von einer Vielzahl von Genderforschern vermutet, eine Horizontale, sondern eine Vertikale. Sie ist keine Decke, sondern eine Mauer. Des Weiteren konnte sie räumlich näherungsweise lokalisiert werden: Sie steht in Thüringen.
19. Nov. 2012
Zwei neue Bücher in der MANNdat-Literaturliste
Die MANNdat-Literaturliste ist um zwei neue Bucherscheinungen erweitert worden: "Die Gleichberechtigungsfalle" von Monika Ebeling sowie "Der falsche Feind: Schuld sind nicht die Männer" von Christine Bauer-Jelinek. Wir weisen die Besucher unserer Seite empfehlend auf diese beiden Bücher hin. Zur Literaturliste geht es hier.
19. Nov. 2012
Christine Bauer-Jelinek: Der falsche Feind: Schuld sind nicht die Männer

19. Nov. 2012
Monika Ebeling: Die Gleichberechtigungsfalle

Vor einem Jahr wurde Monika Ebeling aus ihrem Amt der Gleichstellungsbeauftragten entlassen. Die Begründung: Sie habe sich zu viel für Männer engagiert. Monika Ebelings Geschichte erzeugte eine riesige mediale Resonanz, weil sie einen Nerv getroffen hat, der Menschen in der ganzen Republik und darüber hinaus bewegt: Gleichstellungspolitik heute darf Männer nicht ausschließen. Frauen haben ihre Rechte errungen, nun werde es Zeit, sich vom Feinbild »Mann« der Feministinnen der ersten Stunde zu verabschieden, so Ebeling. Feminismus à la Alice Schwarzer habe ausgedient. Politik und Denkweisen müssen sich an die neuen Verhältnisse von Mann und Frau angleichen. Im Buch erzählt sie ihre Geschichte und übt Kritik an einem unzeitgemäßen Feminismus.